• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Haftungsausschluss

Blümchentapete

Neues Mitglied
Registriert seit
13 Juli 2017
Beiträge
5
#13
Hallo HWS-Schaden,
wow, sehr umfassende Antwort, vielen Dank dafür!:)
Also, heute habe ich mit einem Fachanwalt für Beamtenrecht telefoniert und ihm meinen Fall geschildert. Habe ihm gerade im Bezug auf den Unfallausgleich alle Unterlagen gemailt, sodass er mich beraten kann, ob eine Klage Sinn macht...Mal sehen, was dabei raus kommt.
Zu 1: Die Versicherung hat die Zahlung zunächst eingestellt, da ein Haftungsausschluss vorliegen könnte...dagegen habe ich mit meinem RA (Fachanwalt Verkehrsrecht) geklagt. Wir sind schonmal so weit, dass die Richterin den Haftungsausschluss nicht sieht, sodass die Versicherung wieder in der Pflicht wäre...Theoretisch! Aber wir konnten noch nicht auf eine Summe einigen, darum warte ich seit September auf einen Termin für ein fachorthopädisches Gutachten, scheitert leider an den bisher Auserwählten. Da das Ganze über das LG läuft, zieht es sich hin. Aber ich kann warten...

Zu 2: Da mein Versuch der Wiedereingliederung nach 4 Monaten kläglich gescheitert ist (der Arzt hat mir irgendwie nicht geglaubt, dass ich immer mehr Schmerzen habe) bin ich seit Ende Juli wieder AU, nach Wechsel des Arztes.

Zu 3: Der Unfall wurde als Dienstunfall anerkannt. Für die psychische Geschichte soll ich durch meine Behörde zu einem psychologischen Gutachter geschickt werden, da warte ich auch noch auf den Termin. Sollte er mein psychisches Leiden im Bezug auf den Unfall bestätigen, würde dies als Unfallfolge noch in die Anerkennung einfließen.

Zu 4: Da muss ich nochmal suchen. Ich habe es so verstanden, dass die MdE tatsächlich nur auf das Arbeitsleben allgemein abstellt, der GdS jedoch auf alle Lebensumstände. Der GdS wurde in dem korrigierten Bescheid wesentlich niedriger, dafür aber länger angesetzt. Da ich bisher nur eine Anerkennung als Dienstunfall habe, nämlich den körperlichen Schaden, wurden lediglich 30% festgesetzt (durch das Versorgungsamt dauerhaft ebenfalls). Die VersMedVO habe ich bereits rauf und runter gewälzt. Die Gutachterin hat jedoch in verschiedenen Zeiträumen verschiedene MdE/GdS angesetzt. Mir nicht nachvollziehbar und ohne jegliche Begründung. Jetzt wären es bis auf Weiteres 30%.

Zu 5: Die Heilbehandlungskosten für den Unfall rechne ich lediglich über die Abteilung für Dienstunfälle bei der Beihilfe ab. Lustig wird es immer dann, wenn die Rechnung des Arztes sich auf andere Dinge bezieht, die evtl. unfallbedingt, aber nicht als Unfallfolge anerkannt sind. Dann muss die Rechnung gesplittet werden. Der Anteil, der dann nicht explizit dem Unfall zuzuordnen ist, wird dann über die "normale" Beihilfe und PKV abgerechnet.

Viele Grüße
 

HWS-Schaden

Aktiver Sponsor
Registriert seit
2 Nov. 2012
Beiträge
3,799
#14
Hallo

Ich denke, die unfallbedingten Rechnungen reichst du bei der "Unfallfürsorgestelle" ein - also nicht über die Beihilfe (mag sein, dass beide Stellen die gleiche Adresse haben).
Ich gehe nach dem, was du schreibst davon aus, dass das, was normal über PKV und Beihilfe abgerechnet wird, nicht (oder noch nicht) unfallkausal (anerkannt) ist.
Umgekehrt ist das, was von der Unfallfürsorgestelle übernommen wird, dann wohl kein Streitgegenstand mehr.
In deinem Bescheid oder den Bescheiden kannst du lesen, was anerkannt ist.

Die Stellungnahme des Amtsarztes solltest du ebenso erhalten wie (vom AA) die Fachgutachten, die amtsärztlich beauftragt wurden.

Vom Versorgungsamt (GdB 30 unbefristet) kannst du dir das Gutachten mit der Aufschlüsselung deines GdB zuschicken lassen. Das würde ich zügig angehen.
Wenn du die VersMedV kennst, weißt du:
Wenn die für den GdB anerkannten Funktionsstörungen allesamt solche sind, die dir als Unfallschaden anerkannt wurden, dann müsste der GdB = der GdS sein.
Also schaut man sich an, was im Gutachten vom Versorgungsamt steht und wie sich das zum Gutachten bzgl. GdS verhält.
Evtl. erhält man damit ein Argument für die Widerspruchsbegründung.

Ich folge auch der Logik, die du zu MdE (auf Erwerbstätigkeit beschränkt) und GdS schreibst.
Somit sollte der GdS höher sein als die MdE, deshalb gab es auch Klageverfahren dazu.
Ich habe nur Urteile gefunden, die MdE 1:1 in GdS übertragen haben bzw. bestätigen, dass 1:1 richtig war.
Vielleicht findest du dazu etwas anderes, wäre toll.
Jedenfalls hab ich noch nie gelesen oder gehört, dass der GdS niedriger als die MdE eingeschätzt wurde - bei Beamten mit Dienstunfall. Ich wünsche dir, dass dein RA sich damit gut auskennt. Evtl. ist die Schwerbehindertenvertretung auch eine Hilfe in dieser Frage.
(Wenn ich dem Ratschlag des erstbefragten RA gefolgt wäre, ... ohje.)

Mit HPV kenne ich mich gar nicht aus, keine Erfahrungen, nur das, was ich vom Mitlesen weiß.
Da wir hier in der Rubrik Zivilrechtliche Gerichtsverfahren schreiben (und nicht Beamtenrechtliche), hoffe ich, dass du zu dem Thema noch Antworten bekommst.

Zum Beamtenrechtlichen ist es vielleicht besser, den Teil rüberzuschieben / -kopieren und dort ein zweites Thema aufzumachen.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Top