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Fersenbein Trümmerfraktur

timredlich

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10 Nov. 2021
Beiträge
2
Hallo zusammen,
ich wende mich hier an euch, da ich ziemlich verzweifelt bin und ich hoffe ihr könnt mir helfen. Mein Name ist Tim und ich bin 42 Jahre. Im August 2020 hatte ich einen Unfall. Ich fiel von unserer Gartenmauer und zog mir eine Fersenbein Trümmerfraktur am rechten Fuß zu. Die Mauer war gar nicht hoch, nur ca. 1m aber wie das im Hochsommer so ist hatte ich nur Schlappen an. Meine Frau fuhr mich sofort ins nahegelegen Krankenhaus. Wie das nach 18 Uhr so ist waren nur Assistenzärzte vorhanden, Sie konnten aus dem Röntgenbild keine Diagnose erstellen und schickten mich wieder nach hause. Am nächsten Tag rief dann der Oberartzt an und sagte mir das wahrscheinlich ein Fersenbeinbruch vorliegen würde und ich schnellstmöglich zum MRT kommen sollte. Diagnose Fersenbein Trümmerfraktur. 6 Tage später wurde ich dann Operiert. Mir wurde ein Stück Knochen aus dem Becken entnommen und in den Fuß eingebaut. Das ganze wurde mit einer Metallplatte und 8 schrauben fixiert. Das restliche Jahr habe ich dann mit Physiotherapie verbracht. Mir wurden orthopädische Einlagen verschrieben. Im Januar 2021 habe ich dann mit der Wiedereingliederung an meiner Arbeitsstelle (4 Wochen) gestartet. Ich bin Maschinen Einrichter von Beruf habe aber in der Zeit vor meinem Unfall ein Projekt betreut wobei ich ca. 50 % Bürotätigkeit hatte und 50 % in der Produktion. Wärend der Wiedereingliederung hatte ich immer wieder schmerzen im rechten Fußgelenk. Hinzu kam noch, das mir nun mein linkes knie Probleme machte. Im Ende April wurde dann noch eine Kniespiegelung durchgeführt, bei der ein Meniskusriss behandeltz wurde (8 Wochen AU). An meiner Arbeitstelle gab es zwischenzeitlich eine Veränderung, die Auftragslage Explodierte nach dem Lockdown und alle Projekte wurden auf Eis gelegt sämmtlich Facharbeiter wurden ihren Aufgaben abgezogen um die Produktion zu unterstützen. Dies ergab dann eine Auslastung von 100 % in der Produktion bei der ich bis zu 8 Stunden auf den Füßen stehe. Die schmerzen im knie waren etwas besser, dafür wurden nun die Schmerzen im Fuß nach Belastung stärker. Es war teilweise so, das ich nach der Arbeit kaum Laufen konnte. Zu Hause habe ich teilweise mir die Krücken wieder zur Hilfe genommen. Ich sah die einzige möglichkeit ein verbesserung herbeiführen zu können darin, mir das Metall entfernen zu lassen. Dies geschah dann in einer ambulanten OP am 24.09.21 (5 Wochen AU) . Zuerst sah es danah aus als ob sich mein Zustand durch die Metall Entfernung wirklich deutlich verbessert hat, jedoch kamen die Schmerzen nach Belastung schnell wieder. Ich bin aktuell in der 2. Arbeitswoche nach Metallentfernung und halte es vor schmerzen kaum aus. Ich nehme wieder schmerztabletten (Diclo 75) Ich bin verzweifelt, da ich nicht mehr weiß wie es weiter gehen soll. Mein Arbeitgeberhat relativ wenig Verständnis für meine Situation, da ich ja nicht mehr Krankgeschrieben bin bin ich zu 100 % einsetzbar. Eine versetzung auf einen anderen Posten wird ausgeschlossen und das Projekt was ich führte darf ich auch nicht weiter machen. Mir wird immer geraten ich solle abnehmen um meinen zustand zu verbessern. Ich min ca 180cm Groß und wiege ca. 120 Kg (eine Schilddrüsenunterfunktion liegt vor) . Dies ist aber immer leichter gesagt wie getan. Ich bin echt am Ende, kann mir jemand helfen hat jemand eine Idee was ich machen kann? was sollte mein nächster Schritt sein?
 

Kasandra

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Hallo Tim,

willkommen im Forum.

Eines vorweg. Bitte schreibe in Absätzen, der Text ist für viele hier sehr anstrengend zu lesen (war es für mich auch).

So einfach und schnell bringt man die Kuh leider nie vom Eis.

Hast Du bereits einen Antrag beim Versorgungsamt gestellt auf Schwerbehinderung?

Hier solltest Du Deine behandelnden Ärzte über die Antragstellung informieren. Deinem Endokrinologen solltest Du auch abholen und ihn auch bitten dem VA dann mitzuteilen, dass Du nicht nur eine Schilddrüsenunterfunktion hast, sondern dadurch auch bedingtest Übergewicht.

Wenn Du einen GdB von 30 oder 40 bekommst, dann beantragst Du eine sogn. "Gleichstellung".

Ihr habt wahrscheinlich eine Schwerbehindertenvertretung, die Kollegen*innen sind Dir gerne behilflich.

Bei den langen AU-Zeiten hattest Du wohl auch ein BEM-Gespräch. War dort bereits Euere Arbeitsmedizin eingebunden?

Wenn nein, vereinbare auch einen Termin bei Eurem Gesundheitsmedizin. Diese können Dich auch mit Empfehlungen an den AG unterstützen.
Die geben arbeitsmedizinische Empfehlungen. Dort könnte dann ggf. drinnen stehen: benötigt einen Arbeitsplatz mit hälftig sitzend und stehend.

Wie auch immer ausgedrückt.

Dann hast Du schon mal eine kleine Entlastung.

Viele Grüße

Kasandra
 

Forstwirt

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Hallo Timredlich,

ich würde zu dem Antrag auf Schwerbehinderung (wie Kasandra vorgeschlagen hat)
einen Antrag auf Reha stellen, da Deine Arbeitskraft gefährdet ist...

Dein Verfahren kann sich etwas beschleunigen und die Begutachtungen sind zeitnah ...
Du kannst diese Begutachtungen dann miteinander vergleichen und ggfs. gegenüberstellen.

Viel Erfolg und gute Besserung
Forstwirt
 

Kasandra

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Hallo Forstwirt,

es war ein privater Unfall - daher kein Vergleich von Gutachten.

@ Tim,

Soweit Du eine private Unfallversicherung hast (PUV) hast Du Deinen Unfall sicherlich zeitgerecht gemeldet.

Dann werden selbstverständlich Gutachten in Auftrag gegeben. Daher lies Dich hier gut ein. Alles was IMB (Institut f. medizinische Begutachtung) OFI (Orthopädisches Gutachteninstitut) und diverse Ärzte welche nur von GA leben versuche abzulehnen.

Lies hier viel und "schmökere" - nutze die Suchfunktion nach Namen :cool:

Viele Grüße

Kasandra
 

Forstwirt

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Hallo Kasandra,

ich habe das gesehen...
das eine Gutachten ist aus der Ermittlung der Schwerbehinderung
das zweite Gutachten wird von der Rentenversicherung erstellt - um eine Reha zu genehmigen oder abzulehnen...

es besteht auch ggfs. die Möglichkeit einer Begutachtung durch die Krankenkasse...

Viele Grüße
Forstwirt
 

timredlich

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Hallo zusammen, erstmal sorry wegen dem Text. Ich habe ihn schnell verfasst um mir mein Leid einfach mal von der Seele zu schreiben.

Ich möchte mich für eure Antworten bedanken. Sie haben mir jetzt schon sehr geholfen. Ich hab jetzt erst mal eine Richtung.

Die ersten Termine bei meinen Ärzten habe ich schon gemacht. Ich werde mich wieder melden wenn es Neuigkeiten gibt.

Vielen Dank nochmal.

Gruß

Tim
 
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