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Facettendenervierung bei HWS-Schäden / Schleudertrauma?

sachsblau

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
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#13
Hallo Rudinchen,

ich nochmal.
Hattest Du meinen Eintrag gelesen? Eine Facettendenervierung kann wohl sehr gut helfen bei entsprechenden Beschwerden, aber es ist keine Maßnahme, die für immer Linderung verschafft. Die Nerven regenieren sich mit der Zeit, sodass die Symptome irgendwann wiederkommen und die Therapie wiederholt werden muss. Aber die Methode scheint allemal besser wirksam als die Infiltrationen mit Cortison und Betäubungsmitteln.

Auch mich würden Erfahrungsberichte und gute Arzt- bzw. Klinik-Adressen für eine solche Behandlung interessieren. Würde mich freuen, wenn sich Betroffene, sofern es sie hier gibt, zu Wort melden würden.
Schon jetzt DANKE dafür.


Viele Grüße
sachsblau
 

xgreek69x

Erfahrenes Mitglied
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Mitten in Deutschland - Dreiländereck Hessen, NRW,
#14
Hallo zusammen,

das meiste wurde schon geschrieben / richtig gestellt....
allerdings:
ja, genau das meinte ich: Denervierung durch Vereisung (Kryotherapie) oder durch Hitze (Thermokoagulation)
FINGER WEG von der Thermokoagulation!
Diese kann zu Vernarbungen führen und zwar naturgemäß.... DIREKT AM NERV = irreversibler Dauerschaden!

Bitte, bitte nur die Kryo!

Übrigens: ganz ohne Betäubungsmittel geht es hierbei natürlich nicht, denn das einführen der Sonde bis an den Nerv, mit anschließender Vereisung durch "Tiefkühlung" :D wäre ohne Betäubung nicht zu ertragen (auch wenn es einige Metzger-Neurochirurgen so machen:eek:).
Immerhin wird diese Sonde auf rund -60-70 Grad Celsius heruntergekühlt und ca. 20-60 Sekunden dort gehalten!
Ohne Betäubung? AUA! ;)

Aus diesem Grund, aber auch um auch zu sehen, ob es Sinn macht, wird normalerweise vorher mindesten einmal eine Probespritze in Form einer Facetteninfiltration gegeben.
1. weiß man dann um die Verträglichkeit und
2. nur wenn diese Spritze einen Effekt bringt, kann die Indikation für die Kryo überhaupt gegeben sein.

Gruß
greek
 
Zuletzt bearbeitet:

sachsblau

Erfahrenes Mitglied
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#15
Hallo xgreek69x,


vielen Dank für Deinen Hinweis, keine Thermokoagulation vornehmen zu lassen. Das finde ich sehr hilfreich und wichtig.
Hast Du selbst eine derartige Behandlung bei Dir machen lassen? Wenn ja, mit welchem Erfolg?

...und natürlich, ganz ohne Betäubungsmittel geht es nicht. ;)
Ich wollte damit nur sagen, dass die eigentliche Behandlung bei einer Denervierung nicht darin liegt, Cortison und Anästetikum zu spritzen wie bei einer Infiltration.


Viele Grüße
sachsblau
 

xgreek69x

Erfahrenes Mitglied
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#16
Hallo scahsblau,

Ich wollte damit nur sagen, dass die eigentliche Behandlung bei einer Denervierung nicht darin liegt, Cortison und Anästetikum zu spritzen wie bei einer Infiltration.
Danke dass du das noch einmal auf den Punkt bringst - so hatte ich es auch verstanden und so hatte ich meinen Beitrag auch gemeint ;)

Und ja, wie ich schon in Beitrag Nr. 3 geschrieben habe:
Ich hab´s schon mal gemacht, allerdings an der LWS.

Ist jetzt nix angenehmes, aber auch nix soooo furchtbar schlimmes... wenn´s richtig gemacht wird.
Ich werd´s wahrscheinlich wiederholen, obwohl´s beim ersten Mal fast nix gebracht hat... war zu spät (Schmerzgedächtnis).
War halt ein paar Wochen ganz ok... hatte nur einen leichten, seltsamen Druckschmerz von der OP und kam fast ohne Medis aus. Nach der zweiwöchigen postoperativen Schonzeit, setzten die Schmerzen nach Belastung aber sehr bald wieder voll ein.
Allerdings hatte der Doc sich damals auch nicht getraut mehrere Abschnitte gleichzeitig zu machen, weil allein an der LWS vier Gelenke (mal zwei Seiten, also acht Einstiche) sind... er meinte es wäre zu viel wenn wir die BWS mitmachen würden... da hab´ ich dann auch garnicht erst nach der HWS gefragt, zumal die damals auch noch nicht sooo akut war. Das war ein Fehler wie ich glaube, weil die Schmerzen in der BWS unbehandelt blieben -> weiterhin Schon- / Fehlhaltung in der BWS -> Fehlhaltung der ges. WS -> schnelleres Rezidiv auch in der LWS... meine bescheidene laienhafte Meinung. :cool:
Gruß
greek
 

sachsblau

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
1,407
#17
Hallo xgreek69x,

vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ich denke, Deine "laienhafte Meinung" ist korrekt. Fehlhaltungen bzw. Fehlstellungen in einem Wirbelsäulenabschnitt können sich auf alle anderen ebenfalls auswirken, auch auf Becken und Beine beispielsweise.

Wurde die Behandlung bei Dir ambulant oder stationär durchgeführt? Würdest Du wieder in die gleiche Klinik gehen? Hast Du für uns anderen einen Tipp, wer gut ist, diese durchzuführen?
Und von wem wurdest Du dorthin überwiesen? Wer hatte bei Dir die Idee, dass das helfen könnte?
Auch bei mir ist bisher keiner auf die Idee gekommen, es mit einer Denervierung zu versuchen, obwohl die PRT-Behandlungen kurzzeitig immer etwas Linderung verschafft haben - zumindest, was die Beschwerden im rechten Arm anbelangt.


Viele Grüße
sachsblau
 

Rudinchen

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2,054
#18
Hallo,

danke - ihr habt das gut auf den Punkt gebracht u. danke auch für den Hinweis auf die Thermokoagulation.

Meine Überlegungen gingen eben auch dahin, dass evtl. das Schmerzgedächtnis, das durch die gereizten Nerven entstanden ist, auch für die Zukunft "ausgeschaltet" werden könnte, wenn solch eine Behandlung erfolgt. Vielleicht erholt sich ja der Nerv nach einigen Monaten Schmerzfreiheit?

Meine Überlegung war, dass evtl. direkt durch den Unfall geschädigte Nerven sich "beruhigen" könnten. Nerven, die natürlich durch die immer noch andauernde Instabilität weiter gereizt werden, werden mit Nachlassen der Wirkung wahrscheinlich wieder schmerzen ...

Aber - mit ganz viel Hoffnung - hat man hinterher evtl. dauerhaft weniger Schmerzen als vorher?

Wahrscheinlich ist es aber wie mit vielen versch. Therapien: Hinterher weiß man erst, was es gebracht hat ...

Schade, dass sich hier keiner meldet, der es aus eigener Erfahrung an der HWS mal erlebt hat ...

Viele Grüße

Rudinchen
 

xgreek69x

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#19
Hallo sachsblau,

die Antworten in Kürze, weil "Aua" heute ziemlich intensiv... :(

1. ambulant mit anschließender Ruhephase von ein paar Stunden. Sollte danach nicht selbst Auto fahren und habe mich entsprechend abholen lassen.
2. ja, werde (nicht nur "würde";)) wieder in die gleiche Klinik gehen
3. die Klinik ist in der Nähe von Dortmund. Näheres wegen aktuellem Verfahren vor dem LG und Angst davor, dass "der Feind" Rückschlüsse zieht wer ich bin, nur per PN an Mitglieder, die mir vertrauenswürdig erscheinen und bei denen aus dem Profil ersichtlich ist, dass Dortmund eine Option für sie sein könnte... sorry
4. Die Idee hatte erst der dritte Orthopäde bei dem ich war... selbst mein HA hatte die Idee nicht.... leider! Hätte mich jmd. früher auf die Idee gebracht, würde es mir heute vielleicht besser gehen.
Ich weiß allerdings nicht warum! Denn wenn ich die Doc´s im nachhinein darauf angesprochen habe, dass ich das hab´ machen lassen, fanden es alle gut! :confused:
Also kennen alle die Methode wohl und finden sie auch gut, aber keine empfiehlt sie? Komisch ist das schon...
Gruß
greek
 
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#20
Guten Morgen. Ich möchte mich nun auch mal zum Thema äußern und würde mich über eine Einschätzung sehr freuen. Seit fast 1,5 Jahren hab ich eine hohe Druckempfindlichkeit am Hinterkopf, die auf eine Okzipital Neuralgie hindeutet. Ich habe bereits zig Ärzte besucht, war damit 2 mal im Krankenhaus, CT und MRT wurden jeweils gemacht, doch keiner kam auf die Idee, dass es sich um eine Okziptal Neuralgie handeln könnte. Seit ca. 6 Monaten gehe ich zur Physiotherapie und hab bereits 2 mal die Praxis gewechselt, da ich ständig nur massiert wurde. Dies half temporär für max. 1 Tag. Mittlerweile habe ich jedoch eine neue Praxis gefunden, die mit mir Übungen für den HWS Bereich durchführt, die ich auch zu Hause ausüben kann.

Anfangs waren die Schmerzen am Hinterkopf unerträglich und gingen mit massivem Schwindel, Sehstörungen und Übelkeit einher. Der Schwindel ist leider nach wie vor vorhanden, doch zum Glück nicht mehr so extrem wie es noch vor einigen Monaten war. Leider besteht die Druckempfindlichkeit am Hinterkopf jedoch immer noch. Bei einer der Übungen in der neuen Physio Praxis vor einigen Tagen sollte ich mich auf den Rücken und auf den Hinterkopf legen. Als ich von der Matte aufstand, gingen mir aufgrund des Schmerzes und des Schwindels fast die Lichter aus und ich wäre fast ohnmächtig geworden.

Ich will endlich wieder ins Berufsleben einsteigen und bin gewillt so ziemlich alles zu tun um wieder halbwegs fit zu werden. Würde diese Verödung denn helfen ? Mir fehlen diesbezüglich jegliche Erfahrungswerte und es ist das erste mal in meinem Leben das ich eine derart langwierige Erkrankung habe. Von den Ärzten bin ich überwiegend enttäuscht, da fast jeder im Dunkeln tappte. Selbst eine komplette neurologische Abteilung im Krankenhaus, in dem ich wie gesagt 2 mal war. Dort liefen fast nur Assistenzärzte rum, die kaum Erfahrung hatten. Ich wäre daher für jede Meinung und jeden Tipp sehr dankbar.

Vielen Dank und viele Grüße
 

IsswasDoc

Erfahrenes Mitglied
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#21
Hallo Markus2903,

ich habe eine Thermokoagulation machen lassen. Man sollte aber wissen, das hier nur die Symtome aber nicht die Ursache behandelt wird. Der Effekt hielt nicht lange an und alles wieder wie zuvor.

Zum Zeitpunkt meiner Behandlung allerdings, wusste man noch nicht, das ich eine instabile HWS mit BSV u. Bänderrissen, Probleme mit den Kopfgelenken und zusätzliche eine CMD mit im Spiel war. Und nartürlich die LWS,Schulter und Hüfte nicht zu vergessen.

Deshalb wäre mein Tipp zuerst mal ein Upright-MRT Kopfgelenke/Schädel machen lassen, damit man weiß, was dort Sache ist. Bei mir waren auch Funktionsrötgen da, die erst im Nachhinein bei richtiger Auswertung eines fähigen Radiologen die Instabilität der HWS gezeigt haben.

Wenn es richtig gemacht wird ist es keine schlechte Sache, aber die Ursache wird dadurch nicht beseitig zb. bei Achsabweichungen die ja keiner Ausmessen will, selbst wenn voraufnahmen da sind.

Gruß
Isswasdoc
 
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#22
Erst mal vielen Dank für den Hinweis. Ein MRT wurde bereits durchgeführt. Dies ergab eine " Vorwölbung " von 3 Halswirbeln. Dafür gehe ich regelmäßig zur Physio und die Übungen helfen auch temporär. Leider bleibt jedoch die enorme Druckempfindlichkeit am Hinterkopf. Dies können meiner Meinung nach nur Nerven sein.

Ich kann seit 1,5 Jahren nicht mehr auf dem Rücken liegen. Selbst wenn ich nur die Haare am Hinterkopf bürsten möchte, dann löst dieser " Druck " bereits Schmerz und Schwindel aus. Auch wenn ich nur ganz normal sitze dann kommt urplötzlich ein starker Juckreiz, ein Stechen und Ziehen am Hinterkopf und das ruft den Schwindel ( Dreh,- und Schwankschwindel ) hervor. Ich habe auch schon Salben vom Hautarzt bekommen, doch diese haben höchstens auf die Kopfhaut Auswirkungen, doch nicht auf die darin verlaufenden Nervenbahnen. Viele Grüße
 

HWS-Schaden

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#23
Hallo Markus,

es scheint mir ratsam, dass du ein eigenes Thema eröffnest.
Hier steht, wie man das macht: http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=19130

Das mit dem extremen Druck und der Druck- und Berührungsempfindlichkeit ist bei mir auch so, rechtsseitig.
Ist es bei dir beidseitig?
Ich habe mir ein Hirsekissen angeschafft. Das kann ich sehr gut anpassen und so eindrücken, dass meine schmerzhafte Region keine Berührung hat.

Liebe Grüße HWS-Schaden

P.S. Ich habe ein paar deiner Beiträge gelesen und weiß nun, es war ein Sportunfall.
Beschreibe den im eigenen Thema bitte.
Auch: Wer ist der Kostenträger? (BG? Krankenkasse? Private Versicherung? Versicherung eines Unfallgegners?)

P.P.S. Habe deinen Thread gefunden: http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?p=302109#post302109
 
Zuletzt bearbeitet:
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48
#24
Das mit dem Hirsekissen wird bei mir leider nicht funktionieren. Ich kann nicht mal die Haare am Hinterkopf bürsten. Sobald dort ein leichter Druck ausgeübt wird, erfolgt sofort der Schmerz und dann kommt auch direkt der Schwindel. Das können aus meiner Sicht nur die Nerven sein.

Bei einem HNO war ich auch bereits. Dieser wollte kalte Luft mit entsprechendem Druck in die Ohren einführen um den Schwindel zu reizen und zu provozieren. Davon hab ich " dankend " Abstand genommen, denn ich will von dem Ganzen weg und nicht etwa die Problematik auch noch hervorrufen bzw. absichtlich provozieren.

Ja - es handelte sich um einen Sportunfall bei dem die HWS in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Ganze zog aber nach oben in den Hinterkopf und seitdem besteht besagte Druckempfindlichkeit die die Schmerzen auslöst + Schwindel. Über Monate hinweg war der Schwindel so extrem, dass ich nicht mal mehr geradeaus laufen konnte. Selbst ein simpler Einkauf im Supermarkt wurde dadurch zur " Herkules Aufgabe ".
 
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