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Berufliche Auswirkungen durch Motorradunfall 2010

Hrc4Life

Erfahrenes Mitglied
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23 Aug. 2016
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Hallo

hier ein Update,

das seit 2017 laufende Verfahren indem weiteres Schmerzensgeld, Verletzungen der HWS bzw. weitere massive Probleme mit der Wirbelsäule und ein Verdienstausfall geklagt wurde, sollte mit einem Vergleich abgeschlossen werden.
Weiteres Schmerzensgeld, und alle Probleme mit der Wirbelsäule wurden abgewiesen, lediglich eine Summe für den Verdienstausfall wurde als Vergleich
anerkannt.

Da aber bis zum Tage der Widerrufsfrist mir trotz ausdrücklichen Verlangens kein Verhandlungsprotokoll vorgelegt wurde, hatte ich meiner Vertretung mitgeteilt, mir zu bestätigen, das sich dieser Vergleich lediglich um das laufende Verfahren dreht, und somit eventl. weitere Forderungen in Zukunft möglich sind.

Obwohl man in der Verhandlung mit nahegelegt hat, das sich der Vergleich nur um das laufende Verfahren handelt, hatte ich aufgrund des fehlenden
Verhandlungsprotokolles Bedenken das es schlussendlich ganz anders kommt.

Durch diese Unsicherheit habe ich gefordert den Vergleich zu widerrufen.

Nun möchte man selben Abschluss außergerichtlich festlegen und dies dem Gericht mitteilen, und dazu um nicht noch mehr Kosten zu verursachen, keine Gerichtsverhandlung mehr ansetzen.

Daher sollte es folgenden Schriftsatz an das Gericht
geben:
Es wird zugleich ewiges Ruhen des zugrunde liegenden Gerichtsverfahrens des LG ZRS —- zu AZ. ———— vereinbart und dies dem Gericht mit gemeinsamer Erklärung mitgeteilt.

Hier meine Frage:
Ich kann mir nicht vorstellen, das ich betreffend der starken Beschwerden mit der Wirbelsäule aufgebe und nicht noch neue Beweise suche, und weiters kann ich meine berufliche Situation in der es derzeit so aussieht, das ich nochmal etwas kürzer treten muss für die nächsten Jahre nicht außer Acht lassen. (Unfallchirurgisches und berufskundliche Gutachten gibt es in diesem Verfahren)

Hat vielleicht jemand eine Ahnung ob hier der Begriff „ewiges Ruhen“ es mir in Zukunft unmöglich macht, weitere Beweise zu meinen HWS- Verletzungen zu erbringen?

Und weiter auch betreffend Verdienstausfall (den ich ja monatlich habe) etwaige weitere Forderungen zu stellen?
Ich habe dem Schriftsatz noch nicht zugesagt!

Vielen Dank vorerst!

Grüße

Hrc4Life
 

Marima

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Nun möchte man selben Abschluss außergerichtlich festlegen und dies dem Gericht mitteilen, und dazu um nicht noch mehr Kosten zu verursachen, keine Gerichtsverhandlung mehr ansetzen.
Hast du denn schon mit der Versicherung gesprochen, die Versicherung hat doch die besseren Karten, sollte sie zu einem Teil des Verdienstausfall verurteilt werden, wird sie Berufung einlegen und dir dann einen Vergleichsvorschlag unterbreiten.

Die Versicherung hat viel Zeit, noch hat sie keinen Schaden, erst wenn ein erstes Urteil gegen sie ergeht muss sie Rückstellungen bilden. Auf deinen Vorschlag wird sich die Versicherung nicht einlassen, wenn möchte sie die Akte endgültig schließen.

Dieses ist meine persönliche Erfahrung.

Hast du denn mal bei Gericht angerufen und nach dem Verhandlungsprotokoll gefragt, was sagt denn dein RA dazu. Dir ist auch klar, dass du einen großen Teil der Verfahrenskosten tragen musst.

MFG Marima
 
Zuletzt bearbeitet:

Hrc4Life

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Marima,

erstmals vielen Dank für die Antwort!

Der Vergleich wurde im Verfahren abgeschlossen, und ich hatte das Gefühl, das das Gericht den Vergleich so umdreht, das ich mit der Versicherung komplett abschließe. (Würde ich für einen sehr hohen Betrag nicht machen)

Daraufhin habe ich noch am selben am selben Tag der Verhandlung darum gebeten, mir das Verhandlungsprotokoll zum ehest möglichen Zeitpunkt zu übermitteln.
Bis zu dem Tag an dem die Widerrufsfrist war bekam ich immer nur die Antwort, das das Protokoll noch nicht ausgefertigt ist.

Demnach kam es zu dem Widerruf wie ich oben schon beschrieben habe.
Ich musste sicher gehen, das der Vergleich lediglich
das Verfahren seit 2017 betrifft, und ich zu einem späteren Zeitpunkt weitere Forderungen stellen kann.

Die Kosten dafür trägt eigentlich die Rechtschutzversicherung. (Auch wenn ich verloren hätte)

Durch die jetzt vorgeschlagene außergerichtliche Lösung mit dem Begriff „ewiges Ruhen“ muß ich auch die Sicherheit haben, das ich später auch wieder betreffend der Wirbelsäule und auch meinem beruflichen zurückstecken weitere Forderungen stellen kann.
Zudem kann sich mein Zustand verschlechtern.

Das Protokoll ist nun da, jedoch viele Tage nach der Frist erst übermittelt worden.
Darin steht aber nichts, das ich mit diesem Vergleich mit der Versicherung zur Gänze abschließe.

Kann aber durchaus sein, das wenn ich den Vergleich nicht widerrufen hätte, das Protokoll doch deutlich anders formuliert gewesen wäre, und zu Gunsten der Versicherung mehr als nur der Verdienstausfall damit abgefunden gewesen wäre?

Sonst hätte man mir das Protokoll innerhalb der dreiwöchigen Frist übermitteln können.

Grüße

Hrc4Life
 

Marima

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Hallo Hrc4Life,

1) Warum machst du dir Gedanken über die Prozesskosten wenn du eine RSV hast, meine RSV musste über 40.000 € bezahlen obwohl ich alles gewonnen habe was ich wollte.

2) Hat die Versicherung denn dem Vergleich zugestimmt.

3) Wenn du jetzt doch den gerichtlichen Vergleich abschließen möchtest, braucht du doch nur der Versicherung deinen Entwurf zuschicken, dass Gericht wird dem nicht im Wege stehen.

4) Offensichtlich hast du berechtigte Ansprüche auf Verdienstausfall, warum willst dann bei einem Vergleich auf einen Teil deiner Ansprüche verzichten.

MFG Marima
 

Hrc4Life

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Marima,

die Klage läuft seit 2017 und der Verdienstausfall ist
bis 3.2017 geklagt.

Ich war mir ziemlich sicher, das das Gericht diesen Vergleich so umformuliert das damit deutlich mehr
als in diesem Verfahren abgefunden gewesen wäre,
oder ich zur Gänze mit der Versicherung abgeschlossen hätte.

Obwohl in der Verhandlung davon die Rede war, das sich dieser Vergleich lediglich um das Verfahren seit 2017 dreht, wollte ich dazu vor Fristablauf und Rechtskraft das Verhandlungsprotokoll.

Die Versicherung und auch die RSV waren mit dieser Lösung einverstanden.

Ich habe nicht vor auf etwas zu verzichten, denn ich habe auch nach 3.2017 bis jetzt wiederum einen Verfienstausfall, gegen das ich weiter angehen möchte.

Der wichtigste Punkt dabei ist, das ich weiter gegen die Versicherung wegen der HWS bzw. weiterer Wirbelsäulenprobleme vorgehen kann, was bis heute ja bestritten wurde.

Und schlussendlich die berufliche Situation, die es eventl. nochmals erfordert mindere Tätigkeiten anzunehmen.

Danke für die ausführlichen Erläuterungen!

Grüße

Hrc4Life
 

Marima

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Hallo Hrc4Life,

ich habe dich schon verstanden, ich habe meinen Vergleiche auch erst zugestimmt als sie auf dem Tisch lagen.

im ersten Vergleich wurden mir 60% zugesprochen und nur auf mein Nachharken, nachdem der Vorsitzende des OLG bereits die Sitzung beendet hatte, wurden mir die 12.000 € rückständiger Beitragszahlungen noch erlassen.

den Rest von 40% habe ich mir im Regress gegen meinen ersten Anwalt geholt, LG gewonnen, Berufung, Anwälte bestellen sich, Beklagter macht Vergleichsvorschlag von 62% vor der Berufungsbegründung, Gegenvorschlag von mir von 85%, Einigung auf 80%. Dann hat der Beklagte einen Vergleichsvorschlag formuliert und das OLG hat ihn schriftlich übernommen. HPV des RA zahlt, RA zahlt Eigenanteil von 2.500€ nicht, ein Anruf mit Drohung Gerichtsvollzieher, nächster Tag Geld auf dem Konto. Das alles hat 14 Jahre gedauert.

Wenn du jetzt den Vergleich annehmen möchtest, wirst du wohl etwas unternehmen müssen, entweder dem Gericht dieses Mitteilen oder der Versicherung. Da deine Klage nur den Zeitraum bis 2007 betrifft, gehen dir auch keine Ansprüche für die Zukunft verloren. Dieses im Vergleich festzumachen, wenn überhaupt nötig, ist Aufgabe deines RA.

Wenn die Versicherung ab 2007 keinen Verdienstausfall zahlen möchte, was eigentlich keine Sinn macht, neue Klage einreichen, du hast doch eine RSV.

MFG Marima
 

Hrc4Life

Erfahrenes Mitglied
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Ort
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Hallo Marima,

die Klage ist bis 2017 und der Vergleich sollte auch nur das aus der Klage abdecken.

Wenn die weiteren Ansprüche dadurch nicht verloren gehen und ich in Bezug auf die Wirbelsäule
weiter die Möglichkeit habe die Unfallkausalität
nachzuweisen (was bisher abgewiesen wurde) dann ist das für mich in Ordnung.

Der Anwalt möchte nun den Vergleich außergerichtlich abschließen (die Gegenseite auch)
aber da hoffe ich , das es mir danach möglich ist in den oben beschriebenen Punkten weiterzumachen.

Grüße

Hrc4Life
 
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