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Gutachteneinsicht verweigert

Busch38

Erfahrenes Mitglied
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#1
Hallo

Eine Bekannte war wegen Antrag EMR zur Begutachtung bei éinem Psychologen.

Sie hat das Gutachten zur Einsicht von der DRV angefordert.
Dies wurde verweigert, ohne Begründung.

Das Gutachten darf nur zu ihrem Hausarzt geschickt werden und muss schriftlich angefragt werden.

Ist dies rechtens ?

Wenn ja, wäre könnte der Grund sein ?

Gruss
 

Rekobär

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#2
Hallo Busch38,

zunächst einmal entscheidet der Auftraggeber des Gutachtens über den Verbleib und die Verwendung des Gutachtens. In dem Falle dürfte das die DRV sein. Als weiteres könnte ich mir vorstellen,. dass in dem Gutachten Feststellungen formuliert wurden, die einer Ärztlichen Erläuterung benötigen. Gerade bei psychologischen Gutachten darf man nicht leichtfertig damit umgehen. Das gilt natürlich auch für andere Fachrichtungen, jedoch ist bei psychologischen Gutachten damit zu rechnen, dass es bei Fehlinterpretationen der Gutachtenergebnisse es durchaus auch gravierende Auswrikungen haben könnte.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

Sekundant

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#3
hallo,

was @Rekobär beschreibt kann natürlich zutreffen, muss aber nicht. schon eine grundsätzliche verweigerung, noch dazu ohne begründung, kann schon darauf hindeuten, dass eben keine ausreichende begründung gegeben ist. daher sollte erst einmal mit hinweis auf das recht zur grundsätzlich bestehenden auskunft und einsichtnahme der DRV nachdrücklich zur herausgabe aufgefordert werden. sollte es ernsthafte gründe für eine (teilweise) verweigerung geben, hat sie das zu begründen. und ob dann ein hausarzt geeignet ist, ein psychologisches GA ausreichend nahezubringen, kann schon bezweifelt werden.


gruss

Sekundant
 

Busch38

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#4
Hallo,

was mich bei der Sache stutzig macht:

Nach den Berichten des behandelnden Psychologen und eines Gutachter wurde von der privaten BU Berufsunfähigkeit anerkannt.

Bei der jetzigen Begutachtung war ich als Begleitperson anwesend.
Nach den Aussagen des Gutachters schloss er sich den bisherigen Ergebissen an, indirekt bestätigte er die Erwerbsunfähigkeit.
Das Gespräch dauerte ca. 20 min.
Nach Info der DRV soll aber aufgrund des Gutachtens keine Erwerbsunfähigkeit vorliegen.
Das Ganze ist aber noch in der Bearbeitung.

Und nun die Verweigerung der Akteneinsicht bzgl. des Gutachtens ??


Gruss
 

Meli

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#5
Es kann dir sehr negativ ausgelegt werden, wenn du das Gutachten zur Gänze kennst - dann denkt man, du eignest dir psychologische Kenntnisse an, um zu manipulieren. Lass es ruhig zu deinem Hausarzt schicken - wenn du ihm vertraust - und lass ihn dir die Teile erzählen und betone später, falls es zu einem Gerichtstermin kommt, auch ausdrücklich, dass du es nicht selbst gelesen hast.
 

Sekundant

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#7
hallo Meli,

interessante these:

Es kann dir sehr negativ ausgelegt werden, wenn du das Gutachten zur Gänze kennst - dann denkt man, du eignest dir psychologische Kenntnisse an,
dass zuviel wissen gefährlich sein kann, kenne ich bisher nur von anderer (dunkler) seite :rolleyes:;)

wenn ich mich um meine sache bemühe, bleibt es nicht aus, dass ich mir dabei einen gewissen umfang an (fach)wissen aneigne. das macht (muss) jeder anwalt, staatsanwalt, ermittler ... die frage ist nur, wie ich damit umgehe und im bedarf an die stelle transportiere, die ich überzeugen will. dein argument hat zwar etwas für sich, aber ganz teilen kann ich es nicht. wer nicht ausreichend informiert ist, zieht immer den kürzeren.

die fachliche information kann es aber in dem fall kaum sein. wenn ein verweigerungsgrund vorliegt, dann würde ich diesen bestenfalls in den schlussfolgerungen des psychologen sehen.


gruss

Sekundant
 

Siegfried21

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#8
Hallo,

die DRV und ihre Vitamin B-pseudo-Gutachtero_O

Gutachten kann man dies i. d.R nicht nennen, eher Partei-Berater- ärztliche- Stellungsnahmen.
In regelmäßiger Forum, wird von dem medizinischen Dienst bzw. Sacharbeiter, nicht alle
vorliegende Unterlagen an die "Gutachter" übermittelt.

ich bin jetzt 20 J. mit im Geschäft und muss leider heute noch immer die Gutachter "Spielchen"
in Gutachten vernehmen.

Der Bückversuch BFA wird oft gegen den Probanden gefälscht (cm), dito Schober-Ott Zeichen, Lasègue Test, usw.
keine Schwierigkeiten beim aus und ankleiden usw.

MRT-Röntgen Bilder werden einseitig Befundet-interpretiert, trotz radiologische Befundungen vorhanden sind.
Neutral-Null-Methode: a bissel hin und her bewegt und auch hier gegen den Probanden beschönigt.
Das Ergebnis von Stationären REHAs steht beim ersten Arztgespräch schon fest >6 Std.

Alles kein Problem-Alles im Butter leichte Tätigkeiten > 6 Std. als Telefonist-Museumswärter- Pförtner-Fahrkartenverkäufer usw.
möglich.

Das muss man sich mal vorstellen, kommt die Bagasch, heute immer noch mit solchen Berufen :mad:
dito SG-LSG Rechtsprechung :oops:

Weiteres Bla Bla:

https://www.deutsche-rentenversiche...iches_gutachten_hinweise_begutachtung_pdf.pdf
http://www.deutsche-rentenversicher...abeduerftigkeit_psychische_stoerungen_pdf.pdf
https://www.awmf.org/uploads/tx_szl...en_der_medizinischen_Begutachtung_2019-04.pdf

Grüße
 

bobb

Erfahrenes Mitglied
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8 Juni 2015
Beiträge
337
#9
An alle und an Meli und Sekundant,

das mit dem "Fachwissen" der Probanden kann ich nur bestätigen, da ich es selbst erfahren mußte anläßlich eines psychiatrischen Gutachtens, erstellt von einem danach aus anderen Gründen für befangen erklärten Professor einer Universitätsklinik. Dieser SV hatte doch tatsächlich in seinem Gutachten für das Gericht geschrieben, daß ich sehr wissend sei bzgl. Begutachtungsrichtlinien und er hatte seine Behauptungen, ich würde aggravieren und simulieren, damit auch gestützt. Konkret gesagt: Der Proband ist gar nicht krank, sondern hat eine Begehrlichkeitsneurose und hat schon immer dem Geld gefrönt, da er ja schließlich im Beruf auch sehr gut verdient hat. Dieser Dödel von SV ist gottseidank hinten runtergefallen mit seinem Gutachten. Er wird sich bald wundern dürfen, wenn ich im Internet auf meinem Blog Datails und Namen von ihm nenne.

Gruß Bobb
 
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