• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

HWS massenprolaps mit rückenmarksbedrängnis

coralie82

Neues Mitglied
Registriert seit
6 Apr. 2018
Beiträge
6
#1
grüss euch aus österreich!
bin hier auf das forum gestossen, da ich grad massive probleme mit der HWS habe ... bin aber aus AT, aber bei uns findet man niergenwo solche foren :((((
zu meinem problem: ich hatte anfang dez 2017 einen verkehrsunfall (in einem ortsgebiet hat vor mir ein auto gebremst aufgrund eines fußgängers und hinter mir ist das auto in mich reingefahren).
bin erst 1wo nach dem unfall zum arzt, weil es dann wirklich unerträglich für mich wurde. es wurde ein peitschenschlagsyndrom festgestellt und es folgten schmerzinfusionen, medikamente, therapien, etc... ein MRT wurde schlußendlich anfang februar 2018 gemacht, welches mir die schreckensnachricht übermittelte: HWS massenprolaps mit rückenmarksbedrängnis u nervenwurzelkontakt. ab sofort nichts mehr heben, arbeiten, etc. um der hohen querschnittlähmungsgefahr noch aus dem weg zu gehen. zu diesem zeitpunkt war ein rechtsanwalt schon eingeschaltet u dieser teilte mir mit, dass bis zu dem zeitpunkt die rechnungen sicherlich von der gegnerversicherung übernommen werden. aber ab der diagnose "massenprolaps" wird es schwierig werden, ob die kostenübernahme stattfindet.....
ein gutachter ist sicher noch lange nicht in aussicht. da das ganze an therapien, fahrtkosten (ich lebe SEHR ländlich; brauche zur physio PRO STRECKE fast 1h !!!) sehr kostenintensiv ist, mach ich mir jetzt schön langsam sorgen, dass keiner die kosten übernimmt :((( (ich habe mich nach etlichen neurochirurgischen meinungen GEGEN eine OP entschieden und für eine 9monatige intensive physio; falls es dann noch immer nicht besser wird, werde ich wohl operieren müssen).
ich hab mich durch die foren bereits ein wenig durchgelesen und es sieht mir danach aus, dass die gegnerversicherung wohl nix bezahlen wird, da die BS-vorfälle ja immer ausgeschlossen sind (auch aus der privaten unfallversicherung).
mir kommt echt schon das grauen :((((

PS: seit dem unfall ist aufgrund des HWS massenprolaps wenigstens eine besserung eingetreten! gott sei dank !!! hab nebenbei noch 2kids mit 2,5 und 4,5jahren und ich MUSS einfach standhalten, obwohl es echt schwierig wird, zumal ich mittlerweile echt schon fast ein bisschen weinerlich werde

würd mich über antworten freuen!
 

Sekundant

Aktiver Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
3,739
Ort
hier, gleich links von dir
Website
fallakte.12hp.de
#2
hallo,

deinen eintrag sehe ich erst jetzt, daher nur einige zwischenfragen und bemerkungen, die aus eigener erfahrung resultieren

HWS massenprolaps mit rückenmarksbedrängnis u nervenwurzelkontakt.
was sagt dieser "massenprolaps" denn genau aus? wie ist der zustand, wie sehr ist hier die schädigung?
wenn die einengung derart kontakt hat dürfte es sehr weit sein. bestehen neurologische ausfälle?

wurden dir die mrt-aufnahmen ausgehändigt (am besten auf CD)?
ob die ansicht zutrifft oder auch nicht - BS-Schädigungen werden immer als vorbestehend und damit unfallunabhängig dargestellt. die frage stellt sich, wer die mrt-aufnahme beurteilt hat, welche qualität sie hat und ob "nur" auf BSV geachtet wurde oder auch andere schädigungen erkennbar wären. diese wären ggf schädigung an bändern, die dann zumeist (auch med. und gerichtlich) auf eine unfallursächliche schädigung hinweisen.


gruss

Sekundant
 

coralie82

Neues Mitglied
Registriert seit
6 Apr. 2018
Beiträge
6
#3
schönen guten morgen,

leider ist anscheinend sonst nichts erkennbar auf dem MRT. ja, ich hatte schlimme ausfälle, jedoch ca 2,5monate nach dem unfall ist alles besser geworden. mittlerweile hab ich fast keine ausfälle mehr (deswegen werde ich nicht sofort auf die OP einstimmen). momentan hab ich "nur" extremes" muskelzucken in der linken hand und hinten halt extreme verspannungen etc....
wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis ein gutachter sich mal angekündigt hat? mir geht es echt darum, dass mir ca alle 3wochen um die €500 euro hängen bleiben und das ganze dauert 9monate bis ich mit der therapie fertig bin. es wird halt echt teuer bereits und ich hab angst und bange, dass mir keiner was zahlt von der versicherung :(((

hab auch schon mit dem gedanken einer REHA gespielt, muss aber die kids mitnehmen und bei uns in österreich ist es so, dass ich eine begleitperson mitnehmen muss: dies würd mich dann €2000 für 3 wochen kosten :((((
 

Sekundant

Aktiver Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
3,739
Ort
hier, gleich links von dir
Website
fallakte.12hp.de
#4
hallo,

es soll dich nicht beunruhigen, aber das klingt nach schwereren und auch neurologischen schäden:

mittlerweile hab ich fast keine ausfälle mehr (deswegen werde ich nicht sofort auf die OP einstimmen). momentan hab ich "nur" extremes" muskelzucken in der linken hand und hinten halt extreme verspannungen etc....
wurde denn überhaupt neurologisch untersucht und gibt es einen befund?

eben solche ausfallerscheinungen u.a. hatte ich auch und habe sie bis heute. versäumte neuro-untersuchung, falsche behandlung und dabei zwischenfälle bis zu einem totalausfall und (auch heute noch ggtl) plötzliche bewusstlosigkeit. eine verspätete neurolog untersuchung ergab BSV mit nervenwurzeltangierung, trotzdem wurde falsche behandlung fortgesetzt. eines tages kippte ich plötzlich bewusstlos um.
daraufhin und nach massivsten ausfallerscheinungen erfolgte OP, wobei festgestellt wurde, dass das hintere längsband zerrissen ist. auch das wurde verschwiegen und ich erfuhr es erst viel später anhand der eingeforderten behandlungsunterlagen. diese verletzung des längsbandes ist nichts anderes als eine hws-fraktur, mit anderen worten ein schwerer genickbruch.

dies soll dich nur dazu sensibilisieren, auf weitere und ausführliche diagnosen und befunderhebungen zu bestehen, jede neurologische auffälligkeit - ob schwer oder nicht - ist ein sehr ernstzunehmendes signal. das musste ich leider auch erst lernen.

bemühe mal hier und im web die suchfunktion zu "hws, schleudertrauma, whiplash, ligament, bänderverletzung", ggf kann entsprechende literatur helfen, einen nachweis gebe ich dir auf anfrage (es finden sich einige publikationen zugänglich im web).


gruss

Sekundant
 

Rekobär

Aktiver Sponsor
Registriert seit
3 März 2011
Beiträge
2,558
Ort
Berlin
Website
www.unfallreko.de
#5
Hallo Coralie82,

da Du aus Österreich bist und ich ab und zu in Österreich einen Auftrag habe, weiß ich, dass das Österreichische Deutsch in seiner Bedeutung von der des deutschen Deutsch abweicht.

Du schreibst, dass bei Dir ein Massenprolabs festgestellt wurde. Das hieße bei uns, dass es mehrere Prolabse gäbe. Ich vermute aber, dass Du im HWS-Bereich (die genaue Lage des Prolabs müßte noch geklärt werden, soll heißen zwischen welchen zwei Halswirbeln)nur einen Prolabs hast, der massiv auf das Rückenmark wirkt. Falls ich mich irre, einfach verbessern. :)

Hast Du denn einen Rechtsbeistand an Deiner Seite, da auch im Österreichischen Schadenersatzrecht, die gegnerische Haftpflichtversicherung für die Kosten, die Dir im Zusammenhang mit dem Unfall entstehen, ersetzen müssen. Mir ist allerdings auch bewusst aufgrund meiner langjährigen Erfahrung, dass es so einige Hürden in Österreich gibt, seinen Schadenersatz durchzusetzen. Das hängt vor allem auch damit zusammen, dass die Gutachtergilde sehr eng mit den Versicherern verbandelt ist. Siehe auch das Buch "Schwarzbuch Versicherungen".

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

coralie82

Neues Mitglied
Registriert seit
6 Apr. 2018
Beiträge
6
#6
lieber "SEKUNDANT", vielen dank für deine info.... das heißt, ich werde jeden "ausfall" bzw neurologische änderung den ärzten mitteilen, richtig? ich werde mich mit deinen stichworten mal durch den dschungel wülen :)

lieber "REKOBÄR", auch dir ein herzliches danke für deine antwort! ja genau, ein massenprolaps ist jener der massiv auf das rückenmark wirkt.
die rechtsanwaltskosten werden mit sicherheit ersetzt, da mach ich mir am wenigsten sorgen. nur die "bandscheibenvorfälle" sind ja bei ziemlich allen verischerungen so gut wie ausgeschlossen und daher kommen meine bedenken, dass nix an den unfallkosten übernommen wird.
 

Sekundant

Aktiver Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
3,739
Ort
hier, gleich links von dir
Website
fallakte.12hp.de
#7
hallo,

"ausfall" bzw neurologische änderung den ärzten mitteilen - ja, unbedingt. aber mit dem hintergrund und ziel, dass dahingehend auch (neurologisch, radiologisch) untersucht und befundet wird. dann egibt sich erst eine ausreichende basis für weitere diagnosen. und wichtig ist das auch für eine mögliche unfallursächlichkeit und für das setdem fortbestehende verletzungsmuster. beides zu begründen und nachzuweisen liegt am ende bei dir, daher ist entsprechend vorzubauen.

du solltest zudem beim arzt versuchen eine klärung darüber zu bekommen, ob schädigungen an bändern vorliegen. in der regel sträubt man sich zumeist schon aus kostengründen davor und hält solche untersuchungen nicht für notwendig. aber bei diesen ausfallerscheinungen und mit beharrlichkeit gelingt es vielleicht. sollten solche schädigungen vorliegen, ist der nachweis der unfallursächlichkeit jedenfalls wahrscheinlicher.


gruss

Sekundant
 

HWS-Schaden

Aktiver Sponsor
Registriert seit
2 Nov. 2012
Beiträge
2,940
Ort
Bei den Stadtmusikanten
#8
Hallo coralie, willkommen im Forum.

nur die "bandscheibenvorfälle" sind ja bei ziemlich allen verischerungen so gut wie ausgeschlossen ...
Steht das so in deinem Versicherungsvertrag?

Dass BS-Schäden schwierig sind in der Anerkennung als Unfallschaden, ist so.
Aber woher hast du, dass sie grundsätzlich (bei ziemlich allen?) ausgeschlossen sind?

LG HWS-Schaden
 
Top