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Distale radiusfraktur oder doch mehr?

Registriert seit
10 Jan. 2019
Beiträge
1
#1
Hallo,
Ich bin neu hier und habe zurzeit mit einer distalen radiusfraktur zu tun (glatter Bruch ohne Verschiebung).

Waren bei euch unerkannte Begleitverletzungen dabei? Oder tatsächlich nur der reine Bruch?

Ich bin mir unsicher, da sich die 2 unabhängigen Ärzte jeweils nur den Bruch angeschaut haben und nicht auf Bänder o.Ä. Eingegangen sind.
Der gips ist seit einer Woche ab (hatte ihn 3 Wochen, vorher 2 Wochen gipsschiene)
Mein Handgelenk ist jetzt natürlich steif und ich habe schmerzen wenn ich es Versuch zu bewegen. Wenn ich mein Mittelfinger durchstrecke und bewege tut es weh und knackt und knirscht.
Auch paar mal am Tag knackt mein Handgelenk..


Wäre über Erfahrungen sehr dankbar.

Liebe Grüße
 

Teddy

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27 Juni 2007
Beiträge
785
Ort
Raum Stuttgart
#2
Hallo Nina,

herzlich Willkommen im Forum.

Du schilderst einen glatten Bruch. Da hast du gute Chancen nach gegebener Zeit ohne Spätfolgen Leben zu können.

Kurz nach Gipsentfernung, wie es bei dir ist, sind die momentanen Auffälligkeiten normal und nachvollziehbar. Schon nach wenigen Tagen Ruhigstellung baut sich ein Muskel ab. Bei dir waren Finger, Handgelenk und Unterarm geschient-gegipst, ne Menge Muskeln sind im Schlafmodus, die Sehnen verkürzen sich, fast sowas wie "eingerostet". Sie stützen und schützen die Knochen und das fehlt jetzt.

Nach wenigen Wochen, bei dir fünf, ist die Knochenheilung soweit fortgeschritten, dass die neue Kallusbildung den Knochen schon mal hält. Nun kannst du täglich deine Muskeln mit gezielten Übungen wieder aktivieren. Fange mit ner guten Physio an, die dich anleiten kann, was du wie und wann wieder angehen kannst. Auch wenn ein Arzt sagt, das wird schon, bestehe auf einem Krankengymnastikrezept, wenigstens sechs Termine über die ersten Gipsfreien Wochen.

Bleib täglich dran, jeden Finger heben, senken, beugen, Handgelenk wackeln, drehen, immer bis an den Schmerz ran, nicht drüber, dann wirst du bald Erfolge sehen. Durch die Bewegung werden die Schwellungen und Abbauprodukte auch per Lymphe besser abtransportiert - "entrostet" . So werden auch die Bänder und Sehnen wieder gedehnt. Meine Physio meinte, der Muskel weiß schon was er machen muss, er hat es nur vergessen und muss es wieder in Erinnerung rufen.

Wenn du prominente Sportler verfolgst, weißt du dass sie nach oft komplizierteren Brüchen mit täglicher Physio und Training auf ein hohes Niveau zurückkommen können. Warum soll das bei Dir anders sein.

Wie ich im ersten Satz sagte: zu gegebener Zeit - was heißt das: gib dir Zeit. Aus meiner Erfahrung ist ein halbes Jahr nicht zu lang gegriffen, um wieder sicher die Normalität zu haben. Gerade was du in dieser Zeit an Beweglichkeit zurückerhälst, bleibt erhalten, je länger es dauert, desto eher bleiben Einschränkungen zurück.

Alles Gute
Teddy
 
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