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Diversität im Jurastudium

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KoratCat

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Juristen, gleich ob in den höheren Ebenen der Verwaltungen, den Gerichten oder Parlamenten, sitzen an den Schalthebeln der Gesellschaft. Mit entsprechender Diversität an jenen Schalthebeln könnten viele Probleme leichter erkannt und gelöst werden. Unsere Gesellschaft ändert sich ständig, bei den Juristen bleibt es aber bei dem Muff von 1000 Jahren unter den Talaren. Den Ruf "Macht das Jurastudium vielfältiger" propagiert ein lesenswerter Artikel zur Diversität im Jurastudium auf ZEIT online.
 

Piet pender

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@Korakat
Willkommen im Sozialismus! Wir erleben gerade alle eine Zeit in der sehr viel darauf abzielt die Welt bunter und Diverser zu machen.
Gibt es in dieser Welt auch eine Qualität, die den Fortschritt garantiert, weil es den Lebensstandart von Millionen in diesem Land an der Innovationskraft von Millionen von Leistungsträgern wie Ingenieuren, Ärzten, etc. getragen wird.
Thema Frauenquote, wäre es nicht besser Frauen zu fördern um sich in einer leistungsgeprägten Welt durchzusetzen?
Und diskriminiert man damit nicht auch ohnehin diese Frauen, denen es ohnehin gelingt hier präsent zu sein?
In meinem beruflichen Alltag sind mir viele Menschen begegnet, die sich hier durchsetzen unter anderem einem Inder, der seit Kindheit den Traum hatte in Deutschland Ingenieur zu werden. Dieser ist heute Abteilungsleiter bei einem Zughersteller.
Wo sind die Experten, die diese Vorbilder der Integration befragen? Angst vor der Wahrheit?
Was wahrscheinlich keiner auf dem Schirm hat, das ist die Tatsache, das diese Leute rechnen können, keiner wird in ein Land gehen wo es eine Steuerlast gibt, die mit am größten ist, oder auch Energiepreise die kaum zu bezahlen sind.
Ich möchte eines klar stellen ich habe nichts gegen irgendwen, das was ich sage beziehe ich auf die Realität,
der Rest ist Wunschdenken!
 

Piet pender

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@Administratoren
Wenn man schon Beiträge löscht dann bitte richtig,
DIVERSITÄT IM JURASTUDIUM HAT HIER NICHTS VERLOREN!!!

ES BLEIBT UND IST EIN NGO U BOOT !
 

KoratCat

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@Piet pender ,

Diversität im Jurastudium ist viel wichtiger als Du dir vorstellen kannst. Das hat deine Antwort auf meinen Hinweis auf den Artikel gezeigt!

Hast Du schon mal gesehen, wer Jura studiert, und warum jene nicht ein anderes Fach studieren? Ich bin als "Schmuddelkind" aufgewachsen und kam letztendlich doch noch zum Abi und an die Universität, obwohl meine damaligen Lehrer mich nicht gefördert haben. Gefördert und aufs Gymnasium geschickt wurden damals nur die Kinder wohlhabender Eltern. Meine Lehrer, die selbst nur Mittlere Reife und zwei Jahre Lehrerseminar an Bildung hatten, kannten und durften es nicht anders.

Mehr notgedrungen kam ich später zum Jurastudium. Mit den meisten Kommilitonen konnte ich wenig anfangen, die lies ich gern unter sich bleiben. Deren Motivation für´s Jurastudium war meist das hohe zu erzielende Gehalt und die hohe gesellschaftliche Stellung. Die Haltung meist Herablassung: Wir sind die zukünftige Elite! Dementsprechend war der Besuch der Veranstaltungen:

Strafrecht - proppevoll, denn man muss ja wissen, wie man als Mitglied der Elite seinen Kopf notwendigenfalls aus der Schlinge ziehen kann.​
Zivilrecht - auch gut besucht, denn das Handwerk der Verträge etc. ist nunmal wichtig, wenn man seinen Vorteil sucht.​
Öffentliches Recht - Pflichtfach, muss man also gemacht haben. Soll aber mitunter nützlich sein, die Arbeitsweise der Institutionen zu kennen. Weniger gut besucht.​
Sozialrecht - wenn ein Prof sich da was anzubieten traute,, riskierte er sich zu blamieren, weil kaum ein Student kam. So gut wie kein Interesse, denn die von der Elite brauchen das nicht!​

Diversität durch gezielte Förderung von Studenten gerade aus den nicht für´s Jurastudium traditionellen oberen Schichten könnte z. B. bei Gerichten und Staatsanwaltschaften für mehr Fairness sorgen, da es ja nicht selten gerade die aus den weniger hohen Schichten "erwischt", die mit der Justiz zu tun bekommen. Auch in der parlamentarischen Arbeit und der öffentlichen Verwaltung kann ein höherer Anteil juristisch Gebildeter aus der weniger wohlhabenden Schicht eine Menge bewirken.

Aufgefallen ist mir an deinem Post, dass Du bei der Vokabel "Diversität" sofort und nur an Migration und Feminismus denkst. Ich muss daher annehmen, dass Du den empfohlenen Artikel gar nicht gelesen hast. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Piet pender

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@Korakat
Du wirst es nicht Glauben, ich wohnte als Student in einem Studentenwohnheim und ein Großteil meiner damaligen Freunde waren Juristen.
Jeder ging seinen Weg, keiner endete im Richteramt. Einer brachte das Studium nicht zu Ende, ist aber voll zufrieden mit dem was er jetzt macht. Aber jeder hatte auch ein gewisses Standing als Person. Und hier muss ich dich leider enttäuschen, es gibt Dinge die mit den Genen und auch mit der Erziehung mitgegeben werden. Hierzu gab es dann auch etliche Lektionen von Ärzten und Psychologen die heute zu meinen Freunden zählen. Und hier ein Beispiel: Zwei Brüder ( BWL/ Arzt) und der Neffe ist eine 1.1 Kopie des Arztes, ( ohne das der eine Verhältnis mit der Mutter hatte) beide Brüder unterhielten sich einmal in früheren Zeiten wer in der letzten Zeit so alles gestorben ist....Jahre später kommt der Neffe ( wird demnächst eingeschult) und erzählt der Oma , das da was faul sein muss, " da sterben die Leute wie die Fliegen ,und Frau...die hat gar nicht geheult bei der Beerdigung*. Ich könnte das endlos fortsetzen. Es ist das letzte Schmankerl aktuell.
"Mehr Notgedrungen kam ich später zum Jurastudium"
Ich übersetzte, " aus der Not heraus habe ich Jura studiert.
Ich bringe es mal auf folgende Gleichung Passion => Verlegenheit
Ich könnte weit ausholen, aber ich bringe einfache in paar Fakten.
Angenommen es kommt kein weiteres Geld für Renten auszuzahlen, dann kann Deutschland 2 Wochen Renten bezahlen, Belgien 3 Wochen und Luxemburg 4 Jahre. D.h die Rechtsprechung wird sich dieser Formel unterwerfen, weil du am Ende nicht das Geld ausgeben kannst was du nicht hast. Und das wirst auch du nicht ändern unter dem Deckmantel "Divers"!
Und das hatte indirekt, der Kollege bestätigt, dessen Artikel hier gelöscht wurde.
Aber ich gebe dir noch eine Weltformel mit auf den Weg, 80 % des weltweiten Vermögens werden von 4 Investmentgesellschaften verwaltet,
Blackrock, Vangaurd, Rothschild Foundation, Rockefeller Foundation.
Von Zahnpasta , Zeitung , oder auch Versicherung gehören dazu. Deren Ziel im Sinne des Anlegers ist Gewinn zu machen und Risiko abzusichern.
Und ich bin absolut bei dir mit der Förderung von Kindern und Jugendlichen, aber das im Kindesalter und nicht zu Beginn eines Jurastudiums.
Aber nicht Böse sein, daher habe ich mir den Artikel gespart.
Ich kann daher jedem nur gratulieren, wenn er trotz negativer Voraussetzungen einen Schulabschluss oder eine Studium absolviert hat, aber trotzdem, sollte sich Qualität durchsetzen und nicht durch Quote oder dem Deckmantel Divers versuchen dies zu untergraben..
Und sorry, diese Dauerbeschallung von Gegenderten, Diversen, geht mir einfach nur auf den Zeiger, vielleicht ist einfach der Aufhänger etwas unglücklich. Trotzeden wünsche ich dir alles gute...take care!
 

KoratCat

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Das war ja nicht zu übersehen! Die Frage bleibt, warum Du dich zu einem Thema äusserst, ohne dich vorher informiert zu haben, um was es überhaupt geht. Da kann man doch nur das Thema verfehlen!
Und das hatte indirekt, der Kollege bestätigt, dessen Artikel hier gelöscht wurde.
Leider habe ich ja gar keinen Artikel "eines Kollegen" gesehen, der gelöscht wurde, nur einen weiteren nichts ausser sachfremder Polemik enthaltenden Artikel von dir selbst, der offenbar komplett entfernt wurde, also nicht nur dessen Inhalt gelöscht wurde...:confused:

Juristen, nicht nur in Positionen als Richter, Staatsanwalt, Politiker oder höhere Verwaltungsbeamte sondern insbesondere freie Rechtsanwälte, haben die Aufgabe, Vorgänge oder Situationen unter gesetzliche Tatbestände zu subsumieren und entsprechende Rechtsfolgen zu finden und anzuwenden. Das sollte man im Jurastudium lernen. Da fängt aber schon das Problem an, denn die Möglichkeiten Vorgänge und Situationen zu begreifen sind zum größten Teil von der eigenen Sozialisation abhängig, von eigenen Erfahrungen und Perspektiven. Ohne Diversität stehen da aber leider nur eine beschränkte Anzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Sogar an Kollegen mit entsprechenden Erfahrungen, die man konsultieren könnte, mangelt es.

Was nützt z. B. ein Spruchkörper aus drei oder fünf Berufsrichtern, wenn alle aus der selben sozialen Schicht entstammen, alle die in etwa gleiche Sozialisation erfahren haben?​
Was bringt ein Rechtsanwalt, der aufgrund seiner eigenen Abgehobenheit sich nicht in den Mandanten versetzen kann, ihn schlicht nicht versteht? Dass er mit den Richtern kann, hilft dem Mandanten da wenig!​
Wie kann ein Beamter einem Sozialleistungsberechtigten helfen, wenn er dessen Probleme nicht erfassen kann?​
Etc.​
 

beutlers

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Hallo @KoratCat,

vielen Dank für Deine Ausführung und Worte, Du bringst das genau auf den Punkt.

Ich erinnere mich bei Deinen Worten an eine Begegnung mit Studierenden und einem sehr ausführlichem Gespräch in Biergartenlaune. Aber auch durch viele andere Erlebnisse gebe ich Deinen Worten recht.

vg beutlers
 

KoratCat

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"Mehr Notgedrungen kam ich später zum Jurastudium"
Ich übersetzte, " aus der Not heraus habe ich Jura studiert.
Ich bringe es mal auf folgende Gleichung Passion => Verlegenheit
Ist schon enorm, mit welchen Gedankenwendungen Du verdeutlichst, dass Du reden willst, aber nicht weisst von was Du reden sollst!

Stell dir vor, ich habe "notgedrungen" Jura studieren angefangen, weil ich als Arbeitsunfallopfer von meiner Berufsgenossenschaft nur unzureichend versorgt wurde, aber sowohl die DGB-Rechtsstelle als auch der VdK-Rechtssekretär mir nicht zu helfen wussten. Also habe ich mir selbst geholfen und das gelernt, was denen fehlte. Und ich hatte da bisher ja auch große Erfolge. Ich wäre viel lieber Sozialkunde- und Englischlehrer, was ich vorher studiert habe, aber mit meinen unfallbedingten Behinderungen nicht sein kann. Aber vom Studium der Politikwissenschaft zur Rechtswissenschaft ist es gar kein so großer Schritt. Ich habe bei ersterem Studium viel gelernt, was Juristen auch können müssten. Von "Verlegenheit" kann da keine Rede sein! Erweiterung infolge persönlicher Bedürfnisse wäre zutreffend.
 

Piet pender

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@Korakat
Das Thema ist mittlerweile sehr emotional und ich versuche das mal auf das wesentliche zusammen zu fassen.
- Diversität im Jurastudium
Diversität im Jurastudium ist fehl am Platz im Forum für Unfallopfer und unter dieser Aufmachung, "Achtung Sozialismus lässt grüßen !". Dann kam das Narrativ" Schmuddelkind und Jurastudium", Diskriminierung und Außenseiter in Juristerei. Ich bin voll und ganz für eine Förderung von Jugendlichen die aus prekären Familienverhältnissen kommen. Eine Förderung zu Beginn eines Jurastudiums wäre einfach zu kurz gegriffen.
Als potentielle Richter , dann bitte auch mit einem entsprechenden Staatsexamen und ohne Quote. Ich kann deine Sichtweise als Lehramtsstudentin mit Wechsel in die Juristerei voll versehen, denn da treffen zwei Welten aufeinander.
Passion versus Verlegenheit ist da auch sehr provokativ, aber es gibt auch einen entsprechenden Wettbewerb der angehenden Juristen untereinander. Und wenn man es vielleicht moderat betrachtet liegt die Wahrheit in der Mitte.
Meine Darbietung der Fakten wie groß das Budget der Rentenvorhaltung , ( Luxemburg 4 Jahre, Belgien 3 Wochen, Deutschland 2 Wochen) ist, bleibet dabei im Raume stehen, obwohl es eine wesentliche Aussagekraft hat.
Wo kein Budget vorhanden zum Verteilen, da werden Gutachter BG alles dafür tun, das in einem gewissen Rahmen zu halten.
Denn selbst ein sozial eingestellter Richter wird sich nicht über Gutachten von BG und der Gutachter Clique hinwegsetzten.
Und jetzt kommen wir zu einem Punkt, in diesem Land ist Geld für alles und jenen, aber für die eigenen wenig!
Und hier müsste es einfach anders werden durch Druck von VDK etc.
Ich wollte dir auch zu keiner Zeit zu nahe treten auch wenn es manchmal etwas provokativ wirken sollte.
Mir tut es wirklich Leid, was dir widerfahren ist, und möchte dir großen Respekt zollen, was deine Leistung und Vita angeht.
Vielleicht sieht man in diesem Zusammenhang auch die unterschiedlichen Herangehensweisen Ingenieur versus Lehramt/ Rechtswissenschaftlerin.
Ich denke das nur ein Vielfältiger Diskurs uns in der Sache weiterbringt!
Alles Gute schon mal an der Stelle!
 

KoratCat

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Ich denke das nur ein Vielfältiger Diskurs uns in der Sache weiterbringt!
Sich auf der Stelle immer wieder im Kreise drehen und den Nick des Adressaten nach typischer Trollmanier falsch schreiben, bringt sicher niemanden voran!;)

Vielleicht kannst Du dich vom Fleck bewegen, indem du einmal die von dir verwendete Vokabel "vielfältig" mit "divers" vergleichst. Na, klingelt´s?
 
Zuletzt bearbeitet:

seenixe

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Berlin
Hallo,

ich glaube, es kommt kein neuer Input und schließe deshalb das Thema.

Gruß von der Seenixe
 
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