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Drei Verletzungen, Vorgehensweise PUV

Unfastef

Neues Mitglied
Registriert seit
7 Juni 2017
Beiträge
3
#1
Hallo, echt tolles Forum hier...,
Nach einem Fahrradunfall habe ich mir rechts und links jeweils einen "Skidaumen" zugezogen und einen Muskel Abriss im linken hinteren Oberschenkel. Das waren drei Operationen unter Vollnarkose. Der Unfall liegt jetzt 10 Wochen zurück, und ich bin seitdem krankgeschrieben. Krankenhaustagegeld habe ich bereits erhalten, Übergangsleistungen bekomme ich voraussichtlich auch bald wegen überschreiten der Drei-Monats-Grenze.

Jetzt meine Fragen. Kann ich eine Invalidität erwarten, auch wenn alles voll verheilt? Meine Versicherung, Allianz, würde die Feststellung Invalidität durch den Hausarzt akzeptieren. Dieser ist da eher ein bisschen schwerfällig... Ist es besser wenn ich von vorneherein einen Gutachter beauftrage? Sollte ich einen Rechtsanwalt hinzuziehen? Ich habe mit Versicherungen schon diverse Erfahrungen gemacht und möchte halt von vorneherein Fehler vermeiden. Für Tipps wäre ich sehr dankbar...
Viele Grüße
Stefan
 

biggimaus

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Juni 2016
Beiträge
103
#2
Hallo Unfastef

Willkommen hier im Forum.

Invalidität ist die bleibende Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit (körperlich/ seelischen).

Was hast Du noch für einschränkungen, auch wenn jetzt ein 1. Gutachten erstellt wird, heißt das noch nicht zwingend das die PUV auch sofort zahlt. Dies kann sich abschließend bis zu 3 Jahre dann hinziehen.
In der Regel wird das 1.Gutachten gemacht wenn der Unfall 1Jahr her ist, also noch viel Zeit. Hautsache der Unfall als solches ist Aktenkundig.

Ich denke ein privater Gutachter zur jetzigen Zeitpinkt wäre zu viel. Zumal der auch ab 500,- kosten kann, nach oben sind keine Grenzen was ich bisher gehört habe.

In der Regel schickt dich die PUV zu einem Gutachter, wenn Sie das vom Hausarzt akzeptiert kann zweischneidig sein. a. kennt dein Hausdoc alle möglichen folgen des Unfallgeschehens und b. kann die PUV dann immer noch sagen nein das Akzeptieren wir nicht.

Wie viele OP´s im einzelnen ist sekundär , es geht um die messbaren/darlegbaren Fakten, was ist wie wo für ein Schaden verblieben.

Denke es werden Dir auch noch andere Schreiben.

LG
Biggimaus
 

Hotte

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#3
Hallo Stefan,willkommen im Forum.
Ich glaube Du hast da etwas durcheinander gebracht oder die Allianz hat sich nicht klar genug ausgedrückt. Das was die Allianz meint ist nicht der Grad der Invalidität also die Prozente die man nachher ausbezahlt bekommt sondern die Anmeldung der Invalidität also das eine Schädigung auf Dauer zurück bleiben wird.
Dieses hat mein Hausarzt auch für mich ausgefüllt auf einem Formblatt der Versicherung (Anmeldung eines Anspruchs auf Invaliditätsleistung),dort hat mein Hausarzt alles aufgeführt wo eine Dauerschädigung entstehen könnte.
Daraufhin plant die PUV ja erst die dementsprechenden Gutachten die aufgrund dieser Invaliditätsanmeldung erstellt werden müssen.
Die Invaliditätsanmeldung erfolgte 5 Monate nach den Unfall durch meinen Hausarzt.
Die Erstbegutachtung meiner PUV erfolgte 15 Monate nach dem Unfall.
Und zur Zeit befinde ich mich nach 36 Monaten mitten in der Endbegutachtungsphase der PUV die HNO Begutachtung hatte ich vor 2 Wochen die orthopädisch/chirurgische kommenden Donnerstag und die neurologisch psychatische hab ich am 1.8. und denn bin ich hoffentlich mit dem ganzen Gutachterkram durch ;-).

LG Hotte
 

Unfastef

Neues Mitglied
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#4
Achso, der Hausarzt meldet also nur einen bleibenden Schaden an, kann aber nicht den Grad der Invalidität bestimmen. wenn es dann um den konkreten Grad der Invalidität geht, dann kommt erst der Gutachter ins Spiel, richtig? Wird der Gutachter dann durch die bis durch die Versicherung bestimmt, oder kann ich mir dann auch selbst einen nehmen?
 

Hotte

Aktiver Sponsor
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5 Nov. 2014
Beiträge
468
Ort
Schleswig-Holstein
#5
Jap,genauso ist das.
Die Versicherung bestimmt auch den Gutachter der den Grad der Invalidität bestimmt.
Man hat allerdings das Recht den abzulehnen,jedenfalls klappte das bei mir.
Zu meiner jetzigen Abschlussbegutachtung,wollte mich meine PUV zu einem Gutachteninstitut schicken,was hier in diesem Forum aber auch anderweitig im Netz schon sehr Versicherungsfreundlich und Geschädigtenfeindlich aufgefallen ist :-(.
Daraufhin habe ich mich geweigert die Schweigepflichtsentbindung zu unterschreiben und die Versicherung gebeten mich zu anderen Gutachtern zu schicken,dabei habe ich auch den Wunsch geäußert mich zu den Gutachtern zu schicken die die Erstbegutachtung gemacht haben.
Diesen Wunsch ist meine PUV erstaunlicher Weise anstandslos nachgekommen :).

LG Hotte
 

Gsxr1983

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#6
Hallo Unfastef,

damit nichts verloren geht, denn du wirst alle Befunde und Berichte für die Begutachtung benötigen. Lass dir alle Bildgebenden Unterlagen und Berichte aushändigen. Führe ein Schmerztagebuch, falls schmerzen die auf den Unfall zurück zu führen sind in irgend einer Art noch 1 Jahr nach dem Unfall bestehen. Lass dich vor der abschluss Begutachtung von einem Stations- oder Chefarzt anschauen und deine Schmerzen schriftlich bestätigen damit du bei dem Gutachten etwas in der Hand hast!

MfG

Gsxr


Alles Erfahrungen!
 

Unfastef

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3
#7
Gibt es irgendwo grobe Anhaltspunkte, bei welchen Arten von Verletzungen mit welcher Invaliditäts -Einstufungen zu rechnen ist? Taubheit im Narbenbereich, Wetterfühligkeit, Schmerzen.....? Ich kann da im Netz nichts finden.... Irgendwelche Fallbeispiele oder Gerichtsurteile vielleicht?
 

biggimaus

Erfahrenes Mitglied
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12 Juni 2016
Beiträge
103
#8
Moin Stefan

Ich habe mir das Buch - Orthopädisch-unfallchirugische Begutachtung von K.-D.Thomann F.Schröter V.Grosser gekauft ISBN 978-3-437-248627.

Ob das zum jetzigen Zeitunkt schon Sinn macht, kannst nur Du ermessen. Du bist noch sehr kurz nach deinem Unfall. Führe das Schmerztagebuch und schickt der PUV die Invaliditätsanmeldung.

Innerhalb von einem Jahr kann sehr viel passieren. Im positiven wie auch negativen Sinne.

Klar so kurz nach dem Unfall ist man erst einmal geschockt, aber lass Ruhe einkehren , hilft auch deinen Körper.

Nach Schäden jetzt suchen, die da sein könnten.... z.B. Nerven können sich bis zu 2 Jahre erholen.

Auch wenn Du Invaliditäts % ermittelst , kommt es auch noch immer drauf an wann die Versicherung abgeschlossen wurde.

LG
Biggimaus
 

User06

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Ort
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#9
biggimaus, hast du das was im Buch über eingeschobene distale Radiusfraktur (Speichenbruch , danach OP - Löffelplatte mit 7 Schrauben) gefunden ?
Danke vorab user06
 
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