• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Brustwirbel gebrochen

JoachimD.

Nutzer
Registriert seit
21 Feb. 2007
Beiträge
1,736
Ort
Schwarzwald
Hallo Ariel,

Danke für Deine Zeilen zum Thema M. Schuhmacher!
Ich konnte mir nicht so recht vorstellen das ein M.Schuhmacher als Privatpatient in der Sportklinik Bad-Nauheim genau so behandelt wird wie ein Kassen- bzw. BG-Patient! Sein behandelnder Arzt Dr. Johannes Peil (Chefarzt). Nun weis ich nicht wie das da in Bad- Nauheim bzw. vorher gelaufen ist!
Nun schreibt man das bei M.Schuhmacher habe es eine Fraktur im Bereich des siebten Halswirbels, außerdem an einer oberen linken Rippe, sowie eine Fraktur im Bereich der Schädelbasis. (Belastungsfraktur). Zusätzlich wurde eine wichtige Ader in diesem Bereich zerschlagen.
"Heute hatte ich einen Abflug beim Motorradtest in Cartagena, und vorsichtshalber sind wir ins Krankenhaus gefahren. Die Checks haben nichts ergeben und ich wollte nur sagen, dass es mir gut geht", teilte Schumacher auf seiner Internetseite mit.
Nun M.Schuhmacher hatte den Unfall im Februar am 9. September saß er wieder auf dem Motorrad > dem Circuit de Bresse (Ostfrankreich) .
Ich weis jetzt nicht ob Speetwomen auch nach 7 Monaten wieder OK war(ist)?

Viele Grüße
Joachim

http://www.fairschreiben.de/index.php/schumi-und-die-fragen-die-nach-genf-bleiben/2009-08-13/
http://www.motorsport-magazin.com/m...cher-wieder-dem-motorrad-test-frankreich.html
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo uschreider,

Offene Nasenbeinfraktur
Rippenserienfrakturen links und rechts
LKW 2-3-4 Deck- und Bodenplattenfraktur
Patellaspitzenfraktur.

Mein größtes Problem bis heute sind die Rippen- und Rückenschmerzen. Kann nicht lange sitzen bzw. liegen und stehen. Auch kann ich meinen linken Arm nicht mehr ganz hochnehmen und nach ca. 1/2 Stunde Laufen brauche ich eine Stütze -

Vielleicht ist deshalb auch der Krankheitsverlauf so lang ?

Habe bereits eine komplexe stationäre Rehe hinter mir, seit Monaten KG. Aber leider wird es immer schlimmer, statt besser. KG bereitet mir eigentlich immer massive Schmerzen danach.

und die Ärzte sind ratlos.

Es wurde zwar, durch Überweisung meines D-Arztes, außerhalb der BG-Klinik im April ein MRT gemacht, aber keiner ist eigentlich so richtig darauf eingegangen.

Wer bei diesen Verletzungen ratlos über die Schmerzklagen des Patienten ist, der sollte nachgeprüft werden, woher er eigentlich seine Zulassung als Arzt hat, oder überhaupt hat!

Du hast den Unfallhergang nicht beschrieben, aber ich kann mir denken, dass Rippenreihenbrüche und Nasenbeinfraktur ein Frontalanprall womit auch immer war, und die nachschiebende Kraft von hinten deine Lendenwirbel stauchte, der Knieanschlag dabei eine Behinderung im Vorwärtsdriften darstellt - Stauchung der Hüfte.

Also keine reinen Knochensubstanzverletzung, sondern mit erheblichen Weichteilverletzungen - das ist der Grund, warum der Verletzungzheilungsverlauf so hindauert, bzw. sich eher verschlimmernde Tendenz einstellt ( auch wegen Falschbehandlung!)

Die stützende Funktion des Skeletts ist in allen Etagen gestört.

Die Muskulatur baut sich in einigen Regionen ab und in anderen Bereichen verstärkt verhärtet, weil falsch überbelastet.
Das macht natürlich Schmerzen bei unsachgemässer Therapie.

Ich kenne deine Bilder nicht, jedoch weiss ich auch so, dass bei Rippenbrüchen die Rippenansätze (Brustbein und BWS) häufig mitbetroffen sind und im Knochengewebe-Heilungsprozess die knorbeligen Ansätze "verschoben" sein können.
Das Ergebnis ist, eine Falschsteuerung in der Bewegung der BWS-Wirbelkörpermuskeln. Folge, eine Bewegungsschonung, welche die Muskulatur abbaut bzw falsch aufbaut.

BWS und LWS sind auf eine korrdinierte (auf einander abgestimmte) Muskelbewegung angewiesen. Eine Nasenbeinfraktur bedingt häufig eine Störung (Verletzung) im Kopfgelenk.
Zum besseren Verstehen:
denke an einen Punching-Ball (kleiner dicker Ball auf einer Feder fixiert), auf dem die Boxer ihre Übungen machen. So wie dieser Ball insgesamt nach hinten schnellt, wenn mit der Faust draufgedonnert wird, so findet das auch am Kopf statt, wenn man sich sein Nasenbein bricht. Nun hat man ja keine Feder im Kopfgelenk, die nach der Fraktur den Kopf wieder unbeschadet in die alte Stellung zurückschnellen lässt, wie den Punchingball. Auch wird die Nase nicht eingebrochen, ohne dass sich der Kopf dabei unbewegt verhält, es sei denn, er ist an einer Wand fixiert. Genauso auch der Punchingball nicht nur eingedellt wird durch den Boxhieb, sondern gesamt am Federgelenk nach hinten schnellt, so tut das auch der Kopf im Kopfgelenk, wenn er irgendwo an der Nase gewaltsam "eingeboxt" wird.

Also musst du auch eine Verletzung an der oberen HWS eventuell auch am Kopfgelenk haben. Gab es bei dem Aufprall auf die Nase eine Rotationskraftwirkung, so hast du ganz sicher eine Verletzung im Kopfgelenk. Die Krafteinwirkung kann nicht unerheblich gewesen sein, denn schon bei geringerem Kraftaufwand können Bänder in Gelenken reissen - die dann leider nicht so einen glimpflichen Heilungsverlauf wie Knochengewebsverletzungen haben.

Also, so meine Vermutung, nach den Angaben deiner Verletzungen, hast du nachvollziehbare Schmerzen, die wohl zeitweise bis ins Unerträgliche gehen.
Wenn alles so ist, mit den Verletzungen, wie du hier schreibst, dann hast du nicht nur Schmerzen! Und das müsste alles nachweisbar sein, wenn die Verletzungen so waren.

Immer vorausgesetzt, es ist so, wie du hier schreibst, dann solltest du dringend den Arzt wechseln, auch die gesamte Klinik. Mich würde nicht wundern, wenn du in einer berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik warst.
Die müssen dir ja sagen, dass sie deine Schmerzen nicht nachvollziehen können, denn die wollen dich ja noch an die Psychiatrie verweisen, falls noch nicht geschehen, damit die Pharmaindustrie auch noch auf ihre Kosten kommt.

Lass dir die Bilder aushändigen, besonders nicht die MRT vergessen und wende dich an neutrale, unabhängige Ärzte.
Sollte die KK etwas dagegen haben, dann erinnere sie daran, dass du ein Recht auf freie Arztwahl deines Vertrauens hast.

Wäre doch jetzt nett, wenn du nun, als Danke auf meine Ausführung, die Namen der Ärzte nennen würdest.

Gruss Ariel
 

uschreider

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
7 Juni 2009
Beiträge
1,031
Hallo liebe Ariel,

hi, vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort.

Du hast aber auch wirklich genau in' Schwarze getroffen. Es war ein Frontalzusammenstoß. Mir hat jemand die Vorfahrt genommen und ich hatte keine Möglichkeit mehr zu bremsen.

So, und heute durfte ich dann auch wieder in der BG-Sprechstunde zur Heifverfahrenssteuerung antreten. Es wurde ein neues MRT von der LWS gemacht und mit dem von vor 6 Monaten verglichen.

Darauf bekamm ich zur Antwort, dass keinerlei Veränderungen eingetreten sind - sprich die Bilder sind identisch. Auf meine genervte Frage - wieso ich immer noch so Schmerzen habe - bekam ich die Antwort, dass der 3. LWK zwar stabil aber nicht verheilt ist. Er drückt warscheinlich auf Weichteile und Nerven. Dies würde sich aber wahrscheinlich nicht mehr ändern. Mann könnte es evt. nur mit gezielter KG in den Griff bekommen. Diese ist aber aufgrund der Schmerzproblematik bei mir nicht möglich.
Ende vom Monat wird jetzt nochmal der Fuß und der Ellenbogen geröngt, da ich beides nicht richtig bewegen kann. Lt. Neurologe ist aber alles OK.

Was die Nasenbeinfraktur betrifft, kann ich dir leider nicht sagen, wie die durch den Unfall zustande gekommen ist. Wir gehen davon aus, dass ich mit der Nase auf's Lenkrad geknallt bin. Dieses war auch komplett verschoben.

Ja, und die Verletzungen sind wirklich so, wie ich sie beschrieben habe. Und der heutige Arzt hat auch in keinster Weise die Schmerzen bezweifelt.

Hm, in psychologischer Behandlung bin ich aber leider bereits auch - PTSB wurde diagnostiziert.

Aber, jetzt kommt der Knalleffekt:
Der Arzt sagte zu mir, sie würden mir ja gerne weiterhelfen, wüssten aber nicht, wo sie ansetzen sollen.

Sie werden das Heilverfahren einstellen und ich wäre ab sofort arbeitslos.

Da ich ihn ,,wie aus allen Wolken gefallen" angeschaut habe, hat er sich mit der Schmerzklink der BG in Verbindung gesetzt, was zu dem Ergebnis geführt hat, dass ich jetzt Schmerzpflaster und anstatt Novamimsulfontropfen Novaminsulfontabletten nehmen soll. Desweiteren nur noch leichte Krankengymnastik wie Wärme usw.
Nach 3 Monaten soll dann nochmal ein MRT von der LWS gemacht werden.

Hey, wie kann so etwas sein. Bin an dem Unfall nicht schuld gewesen. BG sagt, dann stellen wir das Heilverfahren ein und sie sind somit ab sofort arbeitslos.

Kann mir jemand sagen, was das bedeuten soll. Von was soll ich in Zukunft leben? Von Arbeitslosengelde ? Ist wohl ein schlechter Scherz - oder?

Viele liebe Grüßlein
Würmlie
 

Erkan35

Nutzer
Registriert seit
30 Jan. 2014
Beiträge
2
Hallo Ariel,

Ich hab deine beiträge gelesen...hatte ein sehr grossen Autounfall im Jahr 1997, brustwirbelsäule gebrochen 7 8 9 ...aufjedenjfall damals schrauben rein op und so weiter ....mein problem ist jetzt ich hab abartige schmerzen weiss nicht mehr was ich machen soll war schon beim orthopäden auch im krankenhaus usw.. Ist ne lange geschichte....ich möchte dich fragen ob wir telefonieren können wen du 30 minuten mal Zeit hast...

Meine nr.. 0152 54045258

Bitte melde dich den ich weiss nicht mehr weiter...
 

Stronso

Nutzer
Registriert seit
11 Juli 2014
Beiträge
1
Hallo,
ich hatte Anfang April einen Motorrad Unfall und habe mir den 10.BWK gebrochen. Da ich nur Schmerzen hatte und keine Gefühlsstörungen habe wurde ich nicht operiert und bekam ein schönes Korsett das ich jetzt nur noch halbtags tragen muß.
Nach den Wochen der Schonung würde ich jetzt aber gerne wieder Sport treiben. Kann mir jemand sagen wie stark ich meine Wirbelsäule nach mittlerweile 3 Monaten Heilung wieder belasten kann und welche Sportarten oder Übungen für mich am besten sind? Wird meine Wirbelsäule wieder genauso belastbar sein wi3e vor dem Unfall?
 

Aramis

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Okt. 2012
Beiträge
1,298
Ort
Unterfranken
Hallo Stronso,

willkommen im Forum!
Was sagt der Arzt zu dem du das meiste Vertrauen hast?
Bist du in Physiotherapeutischer Behandlung?

Eine Prognose hängt von deinem Alter und Allgemeinzustand ab, welchen Sport willst du betreiben und welche Medikamente brauchst du ?

Wir sind nicht neugierig! Aber Ferndiagnosen sind schwierig, bzw. gefährlich.

Hast du allen nötigen Stellen (private Unfall, etc.) den Bruch gemeldet?

VG
Aramis
 
Top