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HWS-Distorsion, Sternumprellung nach Autounfall

Witte79

Nutzer
Registriert seit
3 Apr. 2009
Beiträge
2
Hallo!

Hatte vor drei Wochen einen unverschuldeten Autounfall, nachdem mir auf einer Kreuzung eine Linksabbiegerin die Vorfahrt nahm. Ich bin quasi mit knapp 40 km/h frontal reingefahren. Neben dem wirtschaftlichen Totalschaden lautete bei mir die Diagnose: HWS-Schleudertrauma, Sternumprellung.

Meine Frage lautet: Hat jemand schon mal Erfahrung mit einer Sternumprellung (Brustkorbprellung) gemacht? Wie lange muss ich mit Schmerzen rechnen? Die Schmerzen kommen bei mir immer Schubweise, mal drei Tage gut, dann wieder heftige Schmerzen....Habe jetzt 8mal rehabilitative KG verschrieben bekommen und hoffe damit etwas zu erreichen...
 

Speetwomen

Erfahrenes Mitglied
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Ort
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www.jackystiefelweb.de
Hallo Witte

Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum. Ich hatte zwar auch eine Toraxprellung ( Rippenprellung vom Gurt) aber dadurch das jeder Körper anders reagiert ist es schlecht zu sagen wie lange es dauert bis die Schmerzen vorbei sind. Ich habe sehr lange damit rumgemacht vorallem weil ich dann Luftprobleme hatte was chronisch geworden ist.

Was für mich wichtig ist, wie oder wodurch wurde die HWS Distorsion und Sternumprellung diagnostiziert ? Wurde nur geröntgt oder hat man ein CT bezw. MRT gemacht ? Wenn nicht lass das bitte nachholen, denn auf Röntgenbilder kann meine nur knöcherne Verletzungen sehen aber nicht Weichteilverletzungen. Das HWS Schleudertrauma diagnostiziert wurde sagt mir das nur einfach geröntgt wurde und dann kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen das dir ohne eine gründliche Diagnose KG verschrieben wurde.:confused:. Wie soll eine Therapeutin richtig behandeln wenn die Diagnose nicht richtig durchgeführt wurde. Bei richtiger Diagnose kann man auch richtig behandeln und du hättest dann vielleicht das Glück das es nicht zu Folgeschäden kommt. Wichtig ist auch das du von Anfang an alle Befunde und Röntgenbilder bzw. CT oder MRT Bilder bei dir gut aufbewahrst.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung und hoffe das Dir geholfen werden kann.

LG
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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2,698
Hallo Witte79,

Willkommen im Forum.

In der Überschrift schreibst du HWS-Distorsion, in der Diagnose steht HWS-Schleudertrauma, was ist denn nur richtig? Die Überschrift oder die Diagnose.

1. HWS-Schleudertrauma ist keine medizinische Diagnose, das ist eine bestimmte Unfallbeteiligungsbestätigung, sonst nichts.
2. Sternumprellung - wodurch hat man eine Sternumprellung, wenn man angeschnallt ist?

Eine "Brustkorbprellung" hat man solange die Schmerzen dauern.
Die Schmerzen dauern, solange die Verletzung nicht ausgeheilt ist.
Die Verletzung kann nur ausheilen, wenn die Verletzungstatsache beseitigt ist, also die Ursache für die Schmerzen behoben wurde/ist.

Mir diesen Diagnosen sehe ich kaum Chancen auf eine korrekte Behandlung bzw. schnelle Heilung. Es sei denn es verhält sich im oberflächlichen Rahmen, also dass keine Gewebeteile zerstört/verrutscht wurden, sondern nur ein bißchen gedrückt.

Eine Prellung ist so wie eine "Ohrfeige", also wenn die Hand an die Wange fliegt, so wie Podolski dem Mannschafts-Kapitän beim letzten Spiel "eine gelangt" hat.

Oder wie ein Anstoßen am Schienbein, wenn man gegen etwas stößt.

Sollte mehr passiert sein, dann geh zu dem Arzt und erklär ihm, mit seiner Diagnose könne man nichts anfangen und außerdem sei sie falsch, er hätte dir besser zuhören sollen.
Je schlechter die Diagnose, desto schlechter die Behandlung, desto länger die Beschwerden und eventuell Folgebeschwerden wegen falscher Behandlung, die wiederum wegen falscher Diagnose..

Mir dieser Diagnose muss jeder andere Arzt nochmal nachfragen was passiert ist, was für Beschwerden du hast, .... , jeder Therapuet steht mit so einer Diagnose im Wald, statt vor Bäumen und behandelt halt den Wald statt einzelne Bäume!
das alles sollte aber aus einer korrekten Diagnose hervorgehen.

Mein Zauberspruch: Je kürzer und abstrakter die Worte, desto missverständlicher!

Eine Prellung dauert normaler Weise ca solange, bis sich das angestoßene Gewebe mit den darunter liegenden Gefäßen wieder von der Iritierung durch die Prellung "beruhigt" hat.

Also je stärker sie Prellung, desto mehr Verletzung.
Es müssen aber die Verletzungen aufgezeichnet werden, individuelle Situation und nicht nur, was "passiert" ist.
"Prellung" sagt, dir ist ein Anstoß passiert, sonst sagt das nichts.

Wenn "es" darüber hinaus noch Beschwerden verursacht, dann war es wohl nicht blos eine Prellung und der Arzt hat dir was verschwiegen, und auch nicht in der Diagnose erfasst. Das läuft unter falscher Diagnose und falscher/unterlassener Befunderhebung.

Prellungsschmerzen, die im Intervall auftreten, sind mir unbekannt.

Möglich handelt es sich neben der Prellung noch um andere Verletzungen die der diagnostizierende Arzt auch nicht kennen wollte.

Rehabilitative Maßnahmen für was?
Für ein HWS-Schleudertrauma? Und das es in deinem Fall (Unfallhergang!) nicht war?
Was soll da der Therapeut machen mit dir, wenn er nicht mal weiß, was dir an Verletzungen passiert ist.

Rehabilitative Maßnahmen an dem Brustkorbsschwert?
Was soll der Therapeut da machen?

Sag dem Arzt, der das verzapft hat, er soll mal eine ordentliche Ausbildung absolvieren.

Die Kosten für die unnütze rehabilitative Maßnahme, die haben wir zusätzlich alle zu tragen.

Gruß Ariel
PS: Dieser Beitrag hat sich mit dem von speetwomen überschnitten.
 

Witte79

Nutzer
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3 Apr. 2009
Beiträge
2
Hallo Ariel!

Erstmal Danke für die prompte Antwort. Ich muss leider sagen, dass ich von diesen Dingen gar keine Ahnung habe. Im Krankenhaus wurde jedenfalls ein Schleudertrauma und eine Sternumprellung diagnostiziert. Mein Orthopäde "verordnete" mir zunächst Wärme für die HWS und Kühlung für die Prellung und sagte, dass ich je nach Schweregrad der Prellung mit mindestens 4 Wochen Beschwerden rechnen muss. Als nach einer Woche jedoch auch die rückseitige Muskulatur der BWS betroffen war hat er mir rehabilitative KG verschrieben. Auf der Verordnung steht: "Zustand nach HWS-Schleudertrauma, WS-Distorsion".

Die Therapeutin bei der KG hat jedoch nochmal ihre eigene Diagnose gebildet. Dort musste ich die ganze Geschichte zum 4. Mal erzählen, jedoch viel detaillierter als beim Arzt...
 

pussi

Erfahrenes Mitglied
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30 Apr. 2007
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1,930
llo, witte79

welche bildaufnahmen wurden gemacht?

mfg
pussi
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Witte79,

ohne Gesundheitsprobleme am Unfallort kommt man nicht gleich ins Krankenhaus. Oder bist du selbst dorthin, wegen der Beschwerden?

. Als nach einer Woche jedoch auch die rückseitige Muskulatur der BWS betroffen war hat er mir rehabilitative KG verschrieben. Auf der Verordnung steht: "Zustand nach HWS-Schleudertrauma, WS-Distorsion". ...
Das zeigt, dass es keine blose Prellung war, sondern eine Brustkorb-Stauchung mit Rippenreaktion an der WS. Rippen sind an WS und Sternum im Weichgewebeverbund. Wichtig wäre aber, wodurch diese Stauchung erfolgt ist und was bei der Stauchung an Verletzung erfolgte.
Der Begriff "Stauchung" ist ja auch nur ein Ausdruck des Vorgangs!

. Die Therapeutin bei der KG hat jedoch nochmal ihre eigene Diagnose gebildet. Dort musste ich die ganze Geschichte zum 4. Mal erzählen, jedoch viel detaillierter als beim Arzt...
Das nochmal und nochmal und nochmal³ erzählen, ist immer nötig, weil die Ärzte keine korrekte Diagnose schreiben, also die Therapeuten so gut wie nix wissen, außer dass du wahrscheinlich was 'oben' hast und weniger an den Füßen.

Eine Physiotherapeutin darf keine medizinische Diagnose stellen, dazu muss ein Mediziner und ein Radiologe herangezogen werden.

Behandelt sie auf Grund ihres Eindrucks, und hat keine Ahnung, dass vielleicht eine Gefäßverletzung vorliegt, dann ist m.E. der Arzt haftbar - aber auch die Therapeutin, weil die das wissen müsste, dass erst genau abgeklärt sein muss, was Tatsächlich an Verletzung vorliegt.

Wenn du nur geringe Befindlichkeitsstörungen hast, was ich jetzt in deinem Fall annehme, dann ist das nicht so gravierend. Es gibt Unterschiede zwischen Weh haben, Schmerzen haben und sich vor Schmerzen kaum bewegen können u.v.a. begleitet mit anderen Beschwerden.

An deinen Beschreibungen kann man erkennen, dass es über Befindlichkeitsstörungen nicht hinaus geht.
Deshalb ist das was ich geschrieben habe an alle Leser gerichtet, auf was man achten müsse.

Eine Prellung kann man mit einer Schmerzsalbe behandeln, dazu wäre eine Physiobehandlung zu aufwändig.

Trotz allem: Schleudertrauma ist eine Bezeichnung für einen Auffahrunfall, den du ja nach deiner Unfallbeschreibung nicht hattest.

Also ist die Diagnose falsch.
Ein Auffahrunfall hat andere Verletzungsmechanismen als ein Frontalanprall!

Das ganze hinkt von vorne bis hinten!

Gruß Ariel
 

pussi

Erfahrenes Mitglied
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30 Apr. 2007
Beiträge
1,930
ein therapeut darf, m.e., keine diagnose stellen,
hatte selbst mal das problem, fragte meinen therapeuten, bevor er mich anfasste, ob er radiologische bilder lesen kann.
klar, antwortete er entrüstet.
nach einigen anwendungen war ich mehrere tage gelähmt!
er hat mir mit seinen griffeln in die hws massiert, weil dort die probleme herkommen.
musste alles abbrechen.
soweit zu therapeuten, die alles wissen.

mfg
pussi
 

Hollis

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Raum Ludwigshafen/Mannheim
Frage Bilduntersuchungen!

Wurde nur geröntgt oder hat man ein CT bezw. MRT gemacht ? Wenn nicht lass das bitte nachholen, denn auf Röntgenbilder kann meine nur knöcherne Verletzungen sehen aber nicht Weichteilverletzungen.
...
Wichtig ist auch das du von Anfang an alle Befunde und Röntgenbilder bzw. CT oder MRT Bilder bei dir gut aufbewahrst.

...
2. Sternumprellung - wodurch hat man eine Sternumprellung, wenn man angeschnallt ist?
...

Hallo Witte,

die Frage nach den Bilduntersuchungen wurden jetzt zwar noch nicht beantwortet, die Speetwomen stellte allerdings möchte ich dann auch mal ohne beantwortete Frage mal antworten!

Sternumprellung: Die knöchernen Rippen sind mit dem knöchernen Sternum verbunden durch sogenannte Rippenknorpel, diese sieht man auf einem konventionellen Rö-Bild nicht. Diese können auch brechen. Häufig wenn nicht durch den Sicherheitsgurt, dann möglicherweise durch das Lenkrad wenn man Fahrer des PKW war. Der Radiologe möchte häufig ein CT des Brustkorbes machen, da man durch ein MRT nichts sieht im Pleuralspalt, da dieser Vakuum beeinhaltet, hierdurch käme es zu einer Signalminderung im MRT. Da aber ein CT mit Rö-Strahlung wurde hier die Rippenknorpel auch nicht so deutlich dargestellt, deswegen wurde im Anschluß des CT bei mir noch ein MRT veranlaßt.

Selbstverständlich wäre auch ein MRT für die HWS wichtig bei der Diagnose HWS und BWS.

Und am Besten die Bilder gleich "einsacken" und selbst aufbewahren, besonders wenn man darauf etwas erkennt!


gruß

Hollis
 
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