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Iaotrogene Traumatisierung - was wir oft erleben

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
Hallo ihr lieben Leidensgenossen,
wollte es schon immer mal loswerden: Viele von uns leiden unter einer sogenannten jatrogenen Traumatisierung. Ich auch. Heute speziell kam es wieder hoch.
Den Begriff bekam ich von meinem Psychotherapeuten. Diese Art Verletzung kommt von der "Fehlbehandlung" der Ärzte, von der oberflächlichen und falschen Diagnose, von dem Martyrium, der Odysee in der wir uns jahrelang in unserem Kampf gegen Goliath befinden.
Wir müssten alle eine Behandlung für diese Verletzung bekommen. Aber vielleicht hilft das Forum auch ein wenig dazu, wenigstens die Luft abzulassen. Sonst bekommen wir noch Magen-und Darmgeschwüre.
 

rthenrw

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Okt. 2006
Beiträge
212
Hallo zusammen,
ich habe jetzt gerade den eingestelten Text von wurzlpurzl mehrfach gelesen und weis leider damit nichts anzufangen. Es wäre schön, wenn mir mal einer etwas genaueres dazu erklären könnte.

Gruß an alle

[Vollzitat des vorigen Beitrags durch die Moderation entfernt]
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo Wurzlpurzl,

nicht nur die UO leiden unter der Falschbehandlung und ganz bewussten Ignoranz der Ärzte.

Auch wir, die Partner dürfen mit ansehen wie unsere verletzten/kranken Partner von den Ärzten von oben herab, arrogant, überheblich und kränkend behandelt werden.

Ich leide unter erheblichen Schlafstörungen, Magenschmerzen (sowas kannte ich früher nie) und schweren Asthmaanfällen. Sobald wir eine Praxis verlassen könnte ich oft vor Wut und Hilflosigkeit heulen.

Aber was sollen wir machen? Ich höre diese Hilflosigkeit auch von Anderen. Wir wollen unseren Partnern helfen und sie vor weiterem unnützen Schmerzen schützen, werden aber von vielen Ärzten belächelt oder einfach nur als blöde und dumm hingestellt.

Noch schlimmer als Partner von UO muß es Müttern von jungen UO gehen.

Unser eigentlicher Gegner ist nicht der Schmerz sondern die GA, Ärzte, Ämter, Versicherungen und (nicht für uns, aber für viele) die BG.
Diese traumatisieren auch noch die Angehörigen/Partner.

Lieben Gruß
Kai-Uwe´s Frau
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo rthenrw,

wurzelpurzel will uns erklären, dass wir alle unter einer Traumatisierung leiden, die uns vom Arzt aufgezwungen, zugefügt wird.
Weil Falschbehandlung, weil Falschdiagnose, weil schlampig, weil ohne Kenntnis, weil keine Lust, weil überfordert, weil du ein Unfallpatient bist und keiner ordentlichen Diagnostik zugeführt werden darfst, weil du sonst ein Schadensersatz fordernder Simulant wirst, und dadurch höchstens ein Psychopath sein darfst, das du auch schon vor dem Unfall warst, aber erst durch den Unfall zutage tritt, und die BG sonst kein Geld mehr hat zum Verzocken auf dem globalen Finanzmarkt, weil die Manager dann weniger oder keinen Boni kriegen, weil....

Jetzt besser verstanden?

Also - iatrogen- von einem Behandler (also von außen) zugefügte/verursachte Krankheit

Gruß Ariel
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Okt. 2007
Beiträge
1,591
Noch schlimmer als Partner von UO muß es Müttern von jungen UO gehen.

Lieben Gruß
Kai-Uwe´s Frau

...und wie muss es neben den Partnern oder Müttern erst Kindern gehen, die diesen Scheiß ihrer Väter oder Mütter auf ewig mitmachen?

Meine machen es seit frühester Kindheit mit und auch, wenn ich immer dachte, dass ich es recht gut verberge (soweit es natürlich geht), bekomme ich gerade die Quittung........:mad::mad::mad:

VG Santafee
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo zusammen,

iatrogene Traumatisierung ist die Ursache für den Verlust des gesamten sozialen Umfeldes plus der zusätzlichen Traumatisierung der Angehörigen.

Gruß Ariel
 

rthenrw

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Okt. 2006
Beiträge
212
Hallo zusammen,
danke Ariel das habe ich jetzt verstanden. Ich habe nicht das Problem mit den Ärzten. Bis auf die Gutachterin der BG, sehen alle bei mir eine schwere PTBS. Und diese ist nicht behandelbar solange rechtliche Wege beschritten werden müssen. Aufgrund des GA der BG hat die mich zu einem jahrelangen Rechtsstreit gezwungen. Also eine jatrogenen Traumatisierung durch die BG und Gerichte verursacht. Meine Kinder und meine Frau leiden unter meiner PTBS sehr. Aber jetzt ist es noch viel schlimmer und jetzt merkt man ihnen wirklich an, wie sie unter dem behördlichen Druck (jahrelanges Hinziehen) leiden. Und das tut noch mehr weh. Und so stellt man sich die Frage, kommen sie nicht besser ohne diesen ganzen Mist zurecht.
Fazit: Familäre jatrogenen Traumatisierung als Folge einer PTBS die immer nur stabilisiert werden kann und nicht behandelt werden kann, da unser Rechtsstaat für solche Dinge viel zu lange braucht. Folge: Einen voll erwerbsunfähigen mehr in Deutschland, der eigentlich viellieber arbeiten würde, wenn im das Recht der Therapie zugestanden würde.

Gruß an alle
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo rthenrw,

klage diese Sache durch bis zum BGH, dann hätten wir ein Leiturteil und vielleicht würde sich dann etwas ändern.

Ich denke, vom Forum hättest du Unterstützung.

Gruß Ariel
 

pussi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
30 Apr. 2007
Beiträge
1,930
hallo, ariel

gibt es dieses begriff
" iatrogene traumatisierung" auch als offizielle diagnose?
würde ich gerne anbringen in der nächsten verhandlung.
mfg
pussi
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo pussi,

diesen Begriff findet man häufig in Fachartikeln von Medizinern.
Auch in einschlägigen schulmedizinischen Literaturen. Es ist ein feststehender Begriff, besonders bei Falschbehandlung.

Kannst mal googlen

Gruß Ariel
 

Danu

Nutzer
Registriert seit
12 Juli 2007
Beiträge
69
Hallo, dir geht es genauso wie mir, 4 1/2Jahre psycho Terror und das für jemanden mit PTBS, Fazit voll erwerbsunfähig. Hätte man mich von Seiten der BG und KFZ Haftpflicht unterstützt anstatt "geprügelt" könnte ich heute vielleicht mit Einschränkungen wieder arbeiten, geschweige den hätte ich und meine Familie so etwas wie Lebensqualität. Wieso kann man diese ....... nicht strafrechtlich belangen. Sie fügen uns massive Gesundheitsschäden zu.
Die Rentenversicherung erkennt Gott seit dank an, aber ich stehe finanziell mit dem Rücken zu Wand, bin diesen unsäglichen "Versicherungen" ausgeliefert. Ist das Recht. Wie wäre es mal mit einer groß angelegten Unterschriften Aktion Unfallopfer = Versicherungsopfer sittenwidrige Gewaltenverteilung im Rechtsstaat Deutschland! In der nächsten Sekunde kann es Jeden treffen ! Der Staat hat die Verpflichtung auf die ungerechte Gewaltenverteilung Einfluß zu nehmen! Täterschutz vor Opferschutz leider auch im Bezug auf Unfallopfer!
Kämpft auch wenn ihr müde seid!
 

oohpss

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 Juli 2007
Beiträge
1,237
Ort
Hamburg
Hallo,

nur noch zur Ergänzung bzw. Abrundung:

Es geht in der medizinischen Literatur im wesentlichen nicht un Falschbehandlungen (um genau zu sein, habe ich dazu nbichts gefunden), sondern es geht darum, dass ein Eingriff, auch wenn er absolut richtig un dmedizinisch indiziert ist, eine Traumatisierung herruft, wenn er nur "beeindruckend" genug ist.

Also kann ein kleines Kind durch eine Spritze iatrogen beeindruckt werden, und später eben Angst vor der Spritze haben.
Viele Zahnärzte haben offensichtlich ihre Patienten iatrogen traumatsiert und wer mal eine OP durch Muskel und Nervengewebe durchgemacht hat, der wird wohl auch eine entsprechende Traumatisierung behalten.

Aber wer in diesem Zusammenhang Quellen bezüglich der unnötige oder zusätzlichen Traumatisierung im Rahmen falscher Behandlungen findet, der möge diese bitte bekannt machen.

Danke und Grüße
oohpss
 
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