• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Gutachter Psychiatrie NRW gesucht

maria10

Nutzer
Registriert seit
17 Juli 2008
Beiträge
4
hallo liebe forumsmitglieder, ich suche im raum nrw eine/n gutachter/gutachterin auf dem fachgebiet der psychiatrie für ein 109er zusatzgutachten (hauptrichtung orthopädie). vielen dank für die hilfe!
 

HWS70

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Okt. 2008
Beiträge
266
Hallo Maria,

das klingt interessant. Magst Du ein bisschen mehr erzählen?
Geht es nun um Orthopädie oder Psychiatrie?

Mir selbst ging es so, dass bei einem SG-Gutachten, bei dem es eigentlich v.a. um Orthopädie hätten gehen müssen, die beiden Gutachter (ein HNO-Arzt und ein Orthopäde), obwohl orthopädisch und immunologisch eigentlich "genügend" hätte zu finden sein müssen, sich psychologisch-pschiatrischer Spekulationen befleißigt haben.

Könnte es sein, dass psychologisch-psychiatrische Gutachter womöglich immer meinen etwas gefunden zu haben, da ihre Behauptungen grundsätzlich kaum bewiesen werden können und daher auch kaum bewiesen werden müssen - jedenfalls im Vergleich zu empirischen Wissenschaften.

LG HWS70
 

maria10

Nutzer
Registriert seit
17 Juli 2008
Beiträge
4
in meinem fall geht es um zwei unabhängig voneinander bestehende krankheitsbilder, orthopädisch (hws, lws, usw...) und eine depression. für die zweitere brauche ich noch eine/n gutachter/in
 

HWS70

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Okt. 2008
Beiträge
266
Hallo Maria,

nach Dr. habil. Bodo Kuklinski, Rostock, Wien, Salzburg, führt ein HWS-Problem oft zu Depressionen, da eine Schädigung der oberen HWS die Durchblutung des Gehirns über die beiden Vertebralarterien beeinträchtigt. Eine verminderte Durchblutung im Gehirn sei typisch für viele Erkrankungen, auch für Depressionen.

Ich würde mich hier mal gründlich einlesen, einhören und einsehen:
www.dr-kuklinski.info
http://www.kfs-medizin.at/
http://www.kfs-medizin.at/team/spezialistinnen/kuklinski/kuklinski.html (einführende Videos)

Dann wäre es nur noch ein Krankheitsbild. Da aber solche Diagnosen nicht sein dürfen, da dann Versicherungen mehr zahlen müssten und sogar Patienten noch die Behandlung über Kasse bekämen, ist es schwer mit abgesicherten Diagnosen auf dem neuesten Stand der Wissenschaft durchzukommen.

Der Zusammenhang von HWS und Depressionen stand irgendwo gut begründet in einer seiner zahlreichen Publikationen, wo genau kann ich leider auch nicht mehr sagen.

LG und viel Erfolg
HWS70
 

maria10

Nutzer
Registriert seit
17 Juli 2008
Beiträge
4
vielen Dank für die sehr interessante Info! Werde mich mal einlesen. Kennst Du denn einen Gutachter/in der solche Folgen auch berücksichtigt?
 

HWS70

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Okt. 2008
Beiträge
266
Nein. Wie gesagt, wenn dann nachgewiesen würde, dass z.B. eine Depression kausal durch etwa einen Auffahrunfall kommt, auch wenn sie vielleicht erst (viel) später in Erscheinung tritt, müsste ja eigentlich der Unfallverursacher dafür aufkommen bzw. dann mittelbar die Summe der Versicherungsbeitragszahler. Die Politik wünscht sich aber niedrige Beiträge.

Außerdem scheint es so zu sein, dass Ärzte, die einen HWS-Schaden in der faktisch vorhandenen Schwere / Komplexität befunden, möglicherweise risikoreicher leben und arbeiten als die anderen. Beispielsweise bezüglich ihrer weiteren beruflichen Chancen, auch wenn sie in der internationalen Forschung noch so angesehen sind.

Vielleicht würde der Arzt von oben genannter HP auch Gutachten machen. Allerdings wird man damit allein wohl kaum durchkommen. Mir sagte er übrigens, als ich ihm mein Gutachten zeigte, dass etliche Gutachter kriminell seien. Wenn Werte pathogen seien, würden oftmals Gutachter einfach die Werte verändert in's Gutachten schreiben. Da mein Gutachten auch einen neurootologischen Teil hatte (um eine HWS-Problematik auszuschließen), was gutachterlicherseits angeblich allerbestens war, riet er mir, dies doch zu überprüfen und zu einem auf HWS-Traumata spezialisierten Neurootologen (Dr. Müller-Kortkamp, Soltau). Welch Überraschung, als sich nach 2-tägiger Untersuchung mit modernster Technik ein komplett anderes Ergebnis zeigte! Nun gab es auf einmal doch pathologische Werte, z.B. einen Zervikalnystagmus, der vorher ausgeschlossen wurde.

LG HWS70
 
Zuletzt bearbeitet:

HWS70

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Okt. 2008
Beiträge
266
Hallo noch einmal,

ich hatte vor einigen Tagen noch mal in dem Buch von Dr. Kuklinski "Das HWS-Trauma" (2. Auflage 2007) geblättert. Der Zusammenhang zwischen HWS-Traumata und Depressionen wird dort doch recht oft thematisiert. Zahlreiche Stellen lassen sich über das Register gut finden.

Bei der Suche nach einem Gutachter könnte man sich möglicherweise an folgendes Therapeutennetzwerk wenden: http://www.hands-on-hamburg.de/network.php

Dieses Netzwerk hat 2008 / 2009 eine sehr interessante Vortragsreihe zum Thema "HWS-Schleudertrauma -kontrovers" (http://www.hands-on-hamburg.de/archiv.php) organisiert. Dort wurde von verschiedenen Referenten massiv die derzeitige Praxis bei Begutachtungen kritisiert. Möglicherweise wird aus dieser Reihe ein hoffentlich effektiver gemeinsamer Versuch erwachsen, Missstände zu verbessern.

LG HWS70
 
Top