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Fersenbeinfraktur (Calcaneus Fraktur)

Registriert seit
15 Sep. 2006
Beiträge
9
#1
Hallo,

ich habe im alten Forum unter folgendem Link:

http://www.unfallopfer.de/modules.p...e=index&action=viewtopic&topic=3269&forum=2&7

bereits ein paar Informationen zum Thema gefunden.

Nun zu mir:

Ich bin am 19.08.2006 in der Freizeit von der Leiter gefallen und habe mir das Fesenbein am linken Fuß gebrochen. Am 24.08.2006 wurde ich operiert und bekam eine Calcaneus-Platte aus Titan eingesetzt. So weit so gut... am 07.09.2006 bekam ich nach Plan die Fäden gezogen und hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Probleme und kaum Schmerzen. Lediglich eine Stelle der Wunde (ca. 1 cm) heilte nicht so gut, was dazu führte das ich die Settner-Orthese erstmal noch nicht tragen sollte.

Ab 14.08.06 konnte ich nun den Settner-Schuh tragen. Jetzt zu meinem Problem, bzw. zu meiner Frage:

Ich versuche seit knapp einer Woche mit diesem Schuh zu gehen, was mir einfach ohne höllische Schmerzen schon bei Teilbelastung nicht gelingt. Gestern war ich zur Kontrolle im Krankenhaus. Der Chefarzt, der mich operiert hat, kann sich das derzeit nicht erkären. Auf der CT und den Röntgenbildern sei dafür kein Grund zu erkennen.

Meiner Meinung nach baut sich der Schmerz bei zunehmender Belastung im OSG auf. Er meint, wenn sich das bis Freitag nicht bessert will er noch einmal Röntgen. Die Tatsache das ein Arzt mir keine Erklärung geben kann macht mich allgemein nervös, zumal ich mir den Fuß nicht noch kaputter machen möchte. Der Schuh selber sitzt wirklich gut.

Was meint Ihr dazu? Hat jemand Erfahrung mit der Settner-Orthese? Kennt jemand das Problem oder kann mir jemand einen Rat geben?

Gruß
Guido
 
Registriert seit
23 Sep. 2006
Beiträge
1
#2
hallo, bin leidensgenosse, aber schon viel längere probleme.
laß es nicht anstehen, dränge auf eine ct-untersuchung, wahrscheinlich
ist das untere oder obere sprunggelenk mit arthrose beschädigt.
gerne lassen die ärzte erst mal die zeit mit der orthese vorbeigehen und du mußt die schmerzen aushalten. auch diese orthese mit dem keil in dem gewölbe kann absplitterungen in einem angeknksten gelenk bei belastung verursachen. machs gut, alexander
 
Registriert seit
15 Sep. 2006
Beiträge
9
#4
Danke für die weiteren detailierten Infos zur Fersenbeinfraktur.

Zu mir:

Kann bis dato immer noch nicht ohne Gehhilfen laufen. Meinen linken Fuß kann ich nach wie vor im Settner-Schuh nicht voll belasten, obwohl ich wirklich mit viel Ausdauer bis an meine Schmerzgrenze gehe und viel trainiere.

Der Arzt hat am Freitag wie angekündigt neue Röntgenbilder gemacht und kann keinen Grund für die Schmerzen erkennen. Im Gegenteil er ist mit dem Ergebnis der OP sehr zufrieden und findet den Knochenverlauf am oberen Fersenbein hin zum USG nach der OP "hervorragend".

Alles prima, nur leider kann ich nicht ohne Schmerzen belasten...:confused:

Übrigens habe ich mal in Ruhe die Schrauben zählen können, mit denen die Platte befestigt wurde: 11 Stück !!!

Ach ja, ich habe am Freitag angefangen ein homöopathisches Arzneimittel mit dem Namen "Traumeel S" zu nehmen und hoffe es unterstützt die Heilung.

Gruß
Guido
 
Registriert seit
28 Sep. 2006
Beiträge
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#5
Fersenbeinbruch = viel Geduld

Hallo Guido,

möchte mich jetzt auch mal aktiv beteiligen.

Hatte mein Horror Ende April , dabei habe ich mir beide Fersenbeine gebrochen , erst Kh für allerweltskram, dann BG FFm. OP ( Platten und Schrauben)am 4.5.2006, Vollpension bis 24.5 , Entlastung bis 12 Wochen nach OP, da ein Gewebedefekt noch vorhanden war durfte ich erst auf Anraten von Dr. B ab 16.8 belasten, Mittlerweile ist der defekt fast weg , bin heute das erste mal mit meinem Hund laufen gewesen ca 200 Meter mit einer Gehhilfe ( Schmerzen gehören dazu) ,Autofahren mit Orthotec Schuhen seit Montag auf Anraten meiner Oberärztin ( meine Frau ). Es gibt noch vieles was ich hier beschreiben könnte , was ich aber sagen will ist das :
Ich glaube du bist noch zu früh, d.h. bewegen ja (Krankengymnastik, Lymphmassage usw. ) belasten auch ja aber mit bedacht.
Ich hatte in meiner BGU Zeit auch Zimmernachbarn mit Fersenbeinbruch allerdings nicht so kompliziert, die durften erst nach 4-6 Wochen wieder mit Rückfußentlastungsschuh laufen.
Versuche jetzt erst mit dem linken Fuß wieder zu laufen , geht aber nur sehr langsam, aber es geht irgenwann wieder das merke ich und ich glaube auch fest daran.

Also ich wünsch dir alles Gute und ein wenig mehr Geduld !!!
 
Registriert seit
28 Sep. 2006
Beiträge
19
#6
Settner Orthese

Hallo Guido,

melde mich nochmal da dein Beitrag schon wieder aus meinem Gedächtnis war. :confused:
Kann mich daran erinnern das ich auch große Schmerzen zu Anfang der Belastung des rechten Fußes hatte, hat ca 2 Wochen gedauert dann wurde es erträglicher. Da ich jetzt das gleiche auf der linken Seite habe , gehe ich davon aus das es in 2 Wochen besser wird . Da links aber sowieso mehr Probleme gemacht hat , kann es auch länger dauern.
Habe ein CT mitte August machen lassen mit dem Ergebnis das ich Belasten darf , aber garantieren kann mir niemand was, soll heißen entweder ich kann mit rechts in 2 Monaten wieder ganz normal Laufen oder der Knochen hält die Belastung nicht aus und bricht .
Ich denke das hängt auch damit zusammen wie die Knochenteile zusammenwachsen, habe ja auch Knochen aus dem Beckenkamm in den Fuß bekommen ( Spongiosa oder so heißt das glaub ich).

Erfahrungen mit homöopathisches Arzneimitteln habe ich noch keine , ist aber jetzt bestimmt zu früh zu Fragen ob das was bringt.

Ich habe von den behand. Ärzten zu Hören bekommen das ich früher oder später mit Arthrose zu Rechnen habe. Verdränge den Gedanken aber erstmal bzw. habe in einer Zeitung über ein Mittel das Arthrose lindert bzw. Knorpelmasse aufbauen soll( Dona s ) gehört .
Hat hier schon mal jemand damit Erfahrungen gemacht ?, ist nämlich nicht über die Kasse zu bekommen.

Bis dann

Gruß Klaus :) :) :) :) :) und Kopf hoch !!!!!!!!!!!!!
 
Registriert seit
15 Sep. 2006
Beiträge
9
#7
Hallo Klaus,

danke für deine Infos. Da hat es dich ja mal doppelt schlimm erwischt. :( Mag sein das ich ungeduldig bin, vielleicht habe ich die ganze Sache auch einfach unterschätzt.

Die Schmerzen bewegen sich langsam in einem erträglicheren Rahmen so das ich mit einer Gehhilfe im Haus rumlaufen kann und meinen Kaffee endlich selber tragen kann.

Der Settner-Schuh hat gestern die erste von 3 Belastungseinlagen für die Ferse bekommen. Da man sie kaum spürt hat sich groß nichts geändert. Der Arzt meint interessant wird es in 2 Wochen wenn die 2. Belastungsstufe kommt, da dann wirklich wieder Druck auf die Ferse entsteht.

Ich wünsche dir ebenfalls alles erdenklich Gute:)

Das mit der Arthrose kommt mit großer Wahrscheinlichkeit auf mich auch zu.

Gruß
Guido
 

trixie

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#8
Lieber Guido! Lieber balli!

Schon länger wollte ich hierzu etwas schreiben, bin jetzt wieder darauf gestoßen.

Ob es hilft, weiß ich nicht, auf jeden Fall schadet es nicht:

Schon gleich nach dem Unfall habe ich für die Knochen Globuli Symphicum für den Knochenaufbau genommen und später Enzymwied (Enzyme begünstigen Heilungsprozesse).
Von einem Orthopäden habe ich außerdem empfohlen bekommen, Vitamin E für die Knorpelflächen einzunehmen. Das habe ich gemacht und damit kann man sicher nicht früh genug anfangen. (Bitte Packungsbeilagen beachten und den Apotheker oder Arzt fragen, das Übliche eben.)

Am Dienstag habe ich nach langer Pause mal wieder einen Termin bei meinem Orthopäden, da werden vermutlich mal wieder aktuelle Aufnahmen gemacht. Danach kann ich Euch dann was über meine Arthrose berichten (hoffe, dass nicht groß was vorangegangen ist, aber sicher bin ich mir nicht!).

Was die Schmerzen angeht, bitte ich Dich, Guido, in Betracht zu ziehen, dass aufgrund der "unnatürlichen" Haltung und Nichtbenutzung des Fußes die Sehnen und Muskeln des Fußes, aber auch die Achillessehne sich fürchterlich verkürzen. Das zieht manche Knochen gewissermaßen näher zusammen, alles wird blockiert, reibt und stößt aneinander.
Erst nach einer fachkundigen Mobilisation durch einen guten Krankengymnasten stellen sich da Besserungen ein und es ist auch damit zu rechnen, dass die Schmerzen nachlassen. Außerdem wird durch die zunehmende Belastung auch dem Knochen ein Impuls verpasst, der die Heilung weiter anstößt.

Ich weiß nicht, ob Du irgendwann eine Metallentfernung haben wirst oder der "Kram" drinbleibt; wenn das rauskommt, sind bei vielen Patienten wahre Quantensprünge möglich.
Das Wort Geduld kann man - das weiß ich nur zu gut - irgendwann nicht mehr hören. Vielleicht formulierst Du das in "ich muss mir genügend Zeit für die Genesung nehmen" um und findest so einen positiveren Blick auf die Dinge.

Viel Kraft und Durchhaltevermögen und zunehmend schmerzarme/lose Zeiten!

Eure Trixie
 
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15 Okt. 2006
Beiträge
1
#9
Hallo mein Name ist Steffen und bin 22 Jahre alt.

Am 19.8.2006 hatte ich einen Unfall. Wir haben vor der Eingangstür eine Treppe mit 2 Stufen, die bin ich runtergesprungen und habe mir dabei am rechten Fuss einen Fersenbeintrümmerbruch (Ferse 3x gebrochen) zugezogen. Der linke fuss war zum Glück nur verstaucht.
Im Krankenhaus bekam ich einen Gips und die meinten es müsste operiert werden.Danach sind wir zur Unfallklink gefahren und die meinten auch es müsste operiert werden. Aber ich wollte mich nicht operiert lassen und meine Eltern haben mich in meiner Entscheidung unterstützt. Mein Hausarzt hat mir ein Chirug empfohlen, der Chirug hat sich dann die Röntgen-Bilder und die CT-Bilder angeschaut. Er meinte daraufhin, dass er sich selbst und bei seinen Kindern keine Operation durchführen würde. 6 Wochen lang sollte ich den Fuss ruhig halten, nicht belasten. Wurde einmal in der Woche geröngt. Danach bekam ich eine Settner-Orthese. Diese Orthese habe ich schon 2 Wochen und die 3 Keilchen sind sogar schon drin.
Heute habe ich versucht ohne Krücken Treppen zu laufen. Nur mit viel Mühe und Kraft hat es einigermaßen geklappt.
Hat jemand noch eine Idee, was ich machen könnte, damit ich schnellstmöglich laufen und autofahren kann. Denn am 01.09.2006 sollte ich eine Stelle bei einer Verwaltung antreten. Dies konnte ich nun nicht. Sie haben mir einen Aufschwung bis zum 01.11.2006 gegeben.
Diese Woche werde ich mal mit dem schwimmen und mit einem Hometrainer Fahrrad anfangen, hoffentlich wird das was.

Danke im Vorraus.

Steffen
 
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#10
Hallo,

@trixie

ich danke für deine Tipps und Hinweise und versuche diese ebenfalls in meine Therapie einfließen zu lassen.

Was hat dein Termin beim Orthopäden ergeben? Was macht die Arthrose bei dir? Hoffe alles ist im grünen Bereich.

@Steffen

Da wir wohl beide am gleichen Tag den Unfall hatten, sollten wir etwa gleich auf liegen. Also ohne Gehhilfen kann ich mittlerweile im Settner-Schuh ebenfalls Treppen gehen und stückweise ohne Schmerzen gehen. Ich mache also langsam Fortschritte.

Ich hoffe für dich das du die Enscheidung gegen die OP nicht irgendwann bereuen wirst. Wenn das Fersenbein im oberen Bereich zum USG nicht gerade zusammenwächst ist das Risiko Arthrose zu bekommen RIESIG !!!
Aber nun gut, ich hoffe alles geht gut bei dir.

Als Tipp kann ich dir nur empfehlen, soweit möglich, das Bein bestmöglich aufs "normale Laufen" vorzubereiten, d.h. viel Muskelaufbau im Bein bereits jetzt im Vorfeld (Wade), Radfahren (Hometrainer), Krankengymnastik (den Fuß von der Beweglichkeit her erhalten, bzw. wiederherstellen, die Bänder und Sehnen trainieren). Mir hilft dieses Vorgehen momentan enorm weiter.

Aber nicht vergessen Geduld und Vorsicht ist geboten, sonst zahlst du die Zeche doppelt und dreifach. Was mich etwas wundert, dass du bereits alle 3 Einlagen unter der Ferse hast. Ist das nicht etwas sehr früh?

Gruß
Guido
 

trixie

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#11
Lieber Guido!

Tja, so ist das mit den Ärzten. Mit Termin habe ich zwei Stunden auf ein ca. zehnminütiges Gespräch gewartet, in dessen Verlauf lediglich festgelegt wurde, welche meiner zahllosen Blessuren denn nun geröngt werden müssen, um ihren Status festzustellen. Über die Anzahl habe ich etwas den Überblick verloren, waren so ca. 10 - 12 Bilder. Von verschiedenen Seiten etc.

Naja, Fazit, der Doc will sich erstmal alles ansehen und befunden, am 09.11.2006 habe ich dann um 18.00 einen Termin, an dem das weitere Vorgehen besprochen wird. Leider habe ich keine wirkliche Ahnung, wie Arthrose genau auf einem Röntgenbild aussieht, deshalb kann ich nicht wirklich sagen, ob sich da was getan hat. Ich finde meine Knochen sehen einfach wunderbar aus! (ganz schön eingebildet).

Wie dem auch sei, eine Angabe zum Arthrosefortschritt kann ich zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht machen, melde mich dann später dazu!

Ansonsten wünsche ich weiterhin gute Fortschritte und schmerzarme Zeit!

Deine Trixie
 
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19 Okt. 2006
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1
#12
fersenbeinfraktur vor 20 jahren

hallo,
hatte vor 20 jahren eine fersenbeintrümmerbruch rechts, freizeitunfall , von der leiter in einen halb vollen pool gesprungen, da war ich 18 J.
OP 2, einmal material rein, ein jahr später wieder rausoperiert.
schlimme schmerzen, viele jahre, keine therapie, der amtsarzt sagte, viel laufen, das tut gut. tat es nicht!
nun seit einigen jahren zunehmend beschwerden, entzündungen, arthrose, sklerose, nervenentzündungen, zunehmende versteifung und viel schmerz...
resultat = versteifung des unteren sprunggelenks muss gemacht werden. und es gibt leider auch nach 20 jahren immer noch keine alternative.!!!
deshalb habe ich auch bei meiner suche im net die seite hier gefunden, da ich nicht so schnell aufgeben wollte.
also falls jemand auch im arthroseendstadium irgendwelche erfahrungen mit ganz tollen therapien gemacht hat, wird hier sicher gerne gelesen.
und im übrigen:
rechtzeitig alle möglichkeiten ausschöpfen, nicht wie ich das ganze einfach ignorieren. liebe grüße
 
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