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Frau am Darm statt am Bein operiert

Pit13

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8 Nov. 2007
Beiträge
1,724
Ort
zu Hause
Münchberg/Hof (DPA)

In einer Klinik im bayerischen Münchberg ist eine 78-jährige Frau versehentlich am Darm statt am Bein operiert worden. Wie die Staatsanwaltschaft Hof gestern mitteilte, wurden Ermittlungen wegen eines Kunstfehlers aufgenommen. Möglicherweise handelt es sich um fahrlässige Körperverletzung. Entsprechende Beweismittel seien sichergestellt worden.

Ich fasse es nicht!

Mfg

Pit
 

Pharao50

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3 Sep. 2006
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403
Antwort

Hallo ,

habe folgenden Bericht dazu gefunden:

In einer Klinik im bayerischen Münchberg ist eine 78 Jahre alte Frau versehentlich am Darm statt am Bein operiert worden. Wie die Staatsanwaltschaft Hof gestern mitteilte, wurden inzwischen Ermittlungen wegen eines Kunstfehlers aufgenommen. Die Behörde bestätigte damit einen Bericht der ,, Frankenpost ". Möglicherweise handele es sich um fahrlässige Körperverletzung. Entsprechende Beweismittel seien sichergestellt worden.

Die Rentnerin , der am 29. Februar fälschlicherweise ein künstlicher Darmausgang gelegt wurde, sei offensichtlich Opfer einer Verwechslung geworden, schreibt das Blatt. Das betreffende Op-Team sei unmittelbar danach vom Dienst freigestellt worden. Nach Information der ,, Frankenpost"
sind darunter zwei Chefärzte. Die Klinik bedaure die Verwechslung sehr, teilte der Vorstand des Krankenhauses auf Anfrage mit. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Vorfalles sei reagiert worden. Die Patientin und deren Angehörige sowie die zuständigen Behörden seien umfassend informiert worden.

MFG Pharao50
 

Ariel

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23 März 2007
Beiträge
2,698
HalloPharao50,

erschütternd an der Sache ist, dass es als mögliche fahrlässige Körperverletzung genannt wird.
Bedauerlich, dass es (irgend) eine Rentnerin war und nicht des Chefarztes Mutter selbst betraf. Aber in solchem Fall wäre das sicher nicht passiert!

Was ist bloß los in unseren Kliniken?

Gruß Ariel
 

Pharao50

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Antwort

Hallo Ariel,

das frage ich mich auch immer , was in unseren Kliniken los ist.

Mir wollten sie in meiner zweiten OP das linke Knie operieren.
Falls ich aufwache und mein linkes Knie ist operiert , werde ich sie verklagen, war mein Kommentar dazu.

Der Arzt schaute noch mal in meinen Papieren nach und es stand wirklich das Linke Knie in den Papieren.

Nein, wenn es die Mutter eines Arztes gewesen wäre , wäre das bestimmt nicht passiert. Da hast Du recht.
Wir sind ja nur noch Nummern und keine Menschen mehr.


MFG Pharao50
 

Hela

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152
Wir sind ja nur noch Nummern und keine Menschen mehr.
Ich finde es fast besser, dass man solche Horror-Geschichten nicht liest.
Ich hatte vor meine OP echt Albträume, dass die bei mir die „falsche“ Schulter operieren.
Und als ich aufgewacht bin, habe ich tatsächlich zuerst geprüft, wo der Verband ist.
Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn die Neugeborene vertauscht werden und man erfährt es Monate oder Jahre später!
 

schoschony

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Chirurgie ist eben auch nur ein Handwerk. Leider sind die Chirurgen häufig keine ausgebildeten Handwerker sondern verbildete Akademiker, die meistens nicht mal wissen, dass Links dort ist, wo der Daumen rechts ist.
Und während Handwerker für ihre Fehler gerade stehen müssen, werden medizinsche Akademiker von weltfremden und akademischen Richtern in Schutz genommen.
 

seenixe

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7,865
Ort
Berlin
Hallo Hella,
bei mir hier wurden immer Kreuze auf das betroffene Körperteil gemacht. Die Kinder werden und wurden trotz Armbändchen usw vertauscht. Alles kein Problem, Fehler passieren immer wieder, aber es kommt auf die Schlußfolgerungen an, die daraus gezogen werden. Vertuscht man oder gibt man zu. Der Beitrag von schoschny dagegen bringt eher das Forum in Verruf. Werden doch hier einfach Aussagen pauschalisiert, die er/sie nicht beweisen kann. Ich kenne Chirurgen, die Ihre Arbeit ernst nehmen und viele Jahre dafür studiert haben und auch ihr Handwerk beherrschen und auch für Ihre Fehler gerade stehen. Ich mag solche pauschalen Urteile ohne Kenntnis der Hintergründe überhaupt nicht. Weißt Du, weshalb es dazu gekomen ist? Vielleicht waren die Ärzte bereits 70 Stunden im Dienst, ihnen Böswilligkeit oder "Verbildung" vorzuwerfen ist schon relativ hart.
Aber wie war das mit dem Irren


Gruß von der Seenixe
 

Pharao50

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403
Antwort

Hallo,

man kann aber nicht alle Ärzte über einen Kamm scheren.

Ja, es passieren Fehler und die Ärzte müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Nur es gibt auch gute Ärzte. Ich habe jetzt einen guten gefunden.
Er hat für mich mit meiner BG gestritten, dass ich meine 6 und 7 OP bezahlt bekomme. Die 6 habe ich ja schon hinter mir und habe festgestellt, dass die OP gut ist.

Bei mir wird Schadenbegrenzung gemacht.

MFG Pharao50
 
Zuletzt bearbeitet:

Tine64

Neues Mitglied
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17
Ohne Frage- für die betreffenden Patienten oder ihre Angehörigen ist es mehr als schlimm und meistens auch nicht so ohne Weiteres wieder gut zu machen, wenn ärztliche Kunstfehler ( oder Fehler des Pflegegepersonals) passieren. Aber man sollte bei aller Betroffenheit auch einmal die Hintergründe betrachten. Künstlich erzeugter Pflegenotstand durch Stellenabbau, total überfordertes ärztliches- und Pflegepersonal und nicht zuletzt bürokratischer Irrsinn, der überhand nimmt- durch unsinnige Zertifizierung der Krankenhäuser und Arztpraxen, so daß das Personal eigentlich schon zeitlich nur mit dem Schriftverkehr ausgelastet wäre. Ständige abgebliche Neuerungen, die eigentlich sinnlos sind anstatt bewährte Abläufe zum sicheren Alltag werden zu lassen und dem Patienten das Gefühl zu geben, er ist in dem betreffenden Krankenhaus gut aufgehoben, weil das Personal routiniert arbeitet. Menschen sind keine Maschinen und auch Ärzte, Schwestern und Pfleger kommen bei aller Motivation einmal an ihre Grenzen. Von dieser Einsicht hat zwar die Patientin wenig, die fälschlicherweise einen künstlichen Darmausgang erhalten hat, aber das betreffende OP-Team hat bestimmt nicht mit Vorsatz gehandelt.
 

Hela

Nutzer
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31 Mai 2007
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152
Hallo Seenixe,

es ist erst paar Tage her, dass die Ärzte meinen, die Fehler in der Zukunft zugeben zu müssen.
Klasse, schade für die alle die bis jetzt nicht zugegeben worden sind und man nichts daraus gelernt hat. Wir haben auch darüber gepostet.
Ich teile deine Meinung, dass es auf die Schlussfolgerungen ankommt und darüber habe ich bereits geschrieben, dass ich hoffe, dass die Ärzte auch den zweiten Schritt machen „aus Fehler lernen“. Natürlich können die Fehler nicht vermieden werden, aber es müssen auch nicht immer wieder gleiche Fehler passieren.
Ich teile auch deine Meinung, was das Generalisieren betrifft. Aber ich denke, dass die Beiträge, wie dieser Beitrag von schoschny das Forum nicht in Verruf bringen weil es immer Leute gibt, die dazu auch andere Meinung haben. Dieses Forum hat nicht den Level von „pauschal Aussagen“.
Übrigens, die Idee mit den Kreuzen ist gut :)
Ich hatte letztes Jahr 3 OPs, wurde von zwei Chirurgen operiert und die beiden fand ich Klasse, die haben tolle Arbeit geleistet, trotzdem hatte ich bei der letzten OP diese Angst, dass die Schulter vertauscht werden können…

Viele Grüße,
Hela
 

schoschony

Gesperrtes Mitglied
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22 Feb. 2008
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Der Beitrag von schoschny dagegen bringt eher das Forum in Verruf. Werden doch hier einfach Aussagen pauschalisiert, die er/sie nicht beweisen kann.
Wenn du einen mal auf dem Kieker hast, lässt du ihn nicht mehr in Ruhe.

Ich pauschaliere nicht. In einem Thread über ärztliche Kunstfehler schreibe ich, warum es zu diesen kommen kann. Was ich auch aufgrund eigener Erfahrungen beweisen könnte. Sogar mit Röntgenaufnahmen.
In einem Thread über ärztliches Können, würde ich über positive Erlebnisse schreiben. Aber das ist nunmal ein Thread über einen ärztlichen Kunstfehler.

Also lass gefälligst diese schrägen Anmachen ...seenixe!
 
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