• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Diagnose: Querschnittlähmung

Tobi85

Nutzer
Registriert seit
26 Nov. 2007
Beiträge
8
Hallo
mein Name ist Tobias und bin 22 Jahre. Ich hatte vor ein paar Wochen einen Motoradunfall (Motocross) und bekam die Diagnose kompletter Querschnitt L1/2.
Konnte nach den Unfall noch gehen und somit bin ich nachhause was wohl falsch war den durch die falsche bewegungsabläufe ist der Querschnitt entstanden, den wäre ich mit RTW sofort in Klinik wäre vieleicht nix passiert.
Nun weigert sich meine versicherung zu zahlen.
Wie sieht es damit den rechtlich aus?

Mfg
Tobi
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Guten Morgen Tobis,

es ist schon sehr traurig, durch diesen gefährlichen Leistungssport hast Du Deine Beweglichkeit verloren, es tut mir sehr leid für Dich.

Ich denke Du fragst nach der Unfallversicherung?

5.1 KeinVersicherungsschutz besteht für folgende Unfälle:
Bei mir steht unter 5.1.5 (AUB2000Plus)
Unfälle, die der versicherten Person dadurch zustoßen, dass sie sich als Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Motorfahrzeuges an Fahrveranstaltungen einschließlich der dazugehörigen Übungsfahrten beteiligt, bei denen es auch auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeit ankommt.

Vielleicht können Dir andere, hier aus dem Forum bessere Info geben.
Ich hoffe für Dich das Du schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung hast, vielleicht an einer Lebensversicherung?

Ich wünsche Dir viel Glück.

Lieben Gruß
Kai-Uwe
 

Cateye

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
1,059
Hallo Tobi85,

mir tut es leid für Dein erlittenen Unfall! Mir sind dazu spontan ein paar Gedanken gekommen: 1. kannst Du, wenn Du einen Unfall erlitten hast, als Laie nicht abschätzen, ob und welche Verletzungsmuster gefährlich sind (auch wegen des Schocks). 2. ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Querschnitt nicht nach sofortiger stationären Behandlung nicht eingetreten wäre.

Ergo: Du musst unbeding einen Anwalt kontaktieren.

Was mich stutzig macht ist die Tatsache, dass ein kompletter Querschnitt vorliegen soll. Das ist deshalb zu bezweifeln, weil zwischen Unfall und Querschnitt eine offenbar größere zeitliche Lücke besteht.

Gute Besserung wünscht Cateye
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Okt. 2007
Beiträge
1,591
Hallo Tobi,

auch mir tut es leid, was Dir passiert ist!

Ich lag dieses Jahr in einer Klinik mit einem Mädchen, was sich bei einem Sprung aus dem Fenster einen Wirbel gebrochen hat... Auch sie ist noch nach Hause gegangen und hat den Ernst der Lage nicht erkannt. In ihrem Schock ist sie auch noch über einen Zaun gespungen. Zu Hause erst konnte sie sich nicht mehr bewegen und wurde noch mit dem priv. Auto ins Khs. gefahren... Erst dort erfolgte die Schockdiagnose, doch sie hatte riesen Glück und die Wirbel konnten ohne weitere Folgen gerichtet werden. Doch hatten sich die Fragmente durch das Laufen so sehr verschoben, was die OP auch zusätzlich sehr erschwerte.

Was ich damit sagen will, vielleicht ist es gar nicht so selten, dass UO im Schock sich falsch verhalten War es denn ein Wettkampf oder Training? Dann sollte es doch Veranstalter geben oder Verantwortliche, die Dich nach dem Unfall versorgen sollten? Und sind nicht solche Veranstaltungen selbst versicherungspflichtig, so dass Du darüber versichert sein musstest? In jedem Sportverein gibt es Gruppen-Versicherungen, die solche Sportunfälle versichern müssen Erkundige Dich nochmal! Und nimm Dir unbedingt einen Rechtsanwalt!

Alles Gute!
Santafee
 

Luise

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
940
Hallo Tobis,

die „Allgemeinen Unfallversicherungs-Bedingungen“ (AUB) in der privaten Unfallversicherung (PUV) können unterschiedlich sein.

Welche AUB sind vereinbart ?

Warum lehnt der Versicherer Leistungen ab?
Weil Du Dich an einer nicht unter Versicherungsschutz fallenden Fahrveranstaltung beteiligt hast oder weil der Schaden sich auf der Heimfahrt verschlimmert hat ?


AUB 94 und AUB 88 schließen nur aus:

Unfälle, die der versicherten Person dadurch zustoßen, dass sie sich als Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Motorfahrzeuges an Fahrveranstaltungen einschließlich der dazugehörigen Übungsfahrten beteiligt, bei denen es auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeit ankommt.​

Bei sonst gleichem Wortlaut schließen die von Kai-Uwe zitierten AUB2000Plus aus:

.... bei denen es auch auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeit ankommt.​


Schreib bitte was zu den näheren Umständen des Unfalles.

Gruß
Luise
 

Tobi85

Nutzer
Registriert seit
26 Nov. 2007
Beiträge
8
Hallo

erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Der Unfall ereignete sich weder im Training noch im Wettkampf, ich war o auf der Crossbahn zum "Abreagieren" und da ich im Straßenverkehr eher normal fahre bin ich auf die Crossbahn.
Die Versicherung meinte es wäre grob Fahrlässig gewesen das ich nochmal nach Hause bin und leider bis auf den Helm keine Schutzkleidung an hatte.

Zu einen kompletten Querschnitt kann es auch noch nach einen Unfall kommern, z.b. nach falsche Bewegungen, Lagerungen und erschütterungen
habe mich extra erkundigt
Da ich schon öfters solche Unfälle hatte nahm ich es auch nicht so ernst.
Es lagen keine 24 Std. zwischen Unfall und Krankenhaus.
Eine OP war auch schon aber leider erfolglos.

MFG
Tobias
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Freizeitunfall

Guten Morgen Tobias,

so wie Du es schreibst war es meiner Meinung nach ein reiner Freizeitunfall, dafür hat man ja eine private Unfallversicherung....wozu sonst

Ich kann mir nicht vorstellen das man Dir daraus einen Vorwurf machen kann, wenn Du bei einem Sturz nicht gleich an das Schlimmste gedacht hast.
Es gibt ja noch viele andere schwere Verletzungen die erst später (oft viel später) bemerkt werden und sogar von Ärzten übersehen worden sind.
(Bei mir hat man trotz 4 Wochen KKH erst nach 8 Monaten die Diagnose gestellt)
Wie bist Du nach dem Unfall nach Hause gekommen und was sagen Deine Ärzte dazu.
War Jemand beim Unfall dabei, kann er bezeugen das es Dir erst nicht so schlecht ging?

Vielleicht wäre es besser Du würdest jetzt schon einen Rechtsanwalt nehmen. Die Versicherung wird sicher weiter Ärger machen.
Vielleicht bist Du im ADAC und kannst Dir dort schon einmal Hilfe holen.

Liebe Grüße
Kai-Uwe
 

Luise

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
940
Hallo Tobias,

ein Unfall im Sinne der PUV liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Ob darunter auch "Abreagieren" mit dem Motorrad ohne Schutzkleidung auf einer Crossbahn fällt, kann ich nicht sagen.

Wenn Du schon öfters solche Unfälle hattest und Dich wieder und zudem ohne Schutzkleidung in eine solche Gefahr bringst, wird der Versicherer „plötzlich“ und „unfreiwillig“ verneinen.

Zudem wird es schwer sein, die jetzigen Beeinträchtigungen alleine mit dem letzten Unfall zu begründen.

Gruß
Luise
 

Tobi85

Nutzer
Registriert seit
26 Nov. 2007
Beiträge
8
Hallo

Es waren noch mehrere auf der Crossbahn aber da ich gleich wieder aufgestanden bin hat sich auch niemand um mich groß gekümmert.
Habe mein Vater angerufen das er mich abholen soll (er ist Arzt) und sind nach hause. Er hat mich gefragt ob mir irgendwas weh tat, aber da ich verneint habe haben wir es erstmal dabei belassen. Nach ca. 2 Std. bekam ich starke Rückenschmerzen und er fuhr mich in die Klinik wo er tätig ist.
Im KKH traten dan kurze Zeit später auch die Lähmungen auf.
Die Ärzte sagen das ich etwas zu leichtsinnig gewäsen wäre vorallen ohne Schutzkleidung zu fahren und das sich dadurch die Versicherung weigert.
Bei den letzten Unfällen ist nix passiert, daher dachte ich wäre es jetzt auch so.

Tobi
 

maja

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
1,262
Hallo Tobi!

OK-Du hast keine Schutzkleidung getragen-hast Du
wenigstens einen Nierengurt getragen?

Immerhin geht es nicht um Abschürfungen, Arm oder Schulterbruch-die durch die Polsterungen in der S-Kleidung, doch etwas geschützt sind-
sondern um einen Wirbelbruch.

Gruß
maja
 

Cateye

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
1,059
Hallo Tobi,

wenn es ein fremder Arzt bzw. ein fremdes Krankenhaus wäre, könntest Du gegen den erstbehandelnden Arzt u.U. vorgehen, weil er nicht genügend umsichtig war, eine derartige Folge nicht durch eine umfassende Beobachtung auszuschließen. Für die Fahrlässigkeit der fehlenden Schutzkleidung wirst Du Dich vermutlich selbst verantworten müssen und leider ein Leben lang daran denken!

LG,
Cateye
 

Tobi85

Nutzer
Registriert seit
26 Nov. 2007
Beiträge
8
Hallo

Ein Nierengurt hatte ich zwar um nur der hat nicht viel stabilisiert oder genutzt da er nicht richtig anlag und der Klepp schon nicht mehr schloss wenn ich atmete ging er immer auf also kein wirklicher Schutz nur halt was der Name schon sagt das die Nieren geschützt sind weiter nix
 
Top