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Hilfe! Bald Gericht!

Schnuffel

Nutzer
Registriert seit
22 März 2009
Beiträge
5
Hallo, ihr Lieben, ich brauche euren Rat.

Ich habe 1995 einen verkehrsunfall erlitten. Mein damaliger Bekannter war verschuldet, er führte das Auto.

Ich erlitt Mehrere Beckenbrüche, die mit hilfe von Fixateur 12 wochen behandelt mussten (die ganze Zeit musste ich liegen, nicht mal aufsetzen war erlaubt) und rechter Oberschenk. war zertrümmert, dieser wurde Mit Platte und Nägel wieder zusammengefügt. Und einpaar Prellungen, Schitte und Quetschungen, die schnell verheilten.

Ich habe wieder neu gehen gelernt. Meine Ausbildung ohne zusätzl. Jahr bestanden, übernommen worden, gearbeitet in Vollzeit, alles mit starken Schmerzmitteln, zusätzlich Krankengymn. Bis ich nicht mehr voll arbeiten konnte. Ich habe reduziert auf 27 Std/Wö.
Die Schmerzmittel wurden mir verschrieben, ich brauchte mehr, der Arzt wollte mir dann keine mehr verschreiben, da habe ich mir selbst welche verordnet(Rezepte gefälscht) deshalb wurde mein Arbeitsverhältnis aufgehoben.

Ich hatte eine Rechtschutzversicherung, war beim Anwalt Nr.1, dieser hat von der Versicherung schmerzensgeld kassiert, nur zum Teil an mich (es gab auch andere) weitergeleitet. Darauf bin ich erst nach 2 Jahren zufällig gekommen. Dieser wurde verurteilt(2 Jahre Bewährung), inzwischen zahlt er langsam, seine Schulden bei mir, zurück

Anwalt Nr.2 war mein Vertreter bei Gericht gegen Anwalt Nr.1 und Schmerzensgeldansprüche. Er hat von der Versicherung Gelder kassiert und..... davon habe ich nichts gesehen. Inzwischen ist er und weitere seine Kollegen von der Kanzlei Steinkohl verurteilt (er für 5 Jahre) Die anderen weiss ich nicht genau. 1,5 Millionen Schaden, auf kosten der Opfer, sowas muss echt hinter Gitter. Er galt unter Anwälten, als der Beste!

Nun bin ich bei Anwalt Nr. 3. Es hat sich bei ihm 2 Jahre lang nichts getan, aufgrund fehlenen Akten. Nun wagte er, nach drängeln von mir, einen "Blindflug": Er reichte eine Klage gegen die Versicherung, ohne die Akte gesehen zu haben und sämtliche Beweise zu haben (Beschlagnamt)

Später stellte sich heraus dass es keine Akte, sondern ein ganzer Raum voller Akten war, deshalb kannte sich da auch keiner aus.

Zu den Zahlen. Der Anwalt Nr.1 hat von der Versicherung 20.000+473DM bekomen, ich davon 10.000DM
Anwalt 2 hat 41.310DM bekommen, ich davon 9328DM...

Jetzt habe ich einen Gerichtstermin im Mai, dazu soll ich überlegen, welchen greifbaren Haushaltsschaden man da geltend machen kann, mir fällt fast nichts ein, vielleicht kann mir jemand helfen?

Was meint ihr, bekomme ich überhaupt noch was von der Versicherung.Die bezweifeln jeden Satz von meinem Anwalt, sogar die Tatsache,dass ich Rechtschutzversichert bin.

Und soll ich eine Abfindung mit Vorbehalt oder ohne nehmen. Weil mir jetzt schon meine Schmerzen zu beweisen unmöglich scheint,(aus der Orthopädischer sicht ist ja alles in Ordnung) Die haben mich nämlich mit seinem Gutachter begutachtet und er findet ich sei voll Einsatzbereich in meinem Zahnarzthelferinnen Beruf. Später, auch wenn ich noch mehr Schmerz habe, kann man es auf das Alter zurückführen.

Die "Schmerzmittelsucht" ist nicht auf den Unfall zurückzuführen? Ich weiss es nicht, sagt ihr es mir.

Wenn die Versicherung sich doch noch eine außergerichtlichtliche Einigung will, soll ich zuschlagen? Womit kann ich mich zufrieden geben? Hat jemand ähnliches erlebt?

Ich habe diesen Bericht aus versehen, als Umfrage rein, konnte es nicht mehr verschieben, tut mir leid.
 

JoachimD.

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Hallo Schnuffel,

das Ganze ist nicht ohne!
Für den Haushaltführungschaden gibt es unter Umständen eine Schätzung [FONT=&quot]nach § 287 ZPO die sich [/FONT] grundsätzlich an dem Tabellenwerk von Schulz-Borck/Hofmann (Schadensersatz bei Ausfall von Hausfrauen und Müttern im Haushalt) orientiert!
Du solltest Dir einmal solche Zeilen durchlesen....
http://www.gesetzesportal.de/jporta...id=jpr-NLBG000002509&action=controls.Maximize
http://www.advoris.de/urteile/urtei...64&PHPSESSID=66eaf89ebe495515788214cc8a797bd6
http://www.ratgeber-arzthaftung.de/Haushaltsfuehrungsschaden_Aufsatz.htm

Ich weis nicht ob Du noch etwas bekommst dies wird an dem Verhandlungsgeschick Deines Rechtsanwalts (Verkehrsrecht) liegen!

Vor Gericht wird ein Urteil gesprochen nicht immer unbedingt Recht!
Das man nun jedes Wort Deines Rechtsanwalts bezweifelt ist Aufgabe der Gegenseite sie müssen alles tun um Deine Ansprüche zu verringern auf welche Art auch immer! Wenn es ums Geld geht kennt man keine Scham mehr....!

Eine Abfindung würde ich nach Möglichkeit vermeiden - weil Du da am schlechtesten wegkommst! Dein Anwalt bekommt für verhältnismäßig wenig Arbeit entsprechend Kohle. Dir da einen Tipp zu geben was Du in solch einem Fall tut`s ist schwierig das muss Dir allein Dein Bauch + Kopf sagen. Ja und wenn schon eine Abfindung sein muss dann eher eine mit Vorbehalt! http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=46124&ccheck=1

Was Deine "Schmerzmittelsucht" angeht solltest Du Dich unbedingt noch vor dem entsprechenden Termin an eine Schmerzambulanz odgl. (Anästhesist) wenden! So das Du der Gegenseite da den Wind ein Stück aus den Segeln nimmst! Ja und sagen kannst es liegt nicht nur an meiner "S.Sucht".

Ansonsten würde ich mich mit Büchern aus der Bücherei zum Thema schlau machen und im Internet stehen auch so ein paar Sachen man muss halt ein Stück suchen! z.B.
http://www.google.de/search?hl=de&q=Haushaltsführungsschaden+Verkehrsunfall+&btnG=Suche&meta=
Alles andere bei weiteren Antworten...!

VG Joachim
 
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