• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Instabile HWS

SofeeErdbeere

Neues Mitglied
Registriert seit
10 Nov. 2016
Beiträge
23
Hallo,
ich weiß nicht ob, dass der richtige Ort ist aber ich wollte Fragen, ob hier noch mehr sind die derzeit keine stabile HWS haben.

Ich bin vor 6 Wochen als Fußgänger von einem PKW erfasst worden, dabei hatte ich eigentlich ziemlich Glück. Meine Hirnblutung und mein SHT haben sich verbessert, mein gebrochener Schädel tut nicht mehr weh.
Was bleibt ist meine HWS wo fast alle Bänder (lig. alaris links komplett und lig transversum teilrupturiert) gerissen sind, der Des ist dezentuiert. Ich trage jetzt für 3Monate eine Orthese und frage mich, wie wahrscheinlich ist, dass die Bänder wieder zusammenwachsen? Wie lebt es sich ohne Bänder?
 

Sekundant

Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
4,740
Ort
hier, links von dir
Website
fallakte.12hp.de
Hallo SofeeErdbeere,

ich denke schon, dass du hier richtig bist, willkommen.

Was bleibt ist meine HWS wo fast alle Bänder (lig. alaris links komplett und lig transversum teilrupturiert) gerissen sind, der Des ist dezentuiert. Ich trage jetzt für 3Monate eine Orthese und frage mich, wie wahrscheinlich ist, dass die Bänder wieder zusammenwachsen? Wie lebt es sich ohne Bänder?
ich weiss bis heute nur durch einen "zufallsbefund", dass das hintere längsband zerrissen ist., vermutlich sind es aber weitere.
das ist nicht direkt mit anderen bändern vergleichbar, da es innerhalb des wirbelkanals verläuft und kaum zugänglich ist. wenn ein totalabriss anderer zugänglicher bänder vorliegt, wird es darauf ankommen, wie schnell eine "reparatur" stattfindet, wenn ein totalabriss vorliegt. dein komplettabriss wird ein arzt beurteilen müssen.

wie es sich damit lebt hängt wohl von verschiedenen faktoren ab. insgesamt aber sicher nicht gerade gut. die bänder halten ja gerade die gesamte statik.
lass dich umfänglich über möglichkeiten aufklären, die probleme werden leider mit der zeit nicht geringer.


gruss

Sekundant
 

SofeeErdbeere

Neues Mitglied
Registriert seit
10 Nov. 2016
Beiträge
23
Danke für die schnelle Antwort.
Das hintere Längsband (lig. logitudinale posterius) ist tatsächlich nicht so wichtig, da es eigentlich nur die Bandscheiben ab dem 2. Halswirbel miteinander verbindet und keine stabilisierungs funktion hat.

Im Genick also der Teil vom Kopf bis zum 2. Halswirbel ist das leider etwas anders. Da Stabilisieren quasi nur nur ligg alaria (eins rechts und eins links) und das lig transversum das Genick (das lig transversum bildet mit lig cruciatum). Das heißt ohne die Bänder hat man eine instabiles Genick.

Ich studier selber Medizin in der Endphase, aber ehrlich gesagt haben wir Ligamentäre Bandverletzungn in der Uni kaum besprochen und da es spezielle Wirbelsäulen chirurgie ist findet man das auch nicht in Büchern, in drei Wochen kann ich mit einem Unfallchirurgensprechen. Beim googeln hab ich nur gelesen das Bänder "generell nie " zusammen wachsen, und das ist quatsch. Aber ich finde keine Prozentzahlen und das macht mich gerae total verrückt.

Wegen den therapie möglichkeiten bin ich recht gut aufgeklärt, was es so gibt, aber das ist nicht soviel wert wie Erfahrungen
 

ptpspmb

Sponsor
Registriert seit
2 Sep. 2012
Beiträge
2,247
Ort
BW
Hallo SofeeErdbeere,

willkommen hier im Forum!

Erfahrungen sind unersetzlich!
Das Leben schreibt immer wieder andere Geschichten!

Wenn so wie du so nahe an der Materie, dann frage doch einmal ein Dozent von dir, der sollte doch Erfahrung haben!

Von meiner Seite kann ich dir sagen, dass laut Medizinbibel ein HWS Schleudertrauma nach spätestens 6 Wochen ausgeheilt sein "muss"!

Ist aber leider nicht so, bei mir dauerte es über ein Jahr, bis es etwas besser geworden ist!

Geholfen hat, der sogenannte Muskelaufbau in diesem Bereich!
 

Rehaschreck

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 Juli 2012
Beiträge
1,267
Hallo Erdbeere,
hier bist Du goldrichtig, insbesondere mit HWS-Geschichten. Nach meiner Vermutung ist ein Großteil der hier Aktiven aus eigener Erfahrung mit diesem Thema befasst und kann Dir sicherlich behilflich sein. Gruß Rehaschreck
 

SofeeErdbeere

Neues Mitglied
Registriert seit
10 Nov. 2016
Beiträge
23
@ptpspmb: Ich habe ja leider kein "klassisches "Schleudertrauma, das würde ich sofort gegen meine HWS eintauschen. In der Regel bezeichnet ein Schleudertrauma ja eine Überdehnung der Bänder, oft in Kombination mit Muskelverspannungen und teilw. Neurologische Auffälligkeiten. Das ist auch mega unangenehm und kann auch beschwerden machen, aber HWS ist stabil. Bei mir sind die Bändergerissen, ergo habe ich derzeit überhaupt keine Rotationsstabilität (von den Muskel mal abgesehen wäre ich quasi in der Lage meinen Kopf um 360° zudrehen) und eine sehr eingeschränke Translokationsstabilität (also Vor - und Rückbewegung)
Wegen der Instabilen HWS zählt das dann zu den Wirbelfrakturen (Dens Fraktur TypI aber eben instabel).

Dozenten fragen ist immer so eine Sache, der hat auch nur ärztliches Wissen, und keine eigenen Erfahrung wie es damit ist. Ich kenne leider sonst keinen der mit einem Instabilen Genick lebt
 

Sekundant

Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
4,740
Ort
hier, links von dir
Website
fallakte.12hp.de
hallo SofeeErdbeere,

da hast du den meisten ja viel voraus

Ich studier selber Medizin in der Endphase, aber ehrlich gesagt haben wir Ligamentäre Bandverletzungn in der Uni kaum besprochen und da es spezielle Wirbelsäulen chirurgie ist findet man das auch nicht in Büchern, in drei Wochen kann ich mit einem Unfallchirurgensprechen. Beim googeln hab ich nur gelesen das Bänder "generell nie " zusammen wachsen, und das ist quatsch. Aber ich finde keine Prozentzahlen und das macht mich gerae total verrückt.
vieles findet man wirklich nicht, zumindest in zugänglicher literatur. und selbst einen gastzugang an med uni-vorträgen bekommt man nicht, was tief blicken lässt.
was das zusammenwachsen der bänder betrifft, kann ich nur von eigener erfahrung und etwas logisch-phantasievoller (widerspruch? ja) vorstellung sagen. ein komplett gerissenes band wird schon deshalb nicht im bestehenden umfeld zusammenwachsen, da der nötige kontakt fehlt. ein band hat je nach körperhaltung eine spannung oder erschlafften zustand. wenn also keine ruhigstellung bei kontakt der abrissenden besteht, sehe ich keine reelle möglichkeit.

Das hintere Längsband (lig. logitudinale posterius) ist tatsächlich nicht so wichtig, da es eigentlich nur die Bandscheiben ab dem 2. Halswirbel miteinander verbindet und keine stabilisierungs funktion hat.
ganz so unwesentlich sehe ich das nicht, obwohl ich vieles auch nur angelesen habe. es hält zumindest die einzelnen wirbel und auch bandscheiben zusammen. und da findet sich auch literatur, die hier übereinstimmend grundsätzlich von instabilität ausgeht, wenn der hintere ws-bereich derart geschädigt ist. es ist grundsätzlich ein schwerer grad der hws-frakturen (einheitliche meinung nach lit.recherchen und fachbücher, eingeteilt in kategorien und unterkategorien A, B, C).

Im Genick also der Teil vom Kopf bis zum 2. Halswirbel ist das leider etwas anders. Da Stabilisieren quasi nur nur ligg alaria (eins rechts und eins links) und das lig transversum das Genick (das lig transversum bildet mit lig cruciatum). Das heißt ohne die Bänder hat man eine instabiles Genick.
suche doch mal nach begriffen wie "hws-fraktur", "hws instabilität" u.ä. es gibt einige fundstellen und auch einige gut erklärende dissertationen. ggf kann ich dir einige nennen.

dass hws-distorsion immer mal ins spiel gebracht und verwechselt wird mit derart verletzung ist schade und übel, ich kenne das zu genüge. dazu gehören aber auch "Neurologische Auffälligkeiten", denn hier liegen schon nervenschädigung oder -beeinträchtigung vor, die einen bestimmten mechanismus folgen (wirbelfraktur, bandscheibenvorfall).


gruss

Sekundant
 
Zuletzt bearbeitet:

Mrs. Jinx

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Apr. 2012
Beiträge
233
Hallo SofeeErdbeere,

auch ich erlitt durch einen Verkehrsunfall vor 5 Jahren eine Instabilität der oberen HWS/Kopfgelenke (Ruptur Lig. alaria rechts, Teilruptur Lig. transversum). Zunächst wurde das Ganze als klassische HWS- Distorsion abgetan. Was würde ich drum geben, wenn es wirklich "nur* ein Scheudertrauma gewesen wäre *seufz* Wenige Wochen nach dem Unfall erkannte mein Physiotherapeut, dass es sich um eine Instabilität der oberen HWS handelt. Leider wurde wir von Ärzteseite lange nicht ernst genommen,sodass die Diagnose meines Physiotherapeuten erst ein Jahr nach dem Unfall durch ein FunktionsMRT bestätigt wurde. Ich wurde seitdem mehrfach operiert (Spondylodese C0- C5). Ein komplett rupturiertes Band wird wahrscheinlich nicht mehr zusammenwachsen. Für mich blieb letzten Endes nur die OP. Mein Leben vor dem Unfall existiert nicht mehr. Ich bin deutlich eingeschränkt, auf Hilfe meiner Familie, regelmäßige Schmerztherapie, ne Menge Medikamente, regelmäßige Physiotherapie und Ruhepausen angewiesen.

Welche weiteren Therapiemaßnahmen wurden dir denn vorgeschlagen? Wie macht sich deine Instabilität bemerkbar?

Liebe Grüße

Mrs. Jinx
 

würmchen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
2 Sep. 2012
Beiträge
420
Ort
Nähe Köln
hallo zusammen,

bei Göga konnte bis dato keine Verletzung der bänder festgestellt werden.
da lachen ja die Hühner
dass da was nicht stimmt ist so klar wie klosbrühe,
Dens und atlas Fraktur typ III seitdem knackt im kopf bei bestimmten bewegungen, es oft so laut, dass ich es höre wenn ich 1 meter entfernt sitze. Göga fühlt einen heftigen schmerz und fühlt das da ein band springt
es macht niemand was und es wird abgestritten dass da was an den bändern ist.
auch der Physiotherapeut ist der Meinung dass da was ist, er hat das knacken auch gehört.
FunktionsMRT, ct im sitzen in verschiedenen Positionen ergab nix.
aber was will man machen wenn die Ärzte angeblich nix finden
lg würmchen
 

Mrs. Jinx

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Apr. 2012
Beiträge
233
Hallo Würmchen,

nach all den Jahren habe ich mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass die Ergebnisse von bildgebenden Verfahren allenfalls einen Hinweis auf eine mögliche Verletzung geben können und eben selten das ganze Verletzungsausmaß zeigen. Genau das wurde sogar durch einen Gutachter bestätigt. Dass man bisher bei deinem Göga angeblich nichts hat feststellen können, heisst noch lange nicht, dass da nichts ist. Es steht und fällt mit der angewendeten Technik, dem Gerät, den Geräteeinstellungen, dem Wissen und der Kompetenz der MTAs/ Radiologieassistenten und der Radiologen. Bevor endlich meine Verletzungen im fMRT erkannt wurden, wurden zig Standard- Aufnahmen gemacht, auf denen man ausser einer Streckfehlhaltung der HWS (wobei das ja auch schon ein Hinweis auf einen Schaden war) nichts erkannt hat oder erkennen wollte. Intraoperativ zeigte sich dann das ganze Ausmaß der Verletzung, was sich anhand der Aufnahmen nicht mal erahnen liess. Selbst mein sehr erfahrener Neurochirurg war erschrocken darüber, was sich ihm während der OP zeigte, denn die vorher gemachten Aufnahmen sahen einfach deutlich weniger schlimm aus.

Wenn ihr der Meinung seid, dass etwas nicht stimmt, hört nicht auf zu kämpfen! Ich weiss, dass es so schwer ist und so unendlich viel Kraft kostet und es immer wieder Momente gibt, in denen die Verzweiflung zu groß wird und man aufgeben möchte, aber
"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!"

Ich wünsche euch alles Liebe!

Liebe Grüße

Mrs. Jinx
 

würmchen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
2 Sep. 2012
Beiträge
420
Ort
Nähe Köln
Hallo Mrs. Jinx,

wenn Göga nicht so ein "Glückspilz" wäre
seit 2012 reiht sich eine Unfall an den anderen
Dens und Atlas Fraktur
danach ein Sturz Handgelenk gebrochen Operation
die Verletzung am Fuß wurde nicht erkannt
1 Jahr danach wurde die Fuß Verletzung erkannt und operiert
Bohren abgebrochen und Nerv zwischen Daumen und Zeigefinger verletzt Operation
auf dem Weg vom DA vor der Praxis umgeknickt
innen Meniskus am Knie verletzt, Operation vergangene Woche
und immer und immer der Kampf mit der BG

ich weis schon kaum noch auf welcher Baustelle ich kämpfen soll
selbst die BG kommt schon mit den Fallnummern durcheinander.
nun haben wir wieder eine Einladung wobei da nicht sicher ist um welchen Fall es sich handelt.
ich bin echt gespannt was da auf uns zukommt
Beim letzten Termin ging es um den Fuß, die Ärztin hatte noch keine Kenntnis von der Verletzung des Nervs. Ob sie jetzt über die Knie Verletzung bescheid weis?
LG Würmchen

ich bin so Kampf müde, so ausgebrannt
 

Sekundant

Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
4,740
Ort
hier, links von dir
Website
fallakte.12hp.de
Hallo Würmchen,

keine selbstbezichtigung und -vorwürfe

wenn Göga nicht so ein "Glückspilz" wäre
seit 2012 reiht sich eine Unfall an den anderen

...

ich bin so Kampf müde, so ausgebrannt
das bleibt nicht aus und hat weder was mit "glück" oder sowas zu tun, sondern ist schlicht folge der schädigungen und behandlungsverweigerung. und das weiss die jeweilige gegenweite auch. es wären einige vorhaltungen zu machen, aber das erspare ich mir mal.

und dass man irgendwann ausgebrannt ist - zynisch, aber das ist das ziel. leider fehlt meist eine zielgerichtete fachliche hilfe, die auch auf den einzelfall abstellt. eine geschlossene gruppe wäre ein anfang.


gruss

Sekundant
 
Top