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Erwerbsminderungrente sinnvoll sie zu beantragen?

Registriert seit
2 Jan. 2016
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46
#1
Hallo, ich hatte vor genau einem Jahr einen schweren Autounfall, hab dieses jahr echt gekämpft um die Verletzungen einigermaßen in griff zu bekommen.

Ich arbeite jetzt seit zwei Wochen auf 30 Std Wochen und es ist echt hart und tut mir nicht wirklich gut. Hab nach dem Unfall 30 gbd bekommen. Probleme sind noch in der Halswirbelsäule (Schleudertrauma Grad 3), afferenzstörung, Wurzelreizsyndrom (2 taube Fingerspitzen), armplexus Quetschungen und Schulter arm Funktionsstörungen.
Jetzt hab ich überlegt ob ich eine teilerwerbsminderungsrente beantrage und im Beruf auf 5 std täglich reduzier. Das könnte ich finanziell aber nur wenn die teilrente genehmigt werden würde.

Macht es Sinn es so bei der Rentenversicherung zu beantragen? Oder lehnen die es eh gleich ab, weil ich ja 6 Std momentan arbeite?

Und ist die teilerwerbsrente der BG höher wie der der Rentenversicherung? Gegen die BG läuft nämlich gerade eine Klage.
 

Siegfried21

Erfahrenes Mitglied
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#2
Hallo,

ich hatte vor genau einem Jahr einen schweren Autounfall
Das ist noch keine Zeit, da kann sich noch viel so oder so verändern!

Ein GdB allg. sagt nichts über deine Leistungsfähigkeit aus!

Eine EMR oder Teil EMR ist nicht einfach zu bekommen bzw. die theoretischen-
DRV- Vorschriften sagen von 3-6 Std.

Warum musstest du mit der BG vors Gericht?, werden deine Beschwerden-Folgeschäden unfallunabhängig und als degenerativ eingestuft:p:(

Du möchtest bei der BG eine MdE von 20% durchsetzten?

Ob die Verletztenrente bei der BG höher ist als die Teil EMR- DRV kommt u. a. auf die MdE
% an bzw. kannst ja mal grob ausrechnen s. u. (3.2.1. Berechnungseispiel) und deine Beträge von der DRV-Rentenmitteilung
anschauen bzw. bei der DRV musst du aber noch die KV und Pflegev. abziehen, denn in der Rentenmitteilung sind Bruttobeträge!

Eine Verletztenrente und EMR ggf. Anrechnung!

https://www.ihre-vorsorge.de/forum.html?tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=16271


BG:
http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Verletztenrente-439.html

DRV:
http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Abgestufte-Erwerbsminderungsrente-2.html


Teilweise oder volle Erwerbsminderung?

Wenn Ihre Leistungskraft auf weniger als sechs Stunden täglich gesunken ist, Sie aber noch mindestens drei Stunden am Tag arbeiten können, ist dies eine teilweise Erwerbsminderung. Gibt es allerdings keine entsprechende Teilzeitarbeit, prüfen wir in bestimmten Fällen, ob Sie auch Anspruch auf die volle Erwerbsminderungsrente haben.
Quelle:
http://www.deutsche-rentenversicher...erwerbsminderung_node.html#doc233316bodyText4

Grüße und schöne Weihnachten
 
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#3
Mein Unfall ist 1,5 Jahre her. Nach 8 Monaten versuch der Eingliederung, bin ich jetzt bei 4 Stunden gelandet, mehr geht einfach nicht. Habe auch Teil Erwerbsminderungrente beantragt. Wir rechnen damit das sie regelmäßig geprüft wird. Und es noch lange dauern kann bis das ganze durch ist. Viele Formular und Gutachten. Ich habe einen Rentenberater von der KK gestellt bekommen (er hat mir bei den Formularen geholfen, frag mal bei deiner nach) Und dein Arzt und Chef sollten auch nachweißen können, das dich die derzeitige Arbeitszeit überlastet. Die werden auch gefragt. Stelle dich auf einen Kampf ein.

LG kleineseele
 

Siegfried21

Erfahrenes Mitglied
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#4
Hallo Kleineseele,

um in den Genuß von einer Erwerbsminderungrente zu bekommen:p ist meistens mit viel "Hack-Mäck" verbunden.

Erstmals ablehnen was geht heißt die Vorgabe der DRV.
Auch z. B. die Gerichtspräsidenten bekommen von der Politik Druck
nicht so viele positiv durchzulassen und die Gutachter wissen genau was sie zu tun haben:cool:

Verweisung auf "Pförtner-Telefonist-Museumswärter" ala Berufe noch aus den
50-60-70 Jahren.

Man muss schon multiple Einschränkungen (Orthopädie, Neurologie und Psychosomatik usw.) aufweisen können, bloß z. B. bei einem Rückenleiden bekommt man keine EMR s. Rechtssprechung:eek:

REHA vor Rente heißt das Zauberwort:D

Da der Grundsatz „Rehabilitation vor Rente“ gilt, wird zuerst geprüft, ob Ihre eingeschränkte Erwerbsfähigkeit durch medizinische Rehabilitation oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wiederhergestellt werden kann.
Quelle:
http://www.wegweiser-arbeitsfaehigk...-rahmenbedingungen/ar-erwerbsminderungsrenter

Grüße
Siegfried21
 

Hotte

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#5
Hallo Kleineseele,

um in den Genuß von einer Erwerbsminderungrente zu bekommen ist meistens mit viel "Hack-Mäck" verbunden.

Erstmals ablehnen was geht heißt die Vorgabe der DRV.
Auch z. B. die Gerichtspräsidenten bekommen von der Politik Druck
nicht so viele positiv durchzulassen und die Gutachter wissen genau was sie zu tun haben

Verweisung auf "Pförtner-Telefonist-Museumswärter" ala Berufe noch aus den
50-60-70 Jahren.

Man muss schon multiple Einschränkungen (Orthopädie, Neurologie und Psychosomatik usw.) aufweisen können, bloß z. B. bei einem Rückenleiden bekommt man keine EMR s. Rechtssprechung:eek:
Hallo,
leider muss ich Siegfried21 komplett zustimmen:(
Erwerbsminderungsrente ist sehr sehr schwer zu bekommen.
Ich habe ein organisches Psychosyndrom, Implantate/Versteifung im Rücken für 2 Brustwirbel und 3 Bandscheiben, und deformierte Schultern nach multiblen Frakuren,etc. das reichte dem Gutachter,Sachbearbeitern und Widerspruchskomission der DRV nicht mal für die teilweise Erwerbsminderungsrente:eek:.
Erst vorm Sozialgericht hab ich die volle Erwerbsminderungsrente zugesprochen bekommen(auch rückwirkend ab Unfall):cool:.

LG Hotte
 

Siegfried21

Erfahrenes Mitglied
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#6
Hallo Hotte,

weder bei der DRV im Verwaltungsakt, geschweige bei der BG (das sind die größten Ban...) geht es Rechtsstaatlich zu und das weiß-befürwortet-fördert die Politik.

Schau dir mal die Widerspruchsausschüsse an, eine Marathon- Unterschriftsaktion- Kaffeekränzchen
im Sinne der Verwaltungen i. d. R. nur ein Stolperstein auf dem Weg zu SG.

Persönlich sollten die Damen und Herren für ihre Gefälligkeits-Unterschriften
haftbar gemacht werden können.

Der deutsche Michel muss obwohl im Sozialleistungen in einem hohen %
zustehen würde, vielfach die Hosen runter lassen und sein Recht durchfechten.

Die SG-Gerichte werden mit abertausenden Klagen geflutet, aber in einem großen % nicht von Rechtsquerulanten, denen ggf. sich ein Furz im Arsch verirrt hat, nein von Berechtigten, denen Die leistungen vorneweg zustehen würde, aber um ihr Recht kämpfen müssen.

Widerrum belieben trotzdem viele auf der Stecke!

Gewollte Schikane vom Sozialstaat zum Schutz vom Sozialstaat!

Grüße
 

oerni

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#7
Hallo Siegfried,

geschweige bei der BG (das sind die größten Ban...)
nun die Unterschriften der Ausschussmitglieder dürften bereits auf dem Server der UV-Träger liegen,
insofern muss nicht bei jeder Entscheidung auch der Ausschuss tatsächlich tagen.

Ich kann das noch nicht beweisen, habe aber entsprechende Informationen bereits erhalten.

Was als sicher gilt, oft werden die Entscheidung nur auf den Server gelegt und so den Mitgliedern zugänglich gemacht.

Meine BV in Augsburg möchte mir immer noch weis machen, dass ein Vertreter des Ausschusses an einem Wintertag
mit ordentlich Schnee auf den Straßen aus einem Ort auf der Alb (ca. 90 Km) nach Augsburg gekommen ist,
wo schon die Fahrt von mir nach Augsburg eine Zumutung war.

Gewollte Schikane vom Sozialstaat zum Schutz vom Sozialstaat!
Gewollte Schikane zum Wohle des Geldes würde ich das eher nennen.
 
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#8
@Siegfried21

Gehe 4 Stunden täglich Arbeiten. Rest: wenn die BG nicht zahlt, dann muss halt die Versicherung. Mir egal sollen die sich doch darum streiten. Habe den Antrag gestellt weil die Versicherung darum bat, bei Ablehnung muss sie halt zusehen.

Ich habe Becken, Rücken, rechtes Bein kaputt, Gesicht und Gehirn (eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit) und Geräuschempfindlichkeit.
Reha habe ich erst im April abgeschlossen. Körperlich wird es keine Verbesserungen geben.

Mein Anwalt, Chef und meine Mutter haben mich immer versucht zurück zu halten. Aber ich wollte nicht hören. Gut das es aber noch in der Eingliederung geschah und nicht schon einen Vertrag mit mehr Zeit unterschrieben hatte. So ist es ein gescheiterte Versuch und muss nicht umständlich Begründet werden.

Ich finde es einfach zum Ko... man hat mit sich selber schon genug zu kämpfen. Ich bin schon immer eine Kämpfernatur und möchte es alles aus Eigner Kraft schaffen. Habe meinen Job und Position geliebt und jetzt muss ich einsehen das es nicht mehr so geht. Und dazu soll man sich auch noch bettelnder weiße um die verdiente Rente kümmern.

Und warum? Weil man zur falschen Zeit am falschen Ort war.
 

Siegfried21

Erfahrenes Mitglied
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#9
Hallo Kleineseele,

ein gutes neues Jahr!

Schau..... nun ist den Unfall erst ein Jahr her und dies ist keine Zeit, da kann sich schon noch was tun;)

Ich kenne jetzt nicht deine Unfallbiografie, aber es müsste sich um ein
Arbeitsunfall mit Fremdbeteiligung handeln?

Ist die Schuldfrage-Haftungsquote schon geklärt?

Und warum? Weil man zur falschen Zeit am falschen Ort war.
Ja, schon......aber jetzt solltest du nach vorne schauen, deine Kraft in die weitere REHA setzten und vor allem,
dass du den Schadenersatz im Sack hast und auch kein Altersrentenverlust erleidest.
(hier für ist die DRV- Regress zuständig)

https://dejure.org/gesetze/SGB_X/119.html

Wer-wo-was-wann, die Kohle muss stimmen und auch, wenn du z. B. nicht mehr arbeiten könntest;)

Grüße
 
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#10
Hi Siegfried21,

nein keine Wegeunfall.

Schuldfrage 100% geklärt. Der Autofahrer hat das Stoppschild überfahren.

Das ich Erwerbminderungsrente beantragen soll. Kam von meiner KK und von der Gegnerischen Versicherung. Wie immer will ja keiner Zahlen. (fand der REHA Berater auch merkwürdig)

Und so lange zahlt die volle Differenz eh die Versicherung. Zwar immer nur nach Anfrage, aber dafür hab ich ja denn Anwalt.

Ich machen nebenbei weite Muskelaufbau in einer Tagesklinik. Einen REHA Berater habe ich von der Generischen Versicherung auch gestellt bekommen, der ist der Meinung das ich in diesen Bereicht schon mehr als genug mache. (Er hilft mir jetzt den Arbeitsplatz zu verbessern, Tisch Stuhl und so)

LG kleineseele
 
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#12
Im 7ten Ich will (entschuldige die Wortwahl) den scheiß endlich hinter mir haben.
Bin ja mittlerweile gezwungen mit schmerzen arbeiten zu gehen. Von irgendwas muss ich ja leben. Die BG macht es sich da immer sehr leicht. 2 Rehas über 6 Wochen haben nichts gebracht, also wird man mit der Begründung "soll froh sein das ich noch lebe und soll mein leben weiter leben" abgeschoben.
Februar ist die erste Verhandlung vorm sozialgericht. Bin mal auf den Ausgang gespannt
 
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