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HWS Fraktur nach Jefferson Typ 3

Matthias1970

Neues Mitglied
Registriert seit
23 Nov. 2021
Beiträge
14
Hallo ,
habe mir bei einem Unfall den ersten Halswirbel nach Jefferson Typ 3 gebrochen.
Es erfolgte eine OP bei der mit einer Platte und mehrere Stäben der Wirbel stabilisiert worden ist.

Hat Jemand Erfahrungen mit Reha und Langzeitfolgen?
Wann kann wieder arbeiten?

Danke für Eure Infos
 

Pfong

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Feb. 2018
Beiträge
366
Hey

Erstmal willkommen bei uns.

Also ich hab nur Mal gegoogelt...
Das scheint ja ein richtig schwerer Bruch zu sein und das auch noch am Atlas Wirbel.

Da kannst du ja froh sein, das du noch lebst und auch nicht im Rollstuhl sitzt?

Ist der Bruch bei einem Verkehrsunfall oder privat oder auf Arbeit passiert?
Ich Frage das, weil man evtl Viersicherungsansprüche gelten machen könnte.

Ansonsten kann ich auf deine eigendliche Frage nicht antworten.
Überstrürze nichts und lass den Bruch sogut es geht verheilen, der Rest ergibt sich dann.

Verbleibt das Material dann im Körper oder soll das wieder entfernt werden?
Was hat dein Arzt zum Bruch und der Versorgung gesagt?

Mfg
 

Stone Pony

Neues Mitglied
Registriert seit
12 Dez. 2018
Beiträge
11
Hallo Matthias,

ich hatte 2018 eine HWS Fraktur 2 und 3 Wirbel. Wurde damals verschraubt. Lass dir bitte Zeit, so etwas ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Solltest du Fragen haben meld dich. VG
 

Matthias1970

Neues Mitglied
Registriert seit
23 Nov. 2021
Beiträge
14
Hallo

vielen Dank für Eure Rückmeldung.

Der Unfall passierte im privaten Umfeld, die BG ist da glaub ich leider raus.
Eine Private Unfallversicherung habe ich, der Unfall ist auch gemeldet,
mal sehen wie es da weitergeht.
Hat jemand Erfahrung ob es Sinn macht einen Grad der Behinderung zu beantragen?

Ich habe leider noch keine Info, ob das Material im Körper verbleiben soll oder ob es
gegebenenfalls wieder entfernt wird. Die Ärzte wollten da noch keine Prognose abgeben.
Ich habe zur Zeit starke Kopfschmerzen und ein starkes Druckgefühl im Nacken und Schulter
Wenn ich den Kopf im Sessel an die Kopfstütze anlehnen kann, geht es. Sobald ich stehe oder laufe
drückt es ganz schön. Ich hoffe es wird bald besser.
Mir macht es große Sorgen ob ich in meinem Beruf (Produktionsarbeiter in der Automobilindustrie) wieder arbeiten kann.
Ich soll lt. Krankenhaus zur Zeit max. 4 kg Gewicht heben, in meinen Beruf ist es aber ein vielfaches mehr.
Hat jemand Erfahrungen wie lange es dauert, bis man wieder belastbarer ist?
Es wäre schön wenn jemand mit Erfahrung wie Stone Pony mir eine paar Infos geben könnte.

Vielen Dank und viele Güße
 

Stone Pony

Neues Mitglied
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12 Dez. 2018
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Hallo Matthias,

ich wünsche dir als erstes ganz viel Kraft und Geduld und einen langen Atem. Natürlich ist es immer sehr individuell, aber es wird dich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten. Jeder hat andere Probleme und Einschränkungen.
Ich habe einen GdB von 50. Der Weg war lang und schwer. Du solltest dich frühzeitig um einen Anwalt (ja auch schon jetzt kümmern). Denn egal ob BG oder priv. UV, Sie werden versuchen um Zahlungen herum zu kommen.

LG
 

Pfong

Erfahrenes Mitglied
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22 Feb. 2018
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366
Hey Matthias

Also ich kann mich dem Stone Pony nur anschließen.
Was du brauchst ist Geduld.
Das muss alles richtig verheilen und der Körper muss sich auch an die neue Situation anpassen.

Ich bin in der lws verstreift und sowas ist keine kleine Sache.

Zu dem heben kann ich dir nur raten, halte dich dran.
Was du jetzt zuviel machst kann die Heilung behindern und dadurch Probleme für die Zukunft entstehen.

Durch die Versteifung ist die Belastung auf den Nacken ganz anderst als ohne.
Die Muskeln Bänder usw müssen sich da erst dran gewöhnen.

Ich hab seit 4 Jahre Probleme mit den Muskeln im versteiften Gebiet und mache Regelmäßig Physio sowie Sport, aber damit muss ich leben.

Ja es bringt was die Prozente zu beantragen.
Und auch da brauchst du Geduld und Durchhaltevermögen.

Mfg
 

Sekundant

Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
5,351
Ort
hier, links von dir
hallo,

deine frage ist verständlich und nachvollziehbar, @Stone Pony :

Hat Jemand Erfahrungen mit Reha und Langzeitfolgen?

allerdings dürften mögliche antworten so unterschiedlich ausfallen, wie es entstehungsmöglichkeiten gibt. eine annähernd seriöse antwort darauf sollte dir zunächst allerdings erst einmal der behandelnde arzt geben können. der grund ist n.m.A. ganz einfach: erst mal sind die frakturen wohl recht unterschiedlich, vor allem aber sicher auch die begleitschäden, wie bänder- und nervenverletzungen/-schäden/-ab und -ausrisse. diese scheinen die folgen mehr zu beeinflussen, als knöcherne verletzungen, die relativ gut verheilen können, sofern sie nicht selbst wieder ursache für weitere schädigungen darstellen (bruchstücke, die frei liegen).


gruss

Sekundant
 

Matthias1970

Neues Mitglied
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23 Nov. 2021
Beiträge
14
Hallo Miteinander,

danke für Eure Rückmeldungen.
Ihr hab natürlich vollkommen recht jede Verletzung und jeder Heilungsprozess ist anders.
Ich dachte nur es gibt jemand mit einer ähnlichen Verletzung und könnte mir seine Erfahrungen mitteilen.
Meine Ärzte sind mit Aussagen noch sehr zu rückhaltend. Mein nächster Arzttermin ist erst Anfang Feb. (es soll ein neues Ct gemacht werden,
dann will er was zum Heilungsverlauf sagen). Es lässt sich im Netz nur sehr wenig dazu finden und ich fühle mich sehr unsicher .





Viele Grüße Matthias
 

Matthias1970

Neues Mitglied
Registriert seit
23 Nov. 2021
Beiträge
14
Hallo Miteinander,
mein Unfall ist nun ca3 Monate her. Ende Januar wurde eine CT Untersuchung gemacht um den Heilungsprozess
zu kontrollieren. Das Ergebnis war leider noch nicht sehr erfreulich. "Es erfolgte leider noch keine Durchbauung der Frakturen bei noch deutlicher Dehiszenz der Fragmente." Kann mir jemand ein paar Tipps geben um die Knochenheilung zu beschleunigen?
Hat jemand Erfahrungen oder ähnliche Probleme?

Viele Grüße
 

Stone Pony

Neues Mitglied
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12 Dez. 2018
Beiträge
11
Ich habe für die Kollagenförderung Via Biona Gelenkvitamin Konzentrat genommen. Hatte mir damals jemand empfohlen.
 

melisah

Neues Mitglied
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2 Feb. 2018
Beiträge
17
Hallo Matthias, schade, das du diese Fraktur erleben musstest. Am 7 September 2017 habe ich mir bei einem selbstverschuldeten Autounfall einen Jefferson Atlas Wirbelbruch zugezogen. Der Atlaswirbel war in 3 Teile geborsten und wurde 10 Tage nach dem Unfall verschraubt. Während dieser Zeit hatte ich starke Kopfschmerzen an der rechten Schädeldecke, der Bruch war auf der linken Seite. Nach einem halben Jahr waren die Knochen wieder zusammengewachsen und die Schrauben wurden entfernt. Nun war die Bewegung des Kopfes wieder möglich. Sitzen konnte ich mit den Schrauben besser als heute. Aber ich fühle mich ohne die Schrauben wohler. Einige meiner Folgeschäden sind, Kopfschmerzen, kaum sitzen können, extreme Lärmempfindlichkeit. Ich habe das Gefühl, dass mein Gehirn auch in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Alleine aufgrund dieser Verletzung könnte ich nicht mehr arbeiten, wenn ich nicht schon vorher Erwerbsminderungsrente bekommen hätte. Leider wissen Ärzte und Physitherapeuten oft nicht wie sie mir helfen können, da es selten ist, dass ein Mensch so etwas so überlebt.
Gute Besserung

Melisah
 
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