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Der Schwindel kommt nicht vom Autounfall ?

Tom75

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20 Apr. 2016
Beiträge
3
#1
Hallo zusammen

Ich hatte vor knapp 3 Jahren einen Autounfall, ich wurde bei einem Tempo von etwa 120 Km/h, links vorne tuschiert, so dass ich mich nach rechts gedreht hatte und ich meinerseits frontal in einen LKW gefahren bin, zeitgleich hat ein Kleintransporter mich von rechts gerammt. Wie ihr euch denken könnt wurde ich in meinem Auto etwas hin und her geschleudert.
Ich bin eigentlich recht gut wieder aus meinen Auto gekommen, mir taten nur das Genick und der Rücken weh.
Nach ca. 5 Wochen trat bei mir noch Schwindel auf, in den ersten 2-3 Wochen war dieser so stark, dass wenn ich den Kopf etwas nach links oder rechts bewegt hatte das schönste Karussell gefahren bin. Danach hatte es sich verbessert. Und der Schwindel kam, wenn ich mich schnell bewegte oder den Kopf nach unten gemacht hatte
Ich war bei einigen HNO Ärzten, Orthopäden, Neurologen und Osteopathen nach 3 Jahren sind noch die Rückenschmerzen die eingeschränkte Bewegung des Kopfs und je nach Bewegung oder Anstrengung Schwindel geblieben
Viele von diesen Ärzten sehen den Unfall als Auslöser meiner Beschwerden.
Es wurde vom Gericht ein Gutachten im Auftrag gegeben an einen Neurologen, der soll Begutachten ob mein Schwindel vom Unfall herkommen kann. Bei der Untersuchung hat Ihm schon sehr gestört das der Schwindel erst nach 5 Wochen das erste Mal aufgetreten ist. So war es wie es kommen musste, in dem Gutachten schloss er den Unfall für meinen Schwindel aus…

Hat jemand von euch einen Autounfall gehabt wo nach Wochen Schwindel eingesetzt hat? Bzw. wurde darüber ein Gutachten erstellt was positiver war?


Mit freundlichen Grüßen


Tom
 

Rosi70

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421
#2
Hallo Tom,

bei mir wurde nach einem Unfall der Schwindel auch als Unfallursache ausgeschlossen, allerdings nur, weil der Gutachter meine Aussage im Gutachten nicht wahrheitsgemäß wiedergegeben hat.

Mein Schwindel ist mir nach 1 Woche nach dem Unfall erstmalig aufgefallen, nachdem ich das erste Mal aufgestanden bin. Im Bett liegend habe ich den Schwindel nicht wahrgenommen.

Du hast nach deinem Unfall ja einige Fachärzte aufgesucht. Hast du ein MRT vom Kopf und Wirbelsäule machen lassen?

LG Rosi70
 

Tom75

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#3
Wurde bei dir dann ein neues Gutachten gemacht ?

Es wurde ein CT und MRT vom Kopf und Wirbelsäule gemacht, es gab keine Auffälligkeiten.
 

HWS-Schaden

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#4
Hallo Tom, willkommen im Forum.

Hast du die Befunde der MRT vorliegen und kannst nachlesen, welcher Abschnitt der Wirbelsäule untersucht wurde?
Oft wird nur ab C3 abwärts befundet, auch wenn viel darauf hindeutet, dass die Verletzung oberhalb (bei den sog. Kopfgelenken) ist.

Such mal nach Schwindel und CMD. Auch Verschiebungen im Kiefer können Schwindel verursachen.

Wenn du deine Region angibst oder ungefähren Plz-Bereich, kann dir vielleicht jemand einen Arzt nennen, der seine Patienten ernst nimmt.

Alles Gute!
Liebe Grüße HWS-Schaden
 

Tom75

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#5
Ich schaue später nach was auf den Bilder steht.

Mit meinen Normalen Zahnarzt hatte ich schon mal darüber gesprochen.

Ich komme aus dem Rhein-Main Gebiet
 

Rekobär

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#6
Neuroothologe

Hallo Tom,

die Sache mit dem Schwindel ist nicht so einfach abzuklären. Schau mal, ob Du in Deiner Nähe einen Neuroothologen findest. Ich weiß, dass z.B. Dr. Müller Kortkamp den Schwindel messen kann.

Und falls Dir jemand weiß machen will, die Neuroothologen wäre eine Pseydowissenschaft, dann halte ihm das BSG-Urteil unter die Nase. Findest Du auf meiner Webseite www.unfallreko.de und dann auf die Rubrik "Gerichtsurteile" gehen.

Herzliche Grüße vom Rekobär :)
 

ptpspmb

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#7
Hallo Tom75,

willkommen hier im Forum.
Leider ist es nun mal so, dass was nicht direkt nach dem Unfall auftritt auch nicht dazu zählt!
Es gibt natürlich schon die ein oder andere Verletzung die erst später hinzu kommt!
Aber selbst wenn direkt nach dem Unfall vorhanden, würden die den Schwindel nicht anerkennen!
Das wär einfach zu teuer!
Es heist zwar immer, dass die das beweisen müssen, können Sie aber nicht, als kommt ein GA daher der schreibt, dass es nicht vom Unfall ist und schon haben die es bewiesen!
Einfache Sache!
Jetzt bist du wieder im Zugzwang!
Leider!
All zu große Hoffnungen würde ich mir nicht machen!
Ist wie die Sache mit de HWS, die ist auch spätestens nach 6 Wo ausgeheilt!
 
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#8
Hallo Tom, ich habe seit 2012 Schwindel nach HWS Schleudertrauma und Genickinstabilität.
Ich war nach zig schwachsinnigen Gutachten bei Dr. Bodo Kuklinski in RostockEr hat mir dann endlich geholfen. Ein Upright MRT in Hamburg brachte die Diagnose Genickinstabilität.
Ich habe Schwindel, Sehstörungen und andere Beschwerden...laut Gutachtern allerdings alles nur psychisch.
Mir helfen Vertigoheeltropfen sehr gut gegen Schwindel. Mein Unfall war im April 2012und im Sommer bin ich dann mit Schwindel zusammengbrochen.
LG Suse
 

Nickii

Mitglied
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61
#9
Hallo ihr Lieben, mein Unfall war im Jahr 2011. Mir fuhr jemand über 3 Fahrspuren in die Fahrerseite. Das Auto hatte einen Totalschaden und mir ging es 45 Minuten nach dem Unfall richtig schlecht.. Black out, hinzu kamen Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Schwindel , Koordinationsstörungen, Sprachstörungen , Gangstörungen etc... Durch meine Physiotherapie wurde ich zu einem Facharzt geschickt, der den Verdacht auf hochzervikale Instabilität stellte und mich an ein Upright-MRT verwies ( MRT in Bewegung in unfrisierter Haltung, sitzen) ..durch diese nichtkassenärztliche Untersuchung, die ich mir auf Grund der Symptome bei der Krankenkasse erstritt, zeigte sich dann die Diagnose der hochzervikalen Instabilität mit Narbe hinter dem Dens. Ich wurde an eine Ärztin in Berlin weiter verwiesen, die sich meiner Person sehr sorgsam annahm ( leider Privatärztin, also kostenpflichtig) . Sie erklärte mir alle Zusammenhänge und das diese Schädigung irreversibel ist sowie eine Störung der gesamten Körperstatik mit sich zieht, die nicht behoben werden kann. Ein Rentengutachten über 40 Seiten wurde in einem Zentrum für Rückenmarksverletzungen und Orthopädie erstellt, welches eindeutig alle Symptome erklärt und eigentlich beweist, dass ich mir das nicht ausdenke.

Alle Befunde und alles bildgebendes Material wird jedoch vom Gericht negiert, die Ärzte, welche vernommen werden sollen, werden nicht geladen, da sie als " befangen " gelten, was für mich ein Witz ist, denn wie soll man denn Ergebnisse bekommen, wenn man keinen Arzt aufsucht. Der vom Gericht bestellte Gutachter erstellte anstatt eines orthopädischen Gutachtens ein psychologisches Gutachten und maßt sich an alle Befunde als katastrophalisierend zu bezeichnen.

Mein Schwindel ist 24 Stunden präsent und meine Lebensqualität im Eimer. Einen Termin bei Dr. Kuklinski wäre meine letzte Rettung. Diesen habe ich im kommenden Jahr.
 

Shammy

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282
#10
Hallo miteinander,

bei mir kam zwar kurz später der Schwindel, stand auch im Arztbericht. Gericht findet aber keine Brückensymptome und Unfallzusammenhang besteht laut Gutachten und Gericht auch nicht. Trotz zahlreicher Beweise habe ich auch noch keine Anerkennen - zahle meine Arztrechnungen selber. Mich würde interessieren, wie die KK die Kosten fürs Upright übernommen haben. Bei mir hat die Krankenkasse die Übernahme sämtlicher Kosten (soweit nicht Kassenleistung) abgelehnt - daher aktuell kein Arztbesuch.

Hinweis für Tom75: Du wirst im MRT nichts finden - man kann so untersuchen, dass man nichts findet ;-). Daher wenn die MRT´s so gemacht sind, dass nichts auffindbar ist, steht überall dass der Cervicocephale Übergang ohne Schäden (oder so ähnlich) ist.

Wenn Du die entsprechenden "blöden oder unangenehmen" Fragen stellst, wirst Du keine Antwort erhalten.

Bin auf das Thema hingewiesen worden und habe festgestellt, dass bei meinen Bildern gar nichts sichtbar sein kann - trotz Schäden.

Gruß

Shammy
 

Nickii

Mitglied
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4 Sep. 2012
Beiträge
61
#11
Hallo miteinander,

bei mir kam zwar kurz später der Schwindel, stand auch im Arztbericht. Gericht findet aber keine Brückensymptome und Unfallzusammenhang besteht laut Gutachten und Gericht auch nicht. Trotz zahlreicher Beweise habe ich auch noch keine Anerkennen - zahle meine Arztrechnungen selber. Mich würde interessieren, wie die KK die Kosten fürs Upright übernommen haben. Bei mir hat die Krankenkasse die Übernahme sämtlicher Kosten (soweit nicht Kassenleistung) abgelehnt - daher aktuell kein Arztbesuch.

Hinweis für Tom75: Du wirst im MRT nichts finden - man kann so untersuchen, dass man nichts findet ;-). Daher wenn die MRT´s so gemacht sind, dass nichts auffindbar ist, steht überall dass der Cervicocephale Übergang ohne Schäden (oder so ähnlich) ist.

Wenn Du die entsprechenden "blöden oder unangenehmen" Fragen stellst, wirst Du keine Antwort erhalten.

Bin auf das Thema hingewiesen worden und habe festgestellt, dass bei meinen Bildern gar nichts sichtbar sein kann - trotz Schäden.

Gruß

Shammy

Hallo,

ein MRT hatte ich ein paar Wochen nach dem Unfall regelrecht erzwungen. Bis dahin hatte meine Hausärztin gemeint alles würde wieder werden. Mein Zustand verschlechterte sich doch immer mehr. Die Physio hatte vor Beginn der Therapie einen Test machen wollen, dieser war auffällig und somit landete ich bei Facharzt für Rehabilitative und physikalische Medizin, der auch Tests machte, die ebenso auffällig waren. Er meinte, ich müsse sofort in ein Funktions-MRT, welches allerdings keine Kassenleistung sei. Ich habe ihn gebeten mir trotzdem eine Überweisung auszustellen und eben auf die Dringlichkeit zu verweisen. Mit dieser Überweisung fuhr man mich zur Krankenkasse. Ich habe dort den Antrag auf Übernahme der Kosten gestellt, die haben sich zwar erst quer gestellt, aber ich habe immer wieder auf die ärztliche Dringlichkeit verwiesen und auf die Tatsache, dass ich sie haftbar machen werde, wenn sie mir nicht helfen. Nachweislich bringen bei hochzervikalen Instabilitäten die normalen MRT-Aufnahmen nichts, da der Dens hier in Null-Stellung steht. Man kann also die abnorme Bewegung des Dens bei Rotation oder Anteflexion gar nicht sehen, da man wie gesagt fixiert liegt. So ist eigentlich immer ein Upright-MRT angebracht. Bei meinem Upright-MRT hat man mich vorab NICHT nach dem Unfallhergang befragt, die Untersuchung habe ich in Hannover bei Dr. Schulze machen lassen. Für mich ein sehr kompetenter Arzt auf diesem Gebiet. Nach der 2 stündigen Untersuchung nahm er sich ebenso noch mal 2 Stunden Zeit und erklärte mir ganz genau was abgelaufen ist. Er konnte es anhand der Verletzung genau beschreiben. Mir fiel ein Stein vom Herzen, da ich endlich wusste, dass ich nicht verrückt bin und er meinte nur " jetzt fängt ihr Kampf erst an". Ich konnte mir das damals nicht vorstellen, denn ich hatte es ja sozusagen schwarz auf weiss , inklusive bildgebendem Material. Aber das interessiert in diesem Staat niemanden. Schaut euch bitte mal das buch von Michael Graf " Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule " an. Hier wird darauf hingewiesen, dass normale MRT Untersuchungen zu dieser Fragestellung völlig veraltet sind und die Verletzungen überhaupt nicht sichtbar gemacht werden können. Auch wird beschrieben, dass Gutachter sich gern noch auf völlig veraltete Untersuchungsmethoden stützen und hier fatale Gutachten erstellen. Oftmals werden die Verletzungen sogar erst in einer OP erkannt. Das Buch ist sehr gut und für mich ein bedeutendes Hilfsmittel. Natürlich nicht günstig. :/ aber eine Möglichkeit diesem ganzen rechtlichen Irrsinn entgegen zu wirken.
 

Mrs. Jinx

Erfahrenes Mitglied
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19 Apr. 2012
Beiträge
233
#12
Hallo Nickii,

meine Unfallgeschichte scheint deiner sehr ähnlich zu sein. Auch ich erlitt durch einen Verkehrsunfall eine hochcervicale Instabilität, auch bei mir war es der Physiotherapeut, der im Gegensatz zu den bis dato "behandelnden" Ärzten richtig "hinschaute" und die richtigen Tests machte und die Diagnose stellte, auch bei mir wurde die Diagnose durch Funktionsaufnahmen (bei mir war es ein fMRT) bestätigt, allerdings geschah dies erst 1 Jahr nach dem Unfall und auch ich kämpfe mit diversen Behörden um die Anerkennung der Unfallfolgen.

Wie geht es dir denn inzwischen? Wie wurde deine Instabilität behandelt? Wurdest du operiert? Erhältst du aktuell Therapien? Welche Symptome/ Einschränkungen hast du aktuell? Wie kommst du im Alltag klar? Bist du arbeitsfähig? Oder beziehst du eine Rente?

Sorry für die vielen Fragen, aber man "trifft" nicht sehr oft Leidensgenossen mit dem gleichen Verletzungsmuster und deshalb finde ich einen Erfahrungsaustausch immer sehr interessant.

Viele Grüße

Mrs. Jinx
 
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