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Frontalaufprall

Unklar

Neues Mitglied
Registriert seit
18 Sep. 2019
Beiträge
12
Hallo Zusammen,
Nur kurz zu meinem Unfall. Mir ist ein Auto vom Gegenverkehr frontal reingefahren. Ich habe es zwar gesehen konnte nicht ausweichen. Mein Auto hatte kein Air BAG da Golf 2. HWS BWS LWS und blaue Kniescheiben. Aufgewacht bin ich als ich den Aufprall im Gurt gespürt habe. Totalschaden. Erst als die Polizei da war, habe ich die Schmerzen in den Knien gespürt und beim Arzt ca 2h später kamen die schrecklichen Schmerzen im Kopf und Hals. Unfall war Februar 2018. MRT ergab nur protrusionen. Der Physiotherapeut hat aber mehrere Instabilitäten festgestellt. Seitdem habe ich immer wieder Schmerzen. War aber nur 4 Wochen nach dem Unfall krankgeschrieben. Da ich mich versucht habe durchzubeisen und jeder Arzt meint dass ein Frontalunfall nicht so schlimm sein. Selbiges meint die gegnerische Versicherung. Meine Anwältin scheint eher eine Verwalterin zu sein. Vorschläge was ich machen kann, welcher Arzt etc gibt es nicht von ihr. Sie meinte nun dass mir ein Arzt bestätigen muss dass das vom Unfall kommt. Probleme mit der LWS hatte ich davor schon. Die waren aber lange nicht in diesem Ausmaß. Mit der HWS und BWS hatte ich nie Probleme. Seit dem Unfall kann ich nicht mehr beim Klettern sichern. Mittlerweile(halbes Jahr) habe ich auch starke Schmerzen im Bein. Das ISG war komplett blockiert. Habe Spritze bekommen. Dafür ist der Unfall direkt nicht verantwortlich ist. Ich denke eher dass ich eine Schonhaltung eingenommen habe.
Da die Schmerzen immer schlimmer wurden und ich kaum mehr laufen konnte, bin ich in eine Schmerzklinik und anschließend AHB. Alle sagen dass das nicht erklärbar sei. Kann nicht vom Unfall kommen etc.
Doch genau die Schmerzen die ich nach dem Unfall hatte kommen immer wieder. Mal die LWS mal HWS und BWS. Ich habe so viel versucht. Wieder mit Yoga angefangen, Brustschwimmen Übungen vom Physiotherapeuten. Habe 7 Osteopathie, Heilpraktiker und ca 40 Physiotherapien hinter mir. Ich weiß nicht mehr weiter. Kein Arzt schaut sich den genauen Unfallhergang an. Ich habe zu dem anderen Autofahrer geschaut. Meine Brille lag im linken Kasten der Türe. Schleudertrauma nach 6 Wochen ausgeheilt? Was ist mit den Folgen die man anscheinend nicht im MRT sieht? Warum kann mir niemand helfen? Die Reha hat mich gesund entlassen.
 
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Gsxr1983

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Was für MRT aufnahmen wurden bisher gemacht?

Was sagt der Physio zu deiner Muskulatur? Hartspan, verhärtet wenn ja wo?

Benutzt du wärmepflaster, wärmflasche oder anderer Salben?

Machst du Locjerungs übungen oder gehst schwimmen?

Spezifiziere deine Schmerzen! Wo, wann und wie?
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
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Hallo,

Herzlich willkommen im Forum.

Es tut mir leid, dass es dir immer noch so schlecht geht. Nutze Mal die Suchfunktion im Forum, da wirst du viele Beiträge zu instabiler Halswirbelsäule finden. Die Ärzte in Deutschland kennen sich damit oft nicht aus.

Hier Mal ein paar Links:

QUEBEC-Klassifikation

Karina's instabile Halswirbelsäule und Ehlers-Danlos-Syndrom - Karina's Cervical Spine Instability and Ehlers-Danlos Syndrome

Ganz wichtig für dich: du bildest dir das Ganze nicht ein, sondern bist bisher Ann die falschen Ärzte und Therapeuten geraten.

Wenn du Fragen hast: wir helfen gerne weiter...

Viele Grüße

Rudinchen
 
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HWS-Schaden

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Hallo Unklar, willkommen im Forum.

Zunächst eine Bitte: Könntest du Ansätze in deine weiteren Texte einbauen, damit sie leichter zu lesen sind?

Ich habe einige Fragen:
Wie lange ist dein Unfall her?
Wurden die MRT von C0 abwärts gemacht oder von C3 abwärts? Du findest die Angaben auf den Berichten zu den MRT.
Wurdest du neurologisch untersucht?
Hattest du eine Beule oder sichtbare Verletzung am Kopf?
Hast du alle Patientenunterlagen?

War es ein Privatunfall oder ein Wegeunfall?
Hast du eine private Unfallversicherung?
Hast du eine Rechtsschutzversicherung?

Ich empfehle, in eine der 5 Privatpraxen Radiologie zu gehen, die ein Upright-MRT anbieten.
https://www.upright-mrt.de/
In Hannover habe ich gute Erfahrungen gemacht. Wenn du die Stadt ausgesucht hast, findest du auf der Seite der gewählten Praxis einige Infos wie zum Beispiel zu den Kosten, deine Fragen werden auch telefonisch beantwortet.

Die Kostenübernahme kannst du beantragen, viel Hoffnung auf Übernahme mache ich dir nicht.

Ein Problem ist, dass die Zeit für den Versicherer spielt. Je länger bestimmte Schäden zurückliegen, desto schwieriger ist nachweisbar, dass sie unfallkausal sind. Deswegen meine Frage, wann der Unfall war.

Gute Besserung!

LG

P.S. Wenn du ungefähr die Region angibst, in der du wohnst (Bundesland, PLZ-Bereich o.ä.), können vielleicht Tipps für Ärzte gegeben werden, allerdings nicht öffentlich (siehe Sponsor oben auf der Startseite). Auch bzgl. der Tipps mache ich dir keine großen Hoffnungen, es ist sehr schwierig, überhaupt einen Arzt zu finden, der sich auskennt oder auskennen will.
 
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Sekundant

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hallo,

zum unfallgeschehen ist nur eine frontalkollision beschrieben, das ist ein weites feld an konstellationen. allerdings scheint ja auch eine, wenn auch kurze, bewusstseinsstörung vorgelegen zu haben, was schon einmal ein neurologisch auffälliges defizit ist.

Alle sagen dass das nicht erklärbar sei. Kann nicht vom Unfall kommen etc.
wenn nicht gerade in schrittgeschwindigkeit gefahren wurde (vorsicht: ironie), liegt nach meiner erfahrung ein möglicher grund für das abwehren in einer schon von anfang an unzureichenden behandlung. nun will niemand mehr an die sache ran. daher auch meine überzeugung aus dieser feststellung

es ist sehr schwierig, überhaupt einen Arzt zu finden, der sich auskennt oder auskennen will
wichtige frage: welche radiologischen und neurologischen befunde wurden überhaupt veranlasst? welches ergebnis ergab sich daraus?

dringend zu raten wäre, von allen behandlern (ärzten, kliniken) sämtliche patientenunterlagen inkl bilder, berichte und schreiben an dritte (versicherung des unfallgegners, leistungsträger) anzufordern. diese solltest du genauestens studieren und bei bedarf hier weiter nachfragen.


gruss

Sekundant
 

Rekobär

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Hallo Unklar,

@Sekundant hat Dir ja schon ein bisschen zum Thema Frontalkollission geschrieben. Nun noch ein bisschen dazu von mir.

Bei einer Frontalkollision addieren sich die Geschwindigkeiten beider Fahrzeuge. Dann kommt es auf die Überdeckung, die Karosseriesteifigkeit beider Fahrzeuge und natürlich das Gewichtsverhältnis beider Fahrzeuge zueinander an.

Auch die Sitzposition und die Sitzhaltung spielen eine Rolle bei der Insassenbewegung und Krafteinwirkung auf den Körper.

Wie hoch die Kollisionsgeschwindigkeit beider Fahrzeuge war, lässt sich anhand der Frontalbeschädigungen und der Endstellung beider Fahrzeuge gut eingrenzen.

Daraus ergeben sich dann die Beschleunigungswerte und letztendlich die Kraftberechnung in Abhängigkeit des Kopf- und Körpergewichtes.

Um es gleich vorweg zu sagen, solch eine Voranlayse ist etwas aufwendiger, als manch anderes. Je genauer die Voranalyse, desto kleiner die Fehlerquote.

Herzliche Grüße aus dem sonnigen und heißen Marrakesch vom RekoBär :)
 

Unklar

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Oh das sind aber viele Fragen und Anregungen.
Vielen Dank erstmal!
Um alle Fragen zu beantworten benötige ich ein bisschen Zeit.

Der Unfall war Anfang 2018.

Nach dem Unfall wurde ein MRT der BWS und HWS gemacht. Bandscheibenprotrusion C3 - C6 und Th5/6. Auf der MRT CD steht HWS nativ. Wo ich herauslesen kann ob von C0 abwärts kann ich auf dem Bericht nicht erkennen.

LWS MRT vor 6wochen. Bandscheibenprotrusion L5/S1.
Nach dem Unfall hatte ich so ein starkes Druckgefühl in der LWS. Hatte ich vorher nicht. Es wurde schlimmer umso später der Tag wurde.
Wenn mein Physiotherapeut dort reingedrückt hat war es ein stechender Schmerz.
Der Physiotherapeut hat mich in der LWS eingedreht und ich musste Gegendruck ausüben. Alles wunderbar.
Nach einigen Therapien war ich schmerzfrei. Jedoch kommen die Schmerzen immer wieder zurück wenn ich ein paar Wochen keine Physiotherapie habe. Und genau das verstehe ich nicht.

Da ich ja viele verschiedene Baustellen habe die immer wieder kommen, müsste man wohl vom kompletten Rücken ein upright MRT machen. Verstehe ich das richtig?

Grüsse von unklar an Alle
 

Unklar

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@Rekobär kann man denn so ein Gutachten im nachhinein machen?
Kann man so etwas nach Aktenlage beurteilen? Der Gutachter muss sich doch die Begebenheiten vor Ort anschauen oder?
 

Rekobär

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Hallo Unklar,

ich mache solch ein Gutachten überwiegend im Nachhinein, auch noch Jahre später. Im Gegensatz zu den anderen Kollegen fahre ich aber grundsätzlich zur Unfallstelle, egal, wo sie sich befindet. Das hat übrigens den angenehmen Nebeneffekt, dass ich Gegenden kennen lerne, die ich ansonstes wahrscheinlich nie besucht hätte.

Voraussetzung ist allerdings, dass es ein paar Fotos von den beteiligten Fahrzeugen und möglichst noch von der Endstellung am Unfallort gibt.

Bin schließlich kein Hellseher.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

Unklar

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Die Unfallbilder gibt es.
Eine Begutachtung der Unfallstelle sollte in meinem Fall schon geschehen um sich ein klares Bild zu verschaffen.
Ich als Laie schätze das ganze echt knifflig ein. Die Schuldfrage ist nicht das Problem, sondern die Auswirkungen auf meine Wirbelsäule und Körper.
Viele Grüße Unklar
 

Kasandra

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Nur kurz zu meinem Unfall. Mir ist ein Auto vom Gegenverkehr frontal reingefahren.
Hallo Unklar,

ist dieses bereits gerichtlich anerkannt und aktenkundlich, damit Du Schmerzensgeldansprüche hast und IST der UNFALLGEGNER bereits verurteilt worden?

Wenn ja, zu 100 % und wie ist das Strafmaß`?

Welche Gutachten wurden bereit erstellt? Durch welche Auftraggeber und mit welchem Ergebnis?

Viele Grüße

Kasandra
 

Rekobär

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Hallo Unklar,

ich liebe knifflig. Also, wenn Fotos zur Verfügung stehen, sollte es kein Problem sein.

Herzliche Grüße aus dem heißen und sonnigen Marokko vom RekoBär :)

PS: Morgen geht es wieder zurück nach Berlin.
 
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