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immer noch keine 50%

humpel

Mitglied
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
81
Hallo zusammen,

ich habe eine Arthrodese des oberen und unteren Sprunggelenk.
Das in einer "ungünstigen Stellung" trotz Korrekturoperation.
Insgesamt wurde ich 12 mal am Fuß operiert.
Mir wurde 2 mal Knochen aus dem Becken entnommen und ich habe seit fast 2 Jahren, nach einem Hörsturz, einen bleibenden tinnitus.

Ich kann ganz schlecht gehen, habe ständig Schmerzen im Fuß, Hüfte, Knie.
Nehme tägl. Schmerzmittel.
ein normales ghen geht bgar nicht, ab 500 Metern muss ich ständig PAusen machen und mich setzen. Treppen gehen ganz schwer, etwas tragen kann ich gar nicht mehr, da ich mich dabei festhalten muss.

Ich habe beim versorgungsamtseit längerem einen GDB von 30, aber vor 1,5 JAhren einen antrag auf verschlimmerung gestellt. Wurde zuerst abgelehnt, ich Widerspruch, nun 40 %. Mein MDE ist 30.

Ich will eigentlich min. 50% und habe auch das Merkmall "G" beantragt, das wurde auch abgelehnt.

Muss ich mich damit abfinden, oder lohnt da die klage vorm Sozialgericht.

Danke
 

Metty21

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
4 Mai 2008
Beiträge
104
Hallo Humpel,

Eine Klage lohnt sich durchaus, allerdings benötigst du die unterstützung deiner Ärzte, ohne Medizinischen Beistand kommst du vor Gericht nicht weit. Halte Rücksprache mir deinem Hausarzt und u.u. mit deinen behandelnden Fachärzten, teile ihnen mit was du vor hast und stelle sicher das sie dich bei deinem Vorhaben Unterstützen.

Nach eingang des Bescheids, hast du 4 Wochen Zeit für eine Klage, wenn du eine Rechtschutz-Versicherung hast, übernimmt sie die Kosten für die Klage, u.u. auf anfrage auch die Kosten für ein benötigtes Gutachten.

Hast du bereits einen Anwalt der dich vertreten wird ?

Hier einige Infos zu dem Thema:

http://www.mittelstand-und-familie.de/assets/Uploads/LeitfadenSchwerbehinderung.pdf

Hier findest du auch eine GDB Tabelle mit den Werten die die zustehen
die Broschüre ist sehr umfangreich und gut gemacht.

http://www.lwl.org/spur-download/sodez/broschuere_2011.pdf

Viele Grüße

Metty 21
 

ironman13/08

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
24 Aug. 2009
Beiträge
2,088
Hallo humpel,

hier ein Auszug aus den Anhaltspunkten der GdB/MDE Tabelle:
Versteifung des oberen Sprunggelenks in günstiger Stellung (Plantarflexion um 5° bis 15°) 20
Versteifung des unteren Sprunggelenks in günstiger Stellung (Mittelstellung) 10
Versteifung des oberen und unteren Sprunggelenks
in günstiger Stellung 30
in ungünstiger Stellung 40
Bewegungseinschränkung im oberen Sprunggelenk
geringen Grades 0
mittleren Grades (Heben/Senken 0-0-30) 10
stärkeren Grades 20
Bewegungseinschränkung im unteren Sprunggelenk 0 - 10
Danach hättest du für dein versteiftes Sprunggelenk Anspruch auf 40%, hier würde nun noch der Tinitus hinzukommen mit ca. 10 - 20%, hier kommt es natürlich auf die Stärke an:
Ohrgeräusche (Tinnitus) ...

GdB/GdS

... ohne nennenswerte psychische Begleiterscheinungen 0-10

... mit erheblichen psychovegetativen Begleiterscheinungen 20

... mit wesentlicher Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit (z.B. ausgeprägte depressive Störungen) 30-40

... mit schweren psychischen Störungen und sozialen Anpassungsschwierigkeiten mindestens 50
Also wäre ein GdB von 50% durchaus realistisch, ich würde sagen das eine Klage sich schon lohnt.

VG
Gitti
 

humpel

Mitglied
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
81
geschafft

Hallo zusammen,

endlich hab ich es mit Unterstützung geschafft.
Ich habe mit Hilfe des VDK geklagt und gewonnen.
Rückwirkend wird mir ein GDB von 50 und das Merkzeichen "G" zugesprochen.

Also, kämpfen lohnt sich.

Gruß
 

Lindgren

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
21 Nov. 2013
Beiträge
337
Ort
Niedersachsen
Hallo Humpel,

herzlichen Glückwunsch.

Es macht Mut zu lesen, dass eine Klage auch mal Erfolg haben kann. Vielen Dank für deine Mitteilung!

Alles Gute und LG
Lindgren
 

lupo1

Mitglied
Registriert seit
7 Dez. 2014
Beiträge
58
Ort
Oberhausen
Hallo Humpel,

herzlichen Glückwunsch.

Es macht Mut zu lesen, dass eine Klage auch mal Erfolg haben kann. Vielen Dank für deine Mitteilung!

Alles Gute und LG
Lindgren
Hallo,
will mal meinen Werdegang bis anerkennung GdB 50 schildern.
Antrag 2003
Vorhofflimmern mit Marcumar, Schrittmacher, Deg.veränderungen WS GdB o%
Antrag 2005
so.plus Schulterteilsteife, BG anerk. BK4103 Asbestose GdB 20%
Antrag 2008
so. plus Diabetis 2, Schuppenflechte GdB 30%
Antrag 2010
so. plus BG anerk. Lärmschwerhörigkeit MdE 10%, GdB 40%
Antrag 2012
so. plus Verschlimmerung HWS (Spangenbildung der HWS drückt die
Speiseröhre ein, Schluckbeschwerden) GdB 40% Widerspruch bis zum SG.
Schon eine Woche später kam ein Brief vom SG. Das Versorgungsamt
schlägtvor.: Bei Rücknahme der Klage,Anerkennung GdB von 50 % unbe-
fristet. Hätte ich nicht Klage eingereicht, stände ich immer noch bei
demGdB von 40%
Gruß Lupo 1
 

Glückloser

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
17 Okt. 2014
Beiträge
277
Ort
Hessen
Hallo lupo,

bei Dir scheint was nicht ganz zu stimmen!
Herz (innere Erkrankung) immer 50% mit Merkzeichen "G"

Ich selber habe 80 % unbefristet und Merkzeichen "G" und "aG", nur wegen meinem Herz und habe eine Defibrilator mit Schrittmacherfunktion eingebaut bekommen.
Warum hast Du bei Vorhofflimmern einen Schrittmacher und keinen Defibrilator bekommen?
Leuchtet mir nicht so wirklich ein, dass eine Gerät hat mit dem Anderem bei Vorhofflimmern herzlichst wenig zu tun!
Das Problem liegt allerdings auch darin, die Erfahrung musste meine Schwester machen, dass Schrittmacher neuerdings zu schnell und zu oft implantiert werden.

Gruß Glückloser
 

ptpspmb

Sponsor
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2 Sep. 2012
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2,247
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Hallo @,

ich frage mich wirklich, warum das Versorgungsamt solche Spielchen treibt! Die müssen doch überhaupt nichts bezahlen! Die paar € welche bei der Steuer angesetzt werden, verbrauchen wir doch um ein vielfaches! Oder habt ihr einen anderen Gedankengang hierzu?
 

Glückloser

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
17 Okt. 2014
Beiträge
277
Ort
Hessen
Na das ist es ja nicht nur alleine, die unterschiedlichen Kriterien die von Bundesland zu Bundesland verschieden sind, ist es was da noch frecher ist.
Mir sagte der Mann vom hessischen Versorungsamt, nach meinen Umzug von Ba-Wü hierher, "also wenn man in Ba-Wü Merkzeichen "aG" bekommt, dass hat schon was zu bedeuten, da sind wir Hessen schneller in der Vergabe und unbürokratischer....

Wobei das ansetzen in der Steuer schon einen guten Urlaub bei mir ausmacht und ohne ich nachzahlen müßte....

LG Glückloser
 

Wolle53

Mitgliedschaft beendet
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11 Mai 2014
Beiträge
1,136
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Niedersachsen
Hallo Humpel,

herzlichen Glückwunsch also sagt uns das Kämpfen lohnt sich auch wenn der Weg bis dahin steinig und viel Kraft kostet.


Hallo ptpspmb,

da stimme ich dir voll zu und bei mir hatte die BG die 50 % mit dem G vom Vorsorgungsamt nicht anerkannt. Da wird man fertig gemacht als Selbständiger wobei nur mein Gewinn in dem Jahr vor dem Unfall zählt für die Berechnung von V- Geld. Da soll man sich auch noch freuen wobei einem durch einen unverschulteten Arbeitsunfall die ganze Existenz genommen wird und diese gewissen Herrn einem nur Steine in den Weg legen.
Daher kämpfe ich nun schon im 8. Jahr gegen die BG um eine Verschlimmerung und Fortzahlung von V- Geld nach 78 Wochen.

Ich wünsche euch möglichst eine schmerzfreie Woche
Gruß
Wolle
 

lupo1

Mitglied
Registriert seit
7 Dez. 2014
Beiträge
58
Ort
Oberhausen
Hallo lupo,

bei Dir scheint was nicht ganz zu stimmen!
Herz (innere Erkrankung) immer 50% mit Merkzeichen "G"

Ich selber habe 80 % unbefristet und Merkzeichen "G" und "aG", nur wegen meinem Herz und habe eine Defibrilator mit Schrittmacherfunktion eingebaut bekommen.
Warum hast Du bei Vorhofflimmern einen Schrittmacher und keinen Defibrilator bekommen?
Leuchtet mir nicht so wirklich ein, dass eine Gerät hat mit dem Anderem bei Vorhofflimmern herzlichst wenig zu tun!
Das Problem liegt allerdings auch darin, die Erfahrung musste meine Schwester machen, dass Schrittmacher neuerdings zu schnell und zu oft implantiert werden.

Gruß Glückloser
Hallo Glückloser,
da ich abwechselnd Sinusrhythmus und Arrhythmie mit Vorhofflimmern hatte, wurde ein Langzeit EKG gemacht. Daraus ergab sich, daß während
Übergang vom Sinusrhythmus zur Arrhythmie und umgekehrt, Pausen des
Herzens von bis zu 6,4 Sek. entstanden. Daraufhin wurde ein SM mit
2 Kammersystem implatiert.
Gruß Lupo1
 
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