• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Doku und Aktion - ans Tageslicht

oerni

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
2 Nov. 2006
Beiträge
4,713
Ort
Bayrisch-Schwaben
https://www.anstageslicht.de/berufs...utachter/justiz/prof-drexler-harnblasenkrebs/

Der BGHM-Mann: Dr. Hans-Martin PRAGER
Weil die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) ihre Felle davonschwimmen sieht, schaltet sie ihren Mann 'fürs Grobe' ein, konkret: fürs grobe Argumentieren: Dr. PRAGER.
Dr. med. Hans-Martin PRAGER ist vielen Berufskranken kein Unbekannter.
Der Grund: Dr. PRAGER verdient seinen Lebensunterhalt ausschließlich mit Gutachtenschreiben und einer der (aller)wichtigsten Auftraggeber sind die Berufsgenossenschaften. Insbesondere die BGHM. Mit ihr hat Dr. PRAGER sogar einen "fachärztlichen Beratervertrag".
Und trotzdem taucht Dr. PRAGER regelmäßig auch vor deutschen Sozialgerichten als 'unabhängiger Sachverständiger' auf.
Eigentlich geht das nicht.
Aber in deutschen Sozialgerichten ist viel möglich, was nicht Sinn und Zweck der gesetzlichen Vorschriften entspricht.

https://www.anstageslicht.de/filead...plott/BGHM_Vertrag_PRAGER_red_OCR_blacked.pdf
 

Anja123

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Nov. 2018
Beiträge
177
Hallo oerni,

habe mir deinen eingestellten Artikel angeschaut.
Da ist eine Aussage, die zum ganzen System passt.

Zitat:

Wer übrigens in Deutschland vor Gericht zieht, um einen ablehnenden BG-Bescheid anzufechten, hat dort eine Erfolgschance von 10%. In 90 Prozent aller Fälle entscheiden die Sozialrichter zugunsten der BGen bzw. der Arbeitgeber. Die Zahl "90%" hat die Bundesregierung im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage genannt.

Gruß
Anja
 

oerni

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
2 Nov. 2006
Beiträge
4,713
Ort
Bayrisch-Schwaben
Hallo Anja,

wer Statistiken der Bundesregierung zum Thema BG ließt, wird feststellen, dass in den letzten 13 Jahren die Anerkennungsquote
bei AU und BK maximal 13 % betragen hat. Der Durchschnitt liegt bei unter 5 %.

Schau Dir mal die BT-Drs. 19/29319 zum Thema Corona Berufskrankheit an und
Zeit-Online berichtet darüber:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2021...hmerzensgeld-fleischindustrie/komplettansicht

Buzzfeed bzw. FR und anderen hatten bereits zuvor über einen Teilaspekt berichtet:
https://www.fr.de/politik/spargel-c...itsunfall-nicht-entschaedigt-zr-90787623.html

In der Auswertung zur BT - die mir vorliegt - steht u.a.
COVID-19: Über zwei Drittel der gemeldeten Arbeitsunfälle nicht anerkannt

Auswertung der Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage „Entschädigung arbeitsbedingter Corona-Erkrankungen durch die DGUV“ (Drs. 19/29319) von Jutta Krellmann u.a., DIE LINKE

Zusammenfassung:


Bis zum 30. April 2021 wurden 119.675 Anzeigen auf Verdacht von COVID-19 als Berufskrankheit gestellt und 71.232 Fälle anerkannt. Dies entspricht einer Anerkennungsquote von knapp 60 Prozent. Etwa sieben von zehn Anzeigen wurden bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege gestellt, etwa 60 Prozent davon wurden anerkannt.

Von 20.392 gemeldeten Fällen von COVID-19 als Arbeitsunfall wurden 6.107 anerkannt, dies entspricht Anerkennungsquote von knapp 30 Prozent. Die meisten wurden bei den Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand und der BG Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) gemeldet. Die Anerkennungsquote bei den Unfallkassen liegt bei knapp 45 Prozent, bei der BGN bei etwa 14 Prozent.

O-Ton Jutta Krellmann, MdB, Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit, DIE LINKE im Bundestag:
„Wer bei seiner Arbeit an Corona erkrankt, muss sich auf den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung verlassen können. Angesichts hunderttausender schwer Erkrankter und zunehmender Langzeitfolgen glaubt doch kein Mensch, dass sich nur so wenige bei der Arbeit angesteckt haben. Es darf nicht sein, dass berechtigte Ansprüche ins Leere laufen, damit die Arbeitgeberbeiträge zur Unfallversicherung niedrig bleiben. Hier brauchen wir volle Transparenz und eine klare Linie. Als LINKE fordern wir einen Weg der Anerkennung für alle: Corona muss für jede Beschäftigtengruppe als Berufskrankheit anerkannt werden können. In der Pandemie ist dies letztlich eine politische Frage, die politisch beantwortet werden muss. Außerdem brauchen wir endlich Beratungsstellen für Betroffene von Berufskrankheiten flächendeckend und in jedem Bundesland “.

Ich wurde im Vorfeld zur Anfrage kontaktiert obwohl ich kein Wähler der Linken Partei bin, aber im Rahmen von Berufskrankheiten und Arbeitsunfall aktiv arbeite.
 
Top