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Klage gegen Gutachter wg. falschem Gutachten

robin_lucie

Nutzer
Registriert seit
11 Okt. 2006
Beiträge
5
Hallo,
wir möchten unseren Gutachter (hat 2 Mal für verschiedene Versicherungen begutachtet) verklagen.

Im ersten Gutachten -letztes Jahr im März- hat er meinem Mann (Unfallopfer) bescheinigt, dass dieser binnen 6 Wochen wieder völlig gesund wäre und wieder arbeiten könne. Statt dessen ist er zu 50 % behindert und kann nur noch teilweise arbeiten.

Das 2. Gutachten fand vor einigen Monaten statt. Er mußte zwar von seiner Aussage absehen bezgl. der Arbeitsfähigkeit, schrieb aber wieder verschiedene Beschwerden als UNFALLUNABHÄNGIG in das Gutachten.

Dagegen werden wir vorgehen. Hat schon einmal jemand von Euch so eine Klage durchgezogen und welche Erfahrungen habt Ihr dabei gemacht.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Grüßle
robin_lucie
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo robin lucie,

für was für eine Versicherung wurde Dein Mann begutachtet? Private Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung

Und hättet Ihr den GA nicht ablehnen können, da er ja schon einmal begutachtet hatte.....was sollte da jetzt anderes raus kommen

Und woher habt Ihr die 50% Behinderung.....oder war diese schon vor dem Unfall?

Vieleicht kannst Du etwas mehr schreiben.

Lieben Gruß
Kai-Uwe
 

Lemon

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
Registriert seit
12 Sep. 2007
Beiträge
19
inwiefern ist das möglich?
 

Bluemchen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Sep. 2006
Beiträge
166
Gutachter

Hallo,

kann man überhaupt einen Gutachter, der nachweisbar ein falsches Gutachten erstellt hat, verklagen
Kann man auch die Gutachter der Gutachterkommissionen und des MDK ebenfalls verklagen:confused:
Danke für eine Antwort.
MfG Bluemchen
 

yaban

Nutzer
Registriert seit
4 Dez. 2006
Beiträge
40
diese Frage ist mir auch wichtig, bei mir haben sie vom MDK absichtlich wieder ein falsches Gutachten erstellt. Und jetzt zum 2. Mal ich werd wahnsinnig, das ist nicht mehr normal..ICH BITTE ALLE DIE DAMIT SCHON ERFAHRUNGEN HABEN SICH HIERZU AÜßERN
 

Petra

Sponsor
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
491
Das Ausstellen von unrichtigen Gesundheitszeugnissen stellt gem § 278 StGB einen Straftatbestand dar:


§ 278 StGB
Ausstellen unrichtiger GesundheitszeugnisseÄrzte und andere approbierte Medizinalpersonen, welche ein unrichtiges Zeugnis über den Gesundheitszustand eines Menschen zum Gebrauch bei einer Behörde oder Versicherungsgesellschaft wider besseres Wissen ausstellen, werden mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Liebe Grüsse

Petra
 

yaban

Nutzer
Registriert seit
4 Dez. 2006
Beiträge
40
super infos danke petra, danke licht..

wenn jemand schon erfahrungen hatte und solche gutachter verklagt hat, bitte melden..jede info kann von sehr nützlichem interesse sein
 

Dienstag

Mitglied mit negativem Renomee
Registriert seit
13 Sep. 2006
Beiträge
48
Hallo Leute,

weswegen, bei wem und mit welcher Zielsetzung wollt Ihr denn den Gutachter verklagen?

Wegen Verstoß gegen § 278 StGB geht nicht, da könnt Ihr höchstens Strafanzeige stellen, das Weitere übernimmt der Staatsanwalt.

Zivilrechtlich könnt Ihr den Gutachter auf Schadensersatz verklagen, wenn Ihr ihm nachweisen könnt, dass Euch durch grob fahrlässige oder vorsätzliche Falschbegutachtung ein Schaden entstanden ist. Das Gericht wird dann einen Gutachter beauftragen, der feststellen soll, ob der beklagte Gutachter grob fahrlässig oder vorsätzlich ein falsches Gutachten erstellt hat ...

Verklagen könnt Ihr den Auftraggeber des Gutachters, wenn wenn der aufgrund eines Gutachtens einen unrichtigen Bescheid erteilt hat. Das Gericht wird dann einen Gutachter beauftragen, der den strittigen Sachverhalt neu bewerten soll ...

Lasst Euch von einem seriösen Anwalt beraten, bevor Ihr Schritte unternehmt, die keine hinreichende Aussicht auf Erfolg haben.

Gruß

Dienstag
 

yaban

Nutzer
Registriert seit
4 Dez. 2006
Beiträge
40
hallo dienstag,

bei mir ist es die Krankenkasse AOK, wie bei vielen und natürlich das MDK, die haben 2 Gutachten gemacht und 2 mal soll ich angeblich simulieren und voll leistungsfähig sein, obwohl ich 50% schwerbehindert bin und mein eigener Orthopäthe und der Rentenbegutachter mich für max. 3 Std für leichteste Tätigkeiten eingestuft haben, sind die von der MDK der Ansicht, dass ich vollschichtig einsatzfähig bin..irgendwie paradox das ganze..ich verstehe bei mir die Welt nicht mehr..indirekt wollen sie mir klar machen, dass sie keine Krankengeldzahlung leisten wollen, aber wozu habe ich eine Krankenkasse, wenn ich mal auf die angewiesen bin, dann sollten die auch einspringen, nein im Gegenteil, die machen einem das leben zur Hölle. Und versuchen durch derartige Gutachten mein Krankheitsbild zu manipulieren..

Hat jemand auch mit anderen Kassen Schwierigkeiten oder ist die AOK hier federführend, aus meinem Bekanntenkreis verlassen immer mehr die AOK, die arbeiten menschenentwürdigent, werben mit tollen Prämien, aber nur wenn man gesund bleibt und wenn man mal krank ist und Unterstützung braucht, dann hat man die A-Karte!
 

josefheimann

Nutzer
Registriert seit
30 Okt. 2006
Beiträge
1
Verein Gutachtergeschädigte

Hallo Grüß Gott,
wer gründet den Verein "Gutachtergeschädigte"? Ich trete bei.
 

yaban

Nutzer
Registriert seit
4 Dez. 2006
Beiträge
40
ich möchte noch ergänzend hinzufügen, dass dieses weitere Gutachten des MDK (A O K ) mich in meiner Würde sehr schwer verletzt hat.

Jetzt wollen meine Familienmitglieder und Freunde ihre langjährigen Mitgliedschaften bei der AOK kündigen, sie wollen sich so solidarisch mit mir zeigen. :rolleyes:

und diese Idee mit dem Verein finde ich Klasse, aber es sollten erfahrene Leute dieses Vorhaben unterstützen, sonst kann man da nicht viel erreichen. Mir wäre es lieb, wenn man es mit diesem Forum verbinden könnte, weil ich sehr viel aus diesem Forum gelernt habe.

Nochmal ein RIESEN DANK an die Schöpfer, Macher, User dieses Forums!
 
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