• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Calcaneusfraktur

Daggilein

Nutzer
Registriert seit
1 Okt. 2008
Beiträge
5
Ursachen für einen Fersenbeinbuch (Calcaneusfraktur)

Ein Fersenbeinbruch (Calcaneusfraktur) wird oft durch z.B. einen Sturz aus großer Höhe, aber auch im Rahmen von Verkehrsunfällen oder sportlichen Aktivitäten wie Abstürzen beim Sportklettern oder Fallschirmspringen verursacht. Oft sind gleich beide Fersenbeine betroffen; die Patienten erleiden dabei einen sog Impressionsbruch. Aber auch das bloße Umknicken eines Fußes kann einen Randbruch des Fersenbeines nach sich ziehen.

Symptome

Die Patienten klagen über Schmerzen im Fersenbereich und sind nicht in der Lage aufzutreten bzw. den Fuß zu belasten. Es kommt durch den Bruch zu einer Aufhebung der Beweglichkeit im Gelenk zwischen Sprungbein (Talus) und Fersenbein (Calcaneus). Die Bruchverletzung führt zu einer Verbreiterung bzw. Schwellung der Ferse, in deren Verlauf sich oft auch ein Bluterguss bildet (Hämatom) und es zu einer Abflachung des Fußgewölbes kommt. Oftmals gehen Fersenbeinbrüche mit dem Bruch des Sprungbeines (Talus) einher.

Medizinische Vorgehensweise

Röntgen in zwei Ebenen. Um den Umfang der Verletzung im Vorfeld einer Operation genauer abklären zu können, kann zusätzlich die Durchführung einer Computertomographie von Nutzen sein.

Behandlung

Bei unkomplizierten Brüchen ohne bedeutsame Beteiligung der Gelenkfläche und im Falle von Trümmerbrüchen wird meist nicht operiert (=konservative Behandlung).
Eine Operation wird auch dann vermieden, wenn der Patient sich nicht in einem ausreichend guten Allgemeinzustand befindet bzw. es zu einer Weichteilinfektion gekommen ist.

Im Falle von wenigen großen Knochenteilen im Rahmen verschobener Knochenbrüche ist eine operative Versorgung notwendig und möglich.

Operationsverfahren

Der Bruch wird geschlossen eingerichtet (reponiert) und dauerhaft zusammengefügt (Osteosynthese/Spickdrahtosteosynthese).
Knöcherne Abrisse im Bereich des Achillessehnenansatzes (sog. Entenschnabelfrakturen) bzw. unkomplizierte Gelenkfrakturen werden nach offener Reposition mit Schrauben- bzw. Zuggurtungsosteosynthese versorgt.
Die bereits erwähnten Impressionsbrüche mit Beteiligung des Gelenkes zwischen Sprung- und Fersenbein (Subtalargelenk) werden hingegen mit einer Spongiosaplastik sowie einer Plattenosteosynthese versorgt.

Rehabilitative Nachbehandlung

Nach der operativen Versorgung erfolgen schmerzlindernde Maßnahmen und zur Abschwellung eine Hochlagerung des betroffenen Fußes bis eine deutlich sichtbare Wund- und Bruchheilung eingesetzt hat.
Es sollte für etwa sechs Wochen nach der Operation eine Entlastung/Ruhigstellung bzw. Teilbelastung des betroffenen Beines bis max. 10-15 kg eingehalten werden.
Gerade bei beidseitigen Frakturen hat sich dabei der Einsatz eines Gehbügel(entlastungs)apparates als günstig erwiesen; die orthopädietechnische Industrie bietet aber inzwischen auch sog. Fersenentlastungsschuhe an.

Komplikationen und Prognose

Der Schweregrad der Verletzung ist maßgeblich für die weitere Prognose. Da es sich bei Fersen- und Sprungbein um nicht sehr stark durchblutete Knochen handelt, kann es schlimmstenfalls zu einer Nekrose (einem Absterben des Knochens bis zum "Zerbröseln") kommen. In letzter Konsequenz kann das eine Versteifungsoperation (Arthodese) nach sich ziehen. Häufig tritt ein (posttraumatischer) Gelenkverschleiß (Arthrose) im Gelenk zwischen Sprung- und Fersenbein auf.
Hier noch weitere Links zum Thema:

Pro und contra Versteifung des Gelenkes (sog.Arthrodese):
http://www.ortholine.de/Arthrodese_versus_Endoprothese.html
http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/02/02H173/t5.pdf

Verletzungen/Versorgung/Komplikationen:
http://www.staatsexamen.ch/download/us_fuss.pdf?id=105

Weber-Frakturen: http://www.pflege-im-op.de/Praxisberichte/UCH_Orthopadie/OSG-_/osg-_.html#top
Hallo Seenixe, habe gerade Ihren Beitrag zu Calcaneusbrüchen gelesen, als Betroffene auch am 31.10. im Unfallopferforum geschrieben. Wollte meinen Beitrag jetzt etwas ändern (fehlt ein Wort), habe trotz der Benutzung der "Hilfe" -Funktion das entspr. Symbol einfach nicht gefunden. Da ich las, dass Sie Ihren Beitrag geändert haben, wissen Sie sicher, wie das geht. Noch eine Frage: Woher wissen Sie so gut Bescheid, waren oder sind Sie Arzt? Viele Grüße
 

Daggilein

Nutzer
Registriert seit
1 Okt. 2008
Beiträge
5
Hallo Seenixe, ich hoffe, ich bombardiere Sie nicht gleich 2 Mal, habe bei "direkt Antworten" leider keine Nachricht erhalten, ob abgesandt. Wollte meinen im Unfallforum kürzlich verfassten Beitrag ändern, finde das entspr. Symbol dort aber nicht. Sie haben Ihren Beitrag ja mal geändert und können mir sicher schreiben, wie das geht. (bei Hilfe habe ich schon geguckt). Mit vielen Grüßen
:)Hallo, bin hier neu und eben schon mal rausgeflogen trotz Anmeldung. Meine Fragen: Hat jemand Erfahrung mit der Orthese von perpedesröck -ein Riesending, im schicken jeansblau für satte 900 Euro und trotz meiner Schuhgröße 38 in Größe S (36-38) 5 cm zu lang! - nach meiner Meinung ein Riesengeschäft für die Firma, fast schon wie "one size for all". Zweite Frage: Kann mir jemand eine Rehaklinik in Brandenburg empfehlen? Habe schon Prospekte kommen lassen von der Brandenburgklinik und der Sanaklinik in Sommerfeld. 3: Wie lange kann ein sog. Entenschnabelbruch mit Achillessehnenausriss (wurde operiert am 11.08.08 und mit 2 Schrauben fixiert, wobei sich nach 7! Wochen ohne Belastung bei Teilbelastung nach 3 Tagen der Bruch "dislokalisiert" hat, d.h. ich soll nun nach Meinung des Krankenhauschirurgen in 4 Wo. wieder röntgen lassen, ob es allein wieder heilt oder nochmal "festgezogen" werden soll - na Hilfe.
Also, nächste woche werde ich nach dem Röntgen noch 2 Ärzte befragen. So long, freue mich über jede Antwort.
 

susilein84

Nutzer
Registriert seit
27 Jan. 2014
Beiträge
2
Hallo Leidensgenossen,

Ich wolte hier mal meine Geschichte schildern und hoffe das mir einige Betroffene evtl. Tipps geben können.
Alles begann am 4.11.13. Ich war auf der Arbeit alleine musste die Haustüre absperren und da ist es passiert. Wegen nicht vorhandener Beleuchtung und Nässe bin ich die drei Stufen runtergerutscht und so unglücklich aufgekommen das mein Fuss direkt dick und blai/grün/gelb wurde.

In der Uni wurde ich geröngt und mit Bämderzerrung heimgeschickt. Da es nicht besser wurde bekam ich ein CT gemacht und dann die Gewissheit: Fersenbeinbruch links mit verschobenem Bruch. Eine Woche Klinik, dann Op mit Platte und Schrauben. Nach neun Tagen Entlassung und keine Belastung trotz Vacupedestiefel.
Nach 6Wochen Beginn der Pysio und Lymohdrainage. Bis dorthin eine echt gut verheilte Narbe, Stechen und Ziehen durch Wundheilung halt jedoch keine Schmerzmittel mehr.

Jetzt 9 Wochen nach Op laufe ich in dem Stiefel Teilbelastung 20kg.
Arzt meinte jetzt ich soll Stiefel abtrainieren und mich an normalen Schuh gewöhnen. Habe ich heute Mittag versucht. Es klappt mit Krücken...kann Zehen schön abrollen. Nur an der operierten Seite fühlt es sich ungewohnt an.
Fuss wird ein klein wenig dick am Knochen.

Sechs Wochen nach Op wurde geröngt, war alles ok. Nun soll ich Anfang Februar wieder in Uni und zwar ohne Stützschuh und Krücken. PYSIO meinte das wäre unmöglich so schnell nach Schonung wieder richtig laufen zu können. Kann es.mir garnicht vorstellem wie es ist ohne Krücken zu laufen. Habe garnicht das Gefühl dazu.

Wie war das bei euch?Habt ihr TippsBekomme jetzt für die Gelenke Osteoplus Tabletten zusätzlich.
Danke für euere Hilfe:)
 

tom1966

Neues Mitglied
Registriert seit
18 Aug. 2013
Beiträge
11
Hallo Leidensgenossin

Ich hatte meinen Fersenbeinbruch am 19.6 13.
Habe auch eine Platte mit Schrauben bekommen. Auf meinem Profil kannst du dir ein paar Beiträge von mir durchlesen.

Lass dich nicht von den Ärzten verrückt machen. Vertraue deinem Pysio. Oft haben die mehr Ahnung von deiner Körperlichen Verfassung und können dich ganz gut einschätzen.
Wichtig wäre noch ein CT zu machen. Erst dort kann ein Chirug oder Orthopäde sich
ein richtiges Bild vom Heilungsverlauf machen.
Hast du Orthopädische Schuhe bekommen? Ansonsten besorg dir ordentliche Sportschuhe mit Gelsohle . Die sind super für den Anfang.
Ich weiß noch wie ich damit angefangen habe. Die ersten Schritte machen schon ordentlich Aua doch mit der Zeit wird es immer besser.

Ich selber mußte nun leider eine Rückschlag erleiden.
Am 7.2 habe ich einen Termin für eine neue OP. Dort wird mir das USG versteift. Da sich dort eine Arthrose gebildet hat. Dann geht der Weg von vorn los.
Wieder Krücken und Muskelaufbau. Laufen lernen. Soll ca. 4-5 Monate dauern.
Doch ich bin noch immer zuversichtlich das bald alles wieder in Ordnung kommt.

Solltest du noch fragen haben melde dich ruhig. Ich schau immer mal wieder hier vorbei.

Gruß Tom
 

Mic2802

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Okt. 2011
Beiträge
161
Alter
60
Ort
Düsseldorf
Hallo, ich bin mal ehrlich. Bis heute, habe ich keinen kennengelernt, der diesen Drecksbruch gut überstanden hat. Immer wieder gibt es Probleme. Ich selber werde morgen erneut operiert und bekomme die Antibiotikakette raus und eine erneute Versteifung des USG. Dieses dann zum 3x. Für mich ist das der Horror schlechthin. Lasst Euch Zeit mit dem Arbeiten und Gehen. Langsam fast ans Ziel kommen, ist wichtig. Das Ende wird mit dem Bruch eher nicht erreicht. Das ist Fakt. Kein Arzt spricht von der 100%igen Heilung bei diesem Bruch. Sie reden sich alle um Kopf und Kragen.
Lg Mic
 

tom1966

Neues Mitglied
Registriert seit
18 Aug. 2013
Beiträge
11
Hallo. da muß ich Mic Recht geben. Dieser Bruch ist und bleibt einer der schlimmsten
Brüche die man haben kann.
Eine verlässliche Prognose wird dir kein Doc geben können.
Er wird dich ein leben lang begleiten. Manche können damit gut leben, manche nicht so.
Ich muß aber Mic wiedersprechen wenn er schreibt das sich alle um Kopf un Kragen reden.
 

Mic2802

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Okt. 2011
Beiträge
161
Alter
60
Ort
Düsseldorf
Viele Ärzte können einen nicht die Wahrheit sagen und reden sich um Kopf und Kragen. Bei diesem Bruch wird so mancher Arzt sentimental. Ist wahrscheinlich eine Schutzfunktion der Ärzte;)
 

tom1966

Neues Mitglied
Registriert seit
18 Aug. 2013
Beiträge
11
Da hast du wahrscheinlich recht Mic. Es sind natürlich viele Faktoren zu beachten bei diesem Bruch. Viele Ärzte kennen sich ja auch gar nicht richtig aus mit diesem Bruch.
Da es so viele verschiedene gibt. Wer sich ein bischen im www schlau macht wird erkennen was es alles für Unterschiede gibt.
Alleine die ganzen nachfolgenden Komplikationen lassen eine schon ins grübeln kommen.
Wenn ich mir nur Mic seine Geschichte zur Gemüte führe wird mir ganz anders.

Glück im Unglück ist dann schon wenn es ein BG Fall ist. Wenn ich bedenke ich würde nur noch KG von der Krankenkasse bekommen könnte ich fast einpacken. Denn dort bekommt man einfach nicht die Leistungen wie von er BG.
 

musa

Neues Mitglied
Registriert seit
15 Aug. 2011
Beiträge
10
Hallo Leidensgenossen
Ich wollte mal mein Fall schildern,im März 2011 fiel ich vom Gerüst und brach mir das Fersenbein,dann die Op,wurde mit Schrauben und Platten stabilisiert,dann auf drängen der Bg alles wieder entfernt,das war im Dezember 2011,dann drängte die BG das ich es versteifen lassen sollte,das wollte ich damals aber nicht,ich fühlte mich nicht bereit und überrumpelt.
danach begann mein Horrortrip,nachdem die Schrauben draussen waren,begann der Schmerz,bis heute habe ich mich mit Tilidin,Valeron und sonstigen Schmerzmitteln rumgeschlagen,von denen ich mittlerweile schon abhängig bin,im Dezember 2013 liess ich mein USG versteifen,das resultat ist....bis heute spüre ich keine verbesserung,mein Fuss fühlt sich taub an,und verursacht extrem schmerzen.ich habe die Op eigentlich nur deswegen durch führen lassen, weil ich es vorher kaum vor schmerzen aushalten konnte,heute bereue ich es,aber was wäre mir denn übrig geblieben...............:confused:
 

Mic2802

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Okt. 2011
Beiträge
161
Alter
60
Ort
Düsseldorf
Hallo Tom. Ich bin auch ein BG-Fall ;-) Gottseidank! Haste meine Bilder alle gesehen und meine Berichte gelesen? Morgen wollen mir die Ärzte in Duisburger BG Biogläser einbauen. Ich soll aber morgen noch mal ins CT. Klappt es, werde ich dankbar sein. Wenn nicht, werde ich nicht aufgeben, sondern kämpfen. Versuchskaninchen war gestern. Sollte jemand schon Biogläser haben, könnte man ja hier berichten. Danke:)
 
Zuletzt bearbeitet:

tom1966

Neues Mitglied
Registriert seit
18 Aug. 2013
Beiträge
11
Hallo Mic
Ich habe mehrere Berichte von dir gelesen. Und natürlich auch ein paar Bilder gesehen.
Du hast natürlich so richtig in die Schei... gegriffen. Richtig Pech gehabt.
Von Bioglas habe ich jetzt nicht so richtig Ahnung. Habe nur gelesen das es ein ersatz sein soll, das die Knochen zusammen wachsen lässt.
Ich will mal hoffen das die nächste OP bei mir auch die letzte ist. Will endlich wieder einigermaßen normal gehen und laufen.
Sollte es nicht klappen müßte ich mich auch mal Gedanken um eine anderen Job machen.
Mein Bg Berater sagte mir schon das es jetzt schon nicht so gut aussieht mit meinem jetzigen Job. Bin aufm Bau bzw als Kraftfahrer tätig, und da ist das laufen auf unebenen Untergrund schon ein Problem.
Werde auch nicht aufgeben und meinen Weg machen.
Wieviel Mde hast du denn auf deinen Fuß bekommen?

Gruß Tom
 

Mic2802

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
29 Okt. 2011
Beiträge
161
Alter
60
Ort
Düsseldorf
Hallo Tom. Ich habe 30 MDE. Das Amt für Integration hat mir nur von GdB 50 auf 60 erhöht mit G nun. 10 finde ich nun nicht gerade viel oder richtig.
So, muss nun ins OP. Melde mich morgen wieder.
Viel Glück Euch allen.
 
Top