• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

BWK Fraktur 8 als Unfallfolge

aquadance

Neues Mitglied
Registriert seit
29 Mai 2010
Beiträge
11
Guten abend,

vor 5 Wochen hatte ich einen Autounfall, bei dem ich seitlich frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenstiess und mein Auto auf der Beifahrerseite zum Liegen kam. Passanten stellten das Auto wieder auf die 4 Räder.
Bei dem Unfall der als Wegeunfall zur Arbeitaufgenommen wurde, gab es folgende Diagnosen:

Fraktur eines Wirbels BWK 8
Weichteilschaden 1. Grades bei Fraktur oder luxation des Thorax
Prellung des Thorax
Retrograde Amnesie
multiple Prellungen

Nach einer MRT wurde in der Klinik gesagt, dass es sich um eine alte Fraktur handeln müsse. Ich hatte 6 Tage strenge Bettruhe und nach 3 Tagen Mobilisation durfte ich nach hause.
Aufgrund starker Schmerzen, und Schwäche ging ich am nächsten Tag zu meinem 1. D-Arzt. Dieser übernahm die Diagnosen der klinik, schrieb mich krank und verschrieb mir ein Schmerzmittel. Bei der zweiten Krankmeldung kam ich garnicht zum Arzt, und bekam sie von der Sprechstunde ausgehändigt, mit dem Kommentar, dass man mich an die BG abgeben müsse, da die Fraktur strittig ist.
Ich ging daraufhin zu einem 2. D-Arzt, denn ich hatte auch schon Besuch von einem Mitarbeiter der BG, die natürlich sofort auf dieses "alte" angesprungen ist.
Der Arzt erschien mir sehr kompetent, bestätigte zwar leider, die erste Aussage, dass die Fraktur nicht von diesem Unfall stamme, aber ich hätte die Beschwerden, und die sind unfallbedingt. Ich habe immer noch Schmerzen beim Niesen, Husten, Schneuzen, und oft auch nachts beim Liegen. Gerade im Rücken und in der Brust.
Auch habe ich Kopf- und Nackenschmerzen, die in die rechte Schulter ziehen, und oft habe ich ein Kribbeln in einigen Fingern der rechten Hand. Deswegen möchte er ein MRT machen lassen - okay.
Gestern bekam ich dann Post von dem Arzt: eine AU und ein KG-REzept. Allerdings sind alle Diagnosen von vorher weg und jetzt steht dort HWS-Distorsion. Das kann doch alles nicht wahr sein.
Nicht genug dass er jetzt der BG den erstbefund bestätigt, jetzt gibt es gar keine Unfallursache mehr/Beschwerden mehr?
Langsam verzweifel ich - wie soll ich mich verhalten? Was kann ich tun? Ich fühle mich ver...t.
Normalerweise merkt man doch wenn man sich einen Wirbel bricht - ich habe bis zuletzt körperlich anstrengend gearbeitet, das kann ich momentan gar nicht. Und ich hatte auch nie in diesem Bereich Schmerzen oder Beschwerden. Bin vor kurzem noch dort massiert worden.
Wer kann mir einen guten Rat geben?

Ich kann mich zwar nicht an den Unfall erinnern, aber ich bin doch nicht bekloppt.
Bitte helft mir!

aquadance
 

uschreider

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
7 Juni 2009
Beiträge
1,031
Hallole aquadance,

tja, unsere lieben Ärzte.

Schreibe dir mal kurz von meinem Fall:

Also, nach meinem Wegeunfall wurden bei mir zwei MRT's veranlasst - einmal für die LWS und einmal für's Knie.

Diese MRT's wurden in einer Gemeinschaftspraxis an zwei unterschiedlichen Tagen durchgeführt.

Am ersten Tag wurde das MRT der LWS gemacht. Da sagte mir danach auch der Arzt, dass dies alte Frakturen wären. Ich war total verstutzt, da ich zuvor weder einen Unfall noch Sonstiges hatte.

Am darauffolgenden Tag wurde dann das MRT des Knies gemacht. Diesmal erfolgte die Besprechung danach bei dem Kollegen der Gemeinschaftspraxis. Wärend diesem Gespräch habe ich dem Arzt gesagt, dass sein Kollege am Tage zuvor mir mitgeteilt hat, dass die Brüche der LWS angeblich alte Frakturen wären und habe ihn gebeten, sich diese Bilder doch auch nochmal anzuschauen.

Dieses hat er dann auch getan mit der Verwunderung und Aussage, dass diese Brüche eindeutig dem jetzigen Unfall zuzuordnen sind.

Und dies war mein Glück. Dieser Arzt schrieb dies dann auch in seinen Bericht ,,LWS-Brüche sind eindeutig dem Unfall von ... zuzuordnen".

Da sieht man mal, wie unterschiedlich selbst Ärzte in einer Gemeinschaftspraxis ihre Bilder deuten. Hätte ich diesen Bericht vom zweiten Arzt nicht, hätte dies BG-mäßig massive Folgen gehabt.

Also, gehe bitte der Sache sehr genau nach, damit deine Unfallfolgen anerkannt werden.

Viele liebe Grüßlein
Würmlie
 

aquadance

Neues Mitglied
Registriert seit
29 Mai 2010
Beiträge
11
BWK 8 Fraktur als Unfallfolge

Hallo nochmal,

da hast Du mit dem zweiten Arzt richtig Glück gehabt! Ich habe langsam den Eindruck, dass die meisten sehr lange gegen die BG kämpfen müssen, um Verletzungen, die oft sogar ganz eindeutig sind, anerkannt zu bekommen.
Bei mir war der zweite D-Arzt wohl eher ein Fehler. Jetzt sagt er sogar, die Diagnosen aus der der uni-klinik seien allesamt zweifelhaft. Ich glaube ich weiss auch, warum er jetzt auf die HWS alleine abzielen will. Am Montag soll jetzt ein MRT gemacht werden. Dummerweise ist die HWS aber vorgeschädigt. Die Schmerzen sind zwar neu und viel schlimmer, aber das wird es recht nicht anerkennt. Die Brustwirbelsäule dagegen hatte nie etwas. Naja.

Ach der fällt mir ein, ich habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass es verschiedene MRT Verfahren gibt (Funktions MRT, Upright MRT oder so ähnlich).
Worauf soll ich diesbezüglich achten, und wo gibt es einen empfehlenwerten Arzt und Radiologen?

Für Antworten bin ich sehr dankbar.
aquadance
 

uschreider

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
7 Juni 2009
Beiträge
1,031
Hallole aquadance,

hi, ja, da hast du absolut recht, dass ein zweiter Arzt dieses festgestellt hat. Nur leider, ist es eben ein Radiologe und darf mich somit nicht behandeln. Bei mir wurde in dieser Praxis ein normales MRT gemacht.

Habe hier im Forum aber auch schon gelesen, dass es verschiedene MRT's gibt - z.B. Funktions-MRT, Funktions-CT usw. Vielleicht kann dir hier ein weiteres Forumsmitglied etwas Näheres dazu schreiben.

Lediglich bei meiner Begutachtung der PUV hat der Gutachter ein Funktions-Röntgen angeordnet - dazu musste ich mich wie ein Igel zusammengugeln. Glaube da ging es darum, das Wirbelgleiten zu erkennen.

Viele liebe Grüßlein
Würmlie
 

maja

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
1,262
Hallo aquadance!

Bei mir war das ähnlich,
allerdings wurde ich beim ersten mal, nach meinem
Unfall ,nur geröntgt.

Mir wurde gesagt-sie haben da zwei alte Brüche,
sonst ist alles in Ordnung.
Als ich meinte kann nicht sein-hätte nur einen "alten Bruch" und nicht zwei,
wurden die Aufnahmen im KH zu
irgendeinen Oberarzt geschickt-der dasselbe aussagte.

Damals war es mir egal, stand wegen des Unfalles unter Schock,
hatte auch verhältnismässig wenig Schmerzen.
Nach ca 2 Stunden brachten sie mich also nach Hause.

Am selben Tag noch-der Schock , also das Zittern und Stottern liess langsam
nach , aber meine Rückenschmerzen wurden immer schlimmer.
Als ich es nicht mehr aushielt, brachten mich Bekannte in ein anderes KH,
dort wurde am nächsten Tag ein MRT gemacht
und siehe da -es war doch ein neuer Bruch und ein ziemlich-doller.

LWk 1 bis über die Hälfte zusammengebrochen-mit Hinterkantenbeteiligung.

Nun zu Dir-hast Du das MRT?
Wenn nicht unbedingt besorgen, einen Spezialisten finden-der
sich Dein MRT noch einmal anschaut und befundet.

Dann eine Knochendichtemessung machen lassen.
Denn, wie Du schon geschrieben hast-hättest Du es merken müssen, mit
genau den Schmerzen, die Du beschreibst
und hättest Dich behandeln lassen müssen.
Was wiederum in Deinen Krankenunterlagen zu finden sein
müsste,
bei der man dann vielleicht einen Bruch nicht mehr merkt.
Es sei denn, Du hast eine mehr als hochgradige Osteoporose.

Scheint eine neue Methode zu sein.
Man erkennt zwar-stabile Brüche stuft sie einfach als alt ein-
somit brauchen die BG, PUV, HVP nicht mehr zu zahlen.

Was ich bei Deinem Fall merkwürdig finde-
Du schreibst der erste Arzt war ein D-Arzt ,
warum behauptete er dann, dass Du zu einem anderen D-Arzt müsstest.

Wenn er D-Arzt ist und Dein Fall BG anhängig-
dann hätte er doch Deinen Fall -weiterbehandeln können.

Hatte er Skrupel und wollte an so einem Betrug-lieber nicht beteiligt sein?
Unbedingt alle Befundungen, die gemacht wurden einholen und sammeln.
Noch was- die erste Diagnose

Fraktur eines Wirbels BWK 8
Weichteilschaden 1. Grades bei Fraktur oder luxation des Thorax
Prellung des Thorax
Retrograde Amnesie
multiple Prellungen
Worauf begründete sie sich, wenn das MRT erst später gemacht wurde?
Wie wurde die Fraktur und der Weichteilschaden erkannt?
Kann man doch nur mittels Röntgen, MRT oder CT
und nicht per abtasten.
Gruss
maja
 
Zuletzt bearbeitet:

lisaa

Mitglied mit negativem Renomee
Registriert seit
23 Juli 2009
Beiträge
389
hallo maja,

diese Fragen stelle ich mir auch.

Gruss Lisaa
 

aquadance

Neues Mitglied
Registriert seit
29 Mai 2010
Beiträge
11
Vielen Dank für Eure Antworten
Erst einmal die Antwort auf Eure Fragen; die Diagnosen wurden aufgrund von Röntgen und CT gemacht, die direkt nach der Einlieferung im Krankenhaus gemacht wurden.
Das MRT wurde 2 Tage später gemacht, weil ich starke Schmerzen hatte.
Vielleicht versteht hier jemand diese Fachausdrücke - ich schreibe mal den MRT-Befund des Radiologen in der Klink in Auszügen hier rein:

"... Höhenminderung von BWK 8 im Bereich der voderen Deckplatte
re. exzentrsch verstärkt. Ventrale Höhenminderung des Wirbelkörpers um ca 25%. Schmales deckplattenparalleles Oedem.
Mitagbebildet schmale Pleuraergüsse bds. und Streifenatelektase
li. basaler UL.
Li. exzentrische Bandscheibenprotrusion/-prolaps HWK 3/4 ohne erkennbare Myelonkompression.

Beurteilung:
Deckplattenimpressionsfraktur von BWK 8. Kein Nachweis einer Hinterkantenbeteiligung, kein Hinweis auf disko-ligmentäre Verletzung.

Ergänzung: Das oben beschriebene Signal parallel zur Deckplatte in BWK 8 passt nicht zu Oedem sondern entspricht Fett bei Signalanhebung in T1-w. Demnach handelt es sich um eine alte BWK-8-Deckplattenimpressionsfraktur...."

Heute war ich wieder bei dem 1. D-Arzt, da ich noch bis morgen krankgeschrieben bin. Und ich hatte die MRT-Bilder mit, und die Äusserung des 2. D-Arztes bez. der HWS (am Montag wird ein MRT der HWS gemacht - ich befürchte aber allerdings dass es mehr einem Ablenkmanöver dient, damit die BWK 8 nicht mehr erwähnt werden muss).
Der Arzt heute sah sich die Bilder an, und meint,e dass die Vorderkante abgebrochen ist, und die Beschwerden im Rücken und in der Brust schon 3 Monate anhalten können. Das mit dem "FETT" bei der Ergänzung hat er nicht nachvollziehen können. Er meinte ich solle mir einfach Zeit lassen, und etwas zur Ruhe kommen. Er hätte mich bis Ende des Monats krankgeschrieben, aber das PC-System hat das nicht zugelassen, denn die 6 Wochen AU sind am Montag fertig. Er meinte dann gäbe es bei der KK Auszahlscheine, oder die BG tritt ein. Das MRT der HWS hat er befürwortet.

Als ich zu hause war, habe ich bei der KK angerufen, da ich eine geringfügige Beschäftigung habe, tritt sie nicht ein. Ausserdem lag ja ein Wegeunfall/Arbeitsunfall vor, da ist die BG zuständig.
Der Herr von der BG sagte mir, dass die BG noch keine Entscheidung getroffen hat und vermutlich doch ein Gutachten erforderlich sein, denn abgesehen, von dem "alten" Bruch gäbe es eine akute Verschlechterung der BWS durch den Unfall.
Er hat viel erzählt, was mich irritiert hat, es hat doch diesen Unfall gegeben, sonst hätte ich ja auch nicht in die Klinik gemusst, bzw. am nächsten Tag wieder heim gekonnt. Er hörte sich an, als wäre der ganze Fall fraglich, und die BG "überhaupt" nicht zuständig. Das kann doch nicht richtig sein, oder?
Jedenfalls sagte er mir, dass ich jetzt erst mal kein Geld bekomme, denn es ist alles noch in der Schwebe. Für mich stellt sich die Frage, ob ich wegen des Geldes wieder arbeiten gehen soll, aber ich sehe mich überhaupt nicht in der Lage am Mittwoch schwere Kisten zu heben, und den halben Tag bückend zu verbringen. Und ich kann auch noch gar nicht wieder so weit mit dem Auto fahren; ich habe Angst, und sehe immer wieder diesen "Film" vor mir ablaufen.
Ende des Monats gehe ich in eine Reha - vielleicht komme ich da endlich zur Ruhe.

Aber bis dahin sind es noch ein paar Tage, zumal ich auch mit der REntenversicherung am machen bin, weil das von Ihnen ausgewählte Haus passt überhaupt nicht zu meinen Indikationen. Und ich bekomme frühestens Ende des Monats einen AGM Termin; und am 22.07. haben wir unseren Urlaub gebucht. Ich fühle mich im Moment einfach überfordert mit diesen ganzen Dingen.
Wie verhalte ich mich richtig? Was soll ich jetzt tun? Vermutlich bekomme ich jetzt sowieso die Kündigung von dem JOb? Und dann? Am Anfang schien alles so klar.

lg aquadance
 

maja

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
1,262
Hallo,
das ist doch Dein Beweis,

. Schmales deckplattenparalleles Oedem.
Mitagbebildet schmale Pleuraergüsse bds. und Streifenatelektase
li. basaler UL.
Li. exzentrische Bandscheibenprotrusion/-prolaps HWK 3/4 ohne erkennbare Myelonkompression.
dass es kein alter Bruch -sondern ein frischer Bruch ist.
Lass Dich unbedingt -weiter krankschreiben!
Gruss maja
 

aquadance

Neues Mitglied
Registriert seit
29 Mai 2010
Beiträge
11
Hallo,
das ist doch Dein Beweis,



dass es kein alter Bruch -sondern ein frischer Bruch ist.
Lass Dich unbedingt -weiter krankschreiben!
Gruss maja
Danke Maja,

aber wer schreibt denn jetzt weiter krank? Gehe ich zur Hausärztin, oder soll ich nochmal den Doc von Heute fragen, und ihm erklären, dass ich keinen Anspruch gegenüber der KK habe?

Wenn das Beweis ist, warum liest dann der zweite Arzt "eindeutig" daraus, dass es kein frischer Bruch ist? Wegen diesem angeblichen "Fett". Er konnte nicht einmal in meinem Beisein das MRT öffenen, und musste später zum Radiologen; und er hat auch in meiner Gegenwart nichts diktiert - was er der BG geschrieben hat, habe ich heute von dem dortigen Sachbearbeiter erfahren.

Was würdest Du an meiner Stelle tun?
Gruss aquadance
 
Registriert seit
26 Nov. 2010
Beiträge
1
Was ich an Deiner Stelle tun würde (selbst BWK 6-7 gebrochen gehabt vor zwei Jahren):

1. Kontakt mit der Krankenversicherung aufnehmen - die sind daran interessiert, dass das ganze als Wegeunfall einsortiert wird.
2. Nochmalige Diagnose bei einem weiteren Radiologen, möglichst einer, den die KK empfiehlt.
3. Nimm' Dir einen guten Fachanwalt für Verkehrsrecht, um Deine Ansprüche durchzusetzen.

So blöde das klingt und so schwer das umzusetzen ist, aber Ärger und Aufregung helfen Dir nicht weiter. Mein Orthopäde (menschlich mangelhaft) hatte meiner Frau mal gesagt, man müsse das ganze sportlich sehen, als eine Art Langlauf. Hört sich bescheuert an, ist aber 'ne Menge dran.

Nicht verzweifeln! ;)

Edit: Jetzt erst gesehen, dass das schon was länger her ist...
 
Top