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Die obere Halswirbelsäule: Pathophysiologie und Klinik (Hülse, Neuhuber, Wolff)

odyssina

Erfahrenes Mitglied
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29 Sep. 2012
Beiträge
160
#1
Hallo allerseits,

bei einer kurzen Suche hier im Forum habe ich bisher keinen Hinweis auf dieses Buch gefunden. In der Hoffnung, nichts doppelt zu posten, stelle ich es hier mal rein. Ich habe das Buch bisher nicht gelesen, aber der Blick auf das Inhaltsverzeichnis klang für mich höchst interessant.

Hier einige Informationen zum Buch:

Die obere Halswirbelsäule: Pathophysiologie und Klinik
Herausgeber: Manfred Hülse, Winfried Neuhuber, Hanns-Dieter Wolff

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Springer; Auflage: 1 (30. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3540256059
  • ISBN-13: 978-3540256052
Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

I. Allgemeiner Teil
1. Historischer Teil/Geschichte
2. Aktuelle Probleme

II. Grundlagen/Systemtheorie
3. Der Kopfgelenkbereich im Systemgefüge der Raumorientierung: systemtheoretische bzw. biokybernetische Gesichtspunkte
4. Zur Phylogenese des kraniozervikalen Übergangs
5. Ontogenese: Molekulare Aspekte der Entwicklung und Entwicklungsstörungen
6. Funktionelle Neuroanatomie des kraniozervikalen Übergangs
7. Funktion und Funktionsstörungen
8. Gelenkmechanik des Kopfgelenkbereichs
9. Funktionsstörungen des Kopfgelenkbereichs

III. Klinik
10. Diagnostik
11. Die Bedeutung vertebragener Störungen im HNO-Bereich
12. Neuropsychologische Untersuchung
13. Funktionelle Störungen der Wirbelsäule vom Säuglings- bis zum Kindesalter, das "Tonus-Asymmetrie-Syndrom"
14. Bildgebende Verfahren und ihre Wertigkeit
15. Klinische Diagnostik
16. Therapie

IV. Unfallbezogene Problematik
17. Das so genannte Schleudertrauma der HWS
18. Kfz-Unfälle des kraniozervikalen Übergangs und deren spezifische Folgen

Hier ein Link für einen Vorab-Einblick und das komplette Inhaltsverzeichnis:

Die obere Halswirbelsäule: Pathophysiologie und Klinik

Hat schon jemand Erfahrungen mit diesem Buch? Ist es lohnenswert? Ganz billig ist es ja leider auch nicht...

Viele Grüße,

odyssina
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
2,074
#2
Hallo Odyssina,

ich kenne das Buch leider auch nicht, aber ich kann dir empfehlen, es dir über eine Bibliothek auszuleihen. Es gibt eine sog. Fernleihe, falls das Buch bei dir vor Ort nicht auszuleihen ist:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fernleihe

So kannst du kostenlos oder für wenig Geld das Buch durchlesen, evtl. wichtige Stellen kopieren. Und wenn dir das Buch dann so richtig gut gefällt, kannst du es dir immer noch in einer Buchhandlung kaufen.

Viele Grüße, Rudinchen
 

odyssina

Erfahrenes Mitglied
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#3
Hallo Rudinchen,

danke für den Tipp. Das sollte ich mit meinem gesteigerten Wissensdurst wirklich tun, die Bücherstapel um mich wachsen...

Allerdings ist es für dieses Buch schon zu spät. Ich konnte nicht widerstehen, das Inhaltsverzeichnis klang einfach zu gut. :) Außerdem vertrage ich das Gerüttel bei Fahrten zurzeit extrem schlecht, also bin ich froh um jede gesparte Wegestrecke. Klar, um jeden gesparten Euro wäre ich auch froh...

Viele Grüße,

odyssina
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
2,698
#4
Hallo odyssina,

Die obere Halswirbelsäule: Pathophysiologie und Klinik
Herausgeber: Manfred Hülse, Winfried Neuhuber, Hanns-Dieter Wolff



Hat schon jemand Erfahrungen mit diesem Buch? Ist es lohnenswert? Ganz billig ist es ja leider auch nicht...
Mir ist nicht nur das Buch bekannt, sondern ich kenne auch die Autoren.

Es handelt sich um medizinische Wissenschaftler, die jeder nach seinem Fachbereich in diesem Buch ihr Wissen zusammentragen.

Das es ein richtiges Fachbuch ist, ist es in allen Einzelheiten für medizinische Laien zu schwierig zu verstehen. Ein gutes medizinisches Basiswissen sollte schon vorhanden sein.
Es kommt darauf an, die Einzelheiten in die richtige Reihenfolge und Sachverhalt zu bringen.

Es ist also für med. Laien sinnvoller, dieses Buch auszuleihen, wie Rudinchen vorschlägt, man kann ja dann auch Kopien davon machen, was für einen wichtig erscheint.

Allerdings sollte jeder Arzt, der "Kopfgelenk"-Patienten behandelt, dieses Buch gut kennen. Das ist unbedingte Voraussetzung für eine korrekte Behandlung der Kopfgelenksverletzung und seiner Folgen.

Mir ist bisher kein einziger Neurologe bekannt, der dieses Buch kannte. Vielleicht hat sich das inzwischen geändert.

Wenn Du Fragen zum Inhalt hast, dann stelle sie. Es gibt hier einige, die diesen Sachverhalt gut kennen.
Anhand der Fragen kann man dann auch feststellen, was hier noch nicht ausführlich erklärt wurde. Es haben ja nicht alle dieselben Folgebeschwerden, da es immer auf die jeweilige Verletzungsart ankommt, so ist nicht für jeden alles interessant.

Gruß Ariel
 

odyssina

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
160
#5
Hallo Ariel,

danke für das Angebot. Ich finde es sehr wertvoll, dass es hier einige gibt, die den Sachverhalt gut kennen und bin froh über die Möglichkeit des Austauschs. Das Thema ist ja offensichtlich hochkomplex und man muss notgedrungen als Betroffener zum Experten in eigener Sache werden, da es nur sehr wenige Ärzte zu geben scheint, die sich mit dem Thema auskennen.

Ich bin auf jeden Fall nach den vielen Jahren, in denen ich alleine dastand mit meinen Beschwerden und meiner Wahrnehmung, dass die Halswirbelsäule ursächlich eine Rolle spielt, sehr froh, Anschluss und Informationen gefunden zu haben.

Viele Grüße,

odyssina
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
#6
Verletzung der oberen HWS ist ein eigenes Krankheitsbild und kann nur von

sachverständigem Fachwissen beurteilt werden.

Hallo odyssina,

Das Thema ist ja offensichtlich hochkomplex und man muss notgedrungen als Betroffener zum Experten in eigener Sache werden, da es nur sehr wenige Ärzte zu geben scheint, die sich mit dem Thema auskennen.
Es stimmt, das Thema ist hochkomplex, aber nicht durch die anatomische Struktur und physiologischen Zusammenhänge. Denn andere Fachgebiete sind ebenfalls hochkomplex, wenn man sich in das Fachwissen reinkniet.

Unser Problem/Herausforderung ist nur diese, dass wir Gutachter an den Hals geschickt bekommen, die nur vorgeben, Sachwissen zu haben.
Ein Stevens und seine Ideologie-Anhänger werden beauftragt, über Kopfgelenkverletzte eine gutachterliche Beurteilung abzugeben - hinsichtlich deren Glaubwürdigkeit.

Wie kann ein angeblicher Sachverständiger einen Gesundheitsstand beurteilen, von dem er, nach eigener Auskunft, keinen Schimmer, geschweige denn eigenen Sachverstand hat.
Wie kann er ermessen, was bei einem Kopfgelenkverletzten tatsächliche Kopfschmerzen sind, wodurch sie ursächlich sind und wie sie sich auswirken, wie kann er ermessen wodurch die kognitiven Beschwerden herrühren, wie Sehstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Hörstörungen ect. und die damit verbundenen Verhaltensfolgen und Einbußen in der mentalen Hirnleistung.

Allein, dass diese medizinisch Bildungsfernen von Befindlichkeitsstörungen bei uns Kopfgelenksverletzen sprechen, beweisen schon deren tiefe medizinische Bildungslücken.

Nun pudern sie sich aber bei Gericht und anderen Auftraggebern auf, sie hätten eine alleinige Vollpachtung von vollständigem medizinischem Wissen, dabei ist deren Wissen einerseits völlig veraltet - noch aus prä-MRT-Zeit und andererseits stammen deren mangelnde med. Kenntnisse nicht einmal aus einer abgeschlossenen neurologischen Fachausbildung, sondern nur aus der pseudomedizinischen Psychiatrie. Beeindrucken können sie damit medizinische Laien, besonders solche, die neben Behauptungen keine Begründungen für die Behauptungen erwarten/verlangen. Dazu zählen auch BG-Sb, sowie Richter und versicherungstreue Arztkollegen.

Das, was Du Dir gerne an Wissen/Kenntnisse über Deinen Verletzungszustand aneignen möchtest, wird ja aus Deinem eigenen Bauchgefühl geboren, weil Du selbst am besten weißt, was mit Dir seit dem Unfallereignis ist und was im Gegensatz dazu davor war. Und das, was Dir Ärzte erzählen (Weis machen, eigentlich eher indoktrinieren), das stimmt mit Deiner Selbsterfahrung nicht überein.

Dadurch, dass man mir aufgeschwatzt hat, man könne auf dem RÖ (angeblich) keine Verletzung an der HWS erkennen, habe ich mich durch diese Falschinformation selbst gefährdet, weil ich ja nicht wissen konnte, was ein instabiles Kopfgelenk alles anrichten kann.

Mit solchen Falschinformationen wird man regelrecht psychisch "umprogrammiert", weil einerseits kannst Du kaum aufrecht stehen, ...., andererseits wird dir von Ärzten versichert, das, die Beschwerden die dich platt machen, könne alles nicht sein, man bilde sich das nur ein. Und wer will schon von anderen, mit Tippen auf die Stirn hinter deinem Rücken, als eingebildeter Kranker bezeichnet werden?

Man sollte sich also, so weit möglich, um seinen Krankheitszustand selbst aufklären und selbstbestimmt darauf bestehen, dass man nur von Gutachtern beurteilt wird, die manulamedizinisches Sachwissen haben, und Spezialwissen über Kopfgelenkverletzungen vorweisen können.

Kopfgelenkverletzung, die eine Kopfgelenkinstabilität erzeugt, hat ein eigenes Krankheitsbild. Bei der gutachterlichen Beurteilung kommt es wesentlich darauf an, ob der Gutachter den Sachverstand über dieses Krankheitsbild als Spezialwissen hat. Nur dann kann ein Gutachtenergebnis neutral und korrekt ausgeführt werden. Sachkundemangel verursacht a priori eine Verletzung der Neutralität und verfälscht das Gutachtenergebniss.


Gruß Ariel
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
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6 Dez. 2009
Beiträge
2,074
#7
Hallo Ariel,

du hast in allen Punkten Recht! Leider ist es so, dass ein UO ja auf die Informationen der Ärzte angewiesen ist, die es nach dem Unfall untersuchen ...

Und meist läuft es da eben schon schief. Und wenn das UO dann irgendwann - weil es auf sein Bauchgefühl hört, von irgendwem unterstützt wird, selbst den Willen und das Können aufbringt, sich zu informieren ... - einmal das Wissen hat, zu erkennen, was tatsächlich passiert ist, ist es leider oft schon zu spät ...

Dann sind vom Gericht "irgendwelche" Gutachter benannt, die oft keine HWS-Sachkunde haben - und mangels Wissen konnten UO und/oder Anwalt nicht darauf hinweisen, dass aber gerade Gutachter aus dem Bereich der Neurochirurgie/Neurootologie/Neuropsychologie mit guten Kenntnissen der Verletzungen der HWS/des Craniozervikalen Übergangs für eine Beurteilung zwingend nötig sind!

Und schon ist das Kind in den Brunnen gefallen - und die Versicherungen freuen sich!

Ich habe mir schon viele Gedanken gemacht, wie man solchen UO präventiv helfen könnte, aber mir ist leider noch kein schlagkräftiger Gedanke gekommen ...

Denn ein UO kann auch lange im WEB suchen, wenn es denn die aussagekräftigen Suchbegriffe nicht kennt, nach denen es suchen müsste. Denn viele UO glauben ja immer noch , sie hätten ein SHT, eine psychische Erkrankung oder sonst was, was die Ärzte ihnen aufgetischt haben ...

Falls irgendjemand eine zündende Idee hat, wie man die Infos gut/besser weiterverbreiten könnte: Her damit!

Viele Grüße, Rudinchen
 
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