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Finanz-Beirat fordert Hartz IV Arbeitszwang

moni1969

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
176
Alter
51
Ort
Berlin
Hallo,

wieder neue Nachrichten...und nur schlechte!
Hier der Link:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e19aaf0e9c206.php


Ich frag mich nur, was machen die Unfallopfer dann?:confused:

Bzw. die, die nicht mehr arbeiten können, aus gesundheitlichen Gründen. Die gehen dann zur Zwangsarbeit und brechen zusammen. Da fehlt doch nur noch die Ketten und die Kugel:(:mad:
Da sollte man vorher nur eine gute Rechtschutzversicherung abschließen, damit man die Arge verklagen kann!

Oh Je, wo führt das alles noch hin!
Schönen Abend noch
moni
 

j_e_n_s

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Feb. 2007
Beiträge
1,329
Ort
Sachsen
Hallo moni,

ich denke mal, dass zielt auf eine andere Gruppe ab.

Vorige Woche in der ARD bei Anne Will wurde dieses Thema diskutiert. Eine Reporterin, die Hartz-IV Bezieher einige Male begleitete, konnte aufzeigen, dass sich manche in der Arbeitslosigkeit einrichten, die eigentlich arbeiten könnten.

Ich geh auch voll arbeiten, für EUR 800,00 im Monat. Mit ALG II und den ergänzenden Hilfen hätte ich annähernd das gleiche Geld, müsste morgens nicht aufstehen, keine Fahrkarte kaufen um auf Arbeit zu kommen, Rundfunkgebührenbefreiung...

Teilweise finde ich den Anstoß schon richtig, kommt im Einzelfall aber immer auf die jeweiligen Bedingungen an. Vielleicht kommt dadurch wirklich bei dem einen oder anderen ALG II-Bezieher der Gedanke auf, dass er dann eigentlich für etwas mehr Geld doch sich selbst ne Arbeit suchen könne.

Muss nun auf Arbeit, bis später

Gruß Jens
 

Rexibaer

Mitglied
Registriert seit
8 Apr. 2008
Beiträge
65
Hallo miteinander,es ist immer der feine unterschied, kann ich nicht oder will ich nicht. Jeder wird irgendwann schon mal zu diesem Thema diskussionen gehabt haben (und seine persönlichen Erlebnisse!).
Bei vielen muß man sagen das sie sich ihre Rechte erarbeitet haben, sprich jahrzehntelang eingezahlt.
Was spricht theoretisch dagegen das wenn jemand von der Gemeinschaft lebt, dieser auch etwas zurückgibt?
Was hier Staatlicherseits geplant ist, läuft wie die 1 Eurojobs und die Zuzahlung bei Geringverdienern nur auf die Vernichtung von Regulären Arbeitsplätzen hinaus.
Hier wie bei den vorhergehenden Maßnahmen muß man unseren Politikern einen Guten Rat geben. Lasst besser die Finger davon, denn fasst alles was ihr in letzter Zeit "Reformiert" habt, hat nichts getaugt.

Rexibaer
 

maja

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
1,262
Hi!

"Arbeitszwang"?
Das ist doch nicht neu und eigentlich schon Praxis.

Eine Bekannte von mir bekommt Hartz und ständig
neue 1 Euro jobs zugewiesen.
Das freut sie ja auch manchmal-wenn sie den Job gesundheitlich
ausführen kann.

Wenn es aber nicht geht, sie hat mehrere BSVs,
dann darf sie nicht ablehnen sondern,
muss sich krankschreiben lassen, ansonsten drohen Ihr
Einbussen.

Und das mit der "Arbeitsplatzvernichtung"-genau treffend.
Ein Beispiel:
Meine Bekannte arbeitete als Service-Kraft in einem Heim für
Alzheimerpatienten.
Sie musste dort kündigen, weil sie nervlich und körperlich
nicht mehr in der Lage war, diese Arbeit zu machen.

3 Jahre später wurde Ihr derselbe Job,in dem selben Heim als 1 Euro Job
angeboten:confused::confused::confused:
-die anderen Mitarbeiter-mit denen sie damals
arbeitete waren inzwischen alle weg.

Wie kann das gehen-dieses Heim-ist ein sehr teures,
kann Harald Junke als ehemaligen Heiminsassen nennen.

Also offensichtlich "Arbeitsplatzvernichtung"!
Und nicht nur das.
Ich nenne das ganz schlicht und einfach-
"den Staat oder die Gemeinde Abzocken"

Und dann aber laut schreien und Hartz-Empfänger als "Abzocker"
beschuldigen.
Sie in der Bevölkerung zu diffamieren.

Das ist Politik!

Gruss
maja
 

Yasmin

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
Registriert seit
29 Okt. 2007
Beiträge
324

Rexibaer

Mitglied
Registriert seit
8 Apr. 2008
Beiträge
65
Hi Yasmin,
habe meine Ärzte auch schon gefragt wieviel Schmerzmittel man schlucken soll um "Arbeitsfähig" zu sein.
Dieser Satz von mir bezieht sich auf gesunde. Hartz IV bezieher sind nicht nur Kranke.
Das es Harz IV ( oder ALG) bezieher gibt die wirklich keine Lust zur Arbeit haben Kann ja keiner von der Hand weisen. Das aber nur nebenbei, weil es mit der eigentlichen ernsten Angelegenheit nicht viel zu tun hat.
Rexibaer
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Hallo

SGG Änderungsgesetz 2008 – Gesetz gegen Hartz IV Betroffene


Die negativen Änderungen
● § 92 SGG, welcher bestimmt, was bei einer Klageerhebung beachtet werden muß, erhält eine wesentliche Änderung zu Lasten der Klägerinnen und Kläger.


Die interessanten Änderungen
● Eine interessante Änderung enthält die SGG-Änderung 2008; der Kostenparagraph 192 wird um einen Absatz 4 erweitert: „Das Gericht kann der Behörde ganz oder teilweise die Kosten auferlegen, die dadurch verursacht werden, dass die Behörde erkennbare und notwendige Ermittlungen im Verwaltungsverfahren unterlassen hat, die im gerichtlichen Verfahren nachgeholt wurden. Die Entscheidung ergeht durch gesonderten Beschluß.“


Zusammenfassung:
Zusammenfassend lässt sich die aktuelle Änderung des Sozialgerichtsgesetzes (SGG) aus Sicht der „Hartz IV“-Empfängerinnen und Empfänger so darstellen: quasi nichts zu Gunsten der betroffenen Klägerinnen und Kläger, viel Unwesentliches, aber zwei wesentliche Verschlechterungen, nämlich die Erhöhung des Streitwertes und die Einschränkungen bei der Berufung.





http://www.sozialticker.com/sgg-aenderungsgesetz-2008-gesetz-gegen-hartz-iv-betroffene_20080421.html

vg natascha

Bitte verschieben nach Wohin?
 
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Paro

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3 Nov. 2006
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1,294
Was mich an der ganzen Debatte am meisten stört, nicht ob einer arbeiten will oder kann, sondern es gibt nicht genügend Jobs. Nicht jeder ist ein kleines oder grosses Genie.
In meiner Anfangszeit hatten wir in jedem Labor eine Spülkraft, die auch Botengänge machte, ganztags, Lohngruppe1 und später evtl. auch 2.
Im Laufe der Zeit wurden alles Halbtagsstellen. Nachmittags machten so vorhanden Lehrlinge oder Junglaboranten Lohngruppe 6 die Botengänge und spülten auch mal. Danach teilten sich 2 Halbtagsspülkräfte 6 Plätze, später 1 Spülkraft. Die Nebenarbeiten wurden vom gelernten Laborpersonal mit gemacht. So wurden Laufjungen, Hauspostbriefträger, Hilfsmittellagerverwalter etc. eingespart.
Im Betrieb nicht anders, gut die Arbeit war nicht immer gesundheitsfördernd, wurde aber gut bezahlt. 1t Produkt wurde vom Einsatz bis zur Verpackung mindestens 6 x gehändelt. Heute 2 x, Stapler fährt Einsatzprodukt zu Kessel, Stapler fährt verpacktes Produkt aufs Lager. Wo sollen all die "eingesparten" Leute arbeiten. In der Messwarte sitzen gelernte Fachleute und betreuen 5 bis 6 Apparaturen.
Ich habe eine Horrorvorstellung davor, im Alten- sorry Seniorenheim von einer 1 €-Kraft betreut zu werden.
 
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natascha

Erfahrenes Mitglied
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19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Hallo paro.

nur am rande,
belegte einmal aus neugier einen kurs für Betriebswirtschaft , hier wurde gelehrt.
Eine Behörde mit ca. 130 Mitarbeitern kann sich selbst den ganzen Tag durch anfallenden internen Papierkrieg mit sich selbst beschäftigen.

Im Umkehrschluß bedeutet das, dass jegliche Einflußnahme von außen auf die Behörde völlig kontraproduktiv ist .

Auf gut deutsch du störst den Büroschlaf, wirst zur persona non grata ab Antrags abgabe erklärt.

Und spürst an sofort die geballte kraft der deutschen Bürokratie.

zitat.
Ich habe eine Horrorvorstellung davor, im Alten- sorry Seniorenheim von einer 1 €-Kraft betreut zu werden.

Hunderttausende erleben dies täglich.
Im Bundeskanzleramt ist jedoch die Zuweisung von 1 Euro Arbeitern aus Sicherheitsgründen verboten.
Es könnte sonst der Asperagus eingehen.

vg natascha
 
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