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Gutachten in München beim IMB

HerrX

Erfahrenes Mitglied
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MFG
 

Anna Lisa

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Hi,
es schweigen deshalb alle, weil sich alle schämen und es immer unangenehm ist, Themen wie "Begutachtung" etc offen anzusprechen.
Mein Fall ist anders gelagert wie deiner, da es bei mir darum geht, dass ich als schwer gestört dargestellt werde, obwohl ich eigentlich "nur" Depressionen hatte damals. Dies wurde im privaten Gegengutachten widerlegt.
Ich werde dir ein paar (hoffentlich) hilfreiche Links und Gutachter usw. vorschlagen, vielleicht ist ja jemand passendes für dich dabei.

Der hat mich begutachtet (sehr netter Mensch!): Prof. Dr. Hans Markowitsch
Privatklinik für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie & Psychiatrie | Akutklinik Albstadt (war dort nie, werde aber vielleicht ein ambulantes Gespräch dort führen)

PatVerfü | Die schlaue Patientenverfügung Kann jedem nur raten, so eine PatVerfü auszufüllen, damit man nicht zwangseingewiesen und zwangsbehandelt werden kann. Baden-Württemberg zum Beispiel plant, die Regelungen dafür zu lockern.

Das Ding ist, dass das alles teuer ist und privat bezahlt werden muss. :/

Dieser Artikel hat mir sehr geholfen

Viele liebe Grüße, Anna
 

Anna Lisa

Neues Mitglied
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26 Okt. 2023
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Achso, hab's jetzt einfach öffentlich gemacht, vielleicht helfen die Links/Personen ja noch wem anders.
Ich musste bis jetzt deutlich weniger als 5000 Euro bezahlen. Vielleicht kann dich eine Stiftung unterstützen?
Hast du einen guten Anwalt oder Anwältin?

Liebe Grüße
 

APA

Neues Mitglied
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Hallo APA,



Hier drin sehe ich einen erheblichen groben Fehler, der das Gutachten unbrauchbar machen dürfte, der Gutachter ist von völlig falschen relevanten Tatsachen ausgegangen.

Ich hoffe das dir Anna Lisa weiterhelfen kann. Auch ich habe ein Privatgutachten erstellen lassen, allerdings in einer anderen Sache, ging positiv aus.

Ich halte es für wichtig, dass das Gutachten fachlich unglaubwürdig gemacht wird, so dass das Gericht ein neues von einem anderen Gutachter erstellen lässt und nicht das der Gutachter vom Gericht geladen wird.

Ich drück dir die Daumen.

MFG

Hallo APA,

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Das ist gut zu wissen vielen herzlichen Dank
 

oerni

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Zum Thema Gutachter gab es schon vor 10 Jahren durch Prof. Dr. Gresser interessante Anregungen.
Leider hat sich nichts geändert.
 

oerni

Erfahrenes Mitglied
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Bayrisch-Schwaben
Es gibt die Möglichkeiten:
Petition im dt. Bundestag einreichen.
Petition im jeweiligen Bundesland einreichen.

Dadurch könnten Veränderungen stattfinden.

Ich mache das selber gerne immer mal wieder - mit mehr oder weniger Erfolg.
Es gibt auch andere Forums Mitglieder die Petitionen schreiben.
So u.a. zu SGB VII § 200 Abs. 2 Gutachter

Einer meiner Petitionen war zur Gesetzesänderung in den Gremien vorgelegen, es ging um Einsichtnahme von Patientenunterlagen
in der PKV - wurde dann ja entsprechend geändert.

Kostet nichts, ausser den Mut es zu tun.
 

APA

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Danke für diese sehr inspirierende Nachricht
 

Catch me if you can

Neues Mitglied
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Hallo ich habe gelesen dass das hier ein unfallforum ist aber Gott sei Dank habe ich diese Unterkategorie gefunden. Ich möchte versuchen so kurz wie möglich meine Erfahrungen beim Gutachten im Institut IMB München zu schildern
❗️❗️Vorab Triggerwarnung wg s. Missbrauch im Kindesalter

Ich wurde zwischen den 12 und 14 Lebensjahr 2 Jahre lang missbraucht und habe dann eigentlich vollends erst darüber gesprochen nach meinem Zusammenbruch im Jahr 2016. Nachfolgend Klinikaufenthalte und ambulante Therapien ... dort wurde mir gesagt ich solle den Täter anzeigen ...habe das gemacht aber das war laut Strafgericht verjährt. In der Zwischenzeit hatte ich von dem Anwalt des Täters einen Brief bekommen, wenn ich nicht aufhöre das zu behaupten bekomme ich eine Unterlassungsklage.. der einzige Weg der mir blieb war übers Versorgungsamt die Opferentschädigung zu beantragen, damit ich sagen darf, was passiert ist und mir der Mund nicht mehr verboten werden kann, nachdem ich 30 Jahre schon geschwiegen hatte.

Natürlich hat das Versorgungsamt zweimal abgelehnt so das es dann an das Sozialgericht ging ...den Antrag auf OEG habe ich im Jahr 2018 gestellt. Dann kam Corona und es hat lange gedauert bis zum ersten Gerichtstermin, wobei ich einen Anwalt hatte der nicht zuverlässig genug war und so habe ich letztes Jahr den Anwalt gewechselt.. schlussendlich gab es letztes Jahr einen Sachlage und -erörterungstermin und Gott sei Dank hat der Richter mich nicht abgewiesen, sondern gesagt, er möchte das ganze weiterverfolgen.

also hatten wir dieses Jahr im Sommer einen Verhandlungstermin der über 6 Stunden gedauert hat, bei dem ich, meine Zeugen und auch der Täter, als Zeuge des Versorgungsamtes ausgesagt haben
für mich ist es im Nachhinein so dass ich, wenn ich gewusst hätte dass es mich so lange belastet ,ich darum gebeten hätte ihn nicht sehen zu müssen. Denn ich hatte nichts vergessen, außer sein Gesicht und das weiß ich jetzt auch wieder.

Vorher war nicht sicher ob ich mich einem Glaubhaftigkeitsgutachten unterziehen muss, aber nach der Aussage des Täters hat das Gericht mir den Vollbeweis zugesagt weil der Täter sich in Widersprüche und Lügen verstrickt hat.

Also musste ich jetzt nur noch zu einem Gutachter um den Grad der Schädigung feststellen zu lassen.

Meine Diagnosen lauten posttraumatische Belastungsstörung
Depressionen und
Borderline Störung...

ich habe ein sehr stabiles soziales Umfeld das mich immer unterstützt und habe lange Therapie gemacht, so dass ich meine Störungen an guten Tagen gut im Griff habe, an schlechten Tagen weniger .

zum Gutachten musste ich nach München zu Professor Dr Georg Winterer IMB München.

Ich habe gewartet und gewartet dass ich vom Gericht Bescheid bekomme wegen einem neuen Termins, aber anstatt dessen kam vor drei Wochen das Gutachten mit der Frage des Gerichtes ob wir die Klage aufrechterhalten.

Herr Dr Winterer hat 41 Seiten Gutachten über mich geschrieben und in den ganzen Gutachten sind über 70 Fehler, falsche Angaben und falsche Beurteilungen.

Es hat ganze drei Wochen gedauert, bis ich endlich alles ausgeschrieben hatte, weil es für mich sehr schwierig war, das ganze noch mal zu lesen... aber ich habe mir die Mühe gemacht, damit der Psychiater, der Stellungnahme zu diesem psychiatrischen Gutachten schreiben sollte. es leichter hat (aber das ist ein anderes Thema denn der Psychiater hat völlig unmenschlich reagiert und ich muss mir jetzt jemand anderen suchen)

Nachfolgend werde ich nicht die ganzen Fehler aufzählen, weil das den Rahmen sprengen würde. aber ich möchte meine persönlichen Erfahrungen von dem Tag mitteilen

❌️ sofort nach der Begrüßung sagte mir der Arzt dass er mir die posttraumatische Belastungsstörung nicht bestätigen wird, weil diese nur KZ Häftlinge um Vietnamsoldaten zusteht.
Frauen sollen nach einem s. Missbrauch nur äußerst selten eine solche Störung als Folge haben

❌️ immer wieder wurde vom Gutachter dazwischen erwähnt dass die vom Gericht keine Ahnung haben und sich nicht auskennen und er auch eine Erklärung für die mich gestellten Diagnosen mitschicken wird

❌️ der Gutachter fragte mich welche Medikamente ich nehme und reagierte sehr unfreundlich, als ich erklärte dass ich ein Pflaster als ein Schmerzmittel verwende
er meinte dann, er sei hier der Arzt und ich muss ihm das nicht erklären was das ist.

❌️Mehrere Male hat er in den Fragebögen, die ich vorab ausfüllen musste zurückgeblättert, wegen verschiedenen Themen ..in diesem Zusammenhang sagte er "sie nehmen nichts gegen die Epilepsie" und ich wie es ihn darauf hin, dass das Medikament auch der Liste steht und dann sagt, er "ach das habe ich überlesen"
die gleichen erinnerungsglücken gab es immer wieder bei meiner Tochter mit Behinderung ...mehrmals musste ich ihn darauf aufmerksam machen, dass es sich um eine Tochter und nicht um einen Sohn handelt

❌️ am Ende der Begutachtung stand der Gutachter auf fuchtelte mit den Händen in der Luft während er wortwörtlich sagte
"da kommen Menschen nach 30, 40 Jahren und sagen sie wurden von Mitgliedern der katholischen Kirche missbraucht und zack bekommen die alle Zuwendungen und dann kommt eine Frau wie sie, die sich extra Hilfe vom Versorgungsamt holt und wird zu einem Gutachter geschickt und muss jahrelang kämpfen" ..
darauf sagte ich "entschuldigung aber ich bin nicht mit dem Versorgungsamt zum Sozialgericht, sondern gegen das Versorgungsamt ist der Rechtsstreit, weil die mir das Opferentschädigungsgesetz nicht gewähren wollen"
daraufhin verharrte er kurz, schaute kurz in meine Unterlagen und meinte dann "ach so dann muss ich das ganze noch mal genau durchlesen"

❌️ als ich nach der Begutachtung die Praxis verließ, wartete meine Familie im Hof der Praxis.
der Gutachter war unbemerkt durch irgendeinen Hintereingang auch in den Hof gelangt und stand nicht wirklich sichtbar hinter einer Hausmauer und hörte unserem Gespräch zu. Er ging kurz einen Schritt nach vorne und wich sofort zurück, als er merkte, dass ich ihn gesehen habe. Ca 5 Sekunden später ging er über die Straße zu einem Kaffee. holte sich ein Getränk und ging mit einem abfälligen Lächeln an uns vorbei zum offiziellen Praxiseingang

❌️ bei der körperlichen Untersuchung war eine Angestellte mit anwesend und der Gutachter meinte zu mir, ich solle mich bis auf Unterwäsche und Socken ausziehen. ich habe dann gesagt dass ich ungern BHs und Socken trage weil ich mich damit eingeschränkt, eingeengt und bedrängt fühle, aber dass ich einen Slip anhabe und unter dem Pullover immer ein Top und dass ich das hochschieben kann.
darauf meinte er "tja wenn man einen Termin bei einem Arzt hat, dann muss man halt mal über seinen Schatten springen und Unterwäsche anziehen.
aber vielleicht haben Sie heute was daraus gelernt und ziehen beim nächsten Arztbesuch Unterwäsche an".

❌️ der Gutachter hatte auch kein gesondertes Blatt für meine Angaben, sondern schrieb alle Angaben von mir, stichpunktartig als Notiz auf den Rand der Fragebögen, die ich vor der Begutachtung ausfüllen musste

❌️ der Gutachter bezeichnete mich als altersadäquat gekleidet aber dass ich vernachlässigt gewirkt habe

---- das äußere Erscheinungsbild des Gutachters:
* griesgrämiger und arroganter Gesichtsausdruck
* ungepflegter, mehrere Tage nicht rasierter Bart
* struppige verwirrte Haare
* ausgetretene Leder Herren Halbschuhe mit Schnürsenkeln
* ungebügeltes Hemd
* verschlissenes Sakko mit ausgefransten herunterhängenden Fäden
* sehr einschüchterndes, arrogantes und überhebliches verhalten

Wie gesagt die Fehler möchte ich jetzt nicht erwähnen, weil es einfach zu viel wird...nur eine ganz grober Fehler... ich wurde wie oben erwähnt, im Alter von 12 bis 14 Jahren missbraucht (Anmerkung ich bin jetzt über 50) und im Gutachten steht, ich wurde von 2012 bis 2014 missbraucht

Da ich seit dem Gerichtstermin, bei dem ich den Täter gesehen habe, immer wieder in depressive Schübe gerate, hat mich dieses falsche Gutachten sehr getriggert und ich war jetzt kurz davor aufzugeben, weil ich keine Kraft mehr gespürt habe.. aber meine Familie und meine Freunde sagen, sie unterstützen mich bei allem was ist, sogar wenn ich jetzt keinen Psychiater finde der eine Stellungnahme schreiben will und ich dann einen nehmen muss, den ich selber bezahlen muss, dass sie mich dann mit unterstützen

Aber dieser Gutachter ist für mich nicht neutral, sondern hat den Eindruck erweckt, dass er für die Gegenseite positiv schreibt damit die nicht in Leistungen gehen müssen. Das war ein wirklich schlimmer Tag und ich glaube, Menschen wie dieser Gutachter, wissen gar nicht, wenn einem schon etwas zugestoßen ist oder man krank ist, was sie einem mit solchen Angaben zusätzlich antun.

Danke fürs lesen.

Viele Grüße
Hallo mir ging es ähnlich. Du hast gute Chancen, da dieses Institut bekannt ist.
 

HerrX

Erfahrenes Mitglied
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9 Juni 2023
Beiträge
148
Hallo Catch me if you can,

dieses Institut wird vermutlich häufiger von Gerichten bestellt, aus welchem Grund also, hat ein Kläger gute Chancen.

Was ist denn aus deinem Gutachten geworden, mit welcher Begründung hat der Richter dein Gutachten einkassiert. Dieses könnte für alle sehr hilfreich sein.

MFG

 
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