• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

CRPS - RA im Medizinrecht gesucht

Ruth80

Neues Mitglied
Registriert seit
20 März 2019
Beiträge
18
#1
Hallo liebe Forum-Mitglieder,

ich bin noch ziemlich neu hier. Mein Name ist Ruth und ich leide an einem CRPS Typ I.

Kurz zum Unfall:
Im September 2017 bin ich auf einer Wiese in ein Loch getreten und umgeknickt. Die erste (Fehl-) Diagnose lautete Zerrung, es war aber eine Talus Mehrfragmentfraktur und kaputte Bänder am Fuß. Diese Diagnose habe ich erst drei Wochen nach dem Unfall bekommen. Die Behandlung erfolgte konservativ. Bänder und Bruch sind seit November 2017 gut verheilt. Zwischendurch habe ich Schmerzen bekommen, unerträgliche Schmerzen, die zunächst kein Arzt ernst genommen hat. Die Ärzte haben einen ganz normalen "Heilungsschmerz" diagnostiziert, dabei habe ich die CRPS-Symptome gut beschrieben, ohne jemals vorher von dieser Krankheit gehört zu haben. Dies war die zweite Fehldiagnose. Inzwischen habe mich mehrere Ärzte darauf hingewiesen, dass der damals behandelnde Unfallchirurg und Orthopäde hätte erkennen müssen, dass sich dort ein CRPS bildet.

Ich lebe inzwischen seit über anderthalb Jahren mit den Schmerzen, bin immer noch arbeitsunfähig und weit entfernt von meinem damaligen Leben.

Jetzt habe ich mich entschieden, doch noch rechtllich gegen die Fehldiagnosen vorzugehen. Hat jemand einen guten Tipp für einen RA im Medizinrecht? Gern im Raum Düsseldorf.

Vielen Dank für eure Tipps im Voraus!

Viele Grüße,
Ruth
 

Sekundant

Aktiver Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
4,411
Ort
hier, links von dir
Website
fallakte.12hp.de
#2
hallo Ruth,

zu deiner suche einen tipp: ein RA für medizinrecht ist richtig, aber nicht ausschliesslicher aspekt. RAe im Medizinrecht haben vielfältige ausrichtungen. das kann, muss aber nicht gleichzeitig patientenrecht sein. vielmehr umfasst medizinrecht alles, was mit arztrecht, praxis- und organisationsführung, partnerschaftsrecht etc pp zu tun hat.
es ist also ausschlaggebend, dass der RA das patientenrecht kennt und bearbeitet und - möglichst ausschliesslich - für patienten tätig ist.

wenn es dir möglich ist, kannst du die nötigen unterlagen, die auch der RA erst einmal anfordern muss, selbst bei den behandlern in kopie anfordern. eine beauftragung eines RA liegt schon mal im bereich von 1.000 - 2.000 €, ohne dabei ausser dieser anforderung der unterlagen besonderes augenmerk auf mögliche fehler gerichtet zu haben.


gruss

Sekundant
 

Kasandra

Aktiver Sponsor
Registriert seit
28 Sep. 2006
Beiträge
6,396
Ort
Irgendwo im Nirgendwo
#3
Hallo Ruth,

wie Sekundant schon schrieb, Medizinrecht ist richtig. Aber achte bitte darauf, dass der RA / die RÄ sich auf die Patientenseite spezialisiert hat.

Auch ein Tipp an Deinem Beispiel: Kommst Du aus Düsseldorf, bist in Düdo operiert worden, nimm keinen RA aus Düdo.
Dies ist zu engmaschig und man kennt sich. Wirkt sich häufig im Konstrukt: Arzt - RA - Richter negativ für den Kläger aus.
Du kennst das Sprichwort mit den Krähen.

Auch in Deinen Verfahren, es darf kein GA aus der Nähe sein!

Heutzutage kann man Rechtsanwälten sehr viel elektronisch übermitteln. Eine Präsenz vor Ort muss nicht zu jedem Termin sein.

Was Du tun kannst im Vorfeld, was Sekundant Dir bereits geraten hat ist alle med. Unterlagen zu besorgen.

https://dejure.org/gesetze/BGB/630g.html

https://www.aerzteblatt.de/archiv/58474/Krankenunterlagen-Wer-darf-Einsicht-nehmen

https://www.spiegel.de/gesundheit/d...ngsakte-ist-recht-des-patienten-a-957995.html

Nutze Dein Recht und bereite alles vor. Dies beinhaltet auch Deine MRT´s, Röntgen, CT etc. auf CD!!!

Es ist korrekt wenn pro Kopie einige Cents Kopierkosten anfallen können - auch für eine CD. Das ist rechtlich legitim.

ABER NOCH EIN WICHTIGER HINWEIS: wenn Du Deinem RA alles übergibt, dann nur von dir gebrannte CDs und erstellte Kopien!

GIB NIE ORIGINALE HERAUS. Es verschwindet sehr gerne mal etwas! Somit hast Du alles als sogn. "Sicherheitskopie".

Viele Grüße

Kasandra
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Dez. 2009
Beiträge
2,239
#4
Hallo,

Schau doch mal im Web, da gibt es Anwälte, die eine kostenlose Beratung anbieten, z. B.:

Medizinrechts-Beratungsnetz

Vielleicht lässt du dich einfach von verschiedenen Anwälten beraten? Dann erhältst du ein Gefühl, was wichtig ist?!

KKenne o. g. Webseite nicht aus Erfahrung, ist nur mal ein Beispiel. Vielleicht können andere was dazu sagen?

Hast du eine Rechtschutzversicherung?

Viele Grüße,

Rudinchen
 

Sekundant

Aktiver Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
4,411
Ort
hier, links von dir
Website
fallakte.12hp.de
#5
danke @Rudinchen

man sollte in diesem fall seine sache jedoch schon sehr genau und mit den informationen vorlegen können, wie es in diesem stadium selten möglich sein wird. also nicht nur die kompletten behandlungsunterlagen in händen haben, sondern auch soweit ausgewertet, dass ein konkreter und belegter vorhalt einer falschen behandlung gemacht werden kann.
diese erstberatung kommt kaum über eine sonst gebührenpflichtige ersteinschätzung hinaus. und wie das ohne weitere eigene kenntnis von vorgängen, medizinischen notwendigkeiten und schadensursache bzw -folge aussieht, kann man sich vorstellen. nicht umsonst muss ein solcher vorgang akribisch aufgearbeitet und fachlich bewertet werden. wenn man dann schon sein anliegen und folgen sowie mögliche fehler konkreter und fachlich begründet vorbringen kann, steigen auch die chancen.


gruss

Sekundant
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Dez. 2009
Beiträge
2,239
#6
Hallo Sekundant,

Das mag stimmen, aber man hat einen kostenlosen Ersteindruck. Und da es auch andere Anwälte gibt, die das anbieten, kann man es sich bei der Entscheidung für oder gegen einen Anwalt leichter machen (denke ich mir zumindest).

Ich wäre froh gewesen, diese Möglichkeit gehabt zu haben.

Viele Grüße,

Rudinchen
 

Ruth80

Neues Mitglied
Registriert seit
20 März 2019
Beiträge
18
#7
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten und die guten Tipps. Ich schaue mir eure Links an, um erste Anhaltspunkte zu bekommen.
Ich habe zum Glück eine Rechtschutzversicherung, so dass ich zumindest in diesem Punkt abgesichert bin.
 

gerdibub

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2014
Beiträge
152
Ort
Bayern
#8
Halllo Ruth

Ich will Dich ja nicht entmutigen, mit Deiner Idee. Siehe zu dass du Krankheit gut in den Griff bekommst ------dass ist das oberste Gebot-----.
Ich hatte vor 3 Jahren es auch versucht, mein Arzt zu verklagen wegen CRPS was kurz nach der OP aufgetreten ist (und mir niemand Therapieversuche angeboten hat ausser Ibo zu nehmen bei der Pysio) , und zu langen Schrauben im Handgelenk siehe meinen tread.
nach 2 jahren und etlichen verhandlungen duch 2 Instanzen und zuletzt noch rauswurf bei der Rechtschutzversicherung.
entschied der Richter "schicksalshafter Verlauf". Dann war ich bedient.
Und die Idee die Krankenkasse mit ins Boot zu holen, gibt dort Stellen wegen Ärztefehler, ist auch gescheitert.
Informiere Dich gut, gib keine Orginal raus, führe ein Schmerztagebuch, auch seelische Schmerzen, auch nicht teilhaben an Aktivtäten wie Radfahren oder Wandern sind Schmerzen.

Viel Glück und ein schönes we gruss gerd
 

bobb

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 Juni 2015
Beiträge
379
#9
Hallo Gerdibub,

Du hast in einem Deiner Threads geschrieben, dass bei Dir zu lange Schrauben in Dein Handgelenk implantiert waren. Kannst Du mir dazu etwas Näheres schreiben z.B. welche Schrauben zu lang waren (die am Radiusschaft oder die oben im Gelenkbereich) ? Du hattest eine distale Radiusfraktur (mehrfragmentär ?) Wo wurde Dein HG operiert? Stationär in einer Fachklinik für Handchirurgie oder ambulant? Was für ein Implantat wurde in Dein HG eingeschraubt? Wurde schon während der OP ein Katheder gelegt für eine Dauerbetäubung des ganzen Armes für einige Tage? Hatte man bei Dir keine Vorbeugemaßnahmen gegen CRPS schon während der OP getroffen? In Spezialkliniken erfolgt sofort nach der OP eine Mitbehandlung durch Schmerzärzte. Das sind Fachärzte die meistens im Anästhesiebereich arbeiten.

Gruß Bobb
 

gerdibub

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2014
Beiträge
152
Ort
Bayern
#10
Hallo Bob
also unfall privater unfallsturz auf
hg lk 4.08.2013 versorgt da wochenende und kein Othopädie im Krankenhaus war mit Gibs die eine Schwester anlegte versorgt.
zur Kontrolle 10tg später der Orotopädie sagt das sit ein komplezierte Bruch muss operiert werden
9.08.2013 Op staionär, hatte danach mächtige Schmerzen, bin auf Novalgin allergisch.
nach 3 tg kh verlassen. zur regelmässigen kontrolle wieder in das kh eine woche nach OP Röntgenbild erkannbar Kalkauslagerung verdacht auf Sudeck, hatte damals keine ahnung, immer noch Schmerzen und die Hand war doppelt so dick, nach 9 wochen wollte mich der Arzt nicht mehr krankschreiben,schaut auf den Kalender und meinte warum ich nicht in die Arbeit gehe, konnte zu diese Zeit nicht einmal einen Besen halten.
Suchte mir einen neuen Ortopädien dann diese ganzen Untersuchungen MRT, Synti, dann wurde festgestellt 3 Schrauben ragen 2- 4 mm ins Handgelenk,
und CRPS, der Orthopädie wollte natürlich nicht gerne ins CRPS opereien aber die Schrauben musste raus, also 2. op 4 monate später, Schrauben korriegiert. Schmerzen sind geblieben .
Jan. 2014 Fachklinik für Handchirogie in Landshut Feb.2014 Schrauben und Platte entfernt Narbenbildung entfent Knorppel geglättet. Athrose hat sich auch gebildet, im KH in Landshut bekamm ich einen Schmerzkatheder aber die Schmerzen sind geblieben.
soweit in kurzform. aus dem Gedächtnis ist lang nicht alles. ( falls Fehler tippen fällt schwer mit der linken hand )

gruss gerd
 

bobb

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 Juni 2015
Beiträge
379
#11
Hallo Gerdibub,

verstehe ich das richtig, daß Du sofort nach dem Sturz in Deinem heimischen Krankenhaus erstversorgt wurdest und es in der Notaufnahme dieses KH nicht einmal zu Röntgenaufnahmen kam und kein Arzt Deinen Bruch unmittelbar nach dem Sturz begutachtete; es vielmehr lediglich zum Anlegen eines Gipses durch eine Schwester kam, ohne zu wissen, ob nicht eine Repositionierung der Bruchstellen sofort nach dem Sturzes notwendig gewesen wäre?

Gruß Bobb
 

gerdibub

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2014
Beiträge
152
Ort
Bayern
#12
Hallo Bob
ja ist richtig, erstversorgung röntgen dann Gibs. --unvorstellbar ja, --heute würde dass mir nicht mehr passieren damals war ich blauäuig wird schon passen.
10 tg später zum nachschauen dann erst Ortopäde.

gruss gerd
 
Top