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Gute Klinik für Wirbelsäulen-OP in Berlin

Thobben

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26 Jan. 2019
Beiträge
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#1
Hallo zusammen,

Könnt Ihr mir eine gute Klinkik empfehlen? Ich bin derzeit in der Charite / Centrum für Muskulosekeletale Chirurgie in Behandlung und benötige eine Zweitmeinung für eine geplante OP.

Danke
 

Kasandra

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Irgendwo im Nirgendwo
#4
Hallo Thobben,

das OCM in München war auch eine TOP Adresse für mich.

Betraf zwar nicht die Wirbelsäule, aber ich bin auch mal gut 500 km für eine Zweitmeinung gefahren und wurde dort wurde dort in dem Sinne recht erfolgreich bei einem anderen Gelenk operiert.

Du solltest zu Gunsten Deiner Gesundheit den Radius mal erhöhen und auch zur Not mal Urlaub zzgl. einer Privatrechnung investieren!

Das Geld kannst Du Dir auch später zurück holen. Wichtig bist erstmal Du.

Viele Grüße

Kasandra
 

Thobben

Neues Mitglied
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26 Jan. 2019
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#5
Danke für die empfehlungen. Kurz mal zu meinem hintergrund: letzes wochenende nach einem sturz auf den rücken mit bruch eines Brustwirbels wurde ich vom notarzt in diese klinik gefahren und direkt in der nacht wegen querschnittgefahr operiert. Es wurde ein stangensystem von hinten eingebaut und die wirbelsäule in dem bereich über 3 wirbel stabilisiert. Ich bin dem operateur sehr dankbar, dass er sich um mich gekümmert hat. Das röntgenbild zeigt nach meiner mobilisierung leider dass das stangensystem leicht eingeknickt ist (versagt) und der defekte wirbel wandertendenzen zeigt. Jetzt will man bevor alles verknöchert ist nochmal operieren seitlich von vorne und den gebrochenen wirbel durch einen künstlichen ersetzen. Der soll dann gleichzeitig das eingeknickte stangensystem aufrichten. Die op ist schon für kommende Woche geplant. Das ist natürlich eine sehr komplexe op und ich möchte trotz des zeitdrucks ein gefühl auch für evtl weitere alternative möglichkeiten bekommen. Der operateur operiert nach eigenen angaben seit 13 jahren, seit 3 jahren nur wirbelsäule und in der zeit hat er u.a. 25 künstliche wirbel verbaut. In der klinik finden 900 wirbelsäulenops pro Jahr statt. Ich muss also in recht kurzer zeit eine zweitmeinung einholen. Habe in meinem aktuellen zustand auch keine möglichkeit 500 km zu fahren.

Ps -hatte und habe derzeit keine ausfallerscheinungen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gsxr1983

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#6
Hallo Thobben,

welchen Brust wirbel hast du dir wie stark zertrümmert? Wir haben hier einige die ähnliches in der LWS haben und mach OP (Einsatz eines "ach Scheiße mir fehlt gerade das Wort") später beinahe Beschwerdefrei weiter leben.

Brustwirbelsäule ist im allgemeinen sehr Schwierig einen Erfahrenen Arzt zu finden da es dort solche Verletzungen recht selten gibt aus meiner Erfahrung von allen Wirbelsäulenverletzungen 3-4% da die BWK mit Rippenköpchen, Quer und Dornfortsatz stabil ausgelegt ist.

Da du gerade etwas Zeit hast kannst du dich mit den Erfahrungen anderer vertraut machen.

Super ist das keine Ausfallerscheinungen durch die Quetschung entstanden sind, dies haben sich bei mir auch erst nach Tagen ausgebildet.

MfG

GSXR
 
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Thobben

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#7
Hi,

Brustwirbel T12 - ist wohl recht stark zerstört. Genauen Zerstörungsgrad finde ich in den Unterlagen nicht.

Naja - ich werde die OP wohl über mich ergehen lassen. Zu dem Operateur habe ich eigentlich vertrauen. Bin jetzt übers WE nach Hause entlassen wurden und nöchste Woche wieder im Krankenhaus. Habe nur angst, dass dann wieder was nicht funktioniert und die ewig an mir rumoperieren.

Ich hätte nicht gedacht, wie schwer es ist sich von so einer OP zu erholen. Auch bin ich mir nicht sicher, ob meine Darmfunktion zu 100% wieder da ist nach der OP. 7 Tage nach der OP ist mein Darmsystem immer noch im Tierfschlaf.
 

Pfong

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Beiträge
133
#8
Hey Thobben

Erstmal willkommen hier.

Ich habe ähnliches durch.
Nach einem Leitersturz mit lwk2 berstungsbruch mit hinterkante.

Auch ich wurde wenige Stunden nach dem Unfall notoperiert, ebenfalls mit dem Stangensystem (fixateur) und 6 Tage danach wurde die op durchgeführt die du vor dir hast.

Nach der notop konnte ich nicht alleine laufen oder aufstehen vor schmerzen.
Mir wurde dann die op nahegelegt wo man von der Seite in den Körper geht und den zerfetzten wirbelkörper mit zerrissenen Bandscheiben durch ein implantat (Titan cage) ersetzt.
Dadurch wird ein absacken verhindert und zusätzliche Stabilität gegeben.

Ich hatte mir keine zweitmeinung eingeholt sondern eingewilligt.
Das ich vor der op dann so aufgeregt war das ich fast einen Herzinfarkt hatte muss ich dir bestimmt nicht sagen. :)

Heute bin ich froh das ich die ops hatte und diese auch Lehrbuchmäsig durchgeführt wurden.

Ich möchte dir nicht sagen das es wie Kuchen essen ist, sondern eine schwere komplizierte op bei der auch Komplikationen auftreten können.

Meine Geschichte habe ich hier im Forum geschrieben die kannst du wenn du Lust hast lesen.
Mir sieht keiner von außen an das mein Körper nur von Metall zusammengehalten wird und ich kann ein recht normales Leben natürlich mit Einschränkungen führen.

Also Kopf hoch und Geduld haben.

Ansonsten frag wenn was ist hier wird dir gut geholfen.

Achso ich hatte die ersten 3-4 Tage keinen Stuhlgang und habe nur Brei bekommen mit stuhlverdünner und auf Toilette konnte ich nicht gehen Details erspare ich.
Ja und die Erholung von den ops brauchen Zeit.
Bin mit knapp 100kg verunfallt und war zu dem Zeitpunkt gut im Training und auch sonst Top fit.
Nach 13 Tagen bin ich aus dem KH kreidebleich wie ein Geist mit knapp 70kg. :D

Mfg
 
Registriert seit
17 Apr. 2010
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96
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#9
Ja , ich wünsche für die vorgesehene Behandlung auch alles Gute !
Die Adressen und Empfehlungen zu bewerten obliegt mir zwar nicht, allerdings ist man hier im Forum wohl dafür gut aufgehoben.

Für mich ist es bis heute absolut nicht nachvollziehbar, weshalb man mich während des
1. Klinikaufenthaltes in Berlin nicht operiert hat, da seit dem Aufenthalt die Querschnittslähmungs-Erscheinungen stetig stärker werden, so dass ich nur noch im Bett liege und auf ein Rollstuhl gesetzt werde.
Doch soweit lasst Ihr es ja nicht kommen, schließlich könnt Ihr dank online z.b. hier Informationen einholen
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich
Mike
 

Pfong

Erfahrenes Mitglied
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22 Feb. 2018
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133
#10
Hey mikeae

Hattest du einen Unfall?
Tut mir echt leid für dich das es soweit gekommen ist. :(

Ein bettnachbar aus dem KH hatte mal Besuch von seinem Bruder bekommen.
Dieser saß nach einem Motorrad Unfall im Rollstuhl und konnte sich auch nicht mehr vorstellen wie es ohne Rolli geht.
Der kam mit einer Leichtigkeit rein gerollt usw hut ab.

Lass den Kopf nicht hängen es geht immer irgendwie weiter. :)

Mfg
 

Gsxr1983

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#11
hallo Thobben,

hast du Röntgenbilder zur Hand? Du findest die Zerstörung in den Unterlagen nicht?

MfG

Gsxr
 
Registriert seit
17 Apr. 2010
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Berlin
#12
Hey mikeae

Hattest du einen Unfall?
Tut mir echt leid für dich das es soweit gekommen ist. :(

Ein bettnachbar aus dem KH hatte mal Besuch von seinem Bruder bekommen.
Dieser saß nach einem Motorrad Unfall im Rollstuhl und konnte sich auch nicht mehr vorstellen wie es ohne Rolli geht.
Der kam mit einer Leichtigkeit rein gerollt usw hut ab.

Lass den Kopf nicht hängen es geht immer irgendwie weiter. :)

Mfg
Danke sehr Pfong,
nur komme ich nicht mit "Leichtigkeit" in einem Rollstuhl angerollt, sondern werde gerollt.
Die Verletzungen der oberen Gliedmaßen sind zu stark, um selbständig etwas zu händeln. (Logisch vom finanz-wirtschaftlichen Standpunkt, dass keine der beiden privat Versicherung, nicht der Arbeitgeber und nicht der deutsche Verband der Berufsgenossenschaften über 12 Wochen hinaus geleistet hat. Ich liege in einer "Armenwohnung" in Berlin-Neukölln) und tue alles dafür, dass ich nicht obdachlos werde.

Ja - Euch wünsche ich vom Herzen alles Gute,
Hochachtungsvoll
Mike
 
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