• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Klassifikation der Arztsprache

sesambrot

Mitglied
Registriert seit
9 Juli 2013
Beiträge
43
Guten Abend,

gibt es denn irgendwelche Tabellen, Klassifizierungen oder einfache Einteilungen, wonach ich als Laie etwa einschätzen kann was im Befund, Gutachten o.ä gemeint ist.

Nachfolgend ein paar Beispiele.

-geringe Muskelminderung
-deutliche Muskelminderung
-starke Muskelminderung

Kann man hier allgemein sagen:
gering = Muskelminderung <1cm
deutliche= Muskelminderung 1-3cm
starke= Muskelminderung >3cm

ein weiteres Beispiel:

Minderung der Erwerbsfähigkeit ist unwahrscheinlich, wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich

Gilt hier nun:
unwahrscheinlich= <20%
wahrscheinlich= 30-70%
sehr wahrscheinlich= >80%

Hoffe es ist klar geworden was ich meine.

Viele Grüße
sesambrot
 
Zuletzt bearbeitet:

ptpspmb

Sponsor
Registriert seit
2 Sep. 2012
Beiträge
2,247
Ort
BW
Hallo Sesambrot,

ich meine mich zu erinnern, dass ich so etwas schon in einer Fachbuchhandlung gelesen zu haben.
 

sesambrot

Mitglied
Registriert seit
9 Juli 2013
Beiträge
43
Hallo ptpspmb,

das klingt schon mal hoffnungsvoll.

Leider fehlt mir ein "Oberbegriff", wonach ich suchen soll.

Hättest du ggf. eine Idee?

Gute Nacht
sesambrot
 

ptpspmb

Sponsor
Registriert seit
2 Sep. 2012
Beiträge
2,247
Ort
BW
Hallo Sesambrot,

muskelschwache im Zusammenhang mit ... z. B. HWS! Dann unter Orthopädie HWS schauen, usw. Vielleicht kann die auch Buchfreundin helfen!
 

buchfreundin

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
12 Dez. 2012
Beiträge
788
Moin moin ptpspmb!

Schmunzel, danke für dein Vertrauen in mein Wissen.
Aber da ich nie gutachterlich tätig war, kann ich dazu nichts sagen.
Was ich dazu sagen kann, daß mir meine Vorgesetzen die Füße aufgepumpt hätten, wenn ich mich so ausgedrückt hätte.

Was ich weiß ist, daß es im Rahmen der Angaben für die Nebenwirkungen von Medikamenten klare Ansätze gibt, wieviel Patienten in wieviel Gesamtfällen betroffen sind bei Verwendung der entsprechendn Formulierungen. Aber da müsste derjenige bei Interesse bitte selber nach googlen. Ob die hier übertragbar sind, weiß ich nicht.
Wäre mal ein Ansatz für einen hier aus dem Forum, wenn er denn Zeit, Lust und Nerven hat, da nachzuforschen.

Was ich dir sagen kann, ist daß ich die Gutacher und das Gericht im Rahmen der Stellungnahme zu den Gutachten immer freundlich daraufhinweise, daß Äußerungen wie

"wahrscheinlich" in jeder Art der Ausprägung, "sicherlich", "wäre möglich", "ist denkbar", "letztendlich spielen sicherlich", "wohl eher", "müsste/hätte/könnte/dürfte", "es ist möglich", "stark zu vermuten" "eher" (mal so als kleine Sammlung aus diversen Gutachten)

alle eine Aussage über eine Wahrscheinlichkeit sind. Und damit rein spekulativ. Damit sind entsprechende Angaben weder nachvollziehbar noch nachweisbar. Sondern nur eine reine Behauptung.

Und als ein Gutachter mal sowas wie "geringe Zeichen der Umfangsminderung im Sinne einer Atrophie" gemacht hat, ich freundlich darauf hingewiesen habe, daß er zum einen auf Grund der Oberbekleidung, durch die er hätte durchsehen können müssen, erst einmal keinen Sichtbefund überhaupt hätte machen können. Und des weiteren, daß für eine Beurteilung der Umfangsmessung es einen objektiven, einfachen, nachweisbaren, standartisierten auch in der Praxis problemlos durchzuführenden Test gibt.
Das Zentimetermaß.

[FONT=&quot]Um eine fundierte, objektive, vergleichbare und nachweisbare Aussage zum Ausschluss machen zu können statt einer oberflächlichen und subjektiven Einschätzung hätte der Gutachter dafür vorhandene und standardisierte, objektive Testmethoden anwenden müssen.[/FONT][FONT=&quot] Da er auf auf nachvollziehbare und nachweisbare, seine Äußerungen bestätigende Untersuchungen [/FONT][FONT=&quot][FONT=&quot]verzichtet hat, sind [/FONT]seine Angaben weder nachvollziehbar noch nachweisbar und nur eine Behauptung.

gruß[/FONT]
 

sesambrot

Mitglied
Registriert seit
9 Juli 2013
Beiträge
43
Hallo Zusammen,

vielen Dank für die Antworten, ich finde durch diese Äußerungen -ich nenne sie jetzt mal "Hilfswörter"-, wird versucht den Befund bzw. das GA zu "verschönern".

Daher dachte ich es gibt eben vielleicht eine Einteilung o.ä.

Viele Grüße
Sebastian
 
Top