• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Berufskrankheiten

IngLag

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 Nov. 2006
Beiträge
896
Hallo,

nachdem für die Berufskrankheiten hier im Forum ein eigenes Thema eingerichtet wurde, soll das nicht umsonst gewesen sein, sondern auch genutzt werden.

Als selbst von einer Berufskrankheit Betroffener will ich nichts unversucht lassen, weitere "Leidensgenossen" zu animieren, sich zu melden.

Einigkeit macht stark, heißt es so schön. Damit meine ich, dass unsere Chancen gegen die Berufsgenossenschaften in einem Berufskrankheitenverfahren zu bestehen bzw. in unserem Sinne etwas zu erreichen steigen, je mehr Betroffene sich melden um sich auszutauschen.

Sicher ist es sehr schwer, gegen die Berufsgenossenschaften Ansprüche durchzusetzen. Statistiken zeigen dies sehr deutlich auf! Aber je nach Beruf und dadurch entstandene Berufskrankheit sind die Chancen unterschiedlich, manchmal gar nicht so schlecht.

Ich denke, jeder weiss für sich selbst, ob eine berufliche Verursachung seiner Krankheit in Betracht kommt oder zumindest vorliegen kann. Davon muss man bei selbstverständlich objektiver Betrachtungsweise auch überzeugt sein. Mal eben eine Rente von der Berufsgenossenschaft versuchen zu kriegen, evtl. gestützt auf Gefälligkeitsgutachten, das hat keinen Sinn, weil absolut chancenlos!

Aber es gibt immer wieder Anerkennungen von Berufskrankheiten und das soll den wirklich Betroffenen Mut machen, ein meist mehrere Jahre dauerndes Anerkennungsverfahren anzustrengen und auch durchzustehen.

Bei einem solchen Verfahren ist viel Eigeninitiative erforderlich. Niemand kennt die beruflichen Belastungen und schädigenden Einflüsse besser als wir selbst. Der beste Rechtsanwalt ist keine Hilfe, wenn er nicht konkrete Hinweise seines Mandanten bekommt. Und die können für das Verfahren entscheidend sein.

Frühzeitig zu erfahren, worauf es in einem BK-Verfahren ankommt, was wichtig ist, welche Informationen ich brauche, woher ich Hilfe bekomme usw., dafür ist dieses Forum da. Und keiner sollte irgendwelche Scheu haben, seinen "Fall" vorzutragen und Fragen zu stellen. Es gibt keine dummen Fragen, höchstens mal dumme Antworten!

Nun kann man nur noch hoffen, dass sich einige Betroffene melden, oder das eine oder andere Mitglied dieses Forums einen solchen kennt und ihn ermuntert diesem Forum beizutreten, um Hilfe zu erhalten.

Grüsse von
IngLag
 

IngLag

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 Nov. 2006
Beiträge
896
Alle gesund und wohlauf?

Hallo,

alle gesund und wohlauf? Das ist hier die Frage, nachdem auf meinen vorherigen Beitrag keine Antworten gekommen sind. Aber es schadet ja nicht, wenn für neue Forumsmitglieder oder solche, die den Beitrag noch nicht gelesen hatten, dieser nochmal aus der Versenkung geholt wird.

Vielleicht gibt es auch den einen oder anderen User, für den Vorabinformationen wichtig sein können, der sich nicht sicher ist, ob bei ihm eine Berufskrankheit vorliegt, der nicht weiss, wie er vorgehen soll, um ein BK-Verfahren einzuleiten oder vom Arzt einleiten zu lassen.

Dem sei gesagt, dass er nichts übereilen, sondern sich akribisch darauf vorbereiten soll, bevor er offiziell etwas unternimmt! Es macht sich bezahlt, weil die Erstaussagen beim Hausarzt, beim Facharzt oder Durchgangsarzt immenses Gewicht haben! Es ist immer schwierig, im Nachhinein etwas Wichtiges hinzuzufügen und es glaubhaft erscheinen zu lassen.

Ich habe mittlerweile gelernt, dass es besser gewesen wäre, jede Überbelastung meiner Wirbelsäule dokumentieren zu lassen. Was nichts anderes heißt, als jedesmal bei Beschwerden in einer bestimmten Richtung zum Arzt zu laufen. Das mag zwar lästig sein, in meinem Fall als Selbstständiger oft nur schwer möglich, aber zumindest in meinem Fall eines BK-2108-Verdachtes hätte es mir viel geholfen.

Aber auch sonst ist es sehr nützlich, sich irgendwelche besonderen Vorkommnisse zu notieren. Sei es, dass es zu Überbelastungen der Wirbelsäule gekommen ist, dass man aus undichten Leitungen giftige Dämpfe eingeatmet hat, oder was auch immer passiert ist, was auf Dauer eine BK verursachen könnte. Wenn man dazu noch Zeugen benennen kann, ist viel gewonnen! Im Nachhinein zu behaupten, dass irgendwas schon öfter passiert ist, bringt meist nicht viel, wenn man es nicht beweisen kann.

Dies alles als ein Anfang von Hinweisen, die ich gerne gebe, in der Hoffnung Interesse zu wecken und Ratsuchende zu finden, die sich hier im Forum mit einem Beitrag melden.

Grüsse von
IngLag
 
Top