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Das Budget der Krankenkassen lässt eine durchgehende Behandlung nicht mehr zu!

Ramona

Erfahrenes Mitglied
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7 Sep. 2006
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303
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Ortenau
Hallo an euch alle,

ich möchte mich mal wieder melden und evtl. zu einer Diskussion über die Leistungen der KK nach der Gesundheitsreform anzuregen.

Mir jedenfalls ist folgendes passiert - es handelt sich um keinen Unfall.

Ich habs seit Ostern in der Schulter (Sturz im Schnee). Ich rutschte aus, knallte auf den Hintern und stützte mich mit dem linken Arm ab.
Habe anfangs nicht viel gemerkt, nur dumpfe Schmerzen, die auszuhalten waren.
Irgendwann im August bin ich zum Orthopäden, nachdem die normale Behandlung beim HA nichts brachte. Bewegungseinschränkungen, Impingmentsyndrom.

da ich nicht operiert werden möchte (wurde schon einmal nach einer OP aus dem betrieb entlassen - Bandscheibe), bat ich um Physiotherapie, die ich auch erhielt - 3 Mal je sechs Behandlungen.

Leider hat sich die Bewegungsfreiheit meiner Schulter nach kurzer Besserung durch eine blöde Bewegung wieder verschlechtert.
Heute war ich nun wieder beim Orthopäden, sagte, dass es nur kurzzeitig besser war.
Er bedauerte, dass er mir keine Physio mehr verschreiben kann - bis November.

Ich gehe noch 2 Std am Tag arbeiten und brauche dazu meine Arme (putzen).
Man soll hier in D bis 67 arbeiten gehen, aber eine vernünftige Gesundheitsversorgung - in Falle einer Krankheit - wird einem verwehrt. Wie soll man da so lang durchhalten

Wie soll man unter solchen Umständen noch genesen können, wenn die eigentlich notwendigen Behandlungen nicht verschrieben werden dürfen?
Selbst bezahlen? Wovon, denn mitlerweile wird die Gesundheit ganz schön teuer, wegen der Zuzahlungen.
Irgendwie macht mir das alles Angst - Angst, dass noch mehr Behandlungen eingeschränkt werden (der Orthopäde deutete so etwas an). Angst davor, krank zu werden und keine Hilfe mehr zu bekommen.

Wie geht es euch bei euren Ärzten? Sind da auch diese Einschränkungen (außer bei Unfallfolgen und BG-Sachen, da läuft es gewiss besser)?

Euch allen eine schöne Zeit

Ramona
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
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Ich habe ein ähnliches Problem. Die Ärtze wollen mir keine Rezepte für Manuelle Therapie verschreiben, obwohl es das einzige ist, was hilft. Einer sagte mir 2mal ganz offen: kein Budget, suchen Sie sich einen Orthopäden, der nicht operiert, der hat ein besseres Budget. - alles Ausrede. Bin dann weg von dem Orthopäden, der mich sowieso nicht behandelt hat, geschweige ordentlich untersucht. Bei meinem jetzigen Orthopäden hat vor einigen Tagen die Sprechstundenhilfe am Telefon gesagt: gehen Sie zum Hausarzt, der hat ein besseres Budget. Dieser Orthopäde will mir aus medizinischen Gründen kein Rezept ausstellen (angeblich ist MT für mieine ausrangierten Bänder Gift). Vor Jarhen wollte mir der Neurologe plötzlich ein Mittel nicht mehr über Kasse verschreiben, das ich sehr lange hatte und das mir half. Man sagte mir, die Krankenkasse bezahlt es nicht. Nach Rückfrage bei der Kasse, die mir sagte, dass das nicht stimmt, er dürfe es verschreiben, bin ich natürlich zurück. Aber no chance. Übrigens bekomme ich das jetzt von einem Allgemeinarzt verschrieben, der es nicht verstand, warum der damalige Arzt es mir nicht verschreiben wollte.
Nur 2 Beispiele von vielen. Es liegt also meines ERachtens am Budget.
 

danielab0327

Nutzer
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Beiträge
4
Hallo!
Ich glaube, mit der Gesundheitsreform wird es einfach immer klüger werden, sich privat krankenversichern zu lassen, weil die Krankenkassa wie eben schon erwähnt nicht mehr hinhalten wird. Privatversicherungen müssen jetzt nämlich alle Kunden aufnehmen, obwohl sie das doch früher nur nach einer Untersuchung getan haben. Außerdem wird das Wechseln von Versicherung zu Versicherung einfacher werden. Aber auch bei der gesetzlichen Versicherung soll es verschiedene Tarife geben, eben genau für den Fall: es soll eine Zusatzversicherung geben, die für Medikamente aufkommt, die die Kassa normalerweise nicht zahlt!
Ich glaube also nicht, dass allzu viel Grund zur Sorge besteht .. und finde die Gesundheitsreform gar nicht SO schlecht...
 

Ramona

Erfahrenes Mitglied
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7 Sep. 2006
Beiträge
303
Ort
Ortenau
Hallo,

für menschen, deren Budget nicht so groß ist - Rentner z.B. - ist eine private Versicherung unmöglich. Bei 400-500 € monatlich:confused:

Das, was man jetzt von jedem Versicherten verlangt, dass man sich für irgendwelche Krankheiten versichern soll, ist totaler Humbug - denn Woher will ich wissen, welche Krankheit ich mal bekomme

Ich versichere mich gegen Krebs und bekomme MS (als beispiel) und dann? Bin ich nicht versichert und werde nicht behandelt und kann elendig verr....
Man kann nur hoffen, dass die Krankenversicherungen es dann nicht genauso machen wie die P+G Unfallversicherungen - Ausreden finden, um nicht bezahlen zu müssen.

Für junge, gesunde Menschen mag das alles sehr gut sein, aber für uns Kranke wird es nur Nachteile bringen und wir werden uns bald selbst behandeln müssen, weil keiner mehr für uns zuständig ist.

Wo führt das noch hin?

L.G. Ramona
 

Buffy07

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875
Hey Ramona u. Wurzlpurzl,

der Arzt darf 3x 6 Anwendungen verschreiben, dann muss eine Pause von 6 Monaten eingehalten werden. Dann dürfen wieder 3x6 verschrieben werden.
Mein Arzt hat aber immer angekreuzt, ausser dem Regelfall so konnte (weil er auch dahinter stand) mehr verschreiben.
Meine manuelle Therapie wird vom Schmerztherapeuten verschrieben ohne Hinderung durch die KK.
Gruss Buffy07
 

bln_ib

Erfahrenes Mitglied
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Hallo allesamt,

so wie Buffy07 es eben geschrieben hat läuft es für den KK teil bei mir ähnlich. Meine Orthopädin verschreibt immer rund um den Körper. Also heißt sie fängt mit der LWS an geht dann zur BWS, HWS, Schultern, dann mal wieder ... und so weiter.
Schon kann sie von vorn beginnen. Sie meint allerdings sie kann nur solche Verordnungen ausstellen und zB. keine chronisch Verordnungen. Ich habe das jetzt schon ein paar Jahre so und die Kasse hat nichts dagegen.
Habe aber auch von anderen Ärzten gehört die alles auf eine Verordnung packen und dann siehts schlecht aus mit den Folgeverordnungen, gehen tut es aber auch da wenn der Arzt vorher bei der KK anfragt oder du es dir erst genehmigen lassen mußt. Es gibt soviel verschiedene Methoden - frag doch mal bei deiner KK nach oder nochmal beim Arzt!

viel Glück und viele Grüße
 

JoachimD.

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Hallo....,

wenn ich so Eure Zeilen durchlese stelle ich mir schon die Frage, was dass soll? Oder wo soll dies hinführen?
Was passiert wenn ein Kranker eine entsprechende behandlung nicht bekommt. Es tritt eine Verschlechterung ein!
Eine Verschlechterung die sehr viel teurer werden kann als eine Behandlung mehr durch einen Physiotherapeuten!
Ja und ein Patient dann zum Pflegefall wird! Aber selbst bei den Berufsgenossenschaften geht es nun langsam los!
Bei mir hat es jetzt 4 Monate gedauert bis ich ein Folgerezept bekommen habe! Die Folge war eine deutliche Verschlechterung!
Was die anderen Dinge angeht die die Krankenkasse trägt hatte ich bisher nur mit ein / zwei Fachärzten diese Probleme.
Die aber irgendwie mit der KK bzw. einem Arztwechsel gerade noch so gelöst wurden!

Ich fürchte aber der Patient wird immer mehr zum Bittsteller!
Ja und da hilft auch nicht unbedingt eine private Versicherung, die man sich im Alter wenn es teuer wird kaum noch leisten kann!
Mit der Basisversion für 500 Euro wo nur das Wichtigste versichert ist kommt man auch nicht sehr weit! Manche Versicherung
weigert sich ehemalige Versicherte wieder aufzunehmen die sich nur den untersten Tarif leisten können wenn überhaupt!
Wenn noch dazu kommt das immer mehr Kliniken in der Nähe schliessen wo man im Notfall hingehen könnte - wird es erst richtig schwierig!

Warum sind aber bei uns nicht solche Medikamentenpreise wie in den Niederlanden möglich?

VG Joachim
 

Ramona

Erfahrenes Mitglied
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Hallo an euch,

@buffy: ich hatte vor den 3x6 Behandlungen, die ich vom Orth. verschrieben bekam, schon mal 2x6 vom Hausarzt. Aber nun - wie gesagt, bekomm ich erst im November wieder ein Rezept. Ist aber kein halbes Jahr Pause.

Dass mit den Ringsrumverschreibungen ist eine gute Idee. Ich werde den Arzt mal darauf ansprechen. Bedarf habe ich ja an vielen Stellen. ;)

@bln_ib: ich werd mal bei der KK nachfragen, ob es evtl. mehr gibt. Ist ne gute Idee da mal anzufragen.


@JoachimD: genau darum geht es mir. Wie soll man genesen und fit für die Arbeit werden, wenn man nicht genügend Physio verschrieben bekommt. Es wird immer mehr eingespart - nur je älter wir werden, um so mehr Medis und Physio benötigen wir.
Wenn ich überlege, was ich schon alles selbst für meine Gesundheit bezahlen muss. Man nehme nur die Mittelchen gegen Erkältung.....

Ja, und die Arzneimittelpreise sind in D der Hammer. Da wird über Kostenexplosionen im Gesundheitswesen lamentiert, und auf der anderen Seite könnte man einige Milliarden einsparen, wenn die MwSt auf Medis gesenkt werden würde.
Leider hat der VdK bisher noch keinen Erfolg errinngen können - trotz der 2,5 Mill. Unterschriften.
Find ich schon link von der Regierung, wenn solche Volksbegehren einfach mit den Worten abgetan werden, dass D erst schuldenfrei sein müsse (keine neuverschuldung mehr, denke ich, denn schuldenfrei werden wir nie mehr:eek:). Dann könne man an eine Senkung der MwSt auf Medis rechenen. Ein Witz, denn wir werden, bei dieser Art unseres Staates zu wirtschaften nie schuldenfrei werden.

Heute streiken die Ärzte und Pflegekräftein Berlin. Hoffentlich erreichen die was
http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=3675

Sonst haben wir es bald wie in USA. Da können sich auch nur noch die gutsituierten krankenversichern und sich Krankenhausbehandlungen leisten.

L.G. Ramona
 
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