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Kopfgelenksinstabilität

Relaxo

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24 Mai 2019
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#85
Ja, war ich. Ich hatte insgesamt 5 Termine und ich bin wenig begeistert. Jeder Termin kostet um die 100 EUR, man bekommt ein paar Akupunkturnadeln gesetzt, an die ich ohnehin nicht glaube, und es wird die Atlastherapie nach Arlen durchgeführt, bei der starke Impulse auf die Halsmuskulatur gegeben werden. Wer Probleme mit stark verspannter Halsmuskulatur hat, der ist hier glaube ich sehr gut aufgehoben, aber sonst glaube ich nicht, dass es viel bringt. Die Atlastherapie ist auch etwas umstritten und wird von der Kasse natürlich nicht bezahlt.

Zur Person von Herrn Dr. T. kann ich nur sagen, dass ich ihn sehr sympathisch finde weil er ehrlich ist, was die Forschung betrifft. Die ist nämlich miserabel, es gibt nicht einmal Normwerte für die Stellung der Kopfgelenke. Ich wünschte, dass hier mehr geforscht wird und dass Herr Dr. T. hier auch eine wichtige Rolle spielt aber ich zweifle ganz stark daran, dass starke Impulse auf die Halsmuskulatur irgendwie eine Kopfgelenksinstabilität beseitigen. Vielleicht gibt es andere Leute bei denen es geholfen hat, bei mir jedenfalls nicht. Ich habe mein Lehrgeld i.H.v. 500 EUR bezahlt und werde keinen Cent mehr für eine derartige Therapie ausgeben.
 
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#86
Danke für deine ausführliche Rückmeldung. Ganz schön deprimierend, dass es scheinbar nichts gibt, was uns tatsächlich hilft.
Dr. T. wäre eigentlich meine übernächste Anlaufstelle gewesen......muss ich mir jetzt nochmal überlegen.
Bin derzeit noch in Weiden!
Ende des Monats hat mich mein Hausarzt in eine 2wöchige Schmerztherapie überwiesen.
Hast du schon mal über einen psychischen Einfluss nachgedacht. Ich hab das bisher auch abgelehnt, da sich bei häufigen Kopfbewegungen mein Schwindel steigert und mir als "normal denkender" Mensch klar ist, dass dann die Halswirbel die Ursache ist und nicht die Psyche. Wenn es bei meinem Auto beim Auspuff raucht, prüfe ich auch nicht den Reifendruck um die Ursache zu finden. Aber mein Hausarzt sagt, dass bei solang anhaltender Probleme, diese auch auf's Gemüt (Psyche) schlagen...
 

bobb

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#87
Hallo balu67,

Dein HA ist ein schlaues Kerlchen :)

Schwindel kann viele Ursachen haben, aber auch eben psychisch bedingt sein. Dass der Schwindel sich bei Bewegungen des Kopfes verstärkt, kann aber auch psychische Ursachen haben, also ohne dass das Gleichgewichtsorgan oder die HWS dafür verantwortlich sind. Natürlich gibt es aber auch den multiplen Schwindel. Die Schwindelformen sind aber nach meiner Erfahrung in der Wahrnehmung unterschiedlich.

Beim Schwindel durch die HWS ausgelöst z.B. bei einer Überstreckung der HWS (Blick nach oben an die Decke) wurde mir Schwarz vor den Augen. Diese Schwindelform konnte in Weiden völlig beseitigt werden. Der psychische Schwindel kann bis zur Benommenheit "ausufern". Schwindel ausgelöst von Medis war wieder anders, nämlich als Drehschwindel mit Sturzgefahr vorhanden. Medikament wurde sofort wieder abgesetzt.

Jedenfalls konnte bei mir der noch vorhandene Schwindel inzwischen als eindeutig psychisch bedingt durch mehrere Fachärzte festgestellt werden.

Gruß Bobb
 

Relaxo

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#88
@balu67 "Hast du schon mal über einen psychischen Einfluss nachgedacht. " Das sollte jeder machen, der von chronischen Krankheiten betroffen ist. Leider habe ich den Eindruck, dass "psychische Ursachen" gerne mal als Vorwand genommen werden, um körperliche Ursachen nicht weiter verfolgen zu müssen. Ich halte grundsätzlich, ähnlich wie bei der Akupunktur, sehr wenig von der Psychologie. Es mag Fälle geben, wo Menschen von einer Gesprächstherapie profitieren (Schicksalsschläge, Missbrauch etc.) oder auf Psychopharmaka angewiesen sind, weil sie biochemische Ungleichgewichte haben, die anderweitig nur schwer beseitigt werden können. Aber sonst würde ich sagen, dass man mit der Psychologie schnell auf dünnes Eis Gerät, da hier gerne mal abstruse Zusammenhänge mit vergangenen Ereignissen hergestellt werden, die dann als Ursache für aktuelle körperliche Symptome herhalten müssen. Wie gesagt, der Befund vom Upright-MRT der Kopfgelenke ist bei mir relativ eindeutig und Benommenheit + Schwindel nach längerer PC-Arbeit + Schlafapnoe sind jetzt keine klassischen psychologischen Symptome.

Dass die Suizid- und Burn-outraten bei Psychologen slber signifikant erhöht sind, sollte man wissen, trotzdem finde ich es ganz toll, wenn Psychologen und Patienten sich gegenseitig helfen. Im Bereich der Kopfgelenksinstabilität sehe ich nur das große Problem, dass viel Ärzte sich gar nicht mit der Thematik auskennen. Sie haben also keine Erklärung für die Symptome des Patienten und immer wenn Ärzte keine Erklärung haben ist es der Stress bzw. psychische Probleme, weil man die eben nicht richtig nachweisen kann.

@bobb: Nimm mir die Frage nicht böse aber was mich sehr interessieren würde, warum bist du selber nie auf die Idee gekommen, dass du psychische Probleme hast bzw. dass psychische Probleme deine Symptome verursachen? Du kennst dich schließlich besser als jeder andere.
 

balu67

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#89
Hallo Relaxo,
war nur eine Idee, ich sehe es ähnlich wie du. Akkupunktur, war ich auch schon mehrere Male, völlig wirkungslos, egal, ob "normale" oder Ohr-Akkupunktur. Überhaupt sind wir uns was die Probleme angeht sehr ähnlich, andauernde Benommenheit, je mehr ich den Kopf bewege, desto schlechter wird die Benommenheit - deshalb ist es bei mir am morgen relativ gut...ist das bei dir auch der Fall?
Hast du auch einen Tinnitus?
Achja und unter Schlafapnoe leide ich auch, auch wenn nur in leichter Form - Schläfst du mit Maske?
 

balu67

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#90
Hallo balu67,

Beim Schwindel durch die HWS ausgelöst z.B. bei einer Überstreckung der HWS (Blick nach oben an die Decke) wurde mir Schwarz vor den Augen. Diese Schwindelform konnte in Weiden völlig beseitigt werden. Der psychische Schwindel kann bis zur Benommenheit "ausufern". Schwindel ausgelöst von Medis war wieder anders, nämlich als Drehschwindel mit Sturzgefahr vorhanden. Medikament wurde sofort wieder abgesetzt.

Gruß Bobb
Hallo Bobb,
wie oft warst du in Weiden, bis du einen Erfolg gespürt hast? UNd hast du dort die Geräteübungen gemacht, oder auch die Atlastherapie bzw. Chiropraktik bzw. Akkupunktur....das bietet der Arzt ja auch an
 

bobb

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#91
Hallo balu67,

ich hatte zunächst 6 x 30 Min. Training am HWS-Techno-Gerät mit dem Trainer. Nach der 4. Trainingseinheit war ein deutlicher Erfolg zu spüren. Ich habe dann aber noch über die 6 Trainingseinheiten hinaus weitergemacht, weil meine Instabilität der Kopfgelenke so schlimm war, dass ich bei den Einstellungen des Technogerätes ganz unten anfangen mußte und der Trainer sogar manuell eingreifen mußte. Nach der spürbaren Besserung habe ich es zum wöchentlichen Programm gemacht und zusätzlich dann im Trainingsraum andere Geräte zur allgemeinen Fitness und Muskelstärkung anderer Körperregionen genutzt.
Vor der Behandlung in Weiden konnte ich nicht mehr den Kopf auf ein Kissen legen, da sofort der Kopfgelenkbereich und der Occiput (untere Hinterkopf) so stark schmerzten, so dass ich den Kopf anheben mußte. Schmerzmittel mußten herhalten. Auch das Schwarzwerden vor Augen bei bestimmten Kopfbewegungen konnte durch das HWS-Training völlig beseitigt werden. Massive Blockaden der Kopfgelenke, die nach dem Schleudertrauma auftraten und jahrlange eine echte Plage waren, konnten durch das HWS-Training in Weiden ebenfalls vollkommen beseitigt werden.

Ich habe also keine "Atlaskorrektur" gemacht sondern bin die Ursachen für meine Beschwerden angegangen, nachdem der Arzt eine segmentale Instabilität (Kopfgelenke Atlas/Axis) eindeutig aufgrund von ihm veranlaßter Funktions-Röntgenaufnahmen erkannte.

Der Schwindel mit Benommenheit und Taumel beim Gehen sowie eingeschränkter Steuerung jedoch konnte weder durch jahrlange Physio bzw KG und auch nicht durch das anschließende HWS-Technotraining in Weiden beeinflußt werden, da diese bei mir psychisch bedingt sind. Auch andere psychosomatische Störungen konnten nicht durch das HWS-Training gelindert werden.

Akupunkurtherapie habe ich in Weiden nicht gemacht.

Gruß Bobb
 
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balu67

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#92
Hallo bobb,
sehr interessant. Ich war erst 2mal dort, da bin ich mal gespannt.
Wobei ich sagen muss, dass mir nicht schwarz vor Augen wird und auch das liegen bereitet keine Probleme. Dafür bin ich andauernd benommen, was unerträglich ist und ich kann meinen Kopf nicht richtig drehen. Und der Tinnitus gibt mir noch den Rest.
Die segmentale Instabilität (Kopfgelenke Atlas/Axis) hat er bei mir auch diagnostiziert.....
Werde mich die Tage auch in einem Fitness-Club anmelden, die REHA-Sport anbieten. Denke das schadet nicht, bin sowas von ungelenkig......
Wie wurden denn die psychosomatischen Ursachen bei dir diagnostiziert? Hast du auch mal Antidepressiva genommen?
Ich bin bei einem Psychiater, der sagt ich hab keine Depression, ich hatte auch keine traumatischen Ereignisse, etc....Dennoch können langwierige chronische Krankheiten Psychosen verursachen, die wiederum durch Medikamente behandelt werden können. Ich hab mal ne Zeit lang Escitalopram genommen, aber ohne jeglichen Erfolg.
Ich denke ich werde nach meiner Schmerztherapie (auf die ich schon sehr gespannt bin) der Psychosomatik nochmal nachgehen.....
 
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