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Bessere Diagnose eines Schleudertraumas

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Guten Morgen.
folgenden Bericht habe ich gestern in der Taunus Zeitung gefunden.:

Bessere Diagnose eines
Schleudertraumas


Das Schleudertrauma gehört zu den häufigsten Verletzungen nach einem Auffahrunfall. Allerdings sind die Beschwerden an der Halswirbelsäule schwierig zu diagnostizieren. Künftig könnte Ärzten dabei die virtuelle Realität helfen. Ein Forscherteam hat jetzt nach Angaben der TU Darmstadt gemeinsam ein System entwickelt, mit dem sich die typischen Verletzungen an der Halsmuskulatur verlässlich messen lassen. Beteiligt sind das Uniklinikum Ulm, die TU Darmstadt, das Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) sowie ein Unternehmen.

Ein Schleudertrauma kann der Arzt derzeit nur sehr subjektiv feststellen. Dazu muss der Patient genau den Unfallhergang sowie seine Beschwerden schildern. Weiteres Kriterium ist eine eingeschränkte Beweglichkeit des Kopfes und Kraftlosigkeit in Armen und Händen. Das Forscherteam will die Untersuchung nun mithilfe einer Datenbrille optimieren.

Bei der Diagnose blickt der Patient durch sie in eine virtuelle Realität, in der sich ein Objekt bewegt. Der Brillenträger hat die Aufgabe, den Kopf so zu bewegen, dass ein Fadenkreuz vor seinen Augen auf dem Zielobjekt bleibt. Parallel zu den Bewegungen misst das System die Muskelspannung. Im Falle eines Schleudertraumas verkrampfen die Muskeln in einer Art Schutzmechanismus, der die Beweglichkeit der Halswirbelsäule einschränkt.

Um die Muskelfunktion messen zu können, werden zwei dünne Drähte in einer Nadel links und rechts der Halswirbelsäule eingeführt. „Die Schmerzen entsprechen in etwa dem Einstechen von Akupunktur-Nadeln“, sagt Alexander Rettig, technischer Leiter des Projektes. Über die Spannungsmessung erkennt der Arzt, wann genau sich ein Muskel verkrampft und kann sehr genau bestimmen, wie weit die Beweglichkeit eingeschränkt ist.

Ein weiterer Vorteil der Datenbrille: Die Patienten verlieren für den Zeitraum der Untersuchung den Bezug zur realen Welt. Sie könnten nicht mehr einschätzen, wie weit sie ihren Kopf drehen, weil sie keine realen Bezugssysteme mehr hätten. Das wiederum führe dazu, dass sie nicht bewusst entscheiden könnten, wie weit sie den Kopf drehen. Demnach sei es schwierig, eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit nur vorzutäuschen, heißt es weiter. Eine Fortentwicklung der Brille solle künftig auch bei der Behandlung eines Schleudertraumas helfen. „Noch ist die Therapie-Einheit nicht serienreif“, betont Rettig. Doch das soll sich bis zum Ende des Projektes im Februar 2008 ändern. Danach wollen die Forscher das System in Serie vermarkten. (ddp)


Gruß
Kai-Uwe
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Kai-Uwe,

das Verfahren ist bekannt, und es ist eine weitere zusätzliche Körperverletzung für die Geschädigten.

Zitiere: Zweiter Absatz, letzte Zeile:
"Im Falle eines Schleudertraumas verkrampfen die Muskeln in einer Art Schutzmechanismus, der die Beweglichkeit der Halswirbelsäule einschränkt."

Ein Muskelkrampf in der HWS bedeutet eine Ischämie für die Dauer des Krampfes in dem Gewebebereich und darüber hinaus nis inds Hirn

Krämpfe im Halsmuskelbereich, unterhalb der Schädelbasis haben gravierende körperverletzende Folgen für die gesamte Region und weiter.
Schlundkrämpfe, Zungenkrämpf können sich anschließen und weitere erhebliche Folgebeschwerden bis zur Atemnot und Herzrythmusstörung, Blutdruckentgleisung auslösen.

Zitiere nur als Anregung zum Nachdenken!: "Der N.cardiacus cervicalis medius entspringt entweder im Ganglion cervicale medium oder im Truncus sympathicus dieser Gegend. ..... Er steht im Faseraustausch mit dem N. laryngeus recurrens und mit dem N. cardiacus cervicalis superior. ... Verbindungszweige ziehen zum N. phrenicus (oft über die Ansa subclavia), zur A. carotis communis und zum N. laryngeus recurrens. usw. Das Stichwort ist: Anastomosen = sich anlegen oder einander austauschen! Und das tun eigentlich alle Nerven im Halsbereich untereinander, auch mit den Gefäßen!

Dazu muss man auch wissen, dass die Nervengeflechte des Sympathischen (autonomen) Nervengewebes die Hirnnerven "umspinnen" und eine äußerst wichtige Funktion bei der Gefäßerweiterung und -verengung spielen (im Hirn).

Bei jedem HWS-Schleudertrauma und HWS-Distorsion spüren wir die verherenden Wirkungen, wenn das Geflechtsystem lädiert oder auch nur vorübergehend gestört wird.
Neurologen übergehen diese anatomisch/physiologischen Tatsachen, indem sie von psychischen Störungen, oder diffusen Beschwerdeschilderungen, Aggravationen (Übertreibungen) usw. sprechen, die schon vor dem Unfall vorhanden gewesen seien. Und niemand wagt zu widersprechen! Die können jeden Schwachsinn verkaufen an Richter und Anwälte, und die fallen darauf rein.
Solange man über die Diagnose HWS-Schleudertrauma spricht, als ob es ein harmloser Schnupfen sei und nur ein Befindlichkeitstütü der Bereicherlinge, sollte man solche U-Methoden tunlichst unterlassen.

Jeder Manual Mediziner kann mit geübten Händen ein echtes HWS-Schleudertrauma ertasten, dazu sind elektrisch stimulierte HWS-Verkrampfungen nicht nötig.

Die Oberquaksalber, die sich das ausgedacht haben, nur weil sie die leichter erkenntlichen Symptome nicht kennen (wollen = zu anstrengend), sollte man gleich in dieser Weise an Starkstrom hängen! Es wäre mir ein Vergnügen, dabei zuzuschauen und dann deren Äußerungen als Aggravation dokumentieren! Und das wiederholen und wenn sie sich weigern, dann die Mitarbeitsverweigerung dokumentieren.

Außerdem stimmt das nicht, dass das Einstechen dem Schmerz einer Akkupunkturnadel entspricht. Das kann nur von jemandem kommen, der absolut kein HWS-Schleudertrauma hatte oder null Ahnung über Verteilung von gewisse Schmerzrezeptoren in der HWS.

Gruß Ariel
PS: Lauf Prof. Stevens ist doch HWS-Schleudertrauma kein Krankheitswert, also warum sollte dann Muskelkrampf auslösbar sein?:rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo Ariel,

ich hatte den Artikel nur in meiner Zeitung gefunden, noch nie vorher davon etwas gehört.....Danke für die Aufklärung.
Man muß eben immer alle Dinge von 2 Seiten betrachten.;)

Gruß Kai-Uwe
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Kai-Uwe,

eigentlich scheint es positiv für HWS-Traumatisierte zu sein.
Aber es scheint nur.

Wenn ein wirklich verletztes Schleudertrauma-Opfer noch zusätzlich diese elektrischen Sitmulationen verpasst bekommt, dann kommt zu der schon vorhandenen Muskelverhärtung (Schonhaltung) noch das Quäntchen dazu, dass das System "überschnappt" und irritierte Nerven richtig lädiert. So kann z.B. eine Migräne cervical ausgelöst werden!

Gut:) , wenn du solche Artikel hier rein setzt, damit wir diese beleuchten können und die Bedeutung für die Unfallopfer abschätzen.

Es gibt auch noch andere, sehr gefährliche Untersuchungsmethoden, die die Untersucher zu Unfallopferschänder:eek: machen können.

Gruß Ariel
 
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