• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

HRE - staatl. Hilfe

oerni

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
2 Nov. 2006
Beiträge
4,684
Ort
Bayrisch-Schwaben
Hallo,


gut das der Staat die HRE retten tut, denn sonst sehe ich eine große
Gefahr, dass zukünftig alle UO oder BK Kranke kein Geld mehr sehen.

Die BG haben Gelder in der HRE angelegt!

Allerdings die 102.000.000.000 Euro unter uns UO und BK aufgeteilt wäre aus meiner Sicht bestimmt sinnvoller,
denn damit könnten wir die ärztliche und pharmazeutische Wirtschaft kräftig ankurbeln.:D
 

Paro

Sponsor
Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
Hallo oerni,
das Desaster der HRE erinnert mich an unsere Medizin, bekämpfen der Symptome aber nicht der Ursachen.
Hier toxische Papiere, dort Krebs.
In beiden Fällen, finde ich kaum Ursachenforschung aber viel Symptombekämpfung.
Im Finanzdesater heisst die Ursache "Gier und/oder Wachstum", beim Krebs ist sie noch unbekannt.
Schäffler/Conti:
Frau Schäffler wollte Conti (Gier)
Vorstand wollte nicht, kauft VDO, auf Kredit um sich teuer zu machen und gibt Contiaktien als Sicherheit.
Schäffler setzt Contikauf auf Kredit durch, gibt Contiaktien als Sicherheit für Kredit.
Contiaktien verlieren an der Börse massiv, ergo Kredite nicht mehr abgesichert. Jetzt stehen beide bzw. inzwischen nur noch die Frau Schäffler mit einem Haufen ungesicherter Kredite da. Jedem Häuslebauer droht in dem Fall die Zwangsversteigerung (s. USA).
Ich wäre für Zwangsversteigerung unter Einbeziehung der Immobilien der Fam. Schäffler.
Der Herr Merkle hat für sich und uns eine saubere Lösung gefunden, oder hört man noch etwas davon?
 

oohpss

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 Juli 2007
Beiträge
1,237
Ort
Hamburg
... Der Herr Merkle hat für sich und uns eine saubere Lösung gefunden, oder hört man noch etwas davon?
:eek:
Hallo Paro,
DAS empfinde ich als Schlag unterhalb der Gürtellinie:
1. Das war keine Lösung.
2. Ist das pietätslos.
3. Ist mit dieser Art von Krisenbewältigung niemandem geholfen (ausser, dass die Berichterstattung aufgehört hat).

Grüße
oohpss
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
hALLO Zusammen.

unterm strich kommt heraus das der kleine Steuerzahler, die grossen zahlen ohnehin keine steuern, für die Versager aus Politik und Wirtschaft aufkommen muß .

Es sollte eine vollkommene Zerschlagung der HRE vorgenommen und billigst verschleudert werden, der Aufsichtsrat und gleich dazu die ganze Belegschaft ca 30000 Mitarbeiter hinterher der Agentur für Arbeit zugeführt werden.

Die HRE ist ein Loch ohne Boden bzw. wird es.
Meine Steuergelder sind nicht dazu da veruntreut zu werden.

vg natascha
 

Paro

Sponsor
Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
Hallo oohpss,
wäre es auch pietätlos wenn der Herr Merkle sein Geld im Spielkasino verzockt hätte?
Wie viel Pietät dürfen denn die Mitarbeiter oder soll ich besser Leibeigene sagen, die auf Grund der Zockerei von solchen Leuten Arbeit, Haus und Hof verlieren.
Wenn in deren Handeln noch irgendein Nutzen für die Allgemeinheit, die jetzt zahlen soll, erkennbar wäre, hätte ich Mitgefühl.
Ich habe nix davon gehört, dass in den Unternehmen der genannten Herrschaften besondere Wohltaten an die Arbeitnehmer verteilt wurden.
Es ist doch unerträglich, wenn die Tante sich bei einem Vermögen von
ca. 6 Milliarden, dem Protestzug der Arbeitnehmer anschliesst und ein paar Krokodilstränen vergiesst. Meiner Meinung waren es Lachtränen über die Dusslichkeit ihrer Arbeitnehmer. Anderwo hätte man ihr längst die Bude angesteckt ob ihrer Verantwortlosigkeit.
Steht es nicht im GG, Eigentum ist der Allgemeinheit verpflichtet?
 

oohpss

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 Juli 2007
Beiträge
1,237
Ort
Hamburg
... wäre es auch pietätlos wenn der Herr Merkle sein Geld im Spielkasino verzockt hätte? ...
Nein.

Mir ging es nicht darum irgendein Verhalten oder Fehlverhalten eines Unternehmers in Schutz zu nehmen, sondern darum, dass Du einen Selbstmord als "saubere Lösung" bezeichnest.

Und das ist es eben nicht.
Diese Bewertung bezeichne ich als pietätlos.

Zum Rest kann ich nichts sagen, weil ich nur (vor)gefillterte Informationen habe.

Anderwo hätte man ihr längst die Bude angesteckt ob ihrer Verantwortlosigkeit.
Jeder muss sich selbst entscheiden, mit welchen Mitteln er mögliche Mißstände in unserer Gesellschaftsform beseitigen will oder ob er eine andere Gesellschaftsform bevorzugt. Ich meine, dass es schon recht gut geregelt ist, dass nicht irgendjemen, jemand anderem die Bude anzünden darf, ohne mit den Konsequenzen rechnen zu müssen.
Steht es nicht im GG, Eigentum ist der Allgemeinheit verpflichtet?[/quote]
So in etwa und es gibt eine Anzahl Normierungen, die versuchen das umzusetzen.

Aber eigentlich sollte es um Moral gehen, den die lässt sich gesetzlich nicht regeln bzw. normieren.
Und welche Moral kann ich von Unternehmen/Besitzenden verlangen, wenn ich gleichzeitig darauf hinweise, dass ihre Bude angezündet werden könnte?

Grüße
oohpss
 

Paro

Sponsor
Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
Lieber oohpss,
die Unternehmen, Unternehmer etc. haben keine Moral. Wenn Du mal die soz. Kritischen Romane von Upton Sinclair aus den Anfängen der amerikanischen Industrialisierung oder das Buch, "Nicht ohne uns" (Entwicklung von Bayer ca. 1760 bis Ende 1960) liest, wirst Du begreifen, dass sich Besitz und Moral ausschliessen.
Selbst scheinbare Wohltaten (Werksbahn, -kaufhäuser, -wohnungen, -kantinen, -kindergärten) dienten bzw. dienen der Profitmaximierung.
Es diente doch nicht der Moral, wenn der Herr Merkle sich mit VW-Aktien verzockte, der Contikonzern VDO von Siemens kaufte um unübernehmbar zu sein oder die Frau Schäffler mit aller Macht auf Teufel komm raus Conti kaufte. Wenn Cont so gut zu Schäffler passt, hätte man auf den Gebieten doch zusammenarbeiten können, eine Firma gründen, die die Synergien nutzt und das Ergebnis beider Unternehmen fördert.
Unsere Moral des Mitleids oder der Anteilnahme kann hier nicht gelten; denn weder die Erben des Herrn Merkle, noch die Manager von Conti oder die Fam. Schäffler werden in Zukunft von Hartz IV leben müssen, aber evtl. viele ihrer "Mitarbeiter" und dann wird kein Merkle-Erbe, kein Contimanager oder die Frau Schäffler ihr Einkommen aufstocken.
Übrigens, das mit dem "Bude anstecken" war keine Aufforderung zur Selbstjustiz, sondern sollte nur meine Verwunderung über das "ruhige" Verhalten der Arbeitnehmer unterstreichen.
 
Top