• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Laufen nach Weber C Fraktur

Kattl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Feb. 2019
Beiträge
133
Huhu ich nochmal, wie habt ihr denn Eure Wunden nach der Metallentfernung versorgt? Ich habe ganz viele Pflaster mitbekommen. Einfach nur Pflaster gewechselt ohne desinfizieren oder Wundsalbe? Oder habt ihr das jeden Tag fachmännisch beim Hausarzt machen lassen? Allerdings habe ich dazu echt keinen Nerv mehr immer dahin zu fahren. Wie habt ihr das gehandhabt? Teddy oder Andrea? Ansonsten war die erste Nacht ganz gut. Musste allerdings zum schlafen ibuflam 600 nehmen da die große Wunde außen ziemlich gepocht hat. Und heute gehe ich in der Wohnung kleine Strecken schon ohne Krücken:)
Lg
 
Registriert seit
7 März 2019
Beiträge
48
Ort
Reichshof
Ich freue mich für Dich, das alles so gut geklappt hat. Bei mir sollen es dann 3 Schnitte werden, ich habe jetzt erst gesehen, das ich auch eine Schraube von vorne drin hab, kein Wunder dann, das alles etwas sperrt.
vG an Alle
 

Teddy

Aktiver Sponsor
Registriert seit
27 Juni 2007
Beiträge
853
Ort
Raum Stuttgart
Hallo Kattl,

zum Thema Wundversorgung: was haben sie dir in der Klinik angeraten?
Bei mir war es so, dass ich nach zwei Tagen zum Verbandswechsel erst mal beim Hausarzt war um den ersten Blick auf die Wunde samt Verband vom Profi abzusegnen. Mit dessen Rücksprache habe ich glaube alle zwei Tage den Mullverband getauscht, nach 1 Woche folgte Fäden ziehen. Bis dahin suppt es auch nicht mehr so stark und man kann mit einem langen Pflaster auskommen, solange bis die Wunde zu und abgeheilt ist. Ob du eine Wundsalbe auftragen sollst, kann dir dein Hausarzt sagen. Kannst auch jetzt schon mit der leichten Gymnastik dem Abtransport der OP-Reste unterstützen, Zehenwackeln, sanftes Beugen etc.

Wenn die Wunde ganz geschlossen ist, ist es gut mit einem Hautöl die Naht und Wundränder mit leichter Massage weich zu halten, das wirkt Verklebungen entgegen, dabei nicht zerren oder reißen nur schön einbalsamieren.

Schön, dass es dir schon wieder besser geht und auch einmal ne Schmerztablette zum ruhig Schlafen ja klar, aber auch das Pochen wird von Stunde zu Stunde besser. Kann natürlich bei Belastung anfangs stärker wieder auftreten, aber es ist ja am Knochen nichts kaputt und die kleinen Löcher von den Schrauben schließen sich auch ganz schnell wieder mit Knochensubstanz. Da arbeitet der Körper halt und daher kommt das Pochen - es zieht, es schafft, es heilt!

Auch nach 20Jahren pocht es bei mir immer mal wieder. Manchmal ist der Schuhrand an der Seite zu hoch am Knöchel, da lasse ich beim Schnüren die letzten Ösen aus oder aber erweist sich der Bündchenrand der Socken als zu eng. Ich habe auf nachgiebige umgestellt, sind gummifrei mit besonderem Rand, hilft auch bei Diabetikerfüßen die Durchblutung nicht abzuschnüren.

Ein Chirurg beurteilt: Bruch folgenlos ausgeheilt, in Wahrheit ist es eine reparierte Körperstelle, wo zwar der Knochen durch die Kallusbildung fester sein kann als vorher, aber mit den Randerscheinungen hat man täglich zu tun: nur flache Schuhe ohne Absätze, Autopedale besser mit Tempomat, sonst meckert der Fuß. Besondere Dämpferfunktionen bei den Sohlen etc. Aber sowas ist wohl sehr individuell und manche haben damit gar keine Probleme laut Chirurg :)

Grüßle Teddy
 

Kattl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Feb. 2019
Beiträge
133
Hallo Kattl,

zum Thema Wundversorgung: was haben sie dir in der Klinik angeraten?
Bei mir war es so, dass ich nach zwei Tagen zum Verbandswechsel erst mal beim Hausarzt war um den ersten Blick auf die Wunde samt Verband vom Profi abzusegnen. Mit dessen Rücksprache habe ich glaube alle zwei Tage den Mullverband getauscht, nach 1 Woche folgte Fäden ziehen. Bis dahin suppt es auch nicht mehr so stark und man kann mit einem langen Pflaster auskommen, solange bis die Wunde zu und abgeheilt ist. Ob du eine Wundsalbe auftragen sollst, kann dir dein Hausarzt sagen. Kannst auch jetzt schon mit der leichten Gymnastik dem Abtransport der OP-Reste unterstützen, Zehenwackeln, sanftes Beugen etc.

Wenn die Wunde ganz geschlossen ist, ist es gut mit einem Hautöl die Naht und Wundränder mit leichter Massage weich zu halten, das wirkt Verklebungen entgegen, dabei nicht zerren oder reißen nur schön einbalsamieren.

Schön, dass es dir schon wieder besser geht und auch einmal ne Schmerztablette zum ruhig Schlafen ja klar, aber auch das Pochen wird von Stunde zu Stunde besser. Kann natürlich bei Belastung anfangs stärker wieder auftreten, aber es ist ja am Knochen nichts kaputt und die kleinen Löcher von den Schrauben schließen sich auch ganz schnell wieder mit Knochensubstanz. Da arbeitet der Körper halt und daher kommt das Pochen - es zieht, es schafft, es heilt!

Auch nach 20Jahren pocht es bei mir immer mal wieder. Manchmal ist der Schuhrand an der Seite zu hoch am Knöchel, da lasse ich beim Schnüren die letzten Ösen aus oder aber erweist sich der Bündchenrand der Socken als zu eng. Ich habe auf nachgiebige umgestellt, sind gummifrei mit besonderem Rand, hilft auch bei Diabetikerfüßen die Durchblutung nicht abzuschnüren.

Ein Chirurg beurteilt: Bruch folgenlos ausgeheilt, in Wahrheit ist es eine reparierte Körperstelle, wo zwar der Knochen durch die Kallusbildung fester sein kann als vorher, aber mit den Randerscheinungen hat man täglich zu tun: nur flache Schuhe ohne Absätze, Autopedale besser mit Tempomat, sonst meckert der Fuß. Besondere Dämpferfunktionen bei den Sohlen etc. Aber sowas ist wohl sehr individuell und manche haben damit gar keine Probleme laut Chirurg :)

Grüßle Teddy
Hallo Teddy, ich war jetzt gerade bei meinem Hausarzt und die Wunde wurde nochmal desinfiziert und nur noch jeweils ein Pflaster auf eine Seite drauf geklebt. Hab jetzt nochmal große Pflaster mitbekommen und Desinfektionsspray aus der Apotheke geholt. Mein Mann wechselt dann ab morgen jeden Tag das Pflaster bei mir. Wenn alles gut ausschaut und ich keine übermäßigen Schmerzen habe dann muss ich erst nächste Woche zum Fäden ziehen wieder kommen. Gott sei dank hab ich ein Automatik Fahrzeug und der linke Fuß ist betroffen so das ich auch bald wieder Auto fahren kann. Was ich halt momentan überhaupt nicht kann sind die kreisenden Bewegungen mit dem betroffenen Fuß zu machen. Hoffe es ist der Wunde zu Schulden und klappt nach dem Fäden ziehen wieder. Denn das hat nach meinem Unfall ewig gedauert bis ich das wieder konnte und hat bis gestern wieder super funktioniert. Lg
 
Registriert seit
3 Juli 2019
Beiträge
46
Liebe Grüße an alle und gute Besserung an alle Operierten!

Es war ein langer Weg bis hierher und ich bin dankbar wieder alltagstauglich zu sein. Ich passe mich halt an.

Dennoch erwarte ich sehnsüchtig meinen Termin am 16.3. und hoffe,dass dann die Materialentfernung besprochen wird. (Unfall 13.5.19)Ich empfinde das Metall immer mehr als Fremdkörper und bin sehr Wetterfühlig. Eigentlich ist meine ganze rechte Seite strapaziert.
Meine Sehnen "knacken" auch, Verklebungen ohne Ende trotz Physio usw. .. . Die Haut am Aussenknöchel wird immer dünner, meine Haut hat stellenweise Neurodermitis bekommen.
Der Fuss ist nicht lange belastbar, was aber auch abhängig vom Schuhwerk ist.

Deshalb hoffe ich,dass alles nach der Metallentfernung besser wird. Mein Chirurg meinte,bei manchen wird es besser,bei manchen eben nicht.
Muss ausserdem noch zur Knochendichtemessung und habe Tabletten gegen Vitamin D3 mangel bekommen.

Bin gespannt was ihr noch so berichtet.
 
Registriert seit
2 Juli 2019
Beiträge
57
@Kattl
Deine Berichte machen Mut. Danke dafür. Generell möchte ich mich bei allen hier in der Runde bedanken.. ich weiß gar nicht, wie ich die vergangenen 8 Monate überstanden hätte, wenn ich den Austausch hier nicht hätte! Im Alltag fühlt man sich doch immer wieder nicht verstanden. Es tut gut zu wissen, dass die Beschwerden bei dieser Verletzung doch "normal" zu sein scheinen. Dann schöpft man wieder Kraft.
Ich merke jetzt mittlerweile, dass meine Kraft so langsam schwindet und ich keine neue Kraft schöpfen kann. Ich verkrieche mich zur Zeit sehr oft und will dann nur meine Ruhe haben und mich in Mitleid suhlen. Denn wenn ich unter Leuten bin, muss ich so tun, als ob alles in Ordnung sei. Man kann ja keine 8 Monate lang über die Wehwehchen klagen. Aber sie sind da und lassen sich nicht ignorieren. Hattet ihr auch nach dieser Zeit so einen Tief? Ich krieg mich da momentan nicht raus..
Aber auch das wird sicher vergehen. Vielleicht wenn das Wetter wieder schöner wird.
Liebe Kattl, die kreisenden Bewegungen kannst du bestimmt machen, sobald die Schwellung wieder weg und die Wunde zu ist. Wie sieht es eig. mit der Schwellung aus? Genauso, wie bei der ersten OP? Und ist das Bein wieder so bunt, wie nach der ersten OP?
@Mone6565 Ich fühle mit dir.. auch ich freue mich auf den Termin am 17.3. und hoffe, dass ich dann meinen OP-Termin zeitnah bekomme. Ich halte es auch kaum noch aus.
Heute haben wir während der Physio festgestellt, dass auch mit den Nerven nicht alles in Ordnung ist. Ich habe während der Übungen immer wieder gemerkt, dass die Schmerzen am Außenknöchel am ganzen Bein bis hoch zum Po ziehen. Meine Therapeutin fasst an drei vier Punkte. Gezielt. Und jedes mal schreie ich auf. Nerven sind ebenfalls eingeklemmt. Sie hat mir erklärt, was genau los ist, aber das war mir doch zu komplex. Zwischen Wadenbein und Schienbein sei eine Membran, darin viele Nerven. Da scheint wohl iwas auf die Nerven zu drücken. Womöglich die Schrauben, die ja teilweise durch den Knochen komplett hindurch gehen. Als sie diese Punkte massiert hat, habe ich das taube Gefühl an den kleinen Zehen und am Mittelfuß intensiver gespürt. Bislang dachten wir, dass die Nerven größtenteils verschont geblieben sind. Ich habe das Gefühl, dass ich alles mitnehme, was geht. Jetzt bleibt es abzuwarten, ob nach der ME diese Probleme an den Nerven sich lösen werden. Ich hoffe sehr.
Sorry für das Vollheulen.. aber meine Frust kann ich gerade sonst nirgends ablassen. Ich will das meiner Familie und meinen Freunden nicht mehr zumuten.
Ab Fr bin ich für ein paar Tage in Istanbul. Werden diesmal gezwungenermaßen mehr mit dem Auto unterwegs sein. Vielleicht bin ich danach etwas ausgeglichener. :)
Liebe Grüße
 

Kattl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Feb. 2019
Beiträge
133
@Kattl
Deine Berichte machen Mut. Danke dafür. Generell möchte ich mich bei allen hier in der Runde bedanken.. ich weiß gar nicht, wie ich die vergangenen 8 Monate überstanden hätte, wenn ich den Austausch hier nicht hätte! Im Alltag fühlt man sich doch immer wieder nicht verstanden. Es tut gut zu wissen, dass die Beschwerden bei dieser Verletzung doch "normal" zu sein scheinen. Dann schöpft man wieder Kraft.
Ich merke jetzt mittlerweile, dass meine Kraft so langsam schwindet und ich keine neue Kraft schöpfen kann. Ich verkrieche mich zur Zeit sehr oft und will dann nur meine Ruhe haben und mich in Mitleid suhlen. Denn wenn ich unter Leuten bin, muss ich so tun, als ob alles in Ordnung sei. Man kann ja keine 8 Monate lang über die Wehwehchen klagen. Aber sie sind da und lassen sich nicht ignorieren. Hattet ihr auch nach dieser Zeit so einen Tief? Ich krieg mich da momentan nicht raus..
Aber auch das wird sicher vergehen. Vielleicht wenn das Wetter wieder schöner wird.
Liebe Kattl, die kreisenden Bewegungen kannst du bestimmt machen, sobald die Schwellung wieder weg und die Wunde zu ist. Wie sieht es eig. mit der Schwellung aus? Genauso, wie bei der ersten OP? Und ist das Bein wieder so bunt, wie nach der ersten OP?
@Mone6565 Ich fühle mit dir.. auch ich freue mich auf den Termin am 17.3. und hoffe, dass ich dann meinen OP-Termin zeitnah bekomme. Ich halte es auch kaum noch aus.
Heute haben wir während der Physio festgestellt, dass auch mit den Nerven nicht alles in Ordnung ist. Ich habe während der Übungen immer wieder gemerkt, dass die Schmerzen am Außenknöchel am ganzen Bein bis hoch zum Po ziehen. Meine Therapeutin fasst an drei vier Punkte. Gezielt. Und jedes mal schreie ich auf. Nerven sind ebenfalls eingeklemmt. Sie hat mir erklärt, was genau los ist, aber das war mir doch zu komplex. Zwischen Wadenbein und Schienbein sei eine Membran, darin viele Nerven. Da scheint wohl iwas auf die Nerven zu drücken. Womöglich die Schrauben, die ja teilweise durch den Knochen komplett hindurch gehen. Als sie diese Punkte massiert hat, habe ich das taube Gefühl an den kleinen Zehen und am Mittelfuß intensiver gespürt. Bislang dachten wir, dass die Nerven größtenteils verschont geblieben sind. Ich habe das Gefühl, dass ich alles mitnehme, was geht. Jetzt bleibt es abzuwarten, ob nach der ME diese Probleme an den Nerven sich lösen werden. Ich hoffe sehr.
Sorry für das Vollheulen.. aber meine Frust kann ich gerade sonst nirgends ablassen. Ich will das meiner Familie und meinen Freunden nicht mehr zumuten.
Ab Fr bin ich für ein paar Tage in Istanbul. Werden diesmal gezwungenermaßen mehr mit dem Auto unterwegs sein. Vielleicht bin ich danach etwas ausgeglichener. :)
Liebe Grüße
@M28: guten Morgen:) Ich kann Dich total verstehen. Jemand der sowas nicht selbst erlebt hat kann es einfach nicht versehen wie es einem geht und wirkt schnell genervt wenn man wieder damit anfängt wenn es einem nicht gut geht. Mensch was habe ich in der Anfangszeit geheult :( weil ich mich unverstanden gefühlt habe. Muss auch ehrlich sagen das ich einige Freunde aussortiert habe weil die sich von mir abgewendet haben. Bei sowas weiß man was wirklich echte Freunde sind und welche halt nicht :(
Nein mein Bein ist bei weitem nicht so geschwollen wie bei der ersten OP und keine blauen Flecke oder Hämatome.. der Fuß ist nur komplett orange wegen dem ganzen Jod:)
Alles Gute weiterhin und lass den Kopf nicht hängen.
Lg
 
Registriert seit
3 Juli 2019
Beiträge
46
@M28
Kopf hoch, wir sehen unserer Materialentfernung ja dann fast zeitgleich entgegen.
Wie gesagt....meine ganze rechte Seite ist immer wieder gereizt,die Fazien verklebt, Nerven sind sicher auch betroffen. Ich versuche trotzdem mich zu bewegen und das zu machen was möglich ist. Dehnübungen sind schmerzhaft,aber effektiv.
Auch ich habe kurze Tiefs,vermutlich stärker wenn das Wetter auch ein Tief hat.
Vergesst nicht wie schwer unsere Verletzung war und was unser Körper bis dato geleistet hat! Ich freue mich,wenn es ein Stück besser wird. Natürlich ist es bei mir noch lange nicht so wie vorher, vielleicht ist das auch nicht möglich.
Mein Umfeld gibt sich verständnisvoll,kann das aber nicht nachempfinden. Bei vielen Aktivitäten klinke ich mich aus. Tanzen gehen? Wandern gehen? Fahrradtour?.....sorry,das nächste mal vielleicht. .....
Es geht jedoch vieles andere, man muss sich neu erfinden und anpassen.

Viel Spaß in Istanbul, das wird dir gut tun. Und schau mal....du schaffst es nach Istanbul!!!!!!!! LG
 
Registriert seit
7 März 2019
Beiträge
48
Ort
Reichshof
Gibt es eigentlich auch Betroffene, die drüber nachdenken, das Material nicht entfernen zu lassen oder ist das gar keine Option?
Obwohl, es stört mich auch sehr, auch jetzt noch nach einem Jahr.
Viele Grüße an Alle
 
Top