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Frauennetzwerke auch für behinderte Frauen

JoachimD.

Nutzer
Registriert seit
21 Feb. 2007
Beiträge
1,736
Ort
Schwarzwald
Guten Tag,

ich habe kürzlich etwas über so genannte Frauennetzwerke gelesen natürlich gibt es
solche Netzwerke für Frauen für fast alle Ideologien sowie Bundesweit inclusive Nachbarländer usw.
Kürzlich habe ich gelesen das es auch eines für behinderte Frauen gibt!
Ich weis nicht ob die Meisten Frauen schon längst..... für den Rest.

http://www.netzwerkfrauen-bayern.de/

http://www.gleichstellung-bayern.de/index.asp?naviid={D3EBEACE-1388-4AB7-B773-3E28838144D5}
http://katalog.meinestadt.de/bayern/katl/100-136329-1954-22856
http://portal.uni-freiburg.de/idea/Studentinnen/Studentinnenlinks/Frauennetzwerke/

Mich würde einmal interessieren was ihr Frauen davon haltet? Würde mich einmal über ein /zwei Zeilen freuen!

Viele Grüße
Joachim
 

Kasandra

Sponsor
Registriert seit
28 Sep. 2006
Beiträge
8,024
Ort
Irgendwo im Nirgendwo
Hallo Joachim,

ich persönlich habe mich noch nie mit Frauennetzwerken beschäftigt.
Grundsätzlich bin ich der Meinung - es sollte alles geschlechtsspezifisch -
gemischt sein. Erst die Mischung gibt die Würze.

Es gibt sicherlich viel pro und kontra.

- warum müssen sich Frauen exklusiv zusammen schließen? Sind sie grundsätzlich zu schwach allein etwas durchzusetzen?

- fühlt man sich beim gleichen Geschlecht besser verstanden und aufgehoben?

Waren jetzt nur mal so spontane Gedanken bei mir...

Vielleicht, wenn ich mal Zeit und Lust habe beschäftige ich mich etwas mit dieser Thematik, ist mal eine neue Idee.

Bin nun gespannt, wie Du, was andere Userinen hier schreiben-

Kasandra
 

wurzlpurzl

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Beiträge
687
Hallo,
ich als Frau halte von solchen Netzwerken nicht viel. Bei uns in der Firma gab es auch ein Frauennetzwerk, und ich kannte Frauen, die da hin sind. Meist richten sich diese Frauennetzwerke an Frauen, die Familie haben. Man bekommt dann Tips, weil man z.B. als Mutter schon benachteiligt ist. Aber vor allem dienen solche Neztwerke Kontakte zu schliessen, um vielleicht über Vitamin B - eine kennt eine andere, die wiederum eine kennt...., an einen guten Job zu kommen.
Ich denke schon, dass eine behinderte Mutter und Ehefrau, Nachteile hat, vor allem wenn sie dann noch arbeiten will Erstens gibt es Vorurteile, und zweitens braucht sie quasi einen doppelten Nachteilsausgleich, den es sowieso in der Praxis nicht gibt. Und wenn jemand überfordert ist, hilft es schon unter Gleichgesinnten sich auszutauschen. Ich kenne eine behinderte Mutter, die auf grund ihrer erblichen Behinderung ein behindertes Kind hat. Sie ist überall sehr benachteiligt. Aber ob da ein Netzwerk hilft
 

Buffy07

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875
Hallo wurzlpurzl und Kassandra,

ich finde auch das Netzwerke für alle da sein sollten unabhänig vom Geschlecht. Wer behindert ist ob Mann und Frau macht die gleichen Erfahrungen, da braucht man doch nur hier im Forum zu lesen. Jeder macht fast die gleichen Erfahrungen mit DRV, BG, Versicherungen und GA. Alle UO haben mit diesen Intituionen die gleichen Probleme. :mad: :eek:
Darum sollten alle UO ob Mann oder Frau sich miteinander solidarisch erklären, nach dem Motto>> zusammen sind wir Stark und helfen uns gemeinsam<<<.
Das ist m.E das richtige Netzwerk:):)
Gruß Buffy07
 

bln_ib

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Hallo allerseits,

na da bin ich ja dann mal anderer Meinung :D kommt wahrscheinlich weil ich selbst ehrenamtlich für und mit solch Frauen arbeite :p.

Ich bin sehr gern mit allen zusammen finde es aber gut und richtig das es diese Räume gibt. Es gibt schließlich nur eine indirekte Gleichberechtigung in Deutschland. Das fängt bei den Gehältern an und hört nirgendwo auf. Es gab mal eine annähernde in Ostdeutschland die ist aber mit der Wende gefallen, den wer geht zuerst wenn beide im selben Betrieb arbeiten - na ... logisch der weniger Lohn oder Gehalt hat also zumeist die Frau.

Wo können Frauen sich darüber austauschen oder über andere Themen auch spezifisch auf die Behinderung bezogen? Logisch in Frauenräumen. Das heißt jedoch nicht das man nicht noch woanders unterwegs ist oder sich total abschottet ... wird dann häufig gedacht.

Wie sieht es mit Frauenhäusern aus, sollten sie auch gleichgeschlechtlich besetzt sein :confused:? Finde ich nicht, schließlich kommen die Frauen aus Gewalterfahrungen und wollen erstmal unter sich sein.

Das bedeutet das das UO sich nicht gemeinsam helfen und solitarisch zueinander stehen, ich finde das sind zwei verschiedene paar Stiefel.

So das nur am Rande ein paar kleine Einführungen meinerseits :cool:
viele Grüße
 

JoachimD.

Nutzer
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Schwarzwald
Hallo bln_ib,

Du sprichst von Gleichberechtigung! ich weis nicht ob ich da falsch liege aber nicht wenige Frauen arbeiten in 400 Euro - Jobs! Bedingt durch Kinder usw..
Ich nehme an das da eine ziemlich große Altersarmut u.a. auf die Frauen zukommt! Wie seht ihr als Frauen dies?

Viele Grüße
Joachim
 

bln_ib

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Hallo Joachim,

so ziemlich wie du es beschreibst, natürlich trifft es nicht alle. Aber nehmen wir mal eine Frau die mit 14 angefangen hat zu arbeiten und nun mit 60 in Rente geht.
Diese hat 46 Jahre gearbeitet, hat zwei Kinder großgezogen und das im Ostteil Deutschlands. Nun gab es zu dieser Zeit noch keine Freistellung von der Arbeit oder einen umfassenden Mutterschutz, dieser wurde erst später eingeführt nach 1973 ;).
Sie war aber trotzdem der Meinung wenigstens ein halbes Jahr (endschuldigt aber unentgolten und deshalb nicht rentenberechtigt) zu Hause zu bleiben :eek: und nicht gleich wieder von Montag bis (damals noch) Samstag zu arbeiten.

Dies ihr ganzes Leben Vollzeit und nun geht sie zwar mit Bergaarbeiterrente aber vorzeitig - nach 46 Jahren - in Rente. Was geschieht? Als erstes OST heißt eingezahlt, nach den damalig geltenden Recht und Gehältern oder Löhnen. Dann mit Abzüge der unentgeldlichen Fehlzeiten auf Grund Mutterschaft. Dann nochmals Abzug weil schon mit 60ig in Rente und nochmals Abzug da zwar ab 14 voll gearbeitet aber erst ab 17 zählt!

Nun kannst du dir ausrechnen was die Frau erhält, obwohl sie nach der Wende bis zum Schluß in der Geschäftsführung eines Betriebes des Bundesamtes für Umwelt gearbeitet hat ... knappe 600 Euro :eek: für 46 Jahre VOLLZEIT!
Dies auch nur da sie ja noch den Zuschuß aus der Bergarbeiterrente bezieht.

Noch dazu kommt ihre Gesundheit lässt stark zu wünschen übrig, sie kann kaum noch laufen - zögert seit Ostzeiten notwendige Hüftoperationen vor sich hin.

Das ist ein Fall den ich sehr gut kenne und wo ich gerade mit der DRV und der Bundesknappschaft brieflich mit unterstützend getritten habe.

Hoffe das klärt ein wenig ... es gibt natürlich auch Frauen die besser dastehen.
Zumeist sind dies aber keine Frauen aus der ehemaligen DDR die voll gearbeitet haben und gleichzeitig Kinder großgezogen und noch ehrenamtlich in Vereinen gearbeitet haben.
Auch im Westteil unseres Landes gibt es sehr viele ähnliche Fälle zumal da, kenne ich auch persönlich, am Anfang noch die Frauen eine Erlaubnis des Ehegatten benötigten um selbst arbeiten gehen zu DÜRFEN! Was geschieht die Frau hat eine gute Ausbildung, hat ein Kind und geht in die Sozialhilfe aus der sie sehr schwer wieder herauskommt. Erst recht nicht nach Scheidung. Endlich mit knapp 40 kann sie mit arbeiten beginnen, sie hat zwar schon eine Ausbildung aber auch diese zählt nun nicht mehr. Auch hier die Regel ab 17! Damals haben aber häufig die Lehren schon mit 14 begonnen man kann sich also ausrechenen das hier viel verloren geht.

Selbst bei mir fallen Ausbildungszeiten weg und ein Jahr in welchem ich bereits in die Rentenkasse eingezahlt habe noch dazu. Da im Ostteil Deutschlands zu meiner Zeit bereits für Abiturzeiten in die Rentenkasse eingezahlt wurde damit sich auch Jugendliche für den Weg des Studiums oder wenigstens Abitur entschieden.

So das war diesmal etwas sehr ausführlich :D
viele Grüße
 
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