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Gaststätte- Notausgang & co

cocco

Nutzer
Registriert seit
28 Aug. 2007
Beiträge
3
hallo ,
meine mutter hatte am freitag ein unfall...:eek:
sie wollte meinen sohn /14 jahre alt / in einer gaststätte, von billiard-spielen abholen.
sie war noch nie da,der haupteingang war nicht wirklich mit der fluchtweg-tür /nebentür/ zu unterescheiden. mein kind ging auch immer durch die neben tür rein.

sie ging rein,es war dunkel-hörte/musik/, dass geradeaus von ihr die gaststätte wohl ist, in der bestimmt nicht die kinder billiard spielen. links von ihr- schwach aber erkennbar-ein türrahmen.sie dachte: das ist der billiard-raum und in diesen türrahmen hängt auch eine tür!/ davon würde ich auch ausgehen/ - falsch gedacht! - sie streckt die hand raus /um die "tür" aufzumachen, zeitgleich macht sie wohl unbewusst ein schritt nach vorne und fällt mehrere stufen herunter -in den heizkeller....
sie hat sich mehrere male überschlagen und lag unbeweglich da, keiner hat ihre hilferufe gehört / die besitzer dachten,es wäre ein weinendes kind/. mein sohn entdeckte sie irgendwann und holte hilfe...
krankenwagen,notarzt - gott!kein mensch kann sich vorstellen, was sich da abgespielt hat...
sie kam ins krankenhaus- zwei lendenwirbel gebrochen und ein fersenbeinbruch. begleitet von unzähligen prellungen,wunden etc..
wie schmerzhaft /sie bekommt seit tagen morphin&co/ und böse es ist brauche ich es keinem zu erzählen...
sie ist operiert worden /an der wirbelsäule und bein/,einige eingriffe werden noch in den nächsten wochen vorgenommen.
mensch, sie leidet! -dafür gibt es keine worte!
meine frage ist: in wie weit können wir die gaststätte für diesen "unfall" verantwortlich machen?
wie gesagt, es ist ein "nebeneingang", der von innen als fluchtweg gekennzeichnet ist.
von außen ist es nicht erkennbar /von außen zu öffnen/ , was der eigentliche eingang ist /und wie gesagt: den kindern ist auch gesagt worden, daß sie durch diesen "eingang" gehen sollen/.
leute! meine mutter leidet
- und ich möchte nicht, dass es einem anderen passiert!
WAS SOLLEN WIR TUN ordnungsamt? polizei? krankenversicherung?anwalt?
bitte,bitte hilft uns...

cocco
 

seenixe

Super-Moderator
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31 Aug. 2006
Beiträge
7,924
Ort
Berlin
Hallo Cocco,

herzlich Willkommmen hier im Forum. Als erstes Deier Mutter die besten Wünsche zur Genesung.
Wenn ich ganz ehrlich bin, würde ich einen Anwalt hinzuziehen. Die Gewerbeaufsicht solltest Du schon informieren und die Frage ist, ob nicht auch die Polizei Ermittlungen hätte aufnehmen müssen.
Die Gaststätte ist schon für die ausreichende Beleuchtung der Fluchtwege usw. zuständig. Zur Beweissicherung wäre eben die Einschaltung der Polizei bei einem so schweren Unfall angeraten gewesen.

Hast Du Dich mit dem Inhaber der Gaststätte schon in Verbindung gesetzt? Er muß den Vorfall auch der Versicherung melden.

Gruß von der Seenixe
 

cocco

Nutzer
Registriert seit
28 Aug. 2007
Beiträge
3
hallo seenixe,
vielen dank für deine sehr schnelle antwort!
die polizei war nicht dabei, alle standen so unter schock,daß keiner daran gedacht hat.
ich habe heute morgen das ordnungsamt angerufen- es wird weitergeleitet an das bauamt und die feuerwehr. wann und was die herren machen werden, konnte man mir nicht beantworten.
einen anwalt werde ich auch aufsuchen.
den besitzer habe ich nicht gesprochen, welcher versicherung müsste er es melden? haftpflicht?

o gott.... ist das alles schrecklich!
gruss
cocco
 

BuggiV8

Nutzer
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Ort
Stuttgart
Hallo
Ich denke-glaube-schätze mal für den schaden wird die Haftplichtversicherung von dem Betreiber nicht aufkommen,da der Betreiber ja seine "Aufgaben" also das sichern der Türe und die beleuchtung nicht nach vorgaben erfüllt bzw.Installiert und gesichert hat.Er wird wohl für den Vorfall selber schadensersatz leisten müssen.Natürlich ist dies meine Persönliche meinung.Wobei ich hoffe das die HV dafür aufkommt.Aber nen Anwalt würde ich auch einschalten.Und würde auch nicht ewig warten bis etwas vom Amt kommt bzw. unternommen wird ,sondern würde auch den Anwalt damit beauftragen den Leuten vom Amt die Kaffetasse aus der Hand zunehmen und sich drum zu kümmern.

Alles Gute für deine Mama

PS:Korriegiert mich bitte wenn ich Falsch liege.
 

cocco

Nutzer
Registriert seit
28 Aug. 2007
Beiträge
3
und nun?

hallo!
meine mutter war insgesamt 7 wochen im krankenhaus, ist 2 mal operiert worden.
sie hat- so viel ich weiß 10 schrauben und platten im fuß. bekam auch ihren 1000€- schuh /*lach*/ und hilfsmittel für daheim /sie wohnt alleine/, macht krankengymnastik /zu hause/ und wird einmal in der woche zur kontrolle gefahren /krankenhaus/.
alles heilt ab- trotz allem hat sie gigantische schmerzen /fuß, wirbelsäule etc/.
mit dem schuh kann sie nicht lange laufen /es schwillt an/ und auch nicht raus gehen / durch die nässe und blätter rutscht sie ab/, mit dem rollstuhl kommt sie gar nicht fort /sie wohnt auf einem berg/ und irgendwie ist das alles zum kotzen! /sorry!/
ich helfe ihr, wie ich nur kann- aber auch meine kräfte gehen langsam zu ende/ habe selber einen bandscheibenvorfall und drei kinder/. ich habe bei der krankenkasse nachgefragt ob es die möglichkeit gibt für meine mutter eine "hilfe für den haushalt" zu organisieren- ja, mit pflegestufe I . hat sie eine chance es zu bekommen?was meint ihr?
meine mama hat auch ihren arzt nach einer reha gefragt- er meinte das gibt es nicht. stimmt es? kann es mir nicht vorstellen.
ich denke, es würde ihr sehr gut tun. nicht nur, dass sie lernen würde "wieder zu laufen" auch dass sie raus kommt und endlich etwas anderes zu sehen bekommt.
der unfall an sich ist auch in ihrem kopf nicht spurlos vorbei gelaufen. sie hat ängste, findet alles ungerecht und fühlt sich der situation völlig ausgeliefert.
die situation ist echt schwierig.

der gaststättenbetreiber / wo der unfall sich ereignete / will mit uns nicht reden. er möchte seine haftpflichtversicherung nicht angeben, fühlt sich unschuldig- dabei hat doch meine mutter die absolute "arschkarte" /sorry/ gezogen.
wohlbemerkt ist der ganze unfall auf seine schlamperei zurückzuführen- so sieht es auch die krankenkasse.
kann mir jemand ein paar tipps geben?
wäre nett

liebe grüsse
cocco
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
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31 Aug. 2006
Beiträge
7,924
Ort
Berlin
Hallo Cocco,

schön wieder von Dir zu hören, auch wenn der Anlass nicht so schön ist. Kopf hoch.
Ob eine Reha zum jetzigen Zeitpunkt schon das richtige ist, kann ich schlecht einschätzen. Dies hängt viel von der Beweglichkeit und den Erfolgsaussichten ab. Aber es gibt solche Reha-Einrichtungen, da liegt der Arzt etwas falsch.
Wenn sich Deine Mutter nicht richtig bewegen kann, auf ständige Hilfe angewiesen ist, dann sollte es zumindest geprüft werden, ob die Pflegestufe erreicht ist. Allerdings gibt es einen, der in der Haftung sein sollte, dafür aufzukommen. Was hat das Ordnungsamt ermittelt? Hast Du inzwischen einen Anwalt eingeschaltet? Ansonsten kann ich Dir nur dirgend raten dies jetzt zu tun. Du mußt den Inhaber in Verzug setzen. Also, wenn er die erste Schadensersatzklage, Forderung nach Schmerzensgeld, Pflegegeld usw. in den Händen hält, wird er wohl bereit werden, mit den notwendigen Informationen rauszurücken. Allerdings hat Deine Mutter immer ihn als konkreten Ansprechpartner. Vielleicht hat er ja gar keine entsprechende Versicherung, aber dann haftet er persönlich.

Gute Besserung für Deine Mutter.

Gruß von der Seenixe
 
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