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Erfahrungen Calcaneus / Fersenbeinfraktur

calc1

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23 Juni 2007
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hallo liebe leidensgenossen,
ich dachte, ich schreibe hier mal kurz ein paar meiner erfahrungen auf, die ich mit meinen beiden gebrochenen fersen seit dem vergangenen sommer gemacht habe. vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen...
also: ich habe mir beim klettern einen sturz von etwa 4m geleistet und mir beide fersen gebrochen, sonst gings glimpflich ab. links hatte ich noch glück, nur eine entenschnabelfraktur, keine gelenkbeteiligung. beides wurde operativ versorgt und ziemlich perfekt wiederhergestellt. rechts mit platte und schrauben, links mit einer schraube.
die rolli-zeit von 6 wochen war hart, wenn man bisschen bescheid weiss ist man schon deprimiert. hier im forum sind die töne ja auch eher negativ (hab nicht alles gelesen). nun ja, nach 6 wochen konnte ich dann wieder mit laufen üben anfangen, links unter vollbelastung, rechts 20kg teilbelastung. ging superschnell vorwärts, nach 3 tagen bin ich mit meinen krücken 3km mit pausen marschiert. links habe ich einen ganz normalen basketballschuh (schön weich) und rechts einen gehgips getrragen. nach 8 wochen habe ich auch rechts den gips weggelassen und angefangen rechts die belastung zu steigern und kam nach etwa 2 weiteren wochen auch rechts zur vollbelastung. dieser langsame belastungsaufbau war sicher gut, denn links hatte ich die ersten beiden wochen schon ziemlich schmerzen. als ich beide füsse wieder sicher vollbelasten konnte, bin ich dann noch für 3 wochen in stationäre reha gegangen, diese zeit wirklich intensiven übens war sehr wichtig für mich und hat mich wirklich weitergebracht. jeden tag viel schwimmen, mind. 2x kraftraum und natürlich viel spazieren gehen. zwischendurch natürlich den normalen therapieplan abarbeiten!:) nach der reha war ich wieder so fit, dass ich sogar noch praktikum im krankenhaus machen konnte...
mittlerweile mache ich kleine wanderungen (ca 10km), (mit den affigen walkingstöcken), gehe radfahren (max50km) ich geniesse es richtig, wieder draussen unterwegs zu sein. ich freu mich eigentlich jeden tag über das was ich schon wieder alles machen kann. und ich bin eigentlich jeden tag dankbar für alles. klar, mein leben hat sich ganz schön verändert, es ist nicht mehr wie vor dem unfall und keiner weiss, was die nächsten jahre bringen, da kommt sicher noch einiges auf uns zu (posttraumatische arthrose usw.). aber ich muss sagen, dass ich mich glaube ich soweit ganz gut damit arrangiert habe... es ist nicht so, dass ich keine schmerzen habe. rechts merke ich jeden schritt, va beim abrollen. und wenn ich mich übernehme, kommt die quittung... das gehört wohl jetzt dazu. aber ich glaub man kann damit leben
nun ja, ich beende mal meinen monolog, hoffe, dass ich niemandem zu nahe trete und dass dieser bericht vielleicht dem einen oder anderen mit der diagnose fersenbeinfraktur(en) mut macht, die sache anzupacken. es lohnt sich!
machts gut, lieber gruss,
calc
ps: falls jemand das liest und fragen hat, ich schau die nächste zeit ab und an mal rein, einfach schreiben...
 

Carmen

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Fersenbeimfraktur

Hallo Calc 1,

habe mir Anfang Septempber am rechten Fuß eine Fersenbeinfraktur zugezogen.:mad: Die Leiter ist unter mir weggerutscht (von ca. 3,5 Metern) Ich laufe seit 3 Wochen (nur daheim) fast ohne Gehhilfe(außer in der Früh und am Abend), aber leider noch mit Humpeln. Jetzt meine Frage an Dich: Wie lange hat es bei Dir gedauert bis Du nicht mehr gehumpelt hast? Das macht mich:mad:. Und welche Erfahrungen hast Du mit Schuhe?

Grüsse
Carmen
 

calc1

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23 Juni 2007
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erstmal fröhliches und erfolgreiches neues jahr uns allen, in dem es hoffentlich weiterhin gut vorwärts geht!

hallo carmen,
tja, das mit dem humpeln... bei mir ist das so, dass ich morgens nach dem aufstehen schon die ersten paar schritte ein bisschen humpele (mit rechts)... und natürlich auch nach stärkerer belastung, kommt manchmal 1-2 tage später so richtig... habe mal ein paar freunde gefragt, die meinen ich würde normal laufen, ich selber merke halt, dass das abrollen nicht so funktioniert wie links. ich denke diesen zustand hatte ich nach der reha also nach etwa 3 monaten erreicht. viel üben (gehen) und viel physiotherapie (va beweglichkeit im oberen sprunggelenk zum abrollen) haben mir wirklich geholfen. man muss dabei aber auch sehr aufpassen dass man sich nciht übernimmt.
was die schuhe angeht: ich habe wie gesagt bisher nur normale konfektionsschuhe getragen, keine einlagen o.ä. angefangen habe ich mit weichen basketballschuhen, mittlerweile trage ich eigentlich nur noch leichte wanderschuhe, da ich besser gehen kann wenn ich etwas mehr halt habe. anfangs habe ich va links ziemliche beschwerden gehabt, mich dann aber irgendwie nach etwa 2 wochen daran gewöhnt. das problem war der druck von unten an der ferse. die wanderschuhe waren mir anfangs auch zu hart, aber auch das geht inzwischen ganz gut. gerade auf unebenem boden sind aber die etwas höheren schuhe und walking-stöcke echt gold wert. weiterer vorteil: ich hab meistens warme füsse, denn wenn sie länger kalt sind habe ich mehr schmerzen nach belastung. falls du auch diese schmerzen unter der ferse hast kannst du mal so gel-einlagen versuchen, kosten kaum was und wenns hilft... nächste möglichkeit sind dann halt orthopädische einlagen, die extra angepasst werden, mit fersenweichpolsterung und die die ferse etwas besser fassen dh den druck etwas besser verteilen. solltest dich aber dann gut beraten lassen! ich bin wie gesagt bisher ohne einlagen ausgekommen.
paar gedanken zu deiner situation: du scheinst ja relativ lange nicht oder nur wenig belastet zu haben (anfang sept-anfang dez.). wie bist du denn versorgt worden?op? ist das untere sprunggelenk kaputt? was macht dir am meisten probleme? warst du oder gehst du noch in reha (lohnt sich echt, man kann sich voll drauf konzentrieren wieder gesund zu werden)? ist halt schon ne ziemlich fiese sache die wir uns da zugezogen haben.
so ich hoffe ich hab deine fragen soweit beantwortet und wünsch dir viel kraft das durchzuziehen und viel durchhaltevermögen, das brauchst du wahrscheinlich noch. machs gut!
grüsse,
calc
 

Carmen

Neues Mitglied
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25 Dez. 2007
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hallo calc1,

vielen vielen dank für deine antwort und dir auch ein gutes neues jahr und natürlich viel gesundheit.

tja, nun zu meiner ferse. sie wurde mit 13 schrauben und platte operatiev versorgt. ich durfte 10 kg mit dem vacoped für 2 monate belasten (tat sehr weh, hab nicht viel belastet). im 3 monat durfte bzw. mußte ich zur vollbelastung kommen, was ich auch schaffte ,trotz eines zwischenunfalls, wo ich mir den zeigezeh am linken fuß gebrochen hatte.
ich trage momentan normale schuhe, wobei mir aber der rechte schuh zu eng ist wegen der noch vorhandenen schwellung. die ferse tut so eigentlich nicht mehr weh, da ich bereits seit gute 3 wochen barfuß auf harten boden laufe (laminat, fliesen) und die ferse sich anscheinend dran gwöhnt hat.
die ärzte verschreiben mir keine reha, da ich angeblich alle übungen auch daheim machen könnte. ich muß sogar um physiotherapie betteln.

der physiotherapeut hat mir geraten noch (bei längeren Strecken) die krücken zu benützen, um meinen rücken zu schonen.

mein momentanes problem ist, daß ich nicht aus dieser schonhaltung herauskomme und somit, vermute ich ,noch humple. beim laufen zieht der gebrochene fuß nach links und treppenrunterlaufen klappt auch nicht fließend. die belastung auf den fußballen (also vorne) tut noch sehr weh.

wie ist das bei dir mit den seitwärtsbewegungen und dem gleichgewicht?
möchtest du die schrauben drin lassen oder rausmachen lassen. man hört unterschiedliche meinungen.

liebe grüsse carmen
 

calc1

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hallo carmen,

kurz zu deinen fragen:
schön dass du mit dem druck unter der ferse keine probleme mehr hast und dass du normale schuhe anziehen kannst! ist doch schon wieder ein schritt richtung normalität :)
mit den schuhen musst du ein bisschen aufpassen, dass du keine druckstellen bekommst, ich habe im bereich der op-narbe eine stelle, da ist das gefühl nicht ganz ok, da muss man aufpassen damit da nichts aufgeht. wenn das mit der schwellung bei dir sehr stark ist, könntest du mal deinen physiofritzen auf lymphdrainage ansprechen, bzw. halt deinen doc.
bei der reha geht es nicht darum, ob man das alles daheim machen kann. es geht darum, dass man zeit hat, um intensiv zu üben und sich nicht um alles andere kümmern muss. man geht schwimmen und in den kraftraum wann man will und muss nicht einkaufen oder essen machen. ist halt auch die frage, ob deine umstände es zulassen , dass du dich 3 wochen verabschiedest. mir hat das sehr geholfen. und man muss halt jemanden finden unter den ärzten, die sich die zeit nehmen, die reha vor den krankenkassen zu rechtfertigen. da sind viele briefe nötig und die in der klinik machen das eher schlecht. bei mir hat das der hausarzt gemacht. wie gesagt, dafür brauchst du jemanden der sich für dich einsetzt. nach so einer verletzung sollte es eigentlich drin sein, physio sowieso.
laufen mit krücken: ich weiss nicht, warum du noch mit krücken läufst wenn es vom fuss her geht. mit dem rücken das versteh ich nicht so ganz. ich denke richtig laufen lernen (dh ohne humpeln) kann man schlecht mit krücken, vielleicht einfach nochmal besprechen. für mich war es wichtig normal zu laufen und das richtig zu üben, gerade was schonhaltungen angeht.
wo tut es dir denn unter den fussballen weh? bei mir war das anfangs auch (aber nicht so stark), ich habe angefangen einen spreizfuss zu entwickeln, da ist dann zu viel belastung auf den mittleren zehenballen ("zeigezeh" - "ringzeh")und die tun dann weh. da mach ich physioübungen, seitdem ist das besser.
treppen runterlaufen ist sozusagen was für profis. das dauert länger bis das flüssig geht, weil du dafür eine sehr gute beweglichkeit im oberen sprunggelenk brauchst, du merkst da jedes grad was fehlt. dehnübungen haben mir gut geholfen (fusspitze gegen die wand, dann mit dem knie an die wand tippen, wenn das geht, die fusspitze 1 cm von der wand weg und das gleiche nochmal usw. frag mal den physiofritzen). anfangs habe ich den fuss nicht richtig auf die treppenstufe gesetzt, sondern nur die ferse, also den fuss nach vorne über die stufe hinausstehen lassen, dann geht das runterlaufen etwas besser, ist aber nur ne notlösung ;-)
seitliche kippbewegungen tun mir schon noch weh, va wenn man auf unebenem untergrund unterwegs ist. wenn der weg sehr steinig ist muss man schon sehr aufpassen. ich spanne dann relativ viele muskeln an, damit der fuss sich möglichst nicht zu viel bewegt, allerdings hat man dann hinterher auch schmerzen, wenn man so verspannt läuft. also besser auf ebenem gelände laufen...
das gleichgewicht... ja, da muss man schon wieder einiges lernen, da machen die physios mit einem so übungen, bei denen man auf so kippligen dingen stehen muss und zb bälle fangen muss. auf einem bein stehen fällt mir auch noch ein bisschen schwer, vor allem zb beim hose anziehen. sonst im alltag hab ich da aber keine probleme.
tja, metall raus oder drinnen lassen. schwere frage, bin ich mir auch noch nicht im klaren. ich will mich eigentlich nciht nochmal operieren lassen, weil das schon eine blöde stelle ist da unten (heilt schlecht, lymphabflusswege usw.). ich hab für mich überlegt, dass ich erstmal abwarte und das dann entscheide wenn es aktuell wird. ich glaub wenn mir der ganze ramsch keinen ärger macht (ist im moment praktisch der fall) dann bleibts erstmal drin, hab ja auch kein bock diesen sommer schon wieder im krankenhaus zu sein. wenn ich beschwerden kriege, die mich einschränken werde ich das aber denk ich anders sehen.
soweit so gut, machs erstmal gut, denk dran, vieles (leider nicht alles) kriegt man durch viel (!) üben wieder hin.
bis bald, grüsse
calc
 

Carmen

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Fersenbeinfraktur

Hallo calc 1,

danke für deine ausführliche beantwortung.

ich war heute beim arzt und habe ihn wieder auf reha angesprochen. er würde das jetzt beantragen, aber er zweifelt schwer, dass das durchgeht.
ich habe 2 kinder (5 und 7), um die ich mich kümmern muß, weil mein mann erst spät abends heim kommt. Aber so ne ambulante reha muß drin sein. möchte eigentlich ende januar wieder in die arbeit gehen, befürchte aber, dass es nicht geht.

am samstag habe ich wie verückt schuhe gesucht, habe keine vernünftigen gefunden, die einigermaßen passen würden. mein gebrochener fuß ist immerhin ne gute Schuhgröße größer als der normale. das mataerial da drin baut sehr auf. jetzt habe ich mir gedacht, ob ich herrenschuhe anprobieren sollte. die sind zumindest breiter.

Danke auch für die ratschläge für die übungen, werde es machen.

Am fußballen belaste ich überwiegend die äußere stelle entlang (wo der kleine zeh ist) und die ferse. die stelle mit dem großen zeh hängt -hab ich das gefühl- ein wenig in der luft.

aufjedenfall baut mich das sehr auf, dass es dir besser geht. in den beiträgen hier ist die stimmung nicht besonders aufbauend.

Wann bist du wieder in die arbeit gegangen und wie lange hat es bei dir gedauert bis der rehaantrag bewilligt worden ist? hast du den antrag auch bei der rentenkasse angefordert? ich habe erst gedacht man muß es bei der krankenkasse beantragen.

grüsse
carmen
 

calc1

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liebe carmen,

also, mir ging das genauso mit den meisten beiträgen hier im forum. die haben mich anfangs ganz schön fertig gemacht, man wird leicht mutlos. viele hier haben wohl schon sehr viel hinter sich, das muss man auch verstehen. deshalb ist es mir aber auch wichtig, dass auch mal etwas anderes hier geschrieben wird. schön, wenn es dir hilft!
versuch auf jeden fall das mit der reha irgendwie zu schaffen, denn 2 mal die woche 20min physio ist bei sowas viel zu wenig. bei mir hat das die krankenkasse gezahlt, ist dann bei dir wohl etwas anders. es hilft aber auf jeden fall, wenn in der begründung auch drinsteht, dass die reha-maßnahme für die wiederherstellung der arbeitsfähigkeit unbedingt notwendig ist. es ist wichtig, dass dieser antrag gut begründet wird! notfalls darf man sich auch nicht gleich geschlagen geben, wenn das mal abgelehnt wird. aber auch nicht zu viel kraft darauf verschwenden, die brauchst du eher für was anderes. setz dich nicht zu sehr unter druck wegen der arbeit (ich weiss, das ist leicht daher gesagt) aber du wirst noch einige geduld brauchen. für mich war viel stehen anfangs schon schwierig, schwieriger als lange spaziergänge zu machen!
und such dir gute bequeme weiche schuhe, die zeiten, wo wir irgendwelche billigen latschen anziehen sind leider vorbei. meine ersten basketballschuhe waren am linken fuss auch zu groß, hab mir zur not halt mit dicken wollsocken geholfen... (und egal wie s aussieht, laufen muss man einigermassen können, ich fands auch nicht toll mit so proll-latschen rumzulaufen). wie gesagt, ich komm gut mit wanderschuhen hin, was anderes hab praktisch nicht mehr an (hab schon drei paar).
schon interessant, du beschreibst so viele dinge die ich auch kenne. das mit dem ballen vom grossen zeh hatte ich auch, der wollte und wollte einfach nicht auf dem boden stehen. auch das muss man viel üben. dein fuss hat ja jetzt sehr lange kein normales laufen erlebt, das muss man wirklich wieder lernen. du musst übungen für die fussmuskeln machen, zb beim fernsehen (oder sonst was) mit der hand unter den großzeh-ballen drücken und dann aktiv den fuss immer und immer wieder so drehen, dass du dagegen drückst. die bewegung findet hauptsächlich im bereich des mittelfusses statt. versuch auch etwas für dein fussgewölbe zu tun, ich habe anfangs zu einem plattfuss tendiert. aber das ist alles was für deinen physiomensch, der soll dir paar gute sachen zeigen (auch da ist es viel wert wenn man an jemanden mit erfahrung gerät, ich hatte da glück).
die frage mit der arbeit war bei mir leichter, denn ich bin noch student, also relativ flexibel. ich konnte aber nach der reha (also 3 1/2 monate nach dem unfall) im krankenhaus arbeiten, mit einschränkungen aber es ging. man muss aber aufpassen dass man sich nicht dabei übernimmt. das bringt einen nämlich nicht weiter, sondern wirft einen eher zurück, schon allein dadurch dass man dann frustriert ist, wenn etwas nicht so geht wie man das will.
wie gesagt, bei mir wurde die reha von der kk bezahlt nicht von der rentenkasse. kann aber bei dir anders sein, ich kenne mich da auch nicht aus. in manchen kliniken gibt es für solche fragen sozialarbeiter... ich glaube, so vier wochen hat das bei mir schon gedauert bis die genehmigung für die reha kam, ging bei mir aber zum glück ohne probleme durch.
also dann schaff mal alles gut und lass den kopf nicht hängen, manchmal ist einem danach, aber wir müssen jetzt mit einem "kranken" fuss leben und das wird nicht leichter, wenn man traurig ist.
bis bald,
calc
ps: oje ich schreibe ja regelrechte romane!
 

Carmen

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hallo Calc 1,

gestern war ich bei der fußkontrolle im krankenhaus. danach war ich nur noch depremiert. ich hab dir ja geschrieben, dass ich den zeh nicht auf dem boden bekomme und dass ich überwiegend den äußeren fußrand belaste - das habe ich auch den chirurgen gesagt und dazu, dass ich halt noch schmerzen habe beim längeren laufen (ein anderer, als der, der mich sonst untersucht). er hat röntgenaufnahmen vom ganzen fuß gemacht, im stehen (also bei belastung und wo man den großen zeh auch sieht), und ist zu dem schluß gekommen, dass ich einen orthopädischen Schuh mit einlagen, die am äußeren rand erhöht sind, brauche, damit mein zeh irgendwie zu boden kommt. meine frage war dann- ob man dass mit krankengymnastik denn nicht hin bekommt. dann hat er gemeint- nein-und wenn das in einem dreivierteljahr nichts bringt, sollte man sich überlegen den unteren Sprunggelenk zu versteifen, damit ich ein leben lang keine schmerzen habe.:mad: ich hab gedacht ich bin im falschen film und kam zu dem entschluß, dass ich dort nicht mehr hingehe und dass ich auch den weiterbehandelden arzt wechsle.
wie kann ein chirug nach 4 monaten (nach op) und vorallem wenn die schrauben noch drin sind, zu der äußerung kommen, man sollte es versteifen.
habe daraufhin mein physiotherapeuten gesprochen. er hat gemeint ich soll dass schnell vergessen mit dem versteifen.

nun beruhigt mich das, dass du auch dieses problem gehabt hast. wie lange hat das bei dir gedauert bis der zeh am boden war? hast du da auch schmerzen gehabt? Hast du in der rehe schmerzen gehabt? kennst du einen arzt der sich nur auf fuß spezialisiert hat oder eine besondere klink?

grüße carmen
 

carlina

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Liebe Carmen,

bitte vergiss das mit dem Versteifen erstmal ganz schnell wieder. Über diese Maßnahme denkt ein vernünftiger Arzt nach dieser kurzen Zeit nicht mal nach :eek: Ich würde auf jeden Fall d(ies)en Arzt wechseln bzw. mir mindestens eine weitere Meinung einholen! Mit mir hat ein Orthopäde über diese Möglichkeit auch gesprochen im Zuge meiner Marknagelentfernung, das war allerdings ein gutes Jahr nach dem Unfall und auch nur als mögliche Maßnahme zur Verminderung der Schmerzhaftigkeit in frühestens 2 Jahren.

Das Tragen von orthopädischen Schuhen und/oder Einlagen ist zu diesem Zeitpunkt sicher sinnvoll.

Viel wichtiger allerdings ist eine konsequente und regelmäßige Physiotherapie und zusätzliche Übungen zuhause! Insbesondere die Zehenbeweglichkeit kann man wunderbar auch zuhause trainieren, z. B. Taschentücher o. ä. mit den Zehen greifen und von A nach B legen, den Fuss (und das Gewölbe) mit einem kleinen "Stachelball" massieren durch Kreisen etc. In der KG haben wir später auch viel mit dem "Wackelkissen" gemacht. Ich konnte anfangs meine Zehen links z. B. nicht mal einen Millimeter weit spreizen, das klappt jetzt schon (vergleichsweise) prima.

Es ist kein Zuckerschlecken und bedeutet harte Arbeit, aber es lohnt sich und Du wirst die Erfolge spüren und sehen. Auch wenn es schwerfällt (ich weiß...), gib Dir und der Therapie einfach noch ein bißchen Zeit :)

Ich wünsch Dir viel Energie und immer guten Mut!
 

Carmen

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Fersentrümmerbruch

hallo carlina,

danke für die ermunternden sätze!

ich hoffe dir geht es jetzt gut. kannst du alle schuhe jetzt anziehen.
für eine frau (zumindest für mich) sind schuhe wichtig. ich möchte auch mal irgenwann wieder hohe elegante schuhe (keine highhills) anziehen können.;)

am montag hab ich einen termin bei einem anderen arzt.
ich werde jetzt auch vermehrt daheim übungen machen(Taschentücher und co.). Calc 1 hat mir auch gute übungen genannt. man kann sich echt nicht mehr auf die ärzte verlassen. ich hoffe, dass der neue arzt mir auch eine ambulante reha beantragen kann, die gut begründet wird. da kann ich mich wenigstens voll auf mein fuß konzentrieren. ich möchte halt so schnell wie möglich wieder in die arbeit, um auch auf andere gedanken zu kommen. meine armen kollegen schwimmen in arbeit. hab voll das schlechte gewissen.

alles gute im neuen jahr übrigens.

grüße carmen
 

carlina

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Guten Morgen Carmen,

danke Dir :) Mir geht es (insgesamt) zufriedenstellend bis gut, hab mich halt inzwischen auch mit der Situation arrangiert und arbeite weiter an einer Verbesserung.

Das mit den Schuhen kann ich Dir sehr gut nachfühlen (bin halt auch ne Frau :D ). Meine hohen Hacken habe ich schon vor geraumer Zeit auf den Dachboden verbannt, glaube nicht, dass ich sie jemals wieder tragen kann. Aber ich kann wieder normale flache Schuhe nach meinem Geschmack anziehen, das finde ich toll :) Meine ersten "normalen" Schuhe nach den orthopädischen waren so ein paar (ähnliche) Trekkingsandalen http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=kee49705&k_id=0106&hot=0 Da ich auch das Problem hatte, dass mein linker Fuss weitaus umfangreicher war als der rechte, kam ich mit diesen flexibel regulierbaren Sandalen sehr gut zurecht. Aber das war auch im Sommer, für diese Jahreszeit wohl eher unpassend... :confused: Durch die regelmäßige Lymphdrainage ist die Schwellung inzwischen deutlich zurück gegangen und der Umfang ist fast normal, das erleichtert die Schuhauswahl sehr.

Super dass Du schon am Montag einen neuen Termin hast! Ich denke das mit der ambulanten Reha ist bei Dir auf jeden Fall machbar. Und wegen der Arbeit: versteh ich auch gut. Ich war auch froh, dass ich irgendwann wieder für ein paar Stunden "raus" kam und mich mal wieder mit was anderem beschäftigen konnte (meine Arbeit macht mir Spaß). Dafür gibt es ja die Wiedereingliederung, da wird man nicht sofort wieder vollends ins "Haifischbecken" der Arbeit gestoßen, sondern stufenweise wieder an die frühere Arbeitszeit rangeführt. Bei mir hats leider nicht geklappt, dass ich wieder Vollzeit arbeite, aber die Teilzeit jetzt ist auch in Ordnung.

Berichte bitte, wie das Gespräch mit dem Arzt am Montag gelaufen ist ja?
Ich drück Dir die Daumen :)

Liebe Grüße
carlina
 

calc1

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hallo ihr fersenbeinspezialisten,
dann will ich mich auch mal wieder zurückmelden...
@carmen:
wollte dir drei sachen sagen, sind natürlich nur ratschläge, bin ja kein arzt...
1. versteifung: ich kann carlina nur zustimmen, das mit dem versteifen des unteren sprunggelenks solltest du ganz ganz schnell erstmal wieder vergessen. nach so kurzer zeit sollte man keine gedanken an so etwas verschwenden und man muss sich immer darüber im klaren sein, dass das ein sehr endgültiger schritt ist. das macht sinn, wenn das usg von der arthrose zerstört ist, nicht vorher! und die probleme die du mit deinem fuss hast, die spielen sich bei weitem nicht nur am usg ab, es ist vielmehr der ganze fuss betroffen. er ist unbeweglich geworden durch die lange ruhigstellung, sehnen bänder und muskeln sind verkürzt usw. es kostet viel arbeit, das wieder einigermassen hinzukriegen. ein steifes sprunggelenk nützt dir meiner meinung dabei eher wenig. bedenken solltest du auch, dass alle gelenke, die über den füssen stehen (vor allem das knie) darunter zu leiden haben, wenn der fuss die unebenheiten des bodens schlechter ausgleichen kann. ich für mich habe mich entschlossen, dass ich mit dem versteifen des usg solange warte, wie es irgendwie geht.
2. Physioth.: bedenke, dass der arzt der zu dir spricht wahrscheinlich ein orthopädischer chirurg ist. was macht der ? er operiert. und er hält die operation für das einzig sinnvolle. und vergisst dabei, dass ein mensch lebt. wir haben es eben mit mehr zu tun, als nur mit toter mechanik. ich glaube, dass wir unseren operateuren sehr dankbar sein müssen für das was sie für uns getan haben, aber leider sind sie sich oft nicht wirklich bewusst, was eine reha und krankengymnastik zu leisten vermögen. ohne engagierte physiotherapeuten wären die herren nicht halb so viel wert! *meine meinung*
die übungen die carlina beschrieben hat, hab ich auch gemacht. ich kann dir nur empfehlen, übe mit deinem fuss wann immer du kannst (auch wenn du zb auf den bus wartest...), es lohnt sich wirklich!
3. Schuhe:will dir den mut nicht nehmen, ich weiss für die eine hälfte der erdbevölkerung spielt das schuhwerk eine riesenrolle. möchte dir nur raten, abstand von dem gedanken an hohes zu elegantes schuhwerk zu nehmen. ich denke wir alle müssen froh sein, um das was wir können und sollten es nicht unnötig aufs spiel setzen. nicht das die probleme hinterher noch grösser sind.!
solche trekkingsandalen habe ich zeitweise auch schon getragen, allerdings wird es hier wirklich unangenehm wenn der boden uneben (sprich steinig) ist. ich brauche da immer etwas mehr halt. für den alltag auf normalem untergrund sind die dinger super (der sommer kommt bestimmt!)
orthopädische schuhe: es gibt sicher viele fälle, in denen es nicht ohne die dinger geht. ich weiss auch nicht was es da für verschiedene gibt. für mich wäre es halt wichtig, dass sich mein fuss trotz allem soweit als eben möglich normal bewegen kann. und ich glaube, dass man das mit solchen tretern eher einschränkt und dann eben nicht mehr lernen kann. nach vier monaten wäre das meines erachtens noch zu früh, aber wenn es bei dir halt nicht anders geht, naja, wir sind eben alle verschieden.
oh, es sind doch vier sachen:
das mit dem ballen des grossen zehs hat bei mir auch länger gedauert, auf jeden fall mehr als vier monate. es ist auch jetzt an manchen tagen schlechter, da laufe ich dann auch mehr auf der aussenkante. mir hilft es immer, wenn ich den ganzen fuss viel durchbewege, habe dann das gefühl dass er weniger steif ist und dass ich besser laufen kann.

@carlina:
was meinst du, sollten wir mal einen thread aufmachen zum thema versteifung des unteren sprunggelenks? würde mich nämlich auch interessieren, wie man damit lebt, da uns allen das ja auch irgendwann blühen kann. ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass alle beschwerden weg sein sollen, so wie das manche ärzte beschreiben. es muss doch irgendwie woanders probleme geben, wenn ich so massiv in die "fussarchitektur" eingreife, indem ich durch das usg schrauben drehe!

nochmal @carmen: nur kopf hoch, ist einfach ne langwierige sache, unsere geduld wird ein bisschen (oder auch ein bisschen viel) auf die probe gestellt. aber die übungs- arbeit lohnt sich sicher! und gib dir zeit wg. der arbeit!

soweit so gut, roman für heute fertig ;-)
machts gut,
calc
ps: freut mich, dass wir uns hier so ein bisschen austauschen können!
 
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