• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Bk 4302

uwe63

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Jan. 2013
Beiträge
403
Ort
Oberrhein
#1
Hallo, nachdem ich über die Internetsuche dieses Forum gefunden habe und in der Themenliste nichts über diese BK gefunden habe, möchte ich hiermit um Erfahrungen und Hinweise dazu von anderen Forenmitgliedern bitten.
Ich bin seit 7.9.2012 bis auf weiteres wegen Verdacht auf BK 4302- obstruktive Atemwegserkrankungen , Diagnose COPD - krankgeschrieben.
Ich bin Nichtraucher, habe in den letzten 13 Jahren mit Faserverstärkten Kunststoffen im Flugzeugbau beruflich zu tun gehabt. Die letzten 3,5 Jahre davon unter eigentlich arbeitsschutzrechtlich unzumutbaren Arbeitsbedingungen- Schleifarbeiten und Laminierarbeiten an FVK- Teilen ohne Absaugung ins Freie und Frischluftzufuhr, dazu diese Tätigkeiten mehrmals täglich wechselnd ( also Stäube und Dämpfe verschiedener Epoxidharze und Komponentenkleber ), alles in einem ca.15 qm großen Raum mit einem Enstauber ( großer mobiler Staubsauger mit Filterbehälter ) und die letzten 9 Monate zusätzlichem Industriestaubsauger.
Mittlerweile schreibe ich böse Briefe an die BG- Unfallkasse Baden- Württemberg - wegen verzögerter Bearbeitung, Antrag auf Reha-Kur, bisher nicht erfolgte Arbeitsplatzexposition ( von der BG intern erst Dezember 2012 in Auftrag gegeben ).
Ich habe auch meinen behandelnden Lungenfacharzt als Gutachter bei der BG vorgeschlagen, da von den vorgeschlagenen Gutachtern der BG bekanntlich ein der BG gefälliges Gutachten zu erwarten ist.

Hat jemand Hinweise und Erfahrungen im Kampf David ( Arbeitnehmer ) gegen Goliath ( BG/Sozialgerichtsbarkeit ) für mich ?
Vielen Dank für Antworten, Uwe
 

uwe63

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Jan. 2013
Beiträge
403
Ort
Oberrhein
#5
Landesgewerbearzt eingeschaltet

Hallo,

folgender Stand bei mir:

meine KK und ich warten immer noch auf Antwort von der Unfallkasse BaWü zur Bearbeitung Antrag auf Reha- Kur.

Zusätzlich habe ich heute den Landesgewerbearzt BaWü informiert, bei dem mein Fall seit 22.10.2012 gemeldet ist und diesen über die bisherigen Vorgänge und auch die Arbeitsplatzverhältnisse, welche zur Berufskrankheit führten, informiert.

Mal schauen, ob der etwas mehr bewegen kann ?
 

wollyp

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 Jan. 2009
Beiträge
102
#6
Hallo uwe63,

Ist den bei dir im Moment überhaupt die Unfallkasse bei einer Reha zuständig?
Muss der Antrag nicht bei der Deutsche Rentenversicherung oder KK gestellt werden?
Bei mir war vor meiner BK-Feststellung die Deutsche Rentenversicherung zuständig.
Annahme von mir--> Falls die Unfallkasse die Reha bezahlt, wirst du bestimmt in der Reha begutachtet.

Ich habe auch eine BK, bei mir lief das alles etwas anders ab.
Bis zur Anerkennung meiner BG dauerte es ca. 1 Jahr.
1. Hausarzt stellt Verdacht auf BK fest, meldet diese dem Gewerbearzt
2. mehrere Arbeitsversuche im Betrieb gestartet, krank abgebrochen
3. Krankengeld von KK
4. Reha über LVA, heute Deutsche Rentenversicherung.
5. Gutachten in der Reha, wegen BK
6. BK wurde in Reha bestätigt
7. Gewerbearzt bestätigt BK
8. Verletztengeld von der BG bis zur Umschulung

Bei dir sind erst 4 Monate um, da müssen noch keine bösen Briefe geschrieben werden.
Etwas Zeit für sorgfältige Ermittlungen sollte der Unfallkasse schon gegeben werden.
Meine Erfahrung ist, wenn ich von Behörden schnell Bescheide oder Entscheidungen erhalten habe, waren diese immer Negativ.

Deinen Unfallfragebogen bezüglich deiner BK sorgsam und mit Bedacht ausfüllen, anschließend kopieren.
Familienkrankheiten grundsätzlich verneinen, diese können zu deinem Nachteil ausgelegt werden!

Schöne Grüße
Wolly
 

uwe63

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Jan. 2013
Beiträge
403
Ort
Oberrhein
#7
Hallo, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Warum ich so viel Druck mache ?

Ich habe, weil der Lungenfacharzt die Anzeige erst nur an die KK richtete, von mir aus eine Anzeige wegen BK gestellt, dafür der Arbeitgeber nicht wie im SGB vorgeschrieben.
In meiner Anzeige und diversen Schreiben habe ich darauf verwiesen, dass mein Arbeitsplatz ( fehlende Absaugung und Frischluftzufuhr ) im Dezember 2012 nicht mehr existieren wird. Die Arbeitsplatzexposition durch die BG- TAD ist nicht erfolgt, alle Spuren sind verwischt ( bis auf die, welche ich als Beweis für mich gesichert habe ).
Der Reha-Kur-Antrag ist von KK zur RV gegangen, dort nach 3 Wochen an die BG weitergeleitet worden- wegen Folge einer Berufskrankheit.
Alle gesetzlichen Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sind in meinem Fall nicht eingehalten worden, meine Gesundheit wurde verheizt.
In meiner bisher ausgeübten Tätigkeit werde ich nicht mehr arbeiten können und bei dem Arbeitgeber will ich auch nicht mehr.
Genau deinen Weg- Reha, und dort nochmalige Feststellung der BK durch die unabhängigen Ärzte dort, anschließend berufliche Reha, habe ich mir vorgestellt, aber nicht in 3-4 Jahren bei zweifelsfreier beruflicher Ursache.
Das mit der Arbeitsplatzexposition hat die Unfallkasse BaWü schon mal vergeigt und damit sich das Moos auf dem Schreibtisch nicht zum Urwald entwickelt, werde ich demnächst mit Akteneinsicht einheizen.
Ich habe halt vom bisherigen Beruf ( Herstellung und Wartung von Luftfahrzeugen ) noch ein anderes Tempo und Professionalität in mir.
Viele Grüße, Uwe.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

uwe63

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Jan. 2013
Beiträge
403
Ort
Oberrhein
#8
Hallo,
ich möchte mal meinen derzeitigen Stand und Fortschritte melden:

Dank einer guten Fee als Mediatorin ( Staatliche Gewerbeärztin ) hat es sich bei mir allgemein verbessert.
Es wurde im Februar der alte Arbeitsplatz besichtigt, ich habe auch daran teilgenommen.
Wer leider als einziger fehlte war der Betriebsarzt.
Es ist dank der guten Fee eine angenehmerer Termin daraus geworden als vorher angenommen.
Morgen gehts für 4 Wochen zur Reha-Kur nach Bad Reichenhall.
Dort soll ich auch begutachtet werden, ich war auch mit dem Wegfall des Gutachterauswahlverfahrens einverstanden. In Bad Reichenhall sind auch die richtigen Experten für meine BK ( siehe Reichenhaller Empfehlung zur Begutachtung ).
Nach Kur und Kenntnis des Gutachtens wird es um einen anderen Arbeitsplatz gehen ( da hat mir ein Kollege schon berichtet, um welchen Arbeitsplatz es künftig gehen soll, aber kein Umgang mehr mit der Arbeit, die mich krankgemacht hat ).
Ich werde nach der Kur auch berichten, was ich in der Reha-Klinik erlebt habe.
Viele Grüße, Uwe
 
Registriert seit
8 Nov. 2010
Beiträge
74
Ort
Oberer Linzgau
#9
Na Hallo

Ich Habe auch COPD kämpfe schon seit 2007 um eine BK 4302

Reha-Kur nach Bad Reichenhall vergiss nicht das die Klinik der BG gehört

und wie heißt es so schön die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus,

Neutrale Gutachter sind Leider Mangelware.

Na dann wünsche ich dir alles Gute und lass dich nicht übern Tisch ziehen.

Gruss Karl
 
Registriert seit
8 Nov. 2010
Beiträge
74
Ort
Oberer Linzgau
#11
Reha in Davos

ich war in Davos Hochgebirgsklinik und sehr zufrieden Antrag auf EU Rente ging sofort durch, bei der Deutschen Rentenvers.

Bad Reichenhall ist BG eigene Reha Klinik ob da das Gutachten für dich gut ausgefallen wäre ist sehr Fraglich.
 

uwe63

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Jan. 2013
Beiträge
403
Ort
Oberrhein
#12
Davos

ich war in Davos Hochgebirgsklinik und sehr zufrieden Antrag auf EU Rente ging sofort durch, bei der Deutschen Rentenvers.

Bad Reichenhall ist BG eigene Reha Klinik ob da das Gutachten für dich gut ausgefallen wäre ist sehr Fraglich.
Hallo, Karl,
der Tischnachbar ( Hautpatient ) war auch schon in Davos und war dort auch sehr zufrieden. Der BG- Chefarzt hat ihn dann mal gefragt, was in Davos besser wäre als in seiner BG-Klinik, Antwort : Einfach alles !

Jetzt muß ich nach Akteneinsicht erst mal die Arbeitsplatzanamnese korrigieren, weil was dort drin steht, ist vom Umfang und Inhalt einfach nur ein Witz. Dann erst gehts zum Gutachter, aber in keine BG-Klinik mehr !

Gruß, Uwe
 
Top