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Frontalzusammenstoß mit Auto

puexler

Nutzer
Registriert seit
7 Juni 2008
Beiträge
2
Hallo,
mein Mann hatte gestern bei der Heimfahrt von der Arbeit einen Frontalzusammenstoß mit einem Auto welches aufeinmal auf seine Seite ausscherte. Er liegt jetzt im Krankenhaus mit einem gebrochenen Arm (wird am Montag operiert), Schürfwunden vom Gurt am Hals und am Becken, einem schweren Schleudertrauma und verschiedenen Prellungen. Das Auto hat einen Totalschaden. Handy, Brille, Dachbox, Fahrradträger alles kaputt, er hatte ein Riesenglück, beide Airbags wurden ausgelöst.
Was müssen wir jetzt beachten bei der Berufsgenossenschaft, bei der Regelung des Schadens etc. Ich möchte nichts falsch machen und freu mich über jeden Tip und Ratschlag der mir hilft aus diesem Chaos rauszukommen.
Danke
 

motorrad

Nutzer
Registriert seit
31 Mai 2008
Beiträge
1
Hallo
Das ist ja nicht schön. Aber es hört sich so an das ihr viel Glück hattet das nicht "mehr" passiert ist. Das darf man nie vergessen, das hilft einem in den Tiefs. (mir jedenfalls)

Ich würde zuerstmal zu einem Anwalt gehen. Der hilft einem überall. Vieles weiß man selber nicht genau. Gerade bei einem solchen Fall, Schuldfrage, Schadesnregulierung, usw

Gute Besserung an deinen Mann und viel erfolg bei der OP.
Dir viel erfolg bei chaos beseitigen, laß den Kopf nicht hängen.

Lieben Gruß
 

Hela

Nutzer
Registriert seit
31 Mai 2007
Beiträge
152
Hallo puexler,

dein Man hat wirklich ganz viel Glück gehabt. Mach dir keine Gedanken um die Gegenstände, die kaputt sind, die können alle ersetzt werden, außerdem wird dir die gegnerische Versicherung die entstandenen Sachschaden ersetzen.

Als erstes sollte der Arbeitgeber deines Mannes den Unfall bei BG anmelden und ihr einen Anwalt suchen, der wird übrigens auch von der gegnerischen Versicherung bezahlt (das alles unter Voraussetzung, dass dein Mann nicht Unfallverursacher ist).

Und der Rest, und das ist nicht wenig, nimmt dir Zeit und lese hier in Forum. Du kannst auch Suchbegriffe geben und gezielt nach Beiträgen suchen.

So allgemein, was man beachten muss, kann man ein Buch darüber schreiben. Und wenn du konkreten Fragen hast wirst du bestimmt hier Antworten bekommen.

Viele Grüße,
Hela
 

pussi

Erfahrenes Mitglied
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30 Apr. 2007
Beiträge
1,930
soweit mir bekannt ist, wird in der notaufnahme der unfall bereits als arbeitsunfall aufgenommen.
bt. darauf achten.

mfg
pussi
 

Speetwomen

Erfahrenes Mitglied
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7 Sep. 2006
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Hallo

Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum. Ja Dein Mann hat auch 1000 Schutzengel gehabt.

Wichitg ist das Du dafür sorgst, dass Ihr eine Kopie von sämtlichen Unterlagen bekommt auch von den Röntgenbildern. Ich hoffe sehr das man Deinen Mann durchs MRT geschoben hat, vorallem die Halswirbelsäule
Das ist sehr wichtig, denn wenn er irgendwann Probleme damit bekommt, hat er Beweise das dies vom Unfall kommt. Wenn das schon geschehen ist dann auch davon eine Kopie und diese ganzen Kopien nie aus den Händen geben. Schaut auch nach das alles im Unfallbericht vom Krankenhaus drin steht.

Krankenhäuser neigen gern dazu Schleudertrauma auf die leichte Schulter zu nehmen.
Mach den Arbeitgeber darauf aufmerksam das er die BG schleunigst davon Unterrichtet. Ein Anwalt nehmen ist das nächste. Es sollte ein Anwalt für Verkehrs und Sozialrecht sein und er sollte gut sein. Schmerzensgeld, Schadenersatz bekommt Dein Mann von der gegn. Versicherung und auch da sind die Krankenhausunterlagen sehr wichtig. Bestehe also darauf das Ihr Kopien von allem mitbekommt. Bei einem guten Anwalt könnt ihr nichts falsch machen. Wenn ihr eine Rechtschutzversicherung habt übernimmt diese erstmal die Anwaltskosten. Die holt sich das später von Vers. und BG zurück.
Frage sicherheitshalber nochmal im KH nach ob die auch wirklich über die BG abrechnen. Wurde Dein Mann oder Du gefragt welche BG für ihn zuständig ist?

Wenn nein dann mußt du unbedingt da angeben das die mit der BG abrechnen.

Wenn du noch weitere Fragen hast dann stehen wir gern zur Verfügung. Deinem Mann erstmal gute Besserung und viel Glück für die OP am Montag.

Liebe Grüße
 

puexler

Nutzer
Registriert seit
7 Juni 2008
Beiträge
2
Danke

Vielen lieben Dank für eure Antworten
Komme gerade vom Krankenhaus, die Hüftknochen werden jetzt langsam lila-schwarz von den Blutergüssen des Gurtes, nach einem halben Tag liegen wird der gute schon nervös und hat die Schnauze voll.
Das mit den Kopien werde ich gleich morgen weitergeben, das wir welche wollen. Am Montag wird dann der Rechtsanwalt gesucht.
Hab mir heute das Auto nochmal angeschaut mit den Kindern und haben noch einen Bügel der Brille gefunden, die Jungs tragen es mit Humor und haben als Neuwagen anstatt eines Opel Zafira einen Lamborgini vorgeschlagen. Ich glaube wir tragen es alle langsam mit Fassung. Die zerschnittene Jeanshose wird wohl in der Faschingskiste landen und uns jedes Jahr an die Schutzengel erinnern die an diesem Tag mitgeflogen sind. Der Polizist hat auch bestätigt, das er verdammtes Glück gehabt hat. Die Dachbox mit Fahrradständer wurde samt dem Dachträger 20 meter weit weggeschleudert, jetzt fall ich erst mal ins Bett und weiß wieder warum ein Hund im Haus gut ist wenn mal so alleine ist (die Jungs haben sich zur Oma abgeseilt zum Fußballschauen), dann kann ich jetzt wenigstens auf die gleichmäßigen Schnarcher meiner Beardie-Dame hören und es ist nicht so ruhig um mich rum.
Schönen Abend euch allen
 

joe280760

Nutzer
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9 Juni 2008
Beiträge
1
Frontalzusammenstoß

Hallo,

schön, daß es noch so viele Schutzengel auf der Welt gibt. Mein Frontalzusammenstoß fand am 12.02.08 14:20 Uhr auf dem Weg zum Kundentermin statt. Dabei erlitt ich einen schweren Trümmerbruch meines rechten Sprunggelenks (unteres und oberes), die 9 Einzelteile wurden meisterhaft mit 6 Titanschrauben zusammengefügt. Momentan gehe ich immer noch an Krücken, darf aber schon ca. 75 Kg belasten. Den Bluterguß am Becken hatte ich auch, auch einen blitzblauen linken Ellenbogen, Thoraxprellungen, Unterschenkelprellungen knapp unter den Knien. Mußte quasi wieder laufen lernen, war nicht so leicht. Mein Auto war ein Smart, hat sich wacker geschlagen (www.kfv-schweinfurt.de / Einsätze/ 12.02.08). Mein Unfallgegner hatte weder Zeit noch Fahrerlaubnis und wollte in einer Kurve noch 2 LKW überholen...die Idioten werden nicht alle.
Ich bin froh überlebt zu haben und nutze seitdem meine Zeit viel bewußter.
Was habe ich danach gemacht?
- Strafanzeige erstattet bei der Polizei (die kamen zu mir nach Hause)
- Anwalt für Verkehrsrecht engagiert
- Unfallanzeige an BG und Unfallversicherung (privat) gemacht
- Arbeitgeber informiert
- Beweise gesichert (beschädigte Sachen, Klinikbefunde in Kopie...)
- dem Unfallgegner Kontaktverbot erteilt, weil er versucht hat, ärztliche Befunde auszuspionieren, auch sonst würde ich nur über den Anwalt kommunizieren (z.B. auch mit der gegnerischen Versicherung)

Ansonsten muß man trotzdem das Beste daraus machen und positiv denken. Deinem Mann wünsche ich von Herzen gute Genesung und Euch, daß Euch solche Erfahrungen künftig erspart bleiben.

Viele Grüße

Jochen:)
 
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