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Engpass - Syndrom

oerni

Erfahrenes Mitglied
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2 Nov. 2006
Beiträge
4,684
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Bayrisch-Schwaben
Hallo,


hatte ja schon berichtet über mein rechtes OSG.

Inzwischen wurde durch den leitenden Arzt der UKM ein CRPS festgestellt, allerdings nicht gegenüber der BG.

Ich habe aufgrund der Probleme beim Leiter steigen, orthopädische Arbeitsschuhe mit versteifter Sohle vor 1 Jahr erhalten.
Vor ca 3 Monaten hat ein Taubheitsgefühl an der Fußsohle und im oberen Bereich, sowie den Zehen eingestellt.
Die neurologische Untersuchung hat nur ein Engpass - Syntrom ähnlich dem Carpatunnelsyndrom an der Hand eingestellt.

Die Behandlung soll durch 2 Spritzen und wenn das nicht hilft mittels Mini OP
-kleiner Schnitt- erfolgen.

Könnte das nicht auch Folgen der CRPS sein, wer hat Erfahrungen dazu?
 

Hollis

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Tarsaltunnelsyndrom

Hallo Oerni,

handelt es sich hierbei um ein sogenanntes Tarsaltunnelsyndrom?

Die Schmerzen strahlen in die Fußsohle und zur Ferse aus.

Beim Tarsaltunnel-Syndrom kommt es zu einer Kompression des N. tibialis unter dem Innenknöchel des Fußes. Das führt zu Schmerzen und Störungen des Gefühls in diesem Bereich. Ein Ausstrahlen bis zur Fußsohle und zum Fersenbein ist typisch.

Symptome:

Die Symptome äußern sich oft als:
  • übersteigerte Reizwahrnehmung (Dysästhesie) im Bereich der hinteren Fußsohlen, eine leichte Berührung wird als Schmerz empfunden
  • Schmerzen und brennende Füße vor allem beim Gehen oder nachts
  • unvollständige oder leichte Lähmung (= Parese) der Fußmuskulatur
  • hinter dem Fußknöchel auftretender Schmerz nach Druck
  • verminderte Schweißabsonderung an der Fußsohle


gruß

Hollis
 

Ariel

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Hallo oerni,

Ich habe aufgrund der Probleme beim Leiter steigen, orthopädische Arbeitsschuhe mit versteifter Sohle vor 1 Jahr erhalten.
Vor ca 3 Monaten hat ein Taubheitsgefühl an der Fußsohle und im oberen Bereich, sowie den Zehen eingestellt.

Bevor du Maßnahmen größerer Art durchführen lässt, die eventuell unnütz sind, so versuche über einen geeigneten Orthopäden eine Verschreibung für Fußgymnastik zu erhalten.
Es sollte die Muskulatur des Fußes bis hoch zu den Darmbeinfugen neu koordiniert werden. Du erlernst das und musst es dann selbst durchführen, regelmäßig.
Versteifte Schuhe haben den Nachteil, dass die Muskulatur unnatürlich entlastet wird.

Wird es nicht besser, dann kannst du den Schnitt immer noch durchführen lassen, der läuft dir nicht davon.

Gruß Ariel
 

fliedertiger

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hatte ich auch mal (Tarsaltunnelsyndrom)

Hallo oerni :)

so ein Tarsaltunnelsyndrom hatte ich auch mal ... bei mir trat es vor allem nach Kompressionsbehandlung auf ...

Also wenn mein Bein bandagiert wurde, dann trat dieses unangenehme Gefühl auf ... was auch sehr merkwürdig war, im Kniebereich (nach Fibulaköpfchenfraktur) wenn also im Kniebereich ein zu starker Druck war, dann schlief mein Fuß ein ...

Oder wenn der Schuh oder Strumpf auf den großen Zeh drückte ... dann wurde es auch unangenehm, ähnlich einem Gichtanfall ...

Also einer OP oder auch Spritzen würde ich als ungeeignet ansehen ... eher den Versuch der Polsterung der Schuhe ... oder wie Ariel empfiehlt: ganzheitliche Krankengymnastik ...

fliedertigerische Grüße :p:p:p
 

Santafee

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Beiträge
1,591
Hallo Oerni,

CRPS II kann auch mit einem Nervenschaden einhergehen. Nun weiß ich aber auch nicht, was zuerst da sein muss: Der Nervenschaden oder im Laufe eines ungenügend behandelten CRP-Syndroms sich entwickelnder Nervenschaden? Feststeht wohl, dass das CRPS sämtliche Gewebe (auch Nerven) einbezieht und Schäden verursacht (Laienhaft ausgedrückt!) ...

Deshalb denke ich, dass eine Beziehung nicht unwahrscheinlich ist! Andere Ursachen sollten aber ausgeschlossen sein!

VG Santafee
 

oerni

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Hallo

Danke zunächst mal für Eure Beiträge.

Nun ist das mit CRPS I so nee Sache, die Diagnose wurde ja nur durch den Lt. Arzt des UKM mir per persönlich und per eMail mitgeteilt.
Die zuständige BG kennt die Diagnose nicht, glaube die wissen noch nicht mal das es diese Krankheit gibt.
Nun soll ich ja auch neue Arbeitsschuhe mit Einlagen bekommen, aber ich werde diese erst nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen sind, ausführen lassen.
Werde dann wieder berichten, wenn ich den Arztbericht in meinen Händen halte.
 

Ariel

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Hallo oerni,

die Behandlungsempfehlung nach der Diagnose bietet dir keine Alternative, sondern zeigt nur eine Verdienstmöglichkeit für die Klinik und Pharmaindustrie auf.

Spritzen und OP beheben nicht Ursache, sondern behandeln nur die Symptome. Ausschließlich Behandler und Pharmaindustriefreundlich geht aber nicht auf das Bedürfnis des Geschädigten ein.

Das Geschäft mit den sogenannten "Tunnelsyndromen", das beobachte ich schon seit Jahren!
Das ist ungefähr so, als wolle man die Aussachlagspusteln bei Masern oder Windpocken als Ursache für die Krankheit bezeichnen und die Behandlung der Krankheit auf die Beseitigung der roten Pusteln mit Laserbehandlung konzentrieren.!
Jeder Medizinlaie weiß jedoch, dass die Pusteln von alleine verschwinden, sobald die Ursache dafür überstanden ist.
Ebenso verhält es sich mit Schmerzen, Bewegungsstörungen und alles übrige.

Vorraussetzung natürlich, eine korrekte Diagnose, Voraussetzung dazu - eine korrekte Befunderstellung, Voraussetzung dazu - dem Patienten genauestens zuhören und alle seine Beschwedevorträge insgesamt betrachten und nachgehen. Selbstverständliche Voraussetzung dazu, eine fachliche Kompetenz des Untersuchers oder auch das Hinzuziehen einer interdisziplinären Diskussion.
Fehlt in dieser Voraussetzungskette eine "Perle", dann hat der Geschädigte/Patient einen weiteren Schaden.

Könnte es sein, dass die BG als "Kettenzerreisser" auftritt und dem Arzt nicht erlaubt, diese Diagnose zu stellen? oder die Behandlung durchzuführen?
Oder hätte die BG ein Behauptungsproblem, diese Diagnose als unfallunabhängig abzulehnen?

Gruß Ariel
 

oerni

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Meinung der BG - wenn interessiert das?

Hallo Ariel,


heute schreibst aber wieder mal geschwollen, dass ich Dich gar nicht verstehen kann :confused:

Ich meine die BG bzw die SB`in kann schon eine Meinung dazu haben, nur das muss noch lange nicht die Meinige sein. :D
Führ mich steht außer Zweifel, dass nur der Schuh das Engpass-Syndrom ausgelöst hat.
Will die BG hier Schwierigkeiten bereiten geht`s schuppdiwupp vor das SG, damit hab ich überhaupt keine Probleme.:eek:
Wer Geld verzockt, kann auch Folgekrankheiten bezahlen.
So einfach sehe ich das und die Aussage der SB ´in, wenn der D-Arzt das verordnet, wird es auch bezahlt, steht noch schwarz auf weiß da.

Nicht verzagen, einfach nicht alles ertragen, vorwärts zu neuen Taten (Schandtaten):p
 

oerni

Erfahrenes Mitglied
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Bayrisch-Schwaben
Hallo,


neues aus meiner Krankenakte, Folge mehrerer Unfälle mit Umknicken des re Sprunggelenkes.
CRPS I - ist Aktenkundig und anerkannt
Tarsaltunnelsyndrom wurde lt. UKM nicht festgestellt,
Nervenschädigung schon,
NEU: Möglicherweise beginnende Morton Metatarsalgie

Aber ob das wiederum als Folgeerkrankung anerkannt wird, wage ich zu bezweifeln.
Werde weiter berichten!
Vielleicht kennt sich einer hier aus?
Danke und schönen Abend, (am besten ohne Schmerzen)
 
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