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ich habe einen Unfall mit Todesfolge verursacht

marksoundso

Neues Mitglied
Registriert seit
18 Nov. 2018
Beiträge
2
#1
Hallo zusammen,

mir ist 2011 ein Unfall passiert, ich fuhr mit meinem Transporter in den Gegenverkehr, an die letzten 500m habe ich bis heute keine Erinnerung. Durch den Unfall ist eine Frau gestorben und ihr Sohn auf der Rückbank wurde schwer verletzt. Ich trage diese Schuld mit mir und komme auch iregdwie (mal besser und mal schlechter) damit klar.
Ich kann es nicht ungeschehen machen und das belastet mich von Zeit zu Zeit immer wieder.
Gibt es hier evtl. auch Verursacher, denen es genauso geht?
Meiner Meinung nach, kann man sich mit Menschen die ein Schicksal teilen besser austauschen als mit nicht belasteten.
Ich kann zu meinem Unfall sagen, das ich nachgewiesen NICHTS verbotenes gemacht habe (telefoniert, zu schnell, Alkohol, Medikamente, Drogen usw.).
Zeugen auf der Strasse sagten, das ich in den Gegenverkehr gefahren bin.
Wenn sich jemand angesprochen fühlt, könnt ihr gerne mit mir Kontakt aufnehmen unter
Marksoundso@web.de
das ist eine Emailadresse die ich extra für diesen Zweck erstellt habe und schaue da alle paar Tage mal rein.
Noch was zu mir
ich bin 45 Jahre, verheiratet und habe zwei Kinder
 

Rekobär

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www.unfallreko.de
#2
Hallo markundso,

Du solltest auf jeden Fall psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, auch, wenn Du der Verursacher warst. Es muss einen Grund gegeben haben, warum Du in den Gegenverkehr gefahren bist. Und den gilt es aus dem Unterbewusstsein hervor zu kramen. Ich weiß, das ist nicht leicht.

Ich gehe mal davon aus, dass eine Unfallrekonstruktion gemacht wurde. Was steht dort drin? Gibt sie Aufschluss über die Ursache, oder schließt sie nur bestimmte Dinge aus, wie Alkoholeinfluss usw.?

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

marksoundso

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Beiträge
2
#3
Hallo RekoBär, es konnte keine Ursache gefunden werden, die Fahrzeuge waren technisch in Ordnung, mein Arzt hat mir zu einer gründlichen Untersuchung geraten, die auch auf allen Ebenen durchgeführt wurde, alles ohne Befund.
Viele Grüße
Marksoundso
 

Sekundant

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#4
hallo mark (soundso ist sowieso egal ;))

es ist vll etwas gewagt, da es wohl mehr ein medizinisch-psychologisches thema ist. mir drängt sich nur aus meiner - völlig anders gelagerten - erfahrung auf, dass du nach erklärungen suchst.
meine erfahrung rührt ua daher, dass ich selbst viele unfallgeschehnisse kenne; der eigene hat ua zur folge, dass ich in unerwarteten momenten wegen der folgen plötzlich bewusstlos werde (nicht oft, gott-sei's-getrommelt und gepfiffen). ich hatte mir auch eine erklärung zurechtgelegt, die vor einem jahr aber über den haufen geworfen wurde, als ich beim trepp-ab-gehen bewusstlos wurde und kopfüber stürzte. bin ich vorher schon ua deswegen kaum mehr mit dem auto gefahren, habe ich es seitdem gänzlich eingestellt.

wenn bei dir nichts festzustellen war, geht man üblicherweise oft von einem "augenblicksversagen" aus. persönlich bin ich aber auch der überzeugung, dass es körperliche kurzzeitige ausfälle gibt, die sich mit den zumeist angewandten mitteln nicht aufspüren lassen.
dass dir die erinnerung fehlt (mir fehlt sie von zeitpunkt kurz vor dem einschlag für den rest der woche) wird vermutlich dein eigentliches problem sein, da du weder weisst, ob es schicksalhaft war, oder du dir (insgeheim) nicht doch einen vorwurf machen müsstest. das bedeutet nicht, dass in diesem fall alles schlimmer wäre, nur weiss man, wie man dran ist.

wenn gar nichts hilft (ich habe es aufgegeben zu "erforschen", was wann wie passierte) hilft möglicherweise eine psychogische unterstützung wie schon angesprochen, ggf auch - aber da geht es etwas ins blaue - ein hypnothischer zugangsversuch.


gruss

Sekundant
 
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