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Es geht noch mit der Solidarität

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,891
Ort
Berlin
Hallo zusammen,

von vielen unbemerkt tobte in den letzten Wochen ein gewaltiger Krieg im Süden unserer Republik.:mad:
Eine Bank wollte seine Betriebsratsvorsitzende loswerden.
Die Geschichte zeigt, dass Solidarität zur Bündelung der Kräfte wichtig ist und auch Erfolg bringt ;-)

Hier die Geschichte.
das Ergebnis hier


in der gestrigen Stuttgarter Zeitung war noch ein schöner Kommentar zum
Volksbank_Krimi:

"Bankchef Ungers Einigung
Der Verlierer

Von Josef-Otto Freudenreich

Was für ein Rohrkrepierer! Alles hatte der Chef der Ludwigsburger Volksbank, Karlheinz Unger, aufgeboten, was er glaubte, aufbieten zu müssen. Anwälte, die zu den teuersten ihrer Branche gehören, Kündigungen, die gar nichts anderes zuzulassen schienen als einen sofortigen Rauswurf, öffentliche Erklärungen, die besagten, dass diese Betriebsratsvorsitzende untragbar sei. Und jetzt? Jetzt ist alles vom Tisch. Keine Kündigung mehr, kein Spesenbetrug mehr, kein Schadenersatz mehr, stattdessen das Bekenntnis zu "vertrauensvoller und konstruktiver" Zusammenarbeit.

Diese Kehrtwende wird Unger seinen Genossen erklären müssen, wenn sie heute den Vorstandsvorsitzenden entlasten sollen. Er wird die Frage beantworten müssen, ob er noch der Richtige an der richtigen Stelle ist.
Warum er die Volksbank in diese Schlammschlacht geführt hat, deren Schaden noch nicht absehbar ist. Warum er glaubte, sie gewinnen zu können, in völliger Verkennung der Kräfteverhältnisse und der negativen Schlagzeilen, und warum er zu Mitteln griff, die das Klima zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vergifteten.

Dieselben Fragen muss sich der Genoverband stellen, seine Dachorganisation, die ihn lange gestützt und ebenfalls viel zu spät erkannt hat, dass hier ein Flächenbrand ausgelöst wurde, den sie nicht mehr unter Kontrolle hatte. Längst war aus dem Streit des Ludwigsburger Bankchefs mit seiner Betriebsratsvorsitzenden ein tarifpolitischer Kampf geworden, der auf Bundesebene ausgetragen wurde und damit auch die Gewerkschaft Verdi aus allen Rohren schießen ließ. Für beide Lager ging es damit ums Prinzip: wie stark oder schwach darf ein Betriebsrat sein, welchen Einfluss kann oder darf die Gewerkschaft haben?

In seiner Selbstüberschätzung hat Unger geglaubt, in diesem Minenfeld Marken setzen zu können. Dazu bedurfte es eines Anwalts, der wie ein Panzer agierte, die "Kündigung von Unkündbaren" zum Programm erhob - und gescheitert ist. Helmut Naujoks war die willkommene Projektionsfläche in einer Zeit, in der Unternehmen ihre Beschäftigten ohne Not feuern. Verdi musste nur Naujoks sagen, und jeder wusste, was damit gemeint war: die Menschen quälen, bis sie aufgeben. Dass das im Fall Ludwigsburg nicht geklappt hat, ist die beste Nachricht."

Vielleicht eine Ermutigung für alle, die immer mal wieder an der Kraft der Gemeinschaft zweifeln:)

Gruß von der Seenixe
 
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sam

Mitgliedschaft beendet
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1 Sep. 2006
Beiträge
795
re.

Hallo seenixe,..

kein schlechter Artikel,...nur,..
Was hat Kampf der oberen 5 Großen mit uns Unfallopfer dieser Seite gemeinsam,... in meinen Augen nichts',..

Ich als Betroffene kann mich nicht mit dem Sesselkrieg im Bankengeschäft Identifizieren, wozu auch,..

Und was die Solidarität betrifft so gehts' hier bei den Herrschaften nur darum wer seinen Rücken zuerst an die Wand bekommt,...in einer neuen besseren Position als in der Vergangenheit,..In diesem Sinne, sam
 

Gibbus

Gesperrtes Mitglied
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8 Sep. 2006
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337
Solidarität

Hallo, liebste Sammy,

Gibbus ist ein alter roter :)mad:) "Sozi" und kann vertstehen, dass bei unserem Seenixer;) das Herz links schlägt. Es steht hier nicht so sehr der Sesselpuper der obersten Bankenetage im Fokus (der fällt unter die Rubrik "Niete im Nadelstreif":D) sondern vielmehr die Gewerkschafts- und Betriebsratsmacht, die in den Betrieben fast als Allerletzte für Solidarität sorgt, und an dessen "Betonsockel" sich solch eine Niete die Zähne ausgebissen hat.

Dass das durchaus hier in unser Unfallopfer-Cafe passt und uns Gesprächsstoff bringt (ohne oder mit Schadenfreude über den Unger-Unsell:D), möchte ich doch behaupten.

Ganz praxisnah: Hätte Gibbus in seinem ehemaligen "Verein" (dieser sieht dem Benutzerbild sehr ähnlich:D) einen Betriebsrat vorgefunden, so hätte er auf dessen Solidarität in Form einer leidensgerechten Arbeitsplatzumrüstung, Umsetzung oder anderer solidarischer Bemühungen bauen können. Einen BR hatte Chefe aber im Betriebe nicht zugelassen. Stattdessen hat Chefe, dem immer wieder die Mitarbeiter davonlaufen, Gibbus wegen seiner Verdi-Zugehörigkeit gebosst. Das war ein "rotes Tuch" für meine Verdi:rolleyes:, und sie ließ Chefe solidarisch "zur Ader":D

N`Abend !
Carsten mit Gibbus:cool:
 
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