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Laufen nach Weber C Fraktur

Tweety1966

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1 Okt. 2018
Beiträge
11
#1
Liebe Community,

Ende September 2018 habe ich eine trimalleoläre Weber C Fraktur erlitten. Operiert wurde ich eine Woche später. Einige Tage später gab es noch eine Revisions-OP am Innenknöchel, weil das CT gezeigt hatte, dass die Knochen einen Versatz aufwiesen. Danach 6 Wochen Null-Belastung (Gips). Letzte Woche wurde die Stellschraube entfernt und ich soll beginnen, langsam zu belasten.

Mein Problem ist, dass der Fuß noch sehr geschwollen ist und bei Bewegung weiter anschwillt. Außerdem schmerzt der Fuß auf dem Fußspann bei Berühung. Die Knöchel sehen soweit gut aus, fast normal.
Meine ersten Bodenberührungen mit Krücken waren leider nicht so toll. Ich habe Schmerzen im Fuß bereits beim leichten Auftreten. Das Abrollen ist auch sehr unangenehm. Damit kämpfe ich seit über einer Woche und es bessert sich nicht. Mein Arzt erklärt, das wäre normal, aufgrund der schweren Verletzung. Komischerweise habe ich keinerlei Schmerzen an den Knöcheln.

Ich wollte man nachhören, wie das bei Euch war? Hattet ihr auch solche Beschwerden? Ich habe einfach Angst, dass im Fuß (der wurde nicht geröntgt) etwas nicht in Ordnung ist. Woher kommen diese Schmerzen beim Auftreten und Abrollen und ist das wirklich normal. Sicher, ich habe den Fuß 7 Wochen nicht bewegt und mein Doc war heute schon genervt von mir.

Ich würde mich sehr über Eure Erfahrungsberichte freuen.

LG
 

Teddy

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#2
Hallo Tweety

sechs Wochen ruhig gestellt und noch zwei OPs, da baut sich der Stützmuskel schon mal gewaltig ab. Jede Zelle ist innen geschwollen und erst durch Bewegung kann das Überflüssige abtransportiert werden. Ja es ist normal. Anfangs Belastung von 10%, dann 20% dann 50% von Woche zu Woche und du wirst nach und nach weniger Schmerzen bei der Belastung verspüren. Gebe dir die Zeit - was kannst du noch tun, also mir half in Ruhelage mit aktiven Zehbewegungen eine Art Pumpfunktion zu initiieren, das bei jeder Gelegenheit.

Versuche immer bis zur Schmerzgrenze zu gehen, nicht drüber, dann weitet sich der Radius nach und nach. Halte dich an die Weisungen der Physios, die haben immer wieder solche Patienten vor sich und vielfältige Erfahrung. Geduld ist halt nicht jedermanns Sache, aber da konsequent und im Rahmen der Anleitungen jederzeit üben, bringt dich am schnellsten wieder im wahrsten Sinn: auf die Beine.

Lieben Gruß
Teddy

PS. den gleichen Text in verschiedenen Themen zu veröffentlichen, bringt nicht viel. Jene, die es betrifft werden sich direkt bei dir melden, da nützt die Vervielfältigungen nichts.
 

Tweety1966

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#3
Hallo Teddy,

vielen Dank für deine mutmachenden Worte. Es irritiert mich, dass ich in der Nähe der OP-Gebiete keine Schmerzen oder Schwellungen habe, aber der Fuß an sich geschwollen ist und schon beim leichten Auftreten Schmerzen zu spüren sind.
Ich werde geduldig sein und deine Tipps berücksichtigen.
Danke nochmal und Dir ein schönes Wochenende.

Viele Grüße von Tweety

P.S. Ich hatte den Text mehrmals veröffentlicht, da die Threads tw. schon recht alt sind und die User vielleicht nicht mehr aktiv mitlesen. So bekommen sie jedoch unter Umständen eine Nachricht.
 

Hedi

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#4
Hallo Tweety1966,
Ich hatte 2011 eine Weber C Fraktur, meine Schrauben wurden allerdings erst nach 1 Jahr entfernt.

Insgesamt laborierte ich 3 Monate daran bis ich wieder arbeiten konnte. Dann noch weitere 3 Monate bis ich meiner Meinung nach wieder normal rennen konnte.

Schmerzen im Spann bis zu den Zehen habe ich manchmal heute noch, da ein Nerv verletzt wurde.

Bleib am Ball, das wird schon, ein Röntgenbild wäre sicherlich von Vorteil.

Liebe Grüße, Hedi
 

Tweety1966

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#5
Hallo Hedi,
auch dir herzlichen Dank, dass du dich gemeldet hast. Es wurde zunächst nur die Stellschraube entfernt. Die Platte, Schrauben und Drähte werden auch erst nach 12 Monaten entfernt.

Liebe Grüße
 

Teddy

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#6
Hallo Tweety,

Zum Thema fehlendes Gefühl im operierten Fußbereich kann ich noch für dich etwas ergänzen. Bei jeder OP muss man ja eine Zustimmung unterschreiben, da steht meist auch drin, dass bei solchen Eingriffen Nervenstränge in Mitleidenschaft gezogen werden können und man über diese Spätfolgen damit informiert sei. Von 0= totale Funktstille bis 100=vollständige Funktion gibt es halt viele Zwischenstände. Obwohl die Operateure sich die größte Mühe geben, können Nervenstränge durchtrennt oder überreizt werden und spielen dann verrückt. Schließlich sind diese Stränge auch sehr lang. So kann ein Fußsohlekribbeln mit Störungen an der Wirbelsäule zusammen hängen. Meine Physio meinte damals darüber, dass diverse Nerven nach falscher Belastung wie beim Unfall bzw. OP beleidigt seien, die einen reagieren mit Stille die anderen mit Überreaktionen, also zucken, dauerkribbeln etc. Nerven können auch nachwachsen aber sehr sehr langsam pro Monat in Millimeter Schritten. Bis die endgültige Funktion bzw Erholung fest, kann gut ein Jahr ins Land gehen.

Bei mir zum Beispiel sind an einer meiner Unfallbaustelle durch Platte und Schraube am unteren Wadenbein Nerven für die zwei kleinsten Zehen außer Kraft, d.h. bewegen kann ich sie, jedoch habe ich kein Gefühl mehr auf der Haut, also spüre keine Verletzung durch eine Scherbe oder Drauffallendes. Es hieß, es könnte nach der Entfernung des Metalls sich wieder erholen, jedoch hat es sich bei mir nicht.

Im anderen Fall hat mein Partner beimselben Unfall sich den Unterarm gebrochen, deren Platten Schrauben nach einem Jahr entfernt wurden. Er hat jedoch die volle Funktion von Finger verloren. Der kl. Finger reagiert wesentlich langsamer und kraftärmer, sowie auch zwei weitere Finger, sodass bei Tastaturschreiben ständig Fehler unterlaufen und das benötigt er täglich beruflich. Über Jahre und ständigem Üben wurde es etwas besser, aber ist im Alltag immer noch hinderlich.

Gesundheit- Krankheit - gesund werden, ist halt eine sehr individuelle Sache und man kann eigentlich nur Tendenzen beschreiben. In wie weit die volle Wiederherstellung möglich ist, kann niemand vorhersagen. Wünschen tun wir uns das alle, jedoch schwer ist es dann wenn dieses Ziel in weite Ferne rückt und man mit Abstrichen Einschränkungen zurecht kommen muss. Einzig übrig bleibt, alles zu tun was in der eigenen Macht steht und mit eigenen Kräften leistbar ist.

LG Teddy
 
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