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Gutachten vom AA - ein Witz

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
Hallo,
habe heute nach 5maliger Aufforderung und monatelanger Wartezeit endlich mein sogenanntes Gutachten vom Arbeitsamt erhalten. Mein Anwalt wollte es für den LSG Prozess gegen die BG verwenden. So jedoch kann er es sicher nicht verwenden.
Ich frag mich was die Ärzte dort machen! Eigentlich könnte es mir ja jetzt egal sein, denn ich habe ja jetzt den Rentenbescheid bekommen. Nur, es kommt wieder diese unsagbare Wut hoch wenn man das liest was ein oberflächlicher Wald- und Wiesenarzt so zusammenschreibt.
Ich hatte ja ein Schleudertrauma vor 9 Jahren, etwas komplizierter abgelaufen. HWS incl. Kopfgelenksschäden, BWS und LWS etwas weniger mitgenommen. Zusätzlich Hirnorganische Einschränkungen, Depressionen und PTBS, Tinnitus, Schwindel, Kopf- und Gesichtsschmerzen und alles was sonst noch dazugehört.
Der Arzt schrieb: Erstschaden: F45.0 - was übersetzt heisst: Somatisierungsstörung. Zweitschaden: M54.5 - was übersetzt heisst: Kreuzschmerzen.
Auf der 2. Seite heisst es dann:
1.Ausgeprägte chronische seelische Fehlentwicklung mit der Neigung zur Ausbildung bzw. Verstärkung körperlicher Krankheitszeichen
2. Chronisch wiederkehrende Kreuzschmerzen
3. Chronisch wiederkehrende Nacken-Kopfschmerzen

Er hatte eine Menge Berichte von mir vorliegen, hat in der sozialmedizinischen Beurteilung jedoch nur einen genommen (dern oberste!), in dem ein Neuropsychologe meine Defizite ausführlich beschreibt. Den dazugehörigen Bericht des Neurologen (gleicher Absender, da selbe Praxis), hat er wohl gar nicht gelesen, sowie die anderen ebenso wenig.

Eigentlich sollte man sich nicht aufregen, da er mich sowieso als nicht erwerbsfähig eingestuft hat. Aber wenn jeder Arzt so oberflächlich agiert, wo kämen wir da hin?

Im übrigen heisst es dort: Gutachten mit symptombezogener Untersuchung ---hahahaha
Ich frage mich,ob ich noch dagegen vorgehen soll, ob es überhaupt ginge. Auf der anderen Seite müsste ich meine Kräfte sparen, die ich sowieso nicht mehr habe, und zwar für den Kampf gegen die BG.
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
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11 März 2007
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3,038
Hallo Wurlpurzl,
wenn es nicht so traurig wäre könnte man laut lachen über soviel Blödsinn.

Aber spare Dir Deine Kräfte für Deinen nächsten Kampf Du wirst Dich sonst nur weiterhin ärgern und diese Ärzte sitzen im Trocknen und Dich (und meinen Mann und all die UO) haben sie schon lange vergessen.

Die meisten Ärzte demontieren ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit selber, wird langsam Zeit das sie auch ihre Arroganz mal ablegen.

Du mußt nur sicher sein das dieses GA nicht auf der "anderen Seite" auftauchen kann.

Liebe Grüße
Kai-Uwe´s Frau
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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23 März 2007
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2,698
Hallo Wurzelpurzel,

gerade deshalb, was Kai-Uwe schreibt, solltes du trotzdem das GA berichtigen lassen.

Auuch wenn es dir zunächst als überflüssig erscheint, kann irgendwann einmal zum negativen Bumerang werden.
Außerdem ändert sich im Verhalten dieser Schurken nichts, wenn sie mit solchen Schmierereien durchkommen.

Schreib an den Auftraggeber, dass du in den Befundberichten dies und das stehen hast und nicht hinnehmen wirst, dass hier alles verdreht und abwegig entstellt wird.

Gruß Ariel
 

anaconda

Mitgliedschaft beendet
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6 Sep. 2006
Beiträge
346
@ wurzlpurzl

Hallo

"""Mein Anwalt wollte es für den LSG Prozess gegen die BG verwenden.""

Derartige Gutachten kann man in einem LSG -Verfahren nicht verwenden!

Wollte Dir Dein Anwalt einen Witz erzählen :confused:
Ich könnte mir vorstellen, dass sich die BG köstlich amüsiert hätte :rolleyes:

Bitte entschuldige, aber so viel Blödsinn sollte man nicht ins Forum stellen:mad:

anaconda
 

anaconda

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
346
Hallo,

Ihr solltet bitte den lieben Doc beim AA nach seiner bisherigen Tätigkeit fragen :mad::p
Viele waren bis zur "Qualifikation als AA-Doc" z.b. tätig als
Facharzt f. Allgemeinmedizin, Gynäkologe , Orthopäde etc. - manche landen aus gesundheitlichen Gründen beim Arbeitsamt als "Gutachter".

Ein solcher AA-Doc soll ein Gutachten erstellen, welches in ein LSG-Verfahren einfließen soll :confused::confused:

Ist ein LSG-Verfahren gegen die BG anhängig, dann wird das Gericht neue Gerichtsgutachten erstellen lassen.

anaconda
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
Hallo Anaconda,
der Anwalt sagte dies bevor ich das Gutachten erhielt. Ich hatte damals lediglich ein Schreiben des AA erhalten, worin eine Erwerbsunfähigkeit testiert wurde. Daraufhin kam uns in den Sinn das Gutachten anzufordern und es im Prozess gegen die BG zu verwenden; denn bisher gelte ich bei denen als erwerbsfähig...
Aber warum sollte ich diesen Beitrag nicht ins Forum stellen Es ist ja auch eine Warnung an Andere, die dieselbe Hoffnung in sich tragen. Im übrigen hatte ich schon eine unqualifizierte Beurteilung erwartet. Hatte darüber damals auch schon im Forum berichtet. Nur war ich erstaunt, dass die mir tatsächlich eine Erwerbsunfähigkeit attestierten - eigentlich ein Widerspruch zu den Diagnosen....
Danke übrigens für den Hinweis, dass diese Docs oft auch beim AA aus gesundheitlichen Gründen landen.
 

Hollis

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Hallo Anaconda,

war ja bei einem persönlichen Termin dort, hierbei hatte die Gutachterin erzählt Sie hätte ursprünglich jahrelang als Orthopädin gearbeitet - allerdings ist bei den meisten Leuten das eh Fachartzübergreifend - und stellte offensichtlich für sein ein Problem dar!

gruß

Hollis
 

pinki

Erfahrenes Mitglied
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Hallo , boa wenn ich das lese bekomm ich zorn
Mein Gutachten klang so änlich wie deins und vor allem diese Somatoforme Störungen , brachte mich echt in die bridullie , ich rief dirket dieser Arbeitsamts Tussi an und fragte sie direkt auf was sie denn spezialisiert sei , sie fing das stottern an und konnte es mir gar nicht so recht erklären , ähm ja Ärztin für Arbeitsmedizin ... na da brauchte ich mich ja nicht wundern oder ? Dank ihr führte ich einen erbitterten kampf mit der DRV weil die mich in eine Psychosomatische Rehaeinrichtung stecken wollte obwohl ich ebenfalls Befunde ohne ende vor legte die bestätigten , das ich Kopfgelenksstörungen durch das Schleudertrauma erlitten hatte , ich wäre 100% arbeitsfähig etc. .... ich legte widerspruch ein , und DURFTE zum nächsten Gutachten und zum Nächsten und und dann durfe ich in die Reha ( Orthopädie) und jetzt bin ich schon bei den Symulanten gelandet und meine schmerzen sind Somatoform und die Befunde sind alle schrott lt. den Reha Ärzten .

Versuch aber trotzdem Widerspruch einzu legen , wenn das Gutachten nix taugt , ansonsten erkennst du es an .

lg Pinki
 

gold.baerchen

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Hallo Leute,

klar treibt ein solch professionell gefasstes Gutachten die Zornesröte ins Gesicht.
Aber, zählt nicht am Ende die Einschätzung arbeitsfähig / nicht arbeitsfähig und wieviele Stunden.....
Hier wird doch klar sortiert - zurück in den Teich arbeiten oder- Rente einreichen - oder Maßnahmen zur Teilhabe beantragen.

Wenn man diese ganze Thematik Verletzung und deren Folgen, versucht mit etwas Abstand bzw. aus einer größeren Distanz zu betrachten als aus der eigenen, erkennt man Methodik und Systhematik. Bösartig zusammengefasst kann man sagen, nicht arbeitsfähige werden aussortiert
 

ebsi

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3 Nov. 2008
Beiträge
42
...und ich dachte ganz am Anfang meiner Arbeitsunfähigkeit, wenn ich die BG auf meiner Seite habe, dann fehlt mir nichts mehr; die "betreuen" und unterstützen mich anständig, damit ich wieder in Arbeit und Brot komme - egal, in welchem Beruf....

Dabei wissen die gar nicht, was Anstand ist; soweit mein Eindruck nach 1/2 Jahr - und: der Kampf beginnt erst: Aussteuerung steht an - soll auch voll arbeiten können - wurde schon auf's AA verwiesen usw....
 
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