• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Chronisches LWS- und Beckenringsyndrom

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Guten Morgen Andree,

mit Valoron und Tillidin habe ich angefangen, aber auch da bin ich schon nicht mehr selber Auto gefahren. Es ging auch wegen der teilweise Unbeweglichkeit des rechten Armes und des linken Beines nicht.

Jetzt nehme ich u.a. Lyrica und täglich 60mg Targin....da geht nix mehr...
ich parke höchtens mal das Auto in eine frauenfeindliche Parklücke:cool:

Ich habe mir lange und ernstfaft Gedanken gemacht....selbst bei einem unverschudeten Unfall würde ich immer denken "hätte ich keine Opiate genommen, hätte ich den Unfall vielleicht vermeiden können"

Ich habe als Autofahrer eine Verantwortung und ich habe zu "Friedenszeiten" nicht einmal ein Glas Bier/Wein/Sekt getrunken und bin dann noch Auto gefahren. Und ich bin viel gefahren, durch Russland, Südafrika, arabische Wüsten und von Rom bis Aalborg (träum:rolleyes:)...meine Zeit als Autofahrer ist 100% vorbei.

Aber diese Gedanken muß sich jeder selber stellen.

Liebe Grüße
Kai-Uwe
 

Schoppi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Sep. 2007
Beiträge
158
Alter
51
Ort
Weilburg
Website
www.niceday24.de
Hey Kai-Uwe,

du Armer. Kein Auto mehr fahren zu dürfen ist echt hart.
Ich muß jeden Tag 200 km zur und wieder vond er Arbeit zurückfahren. Mir fallen so oft die Augen zu oder ich merke, daß ich eigentlich viel zu spät bremse. Ich merke, daß ich nicht 100%ig dabei bin. Wie soll ich das nun wieder beweisen. Ständig muß man irgendetwas beweisen. Ich merke im Büro, daß ich müde, abgespannt, unkonzentriert, gereizt bin.

Meine BU-Versicherungsagt, eigentlich bin ich gesund oder zumindest so gesund, daß ich keinen Anspruch auf BU habe, wahrscheinlich habe ich nur 49,999999999999999999999999999999999999 % den NAchweis der BU erbracht. Tja, was will man machen.

Grüße,

Andree
 

Schoppi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Sep. 2007
Beiträge
158
Alter
51
Ort
Weilburg
Website
www.niceday24.de
Hallo Leute,

ich glaube, dass ich "Scheiße" magisch anziehe:D. Am dem Tag, als es mir so schlecht ging, daß ich die Wiedereingliederung abbrechen mußte, ging ich nach Feierabend in die Tiefgarage meiner Bank, um mit meinem Auto nach Hause zu fahren. Ich knicke in einer Wasserrinne um und falle aufs linke Knie. Höllische Schmerzen. Ich dachte mir, komm Andree, das geht wieder weg. Die Schmerzen bildest du dir bestimmt nur ein. Bestimmt nur eine Prellung.Heute kam ich vom MRT.

Befund:

Riß des Innenmeniskus, Kreuzband angerissen, dicker Bluterguß im Knie(alles voller Blut und Flüssigkeitsansammlung) und noch eine Beckersche Zyste:confused:, was das auch immer sein mag.

Muß ich das überhaupt der BG melden, da es ja quasi auf dem Nachhauseweg war? Der neuen UV melden? Wem noch? Hey Leute, ich will nichts falsch machen. Ist das der richtige Weg?

Bin jetzt gespannt auf die Vorbesprechung zur OP mit meinem Unfallchirurgen und auf das, was er noch so findet im Knie.

Danke euch,

Andree
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
Hallo Andree,
wenn die Bank dein Arbeitgeber ist, solltest du es der BG melden, ist dann quasi Wegeunfall. Wenn du aber in der Bank warst, um Geld abzuholen, ist es kein Wegeunfall, da du die Fahrt unterbrochen hast. Dann kannst du es nicht melden. Wenn es um das gleiche geht weswegen du vorher krank warst (du sprichst von Wiedereingliederung) solltest du es auch melden.
Alles Gute. Hast das Pech wohl (hoffentlich nur kurzfristig) gepachtet...
 
Zuletzt bearbeitet:

Schoppi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Sep. 2007
Beiträge
158
Alter
51
Ort
Weilburg
Website
www.niceday24.de
Hallo Ihr Lieben,

ich brauche eure Hilfe. Da ich ja seit 30.07.2007 arbeitsunfähig erkrankt bin und volles KTG von meine privaten KV beziehe habe ich mich ab dem 01.11.2007 auf eine Wiedereingliederung in Absprache mit meinem Arbeitgeber eingelassen, um meinen Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Hierzu muß ich sagen, daß ich bereits Ende 2003 und 2004 für 14 Monate krank war. Da ich schon während der WE merkte, daß mir selbst diese 4 Stunden unwahrscheinlich schwer fallen, bat ich die Personalabteilung meinen Arbeitsvertrag auf 50% umzustellen. Das war am 03.03.2008. Am 12.03.2008 stürtze ich in der Tiefgarage meines Arbeitgeber. Dadurch Mensikus- und Kreuzbandabriß. Läuft über BG. Zusätzlich wurde nach dem 03.03.2008 eine Polyneuopathie diagnostiziert.
Mein Wunsch der Umstellung auf 50% basierte somit auf meinen Gesundheitszustand bis zum 12.03.2008. Dnach kamen nun noch einige Dinge dazu. Das habe ich auch meinem Arbeitgeber mitgeteilt. Heute, 19.04.2008 kam die Bestätigung der Umstellung auf 50%, ohne meine Unterschrift und ohne die Berücksichtigung des weiter verschlechterten Gesundheitszustandes.
ich möchte das jetzt erst mal nicht, denn wenn ich nicht mehr arbeiten könnte, dann würde ich ALG beziehen, was dann natürlich auf Grundlage der 50%-Stelle berechnet würde. Auch müßte ich meiner privaten KV mitteilen, daß mein Arbeitsvertrag reuziert wurde und somit würde ich das KTG ab 01.05.2008 gekürzt bekommen, obwohl ich zur Zeit weder 100 noch 50% arbeiten kann.

Was soll ich nun tun? Meinem Arbeitgeber mitteilen, daß ich die Reduzierung nicht annehme? Das gibt bestimmt Ärger.

Brauche cht eure Hilfe,

Andree
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Hallo Schoppi Ärger gibts ohnehin,

Arbeiten kannste nicht, der AG wird ins Auge fassen dir Krankheitsbedingt zu Kündigen, das wars dann.

Veschlimmerungsantrag bei der BG stellen, und Verletztengeld beanspruchen wäre ne lösung momentan.

Die Mitteilung auf Umstellung kannste mit § 44 SGB7 Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigten Verwaltungsaktes sofort angehen.

Dein Arbeitgeber muß wegen des Unfalls tiefgarage eine Anzeige nach §193 SGB7 bei der BG machen.
Bitte beachte auch §11 SGB7 Mittelbare Folgen eines Versicherungsfalls.
Und bitte siehe dich im Kündigungsrecht um da lauern nun gefahren für dich.
Stell sofort beim Versorgungsamt antrag auf Schwerbehinderung, das kann dich ne Zeit vor einer Kündigung schützen.

vg natascha
 

Schoppi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Sep. 2007
Beiträge
158
Alter
51
Ort
Weilburg
Website
www.niceday24.de
Hallo Natascha,

der Unfall in der Tiefgarage wurde ordnungsgemäß über meinen Arbeitgeber(eine Bank) an die BG gemeldet. Zusätzlich vom D-Arzt.
Schwerbehinderung von 50% habe ich seit Ende 2004.
Am Montag habe ich die Knie-OP. Meniskus wird entfernt. Was mit dem Knie wird kann man jetzt noch nicht sagen. Eventuell muß in einer zweiten OP das Kreuzband noch entfernt und durch ein Implantat ersetzt werden. Habe das mit dem Knie auch meiner neuen UV gemeldet.
Eventuell kann ich dann wegen Probleme beim Laufen einen Verschlimmerungsantrag stellen wegen dem Knie. Auch muß die Polyneuropathie noch endgültig abgeklärt werden, die hängt aber mit meiner eigentlich Krankheit zusammen.
Aber: Ich bin mir nicht sicher, daß ich nicht wegen der Polyneuropathie umgenickt und aufs Knie gefallen bin. Ich hab keine Ahnung. Ich weiß nur, daß ich ständig und das von Morgens bis Abends von Schmerz geplagt werde. Es ist so scheiße. Beckenschmerzen, Leistenschmerzen, Hodenschmerzen, starke Kopfschmerzen, Wadenkrämpfe, Muskelzucken, die Beine tun weh etc. und nun auch dieser Scheiß mit dem Knie.

Muß ich sonst noch was beachten?

Andree
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Hallo Andree ja du mußt viel außer deiner verletzung und Schmerzen beachten insbesondere Arbeitsrechtliche Aspekte. mehr per PN

Im wesentlichen brauchst du Arbeitsrechtliche sachkunde um der Herr des Verfahrens zu bleiben,dazu gehört das Grundwissen wie du Zeitgewinn erreichst, das ist bei dir angesagt.

Hier ein tip gerichte erlauben eine krankheitsbedingte kündigung bereits nach 24 mon.au oder früher.
Auch die Schwerstbehinderung 50% kann dich vor einer kündigung nicht retten soviel vorab.

Laß auf keinen fall was von einer negativen zukunftsprognose verlautbaren, mach keine angaben hierzu,sonst kannste gleich einpacken ,das ist wie selbstmord.

vg natascha
 
Zuletzt bearbeitet:

Schoppi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Sep. 2007
Beiträge
158
Alter
51
Ort
Weilburg
Website
www.niceday24.de
Also, ich weiß nun endlich, was ich habe. Ein CPPS, chronic palvic pain syndrom, Chronifizierungsgrad 2. Diagnostiziert von Dr. M., DKD Wiesbaden. Er hat dazu mehrere Veröffentlichungen verfasst und mit seinen Fachkollegen der DKD ein Buch geschrieben. Er hat auch bestätigt, daß ich seit dem 06.10.2003 berufsunfähig bin und bis auf weiteres auch berufsunfähig sein werde. Er hat es ausführlich begründet. Er sagt auch, daß das CPPC durch den Unfall in 2003 verursacht wurde. Jetzt bin ich gespannt, was die BU sagt. Immerhin müssen die 5 Jahre nachreulieren.(zuzüglich einer Jahresrente als Sofortleistung bei BU durch Unfall, also 6 Jahre) Auch die UV muß jetzt ran, weil er ganz klar schreibt, dass ich nicht psychisch krank bin oder war, sondern das die psychischen Reaktionen (Depressionen, Angstzustände etc.) durch die Unfallfolgen entstanden sind. Sollte auch kein Wudner sein, wenn man seit 5 Jahren an ständigen Schemrzen leidet. Scheiße nur, das irgendwie nix hilft. Diese Schmerzen sind immer da und zwar heftig. Im Kopf, im Becken, in den Hoden, mittlerweile im Rücken und an den Schultern. Das schlimmste sind aber jetzt die Kopfschmerzen. Man kann kaum noch klar denken vor Schmerzen und nix hilft.

Wie denkt ihr darüber. Dr. M. ist der Chefarzt der Urologie der DKD und er begründet seine Aussagen hib und stichfest auch im Namen seiner Kollegen der anderen Fachrichtungen.

Schoppi
 

Cateye

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
1,059
Hallo Schoppi,

als Patient muss man heute fast mehr wissen als der Arzt. Ich habe mich auf die Suche gemacht und ein denke ich gutes Buch gefunden:

Der chronische Beckenbodenschmerz - CPPS
Merkle, Walter (Hrsg.)
2003, XII, 108 S. 19 Abb., Geb.
ISBN: 978-3-7985-1433-1
39,95 €


Der chronische Beckenbodenschmerz ist eine Erkrankung, die -- obwohl weit verbreitet -- als Entität nur selten wahrgenommen wird. Viele Fachgebiete reklamieren das Recht für sich, dieses Krankheitsbild behandeln zu können -- oder besser, den Teilaspekt, der in ihr Gebiet passt. Dabei ist dieses Schmerzsyndrom eine multifaktorielle Erkrankung, die eine vielfältige und zum Teil komplexe Ursache hat. Nur durch eine interdisziplinäre Diagnostik und Therapie kann den betroffenen Patienten wirksam geholfen werden.
Erstmalig im deutschsprachigen Raum finden Urologen, Schmerztherapeuten und Gynäkologen in diesem Buch eine ausführliche Darstellung dieser speziellen Schmerzform.
Geschrieben für:

Urologen, Gynäkologen, Schmerztherapeuten, Psychotherapeuten
Schlagworte:

* Beckenbodenschmerz
* Beckenschmerz
* CPPS

Falls Du das Geld nicht anlegen möchtest, könntest Du Dir das über eine wissenschaftliche Bibliothek via Fernleihe ausleihen. Kostet nur etwa 1.5 Euro.

Gruss von Cateye
 

Schoppi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Sep. 2007
Beiträge
158
Alter
51
Ort
Weilburg
Website
www.niceday24.de
Hallo Cateye,

das Buch habe ich schon. Mehrfach gelesen und alle wichtigen Passagen für meinen Anwalt kenntlich gemacht.

Für mich ist nur wichtig, was meine Versicherungen dazu sagen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die jetzt bereitwillig zahlen und wenn wir meine Ansprüche gerichtlich einklagen müssen, dann kann ich mich auf 3-7 Jahre einstellen.

Schoppi
 

Schoppi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Sep. 2007
Beiträge
158
Alter
51
Ort
Weilburg
Website
www.niceday24.de
DRV lehnt Rente ab, obwohl Gutachter sagt ich sei erwerbsgemindert

Hallo,

auch für den Fall das ich euch nerve. ich wurde für heute beim VDK eingeladen, um noch einige Dinge zu klären. Habe die Ordner mitgeschleppt und ging hin.
Mir wurde von der zuständigen Anwältin mitgeteilt, dass laut Gutachten, welches durch die DRV beauftragt wurde, der Gutachter eine Erwerbsminderung mitgeteilt hat. Auf dem Gutachten war eine Zeit zwischen 3 und 6 Stunden angekreuzt. Der Rentenantrag selbst aber wurde von der DRV abgelehnt. Soso, die DRV schickt mich zum Gutachter, der sagt ich bin teilweise erwerbsgemindert, aber der Rentenantrag wird abgelehnt. Muß ich das verstehen?
Die Anwältin legt jetzt Widerspruch gegen die Ablehung ein, mit dem Verweis auf das Gutachten. Auch die angebotene Rehe habe ich angenommen.
Was sagt ihr dazu?

Schoppi
 
Top